Homoeopathie

Liebe Experten,
Ich bin auf der Suche nach neuen Argumenten fuer und wider die Homoeopathie. Zur Eingrenzung: ich meine nicht Naturheilmittel oder „alternative Medizin“ allgemein, sondern speziell Medikamente die auf dem allseits bekannten homoeopathischen Verduennungsprinzip beruhen („D6“, „D12“ usw.). Hintergrund: aus dem Bekanntenkreis hoere ich immer wieder Leute ueber tolle Behandlungserfolge mit solchen Mitteln berichten. Ehrlich gesagt: ich glaube selber nicht dran sondern bin ueberzeugt, man kann genausogut Leitungswasser trinken. Was meint ihr? Und was meint ihr dazu: kann man guten Gewissens ein krankes Baby mit Homoeopathie behandeln (selbstverstaendlich nicht bei schweren Krankheiten, aber vielleicht bei einer deftigen Erkaeltung?)?

da ich der trad. chin. medizin nahe stehe und tägliche erlebe wie diese den menschen hilft, würde ich persl. der homöopathie nicht den vorzug geben.

jedoch halte ich es mit dem grundsatz - wer heilt hat recht!

tieren soll es wohl auch helfen, und mit denen kann man ja keine plazebo experiemente machen…

das man mit wirkstoffen den körper „anschubsen“ kann, sich gegen krankheiten zu wehren kann ich noch nachvollziehen. aber wie es möglich sein soll, mit verdünungen zu therapieren, in dem im grunde gar kein wirkstoff mehr nachzuweisen ist, übersteigt meine vorstellungskraft. das heisst aber nicht das es trotzdem funktionieren kann… ich kenne menschen den hilft es, und andere die damit keine therapie erfolge erzielen konnten.

in der TCM folgt man dem grundsatz, dass der körper der beste arzt sei, und sich im grunde selber helfen kann, wenn man den organismus wieder in die balance bringt. dies geschieht vor allem mit heilkräutern, akupunktur ist eigentlich nebensächlich.

in der TCM kennt man aber auch zusammenhänge im menschl. organismus, die in der TCM mit dem chi beschrieben werden (frei übersetzt körperenergie). diese kann jedoch zb die westliche medizin auch nicht messen und ignoriert daher diese wichtige abläufe im körper eines patienten. so wird dann eben nur an den symptomen herum gedoktert und nicht oder seltenst die ursachen erkannt und behandelt.

also - ich plädiere dafür, dass jeder mensch frei entscheiden soll, welches heilverfahren ihm als das beste erscheint.

leider scheitert es immer noch an den regieden regelungen der westl. medizinindustrie, die es den meisten menschen aus finanziellen gründen nicht erlaubt, diese heilverfahren zu nutzen.

ach zur frage mit dem kind - da kinder die chin. heilkräuter als sud kaum runterkriegen, würde ich auch homoöpathische mittel in erwägung ziehen. auf keinen fall bekäme mein kind antibiotika oder andere schädliche pharmka… denn die langzeitschäden sind äußerst traumatisch und mittlerweile auch gut dokumentiert.

grüße aus malaysia sendet euch - jörg

Hallo,

wirken tut Homöpatie mit Sicherheit, wenn auch nicht immer
bzw. so wie viele Leute es haben wollen.
http://www.gwup.org/themen/berichte/homoepathie.html

Ähnlich verhält es sich mit vielgepriesenen TCM, wobei da
noch eher auch auch klinische Effekte zu erwarten sind.
Ohne ordentlich Hokuspokus geht’s aber nicht.

Gruß Uwi

Ich bin auf der Suche nach neuen Argumenten fuer und wider die
Homoeopathie. Zur Eingrenzung: ich meine nicht Naturheilmittel
oder „alternative Medizin“ allgemein, sondern speziell
Medikamente die auf dem allseits bekannten homoeopathischen
Verduennungsprinzip beruhen („D6“, „D12“ usw.). Hintergrund:
aus dem Bekanntenkreis hoere ich immer wieder Leute ueber
tolle Behandlungserfolge mit solchen Mitteln berichten.
Ehrlich gesagt: ich glaube selber nicht dran sondern bin
ueberzeugt, man kann genausogut Leitungswasser trinken. Was
meint ihr? Und was meint ihr dazu: kann man guten Gewissens
ein krankes Baby mit Homoeopathie behandeln
(selbstverstaendlich nicht bei schweren Krankheiten, aber
vielleicht bei einer deftigen Erkaeltung?)?

hallo,

ich als laie kann nur sagen - ich mache gute erfahrungen mit den notfalltropfen z.b - egal ob ich mich geschnitten habe oder ne brandblase oder bevor ich zur blutabnahme gehe (angst vor spritzen wird dann viel kleiner). auch habe ich schon erlebt wie z.b hunde denen es nicht gutging sehr positiv auf diese tropfen reagiert haben.

andererseits bin ich bis heute skeptisch - sonst hätte ich mir schon längst wegen anderer dinge tropfen mischen lassen, schiebe es aber immer auf…

aberdie notfalltropfen helfen einfach bei vielen akuten dingen - warum auch immer… is mir grad wurst…

eine ähnliche erfahrung habe ich mit schüssler salzen gemacht.
in einer langen zeit von fast ständigen nesselsucht-schüben habe ich irgendwann diese verwendet und fast sofort deutliche linderung verspührt. - weniger qualvolles jucken zb. und teilweise sogar eindämmung - auch hier ist mir wurst, obs nun was bringen soll - mir hat es geholfen und so blieb mir erspart mich vor juckreiz selbst in streifen zu schneiden.

ich sag da immer - versuch macht kluch:wink:
hilfts nicht, war entweder das mittel nicht das richtige und man startet einen neuen versuch oder aber es funktioniert bei einem nicht - es gibt schlimmere experimente:wink:

LG
nina

auf keinen fall bekäme mein kind

antibiotika oder andere schädliche pharmka… denn die
langzeitschäden sind äußerst traumatisch und mittlerweile auch
gut dokumentiert.

grüße aus malaysia sendet euch - jörg

Hi Jörg…

auf keinen Fall??
Hast Du schon mal Kinder mit Menigitis gesehen oder Osteomyelitis…und bei Tuberkulose sind die Erfolge der alternativen Medizin ja wohl auch nicht so toll.
Ich denke mal dass solche pauschalisierenden Feststellungen nicht in eine Wissenschaftsbrett gehören.

Grüße
Sue

2 „Gefällt mir“

hallo sue,

da haste recht:

http://www.gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&i…

einer der aktuellen fälle. vor allem kommt von diesem mann immer nur schleichwerbung für TCM, nie etwas konstruktives.

strubbel
S:open_mouth:)

Vielen Dank schonmal fuer eure Antworten. Mir scheint, es gibt in der Tat nuechterne Menschen, denen diese Medikamente helfen. Waere fuer weiteren Erfahrungsaustausch dankbar, wie gesagt zu homoeopathischen Medikamenten, nicht zu alternativer Medizin allgemein (TCM o.ae.).

auf keinen fall bekäme mein kind
antibiotika oder andere schädliche pharmka…

Nö, solltest Du Deinem Kind auch nicht geben. So ein Kind qualvoll sterben zu lassen ist doch schließlich was Tolles, oder?

Benni

Hallo Nina,

ich als laie kann nur sagen - ich mache gute erfahrungen mit
den notfalltropfen

Ohne den Thread komplett gelesen zu haben, muß ich da mal kurz nachfragen: Notfalltropfen haben doch nichts mit Homöopathie zu tun?? Sind das nicht die Bachblüten?

Nichtsdestotrotz kann ich Deine Erfahrung nur vom Hörensagen bestätigen: es haben mir schon sehr viele erzählt, daß diese Notfalltropfen hervorragend helfen. Wenn es Homöopathie wäre, hätte ich sie mir längst besorgt, aber vielleicht tu ich dies nun trotzdem, nach dem Motto „wer heilt, hat recht“:wink:

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Christioph,

Und was meint ihr dazu: kann man guten Gewissens
ein krankes Baby mit Homoeopathie behandeln

Ich versuch es gerade (ab heute morgen) bei meiner Kleinen (11 Monate). Wenn Du interessiert bist, kann ich in 2-3 Wochen berichten, ob eine Bessererung/Verschlechterung eingetreten ist. Das blöde ist nur, beweisen tut dies nichts. Es hätte ja auch ohne Homöopathie eine Veränderung eintreten können…

Und Thema „gutes Gewissen“: Wenn ich nach den Ratschlägen der von mir befragten Schulmediziner gehe, müßte ich allerschlechtesten Gewissens Cortison geben.

Liebe Grüße und viel Erfolg,
Christiane

Hallo Christoph,

Strubbel hat ja schon fast den passenden Link geliefert.
http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/

Wenn man sich mit der Herkunft und den Grundprinzipien der Homöopahie auseinandersetzt, sieht man, dass sie mehr mit Alchemie, denn mit moderner Wissenschaft gemeinsam hat.

Nun bleiben aber die Heilerfolge bei Mensch und Tier.
Wenn eine Medizin objektiv wirksam ist, dann wird sich diese Wirksamkeit auch im Doppelblindversuch nachweisen lassen. Dies erfolgte bei der Homöopathie bisher noch nicht. Auch die Heilerfolge bei Tieren überzeugen mich nicht unbedingt. Es sind ja nicht die Tiere selber, die erzählen, wie eine Therapie anschlägt, sondern die Besitzer.

Ein wichtiger Punkt sind übrigens Nebenwirkungen. Medikamente haben genau genommen keine Nebenwirkungen, sondern nur Wirkungen. Einige sind erwünscht andere nicht. Auch die Häufigkeit und Stärke der Wirkungen varriert. Wenn ein Medikament keine Nebenwirkungen hat (wie schön…), stellt sich die Frage, ob es dann auch Wirkungen hat.

Und was meint ihr dazu: kann man guten Gewissens
ein krankes Baby mit Homoeopathie behandeln
(selbstverstaendlich nicht bei schweren Krankheiten, aber
vielleicht bei einer deftigen Erkaeltung?)?

Sieh die Sache mal so, würdest du ein krankes Baby von einem asiatischen Schamanen behandeln lassen? (Nicht gegen Schamanen, die haben auch ihre Heilerfolge)

Gruß
Carlos

Hallo Christoph,

Strubbel hat ja schon fast den passenden Link geliefert.
http://www.gwup.org/themen/texte/homoeopathie/

Wenn man sich mit der Herkunft und den Grundprinzipien der
Homöopahie auseinandersetzt, sieht man, dass sie mehr mit
Alchemie, denn mit moderner Wissenschaft gemeinsam hat.

Nun bleiben aber die Heilerfolge bei Mensch und Tier.
Wenn eine Medizin objektiv wirksam ist, dann wird sich diese
Wirksamkeit auch im Doppelblindversuch nachweisen lassen. Dies
erfolgte bei der Homöopathie bisher noch nicht. Auch die
Heilerfolge bei Tieren überzeugen mich nicht unbedingt. Es
sind ja nicht die Tiere selber, die erzählen, wie eine
Therapie anschlägt, sondern die Besitzer.

Hallo Carlos1
Nur zur Ergänzung: Deshalb ist es nötig auch hier placebokontrollierte Versuche durchzuführen. Denn den Placeboeffekt gibt es ja (entgegen unten geäußerter Behauptung) auch bei Tieren, wenn Kontaktpersonen des Tieres mit dem Tier kommunizieren. Also zB wenn Herrchen den Hund mit Bachblüten behandelt oder mit irgendwelchen Homöopathika. Dann ist der Effekt neben subjektiver Wahrnehmung des Gesundheitszustandes auch mindestens eine psychische Beeinflussung des Tieres durch den Ablauf der Therapie. (Ich sträube mich gegen das „h“ in diesem Wort. Völlig absurde Rechtschreibung…)

VG, Stefan

1 „Gefällt mir“

Nö, solltest Du Deinem Kind auch nicht geben. So ein Kind
qualvoll sterben zu lassen ist doch schließlich was Tolles,
oder?

schade das dummschwaetzer hier auch ihren geistigen duennschiss absondern duerfen…

mein sohn ist niemals gefaehrdet, weil ich mit der TCM dafuer sorge, dass er nicht krank wird. denn das muesste eigentlich das ziel einer jeder guten(!) medizinischen versorgung sein. aber wie das in der westlichen medizin gehandhabt wird, sieht man ja an den uebervollen arztpraxen…

natuerlich kann und sollte man im notfall - und eben nur dann - auch mittel zum einsatz bringen, die den akuten zustand kontrolliert. wer aber glaubt mit AB eine krankheit heilen zu können, noch dazu meistens die AB voellig falsch eingesetzt wird, da die ursachen der erkrankung nicht behandelt werden, sondern man nur die symptome unterdrueckt, der kann sich gerne auf den intensiv stationen anschauen, was aus den menschen 10-20-30 jahre spaeter wird.

also benni oder wie du auch immer heissen moegest - mehr kopf und weniger kehlkopf…

1 „Gefällt mir“

Hast Du schon mal Kinder mit Menigitis gesehen oder

Osteomyelitis…und bei Tuberkulose sind die Erfolge der
alternativen Medizin ja wohl auch nicht so toll.
Ich denke mal dass solche pauschalisierenden Feststellungen
nicht in eine Wissenschaftsbrett gehören.

liebe sue

ich habe lange genug im kranken gesundheitswesen gearbeitet und weiss mit welchen methoden dort die patienten verschlimmbessert werden.

wissenschaftliches forum bedeutet sicher nicht, das man die westliche medizin industrie hier hochjubelt und andere heilverfahren nicht gelten laesst. wissenschaftlich denken und handeln bedeutet vor allem auch, dass man die über einige tausend jahre gesammelten erfahrungen in der humanmedizin nicht einfach als scharlatanerie in den wind schlaegt, nur weil man mit pharma chemikalien groessere profite machen kann.

vor wem du dich da schuetzend stellst kannst du in dem buch „die krankheitserfinder“ nachlesen.

ich habe zu viel leid und elend gesehen, verursacht von jenen, die sich arrogant ueber alle anderen heilverfahren stellen, aber selbst keine antworten auf viele med. probleme kennen, obwohl diese zu loesen waeren.

vorangiges ziel muss es eigentlich in einer guten medizinischen versorgung sein, dafuer zu sorgen, dass der mensch erst gar nicht krank wird. wie wenig die westliche medizin industrie hierfuer tut sieht man ja an uebervollen arztpraxen (natuerlich tragen die patienten auch ihren teil dazu bei).

im falle einer erkrankung muss man die ursachen ergruenden und nicht an den symptomen herumgedoktorn.

natuerlich ist es in notfaellen sinnvoll auch mit pharmaka den akuten zustand zu kontrollieren - aber eben nur dann! ich mache keine religion aus naturheilverfahren - diese sind aber fuer eine echte therapie besser geeignet als die chemie medizin, da sie ohnehin die falschen ansaetze hat, eine erkrankung tatsaechlich auszukurieren.

also - wissenschaftliches forum bedeutet alle heilungschancen und moeglichkeiten aufzuzeigen… und nicht fuer die pharmaindustrie hier den tuersteher zu mimen…

Sorgerechtsentzug

mein sohn ist niemals gefaehrdet, weil ich mit der TCM dafuer
sorge, dass er nicht krank wird. denn

Traurig, daß man solchen Eltern nicht das Sorgerecht für ihr Kind entziehen kann.

Benni

Hallo,
die Homöopathie entstand in einer Zeit, als die klassische Medizin Allopathie) die Patienten oft zu Tode kuriert hat. Typisch war ständiger Aderlaß, Diätkuren die völlig einseitig und Vitamin frei waren und vor allem Quecksilber (metallisch oder als Kalomel) und Arsenverbindungen (Spießglanz). Die Homöopathie war dagegen immer von relativ sinnvollen Maßnahmen begleitet (frische Luft, Diäten) und hat klassische Heilmittel (Kamille,Belladonna, Bärlapp, Eisenhut) auch, aber durchaus nicht immer, in extremen Verdünnungen verwendet. In Verbindung mit dem Plazeboeffekt und der Tatsache, daß Homöopathische Ärzte Idealisten waren die vielfach angefeindet waren und sich deshalb intensiver mit den Kranken beschäftigt haben, glaube ich an Erfolge. Trotzdem: In einem Buch von 1829 das ich besitze, wird die Anwendung von verdünnter Schwefelsäure in neunter Potenzierung für 215 Krankheitsbilder (!) beschrieben, was zeigt, daß es sich halt doch um eine Glaubensfrage gehandelt hat.
Udo Becker

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]