Wer kann mir die Wirkungsweise des Enzymes Tryptase erklaeren ?
Habe ansonsten nirgenwo etwas passendes zu diesem Thema gefunden.
Mfg
Jon Jung
Wer kann mir die Wirkungsweise des Enzymes Tryptase erklaeren ?
Habe ansonsten nirgenwo etwas passendes zu diesem Thema gefunden.
Mfg
Jon Jung
Meinst Du Trypsin, Tryptophan oder Trysinogen??
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Hallo Jon,
Wie aus den anderen Antworten hervorgeht, scheint da ein Hörfehler vorzuliegen, obwohl die Endung „-ase“ sehr eindeutig auf ein Enzym hinweist.
Ich kann erst einmal was zu Trypsin sagen. Es ist ein verdauungs-Enzym mit einem Molekulargewicht von etwa 24000, es spaltet Proteine (also Eiweiß). Zunächst wird es im Pankreas (Bauchspeicheldrüse, innersekretorischer Teil) als inaktive Vorstufe (Trypsinogen) gebildet und wird im Dünndarm durch das Co-Enzym Enteropeptidase in seine wirksame Form gebracht (aktiviert). Optimaler ph-Wert ist 7,5, also leicht basisch. Es kann auch bei der Freisetzung der Kinine mitwirken.
Hemmstoffe können das Enzym deaktivieren und so vor der proteolytischen Wirkung des Trypsin schützen. Das gilt hauptsächlich für den Darm und für den Pankreas selbst. im Entzündungsfall beginnt dieses Organ sich im ungünstigen Fall nach Wegfall der Inhibitoren bzw. Freisetzung von Kinin selbst zu vernichten.
Kinine wieder sind Gewebshormone, sie regulieren u.a. die Weite und Durchlässigkeit von Gefäßen u.v.m.
Alles halbwegs verständlich?
Dann alles Gute.
Vo.
Hallo Jon,
auch ich habe erst an „Trypsin“ gedacht… doch du scheinst eher neueste Forschungsergebnisse zu suchen?
Damit kann ich dann wohl auch nicht so recht dienen, daher habe ich dir zwei Textstellen kopiert, in der Hoffnung, dass etwas Verwertbares dabeisein möge -
Tryptase ist ein Mediator, der bei allergischen Reaktionen aus Mastzellen freigesetzt wird.
Mastzellen spielen eine Schlüsselrolle bei der allergischen Reaktion. Bei Vorliegen einer
Entzündungsreaktion, wie Rhinitis, Asthma, Urtikaria und anderen Überempfindlichkeitsreaktionen,
kann die Zahl der Mastzellen stark erhöht sein. Im Fall einer Aktivierung setzt die Mastzelle eine
Reihe von Mediatoren frei, die zu Symptomen allergischer Reaktionen, wie der systemischen
Anaphylaxie, führen. Zu diesen Mediatoren gehören Histamin und Tryptase.
Die Halbwertzeit der in den Kreislauf freigesetzten Tryptase ist länger als die anderer
Mastzellenmarker, daher ist sie über einen viel längeren Zeitraum nachweisbar. Erhöhte Spiegel von
Tryptase nach einem anaphylaktischen Ereignis können normalerweise noch 3 bis 6 Stunden nach
der Reaktion nachgewiesen werden. Die Spiegel normalisieren sich innerhalb von 12 bis 14 Stunden.
Daher ist der Nachweis von Tryptase ein hilfreicher Marker, um ein anaphylaktisches Ereignis
während einer Allergenexposition, z. B. bei einem Narkosezwischenfall, zu verifizieren. Darüber
hinaus kann Tryptase als Marker der Mastzellaktivierung bei einer nasalen Allergenprovokation
eingesetzt werden. Unter Provokation mit steigenden Allergendosen treten verstärkt Symptome auf
und es kommt zu erhöhten Tryptasespiegeln in der Nasallavageflüssigkeit. Die Differenzierung
zwischen den verschiedenen Formen der Rhinitis, d. h. allergisch, infektiös oder intrinsic ist für eine
optimale Therapie von Bedeutung.
Tryptase, die eine Rolle bei der Entstehung von Asthma und Psoriasis spielen soll,
bildet Tetramere. Vier Untereinheiten lagern sich so zusammen, daß die aktiven Stellen
nach innen weisen und für große Moleküle nicht erreichbar sind. Bislang kennt man
keinen endogenen Inhibitor. Ziel der Strukturanalysen ist es nun, einen kleinen
synthetischen Hemmstoff zu finden.
Gruß, Renate
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