Hallo Nicole,
So erstmal ein Unfallbericht zum Ersten:
Ich habe mir wegen einem Motorrollerunfall am 16.12.05 eine
Tibiakopftrümmerfraktur zugezogen. Es dauerte 5 Tage bis man
operieren konnte. Bin jetzt um 10 Schrauben und zwei Platten
reicher. Insgesamt war ich bis zum 28.12.05 im Krankenhaus,
was über die Weihnachtsfeiertage ganz klasse war.
Danach folgten bis zum 15.02. die harten Wochen an Krücken.
Belastung bis maximal 20kg, die Bewegungschiene war erst auf
45 Grad eingestellt, später dann auf 90 Grad. Danach durfte
ich von jetzt auf nachher voll belasten, was ich dann auch
getan habe und recht schnell wieder einigermaßen auf zwei
Beinen zumindest etwas laufen konnte, solange ich die Zähne
zusammengebissen habe ging es dann auch ganz gut.
solange man keine prä/post OP Rö.-Bilder gesehen hat, kann man auch nicht sagen ob o.a. OP/Therapie/Reha optimal gelaufen ist. Also tun wir jetzt so, als ob.
Seitdem 06.03.06 arbeite ich wieder, allerdings bin ich bis
heute nicht so belastbar wie vorher. Sport ist mittlerweile
ein Ding der Unmöglichkeit, bis auf Radfahren oder leichtes
Crosstraining. Dinge die ich vorher gemacht habe, wie joggen,
Inline-Skating oder Kickboxen sind leider nicht bzw. kaum
möglich.
Leider geht aus deiner Schilderung nicht hervor, wie -aktuell- die Beugung, bzw. weil noch wichtiger, die Streckung ist. Es ist zu bedenken, dass du durch die rel. langfristige Ruhigstellung vermutlich ein muskuläres Defizit hast, d.h., dass die Muskulatur mehr oder weniger atrophiert (durch Nichtbeanspruchung geschrumpft)ist. Außerdem kann sich die „Statik“, also die Belastungspunkte im Knie (Ober- zu Unterschenkel)leicht geändert haben. Auch das verursacht Probleme.
Auch ist mein Bein sehr wetterfühlig. Wenn das Wetter sehr
feucht und kalt ist, läuft auch mein Bein nicht
wirklich"rund".
Wetterfühlig im Sinne von Großwetterlagen Veränderung?
Ansonsten ist es sicherlich auuch eine Frage der Durchblutung, wie bei jedem andern Sportler der sich aufwärmen muss, um „rund zu laufen“. Dieses fällt dir wahrscheinlich aus verschiedenen Gründen in Relation zu diesen, ungleich schwerer.
Habe immer das Gefühl, dass etwas sperrt und
einen Druck auf das Kniegelenk (welches ja auch zertrümmert
war) ausübt. Macht nicht wirklich Spaß.
Na klar! Aber auch hier die Frage nach Beugung und Streckung.
Das Metall wird eventuell schon Ende des Jahres (ein Jahr post
OP) entfernt. Hoffe, dass dies unkompliziert verlaufen wird,
hat da jemand Erfahrung mit?
Mach dir keine Gedanken, das wird sucherlich in Ordnung gehen.
Das Metall, auch abhängig davon was es ist (Platten, Schrauben, Drähte) sollten nach spätestes einem Jahr entfernt werden.
Warum, das würde jetzt evtl. zu weit führen. Nur soviel: Es sollte dort entfernt werden, wo es hineingekommen ist. Dort nämlich hat man garantiert das Werkzeug, um es wieder zu entfernen.
Was mir ein wenig zu schaffen macht, sind die sehr
wahrscheinlichen Spätfolgen, wie Arthrose o.ä.
Darüber würde ich mir jetzt, auch wenn es natürlich verständlich ist, noch keine Gedanken machen. Wahrscheinlichkeiten sind nur Spekulationen! Nur soviel: ausschließen kann eine posttraumatische Arthrose (also durch den Unfall bedingt) niemand, und
Mein Gelenkknorpel wurde ebenfalls schwer beschädigt.
das ist es wenn ich sage, es ist eher warscheinlich als unwahrscheinlich eine nicht altersbedingte Arthrose zu bekommen, insbesondere wenn du keine Kniegelenkschonende Sportarten (z.B. Schwimmen,Radfahren) sondern Kampfsportarten (z.B. Kickboxen) betreibst.
Auch meine zwei bösen Narben die sich vom Knie abwärts bis
übers halbe Schienbein ziehen sind nach wie vor nicht ganz
schmerzfrei und die Haut drumherum ist gefühlslos.
Nun, viele assozieren mit einer „schönen“ Narbe auch eine gelungene OP… und natürlich gegenteilig, fiese Narbe - misslungene Op. Die Narbenprobleme (vor allen Dingen wenn großflächig) sind aber nichts besonderes. Und die Gefühllosigkeit um das Narbengewebe herum, ebenso. Mann hat halt eben nicht nur die Haut mit dem Skalpell, sondern auch feinste, kleinste Nerven die für dieses Gebiet „zuständig“ waren, durchtrennt. Diese Gefühllosigkeit ist leider nur zum Teil reversibel (wiederherstellbar).
Hat jemand Erfahung mit diesen Verletzungen und kennt sich mit
den damit verbundenen Spätfolgen aus?
Um eine einigermaßen seriöse Prognose zu stellen, muss man wirklich
mehr Fakten (Rö.-Bilder, OP-Bericht etc.) zur Hand haben und ist auf diesem Weg nicht zu stellen.
Gerade für meinen Beruf wäre es wirklich wichtig zu wissen, wie es
gesundheitlich in Zukunft weitergeht.
Ist es nicht für jeden in jedem Beruf mit entsprechender Notwendigkeit für eine Körperlichen Leistungsfähigkeit -mit dem er sein Lebensunterhalt verdient-, wichtig 
Über zahlreiche Antworten würde ich mich freuen!
Hier wenigsten schon mal eine…
Liebe Grüße, Nicole
Liebe Grüße, rollifern