Kind: Tinnitus bei Wasser im Ohr 'normal'?

Von: , Frage gestellt am Mi, 22. Nov 2006

Hallo,
ich bin sehr besorgt, weil mein Sohn (3 1/2 Jahre), seit Montag ein Pfeifen im Ohr hat.
Vorgeschichte: Mein Sohn schleppt sich von Mittelohrentzündung zu Angina und umgekehrt, wird selten gesund. Letzte Woche wieder beim Kinderarzt: Antibiotikum bekommen wegen vereiterter Mandeln, dazu Diagnose "Wasser im Ohr", und zur besseren Belüftung gibt's 3 x tägl. abschwellende Nasentropfen.
Am Montag ging ich natürlich sofort mit meinem Sohn zum HNO. (lt. Logopädin der Einäugige unter den blinden HNOs des Landkreises...)
Diagnose: Weiterhin Wasser im Ohr und Eiternetz auf den Mandeln, trotz Antibiose. (Resistenz?). Immer noch Ohrschmerzen und Ohrpfeifen.
Der Arzt riet: Antibiotikum weiter nehmen, dazu morgens und abends das Ohr 5 Min. mit Rotlicht bestrahlen; Schwimmbad- und Vollbadverbot.
In einer Woche nochmal nachsehen lassen.
Polypenentfernung erst mal nicht, da Söhnchen kaum schnarcht, Mandel-Entfernung frühestens ab 4. Lebensjahr. (Bei Mandel-Op bin ich seiner Meinung, wegen Verblutungsrisiko)
Mir ist klar, dass das Pfeifen vom Ohrdruck kommen kann, aber eine Woche nur mit Rotlicht aufheizen, kann's das sein??? Heute Nacht kam mein armes Männlein wieder, weil er solche Schmerzen hat. Ich habe große Angst, dass auch unsere Kinder Opfer der Sparzwänge werden, und mein Sohn seinen Tinnitus behält. Mein Söhnchen ist gesetzlich krankenversichert.

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Kind: Tinnitus bei Wasser im Ohr 'normal'?

    Hi!

    Hat er jetzt eine Mittelohrentzündung oder nur einen Erguß?
    Wenn Dein Kind ständig Ohrprobleme hat, würde ich mal über die Einlage von Paukenröhrchen nachdenken und bei akuten Beschwerden ein Schmerzmittel nicht vergessen. Flüssigkeit hinter dem Tommelfell kann mal aus mechanischen Gründen ein Ohrgeräusch machen. Hat er denn das Geräusch von sich aus angegeben?

    Gruß
    Peter

    • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Kind: Tinnitus bei Wasser im Ohr 'normal'?

      Hallo Peter,

      mein Söhnchen hatte eine leichte Mittelohrentzündung, dazu den Erguß. Wenn Dein Kind ständig Ohrprobleme hat, würde ich mal über die
      Einlage von Paukenröhrchen nachdenken
      Das hört sich schaurig an. Aber schätzungsweise hat sich diese Therapieform bewährt. Was wird da genau gemacht?

      und bei akuten Beschwerden ein Schmerzmittel nicht vergessen.
      Heute Nacht um 2 h haben wir den Ibu-Saft nicht vergessen. Da erinnern die Zwerge schon so herzzerreißend :-((( Heute gab's Ibu-Saft als Betthupferl - sicher is das...

      Flüssigkeit hinter dem Tommelfell kann mal aus mechanischen Gründen ein
      Ohrgeräusch machen. Hat er denn das Geräusch von sich aus
      angegeben?
      Ja, das war eine ganz spontane Äußerung: "Mama, es piepst im Ohr." Und dann immer wieder: "Mama, es piepst immer noch. Mach, dass es weg geht." Und dazu noch: "Mama, mein Ohr tut weh."

      Ich war heute nochmal beim HNO. Der hat den Nachschau-Termin auf Freitag vorverlegt. Wenn's am Freitag nicht besser ist, werden am Samstag die Polypen entfernt, und das Trommelfell eingeritzt, um das Wasser abzusaugen. HNO war mittlerweile auch der Meinung, dass der Tinnitus sonst bleiben könnte. Das Antibiotikum hat gegriffen, die Entzündung ist abgeklungen, aber das Wasser ist geblieben, und drückt. Neben der HWS sind Knoten tastbar, angeblich typisch bei motzigen Polypen.
      Die Mandeln sind noch vereitert, also gab's Antibiotika-Nachschlag. Die Dinger sind so zerklüftet, dass HNO die am liebsten auch entfernen würde, wenn mein Söhnchen nicht noch so jung wäre.
      Hauptsache, die Polypen-Baustelle wird schon mal behoben. Hoffentlich bleibt der Tinnitus nicht.
      Viele Grüße & Danke, Peter

      Tollkirsche

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Kind: Tinnitus bei Wasser im Ohr 'normal'?

        Hallo!

        Bei der Einlage des Paukenröhrchens wird wie bei der "Ritzung" des Trommelfelles ein Schnitt in das Trommelfell gemacht und in diesen Schnitt das Röhrchen eingelegt. http://www.spiggle-theis.de/data-live-spiggletheis/i... Vorteil ist, so bleibt der Schnitt länger offen und das Ohr hat mehr Zeit, sich zu erholen, das Röhrchen stößt sich nach einem halben Jahr in der Regel selbst ab. Erforderlich ist es nicht unbedingt, meist reicht auch der Schnitt und durch die Entfernung der Adenoide = "Polypen" hat man rechnerisch 75% Chance, daß sich die Beschwerden mit den Ohren bessern.
        Daß das Innenohr Schaden nimmt und es also zu bleibendem Ohrgeräusch oder gar Hörminderung kommt, ist beim Kind jetzt eher selten. Ich würde auch das ganze natürlich im Auge behalten, dem Kleinen gegenüber aber nicht unbedingt zum großen Thema machen, da die Lenkung der Aufmerksamkeit auf so ein Ohrgeräusch in jedem Fall nicht dienlich ist.

        Gute Besserung Deinem Kleinen & Gruß
        Peter

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Danke!

          Hallo Peter,

          vielen Dank. Jetzt fällt mir ein Stein von Herzen. Tinnitus würde ich nämlich so ziemlich keinem Menschen an den Hals bzw. das Ohr wünschen.
          Es ist auch schwer auszuhalten, seinem kranken Kind nicht helfen zu können, auch wenn es - so wie es jetzt aussieht - nur eine kleine "Baustelle" ist.

          Viele Grüße
          Die Glucke Tollkirsche

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