Liebes Expertenteam,
ich bin zur Zeit in der 11. Klasse, werde nächstes Jahr das Latinum erhalten und ich möchte nach dem Abitur Medizin studieren. Meine Lehrer sagen es wäre egal, welche Endnote man in Latein bekommt(hauptsache besser als 5), weil das auf dieser Latinum-Urkunde eh nicht draufsteht. Stimmt das? Wenn ich wüsste, dass es mir einen Vorteil bringt, um einen Studienplatz zu bekommen, wenn ich eine 1 in Latein habe, würde ich dafür halt mehr lernen und könnte das auch schaffen…könnte mir die Mühe aber auch sparen wenn die Note eh egal ist.
Wäre toll wenn mir da jemand weiterhelfen kann!
Danke schonmal!
Jana
Wer finanziert dein Latinum?
Liebe zukünftige Ärztin
Offenbar zahlst nicht du, sondern der Steuerzahler für deinen
Lateinkurs, sonst kämst du nicht auf diese absurde Idee:
könnte mir die Mühe aber auch sparen wenn die Note eh egal ist.
Von einer Ärztin, die sich möglicherweise ‚die Mühe spart‘, möchte ich
dann nicht behandelt werden.
Mit freundlichem Gruss
Rolf
Von einer Ärztin, die sich möglicherweise ‚die Mühe spart‘,
möchte ich
dann nicht behandelt werden.
Man könnte auch argumentieren, dass man sicher von einer Ärztin behandelt werden will, die ihre Arbeitskraft effizient an den richtigen Stellen einsetzt 
Grüße
Kaj
Der Steuerzahler finanziert dein Latinum
Man könnte auch argumentieren, dass man sicher von einer
Ärztin behandelt werden will, die ihre Arbeitskraft effizient
an den richtigen Stellen einsetzt
Kaj, du hast Recht, sofern die eigene Zeitinvestition nicht die
Investition von Steuergeldern in den Unterricht in den Sand setzt. Das
dürften über 10 EUR pro Lateinlektion sein…
Gruss
Rolf
OT Lernmotivation Schüler
Tach
Kaj, du hast Recht, sofern die eigene Zeitinvestition nicht
die
Investition von Steuergeldern in den Unterricht in den Sand
setzt. Das
Also hast Du in der Schule immer alles gegeben und viel gelernt, nur
damit sich die Investitionen der arme Steuerzahler auch lohnen?
In welcher Welt lebst Du denn?
Cu
Lalle
Man könnte auch argumentieren, dass man sicher von einer
Ärztin behandelt werden will, die ihre Arbeitskraft effizient
an den richtigen Stellen einsetztKaj, du hast Recht, sofern die eigene Zeitinvestition nicht
die
Investition von Steuergeldern in den Unterricht in den Sand
setzt. Das
dürften über 10 EUR pro Lateinlektion sein…
Zugegebenermaßen bin ich da persönlich vorbelastet, denn auch bei mir war der Lateinunterricht eine pure Verschwendung von Steuergeldern. Aber das würde jetzt wahrscheinlich zu sehr Off-Topic werden 
Grüße
Kaj
Hi,
ob Du eine 1 oder eine 2 im Latinum hast, wird herzlich egal sein.
Investier Deine Energie in Themen, die Dir wirklich was nutzen ->
Chemie, Bio und Physik. Denn das kommt auch alles nebenbei im
Studium. Und wenn Du nicht nur stupide die Klausursammlungen
auswendig lernen willst, dann eigne Dir in der Schulzeit so viele
Grundlagen wie möglich an.
Das ist auch besser für den Steuerzahler…
Cu
Lalle
Hallo,
Von einer Ärztin, die sich möglicherweise ‚die Mühe spart‘,
möchte ich
dann nicht behandelt werden.
Nimm es mir nicht übel, aber ich habe selten so einen Unfug hier gelesen. Wenn jemand zwischen 1 und 2 in einem Fach steht, dessen Bedeutung für das angestrebte Studium vollkommen nebensächlich ist, solange man überhaupt teilgenommen hat und erfolgreich war, dann ist es sehr wohl berechtigt danach zu fragen, ob es etwas bringt, genau hier zusätzliche Arbeitsleistung zu investieren, oder ob man seinen Elan besser in andere Dinge investiert, die ggf. mehr Relevanz für das spätere Studium haben.
Die Fragestellerin ist doch offenbar keine Schülerin von der Sorte, die sich versucht einfach nur möglichst billig und mit wenig Aufwand irgendwie durch die Schulzeit zu bringen, sondern eine engagierte und erfolgreiche Schülerin, die Top-Noten hat und zum kleinen Kreis der Glücklichen gehört, die somit die Chance auf einen Studienplatz in Medizin haben. Hier irgendwelche „Null-Bock“-Vorwürfe zu machen, finde ich vollkommen an der Sache vorbei.
Und die Frage lässt sich in der Sache auch exakt und klar beantworten: Die für das medizinische und teilweise auch juristische Studium immer noch verlangten Lateinkenntnisse sind ein Relikt aus alten Zeiten, das für die heutige Studienwirklichkeit eine deutlich gegen Null gehende Relevanz hat. Fachwörter kann man vollkommen problemlos auch ohne die entsprechenden Sprachkenntnisse einfach stumpf auswendig lernen, gängige Floskeln ebenso. Da braucht es keine Grammatik und keinen Wortschatz aus Caesars Werken, … Ich weiß von keinem Medizinstudenten, der auch nur einen lateinischen Satz hätte irgendwann übersetzen müssen, und wenn jemand zwischen 1 und 2 in Latein steht, dann ist er damit eigentlich für das Medizinstudium schon deutlich „überqualifiziert“, und der Rat kann eindeutig nur lauten, hier keine weiteren Energien zu verschwenden.
Statt dessen würde ich nach den Berichten von Medizinstudenten eher alle Energie in die naturwissenschaftlichen Fächer stecken und bei den Sprachen mich auf Englisch stürzen. Davon hat man dann wirklich was.
Gruß vom Wiz, der sein Latinum nur mit Hängen und Würgen überhaupt geschafft hat und im Jurastudium damit niemals nicht auch nur das geringste Problem gehabt hätte
Hallo Jana
Um die Sache etwas abzukürzen: Seit ca 1970 ist es nicht nur egal, welche Note Du in Latein hast, sondern völlig wurscht, ob Du überhaupt ein Latinum hast, weil im ersten Semester Medizin schon für Lateiner und Nicht-Lateiner Medizinische Terminologie angeboten wird und das ist eine der leichteren Übungen im Medizin-Studium.
Gruß,
Branden
Danke
Danke für eure Tipps!
Ich lerne auch viel lieber für Bio und Chemie, als für Latein, weil mir das, abgesehen von ein paar Fremdwörtern, wirklich nichts bringt. Aber um möglichst schnell nach dem Abitur einen Studienplatz zu bekommen, hätte ich auch noch mehr Latein gelernt.
Rolf, ich hab mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt. Mir liegt nichts an Latein, aber sehr viel an Medizin, und ich denke das ist es, was ich lernen sollte und wo ich mir auch gerne viel Mühe für gebe.
Lieber Gruß,
Jana
hallo jana.
du mußt schon mehrere barren goldgepreßtes latinum aufwenden, um wirklich einen vorteil bei der studienplatzvergabe kaufen zu können.
also: häng dich rein!
gruß
michael
der sich - man möge ihm verzeihen - diesen spaß nicht verkneifen konnte 
Latein = verschwendete Zeit
Offenbar zahlst nicht du, sondern der Steuerzahler für deinen
Lateinkurs, sonst kämst du nicht auf diese absurde Idee …
Ganz genau. Der Steuerzahler zahlt dafür, dass Tausende von Stunden mit völlig sinnlosen Lernaufgaben verschwendet werden.
Latein ist meiner Meinung nach etwas, das für Historiker von Interesse, für alle anderen jedoch entbehrlich ist.
Von einer Ärztin, die sich möglicherweise ‚die Mühe spart‘,
möchte ich
dann nicht behandelt werden.
Ich hätte damit kein Problem. Wozu um alles in der Welt muss eine Ärztin Latein können? … Gut, ein Latinum ist Voraussetzung fürs Studium. Ich würde die Sache also nicht ganz schleifen lassen, denn sonst muss man es ja im Studium noch mal lernen - und ich gehe davon aus, dass man sich da ohne zusätzlichen Lateinkurs nicht gerade langweilt.
Außerdem solltest du bedenken, ob die Note in Latein sich auf den Abi-Durchschnitt auswirkt. Falls ja -> lernen. Falls nicht -> vergiss Latein.
Übrigens habe ich die interessante Feststellung gemacht, dass ich kurze lateinische Aussprüche meist ebenso richtig rate wie diejenigen, die Latein hatten, und daher nicht raten müssen sollten … soviel dazu.
Schöne Grüße
Petra
P.S.: Ich war mal bei einer Hausärztin, die hatte nicht mal einen Doktortitel. Ich war trotzdem sehr mit ihr zufrieden. Habe dann nur gewechselt, weil ich mal zufällig bei ihrer Urlaubsvertretung war - die war wohl zu nett, außerdem lag ihre Praxis günstiger. So bin ich ihr erhalten geblieben.
Bin ja eh kaum beim Arzt.
Mit freundlichem Gruss
Rolf
Statt dessen würde ich nach den Berichten von Medizinstudenten
eher alle Energie in die naturwissenschaftlichen Fächer
stecken und bei den Sprachen mich auf Englisch stürzen. Davon
hat man dann wirklich was.
Servus Wiz,
wie man bei Dir sieht, sind Investitionen in Pflege und Erhalt der deutschen Sprache auch durchaus sinnvoll - in allen möglichen Fachgebieten. Man hätte es nicht besser sagen können.
Kai
Latein ist meiner Meinung nach etwas, das für Historiker von
Interesse, für alle anderen jedoch entbehrlich ist.
Servus Petra,
Päpste?? 
Kai
Moin,
Offenbar zahlst nicht du, sondern der Steuerzahler für deinen
Lateinkurs, sonst kämst du nicht auf diese absurde Idee:
ist doch Quatsch. In der Schule hat man jede Menge Fächer, viele, die einen nicht interessieren oder einem nicht liegen. Irgendwie muss man ein gescheites Abi hinlegen. Ich würde mir da auch Gedanken machen, bei welchen Fächern es sinnvoller ist, sich besonders reinzuhängen. Man muss eben Prioritäten setzen.
Gruß
Cess
Hallo,
wie man bei Dir sieht, sind Investitionen in Pflege und Erhalt
der deutschen Sprache auch durchaus sinnvoll - in allen
möglichen Fachgebieten. Man hätte es nicht besser sagen
können.
Danke für die Blumen. Und Du hast mit der Pflege der Muttersprache ebenfalls absolut Recht. Ich muss allerdings gestehen, dass ich dies ohnehin für angehende Akademiker als selbstverständlich erachte. Leider scheint dies aber kein Allgemeingut mehr zu sein. Vielleicht war es doch einer der wenigen Vorzüge meines verhassten Traditions-Gymnasiums, dass dort auf verständliche Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit, sowie den korrekten Gebrauch von Fremdwörtern in allen Fächern sehr geachtet wurde. Damit hatte man an der Uni gegenüber sicher 90% der Mitstudenten schon ein deutlich positives Alleinstellungsmerkmal. Und neben nichtssagenden Examensnoten ist das ein höchst wertvoller USP bei jeder Bewerbung.
Gruß vom Wiz
Latein ist meiner Meinung nach etwas, das für Historiker von
Interesse, für alle anderen jedoch entbehrlich ist.
Dann schlage doch mal ein beliebiges medizinisches Lexikon auf. Wer nicht Latein und Griechisch kann ist da ziemlich aufgeschmissen.
zb. http://de.wikipedia.org/wiki/Brustkorb
Gruß
datafox
warst du gedanklich bei den ferengis?*ggg
Ein Abitur ist ein
Abitur ist ein Abitur…
(
))
alberne Grüße
Sue
Dass man für Medizin ne Menge lateinische Bedeutungen kennen muss, ist hier wohl allen klar, aber im Unterricht geht es leider hauptsächlich um Grammatik, die rein gar nichts mit Medizin zu tun hat(Es sei denn du willst lateinische Sachtexte übersetzen, aber wer macht schon sowas^^)
Lg, Jana