Ohrenprobleme, Übelkeit beim Kind

Hallo,

ich hab grad ein Problem mit meinem Kind (6 Jahre alt).

  • er hört schlecht (Hörtest beim Ohrenarzt hat das bestätigt) - das seit ca. 2 Monaten und bis jetzt zunehmend,

-ihm ist ab und zu mal schlecht (ohne Erbrechen und meist nicht mit Bauchschmerzen verbunden)

-und er hat seit ca. 2 Wochen über den Tag öfter mal eine verstopfte Nase, was sich aber auch wieder gibt so grad kein Nasenspray zur Hand. Wenn man dann Nase putzen will, kommt kaum was raus…

Zu der hin und wieder auftretenden Übelkeit ist zu sagen, dass er das bereits seit etwa 3-4 Monaten hat, 3 mal kamen da so winzige (ca. 1mm) bis kleine (ca. 3x3mm) altweiße/beige, übelriechende Stückchen aus dem Mund. Wenn das so war, musste er „schnell was trinken“, damit die Übelkeit weggeht. Er sagte, das käme aus dem Hals… Manchmal hat er die Übelkeit damit begründet, öfter ist es aber dass er sagt, er fühlt einen schlechten Geruch im Mund und daraufhin wird ihm schlecht (so seine Worte).

Ich war beim Kinderarzt, der konnte nichts zur Übelkeit sagen/feststellen, verwies mich vor 2 Wochen mit Sohn an HNO-Arzt (auch wegen der Hörprobleme).
Von diesem bekamen wir zu dem Zeitpunkt einen Antibiotika Saft, den er 5 Tage einnehmen sollte. Dann war es kurzzeitig besser, aber langfristig sind weder die Hörprobleme noch die Übelkeit behoben. Letztes Wochende hatte er über die Nacht starke Ohrenschmerzen, die mit Zäpfchen Paracetmol und Otoven irgendwann in der Nacht dann weggingen.

Ich ging also diesen Mittwoch nochmal hin, da wurde auch der Hörtest gemacht. Aber er sagte nur, es ist halt ein Infekt(was auch die Hörprobleme begründet), ich solle mich Januar wieder melden. Ich hab mich von ihm irgendwie nicht richtig ernst genommen gefühlt, so als wöllte ich was hochbauschen, was mir aber fern liegt. Nur ICH nehme halt mein Kind auch ernst. Und wegen der Hörprobleme ist es grad schwer mit ihm. Es belastet ihn ja auch…und die Übelkeit. Ich fragte nach Paukenerguss - das verneinte er. Dann sagte eine Bekannte, vielleicht hat es was mit dem Gleichgewicht /Ohren zu tun, da kann einem schlecht werden… Da sagte der HNO „nein, aber noch nicht in dem Alter“. Meinem Sohn wurden vor ca. einem Jahr die Rachenmandeln entfernt, daran sollte es also auch nicht liegen. Auch nachgewachsen/vergrößert sollen sie nicht sein, sagte er…

Was kann das also sein? Nach dem letzten Arztbesuch beim HNO war ich am Heulen - bin alleinerziehend und nehme mir das schon zu Herzen und mach mir Sorgen was nun ist. Wut in mir auf den Arzt wenn Sohn oft mit ner verstopften Nase vor mir steht, wo kaum was rauskommt und jammert (wie lange soll ich ihn noch mit Nasentropfen behandeln - so ist Nase relativ schnell frei, sonst halt später ohne Nasenspray) oder schlecht hört oder eben auch wenn er vom Kindergarten kommt und die Erzieher sagen, ihm war wieder schlecht.

Kann es tatsächlich sein, dass solche Beschwerden sich in Luft auflösen - einfach so wieder verschwinden?? Er nimmt ja außer ab und zu dem Nasenspray sonst keine Medikamente. Den Worten des HNO-Arztes zur Folge müsste das ja so sein, wenn ich Januar wieder „mal eben zur Kontrolle“ kommen sollte, meint er sicher, dass es bis dahin von allein wieder weggeht. Kann das wirklich sein?

Er kommt nächstes Jahr in die Schule und hat grad Defizite in der Wahrnehmung - ich glaube durch das Hörproblem auch. Und wegen der Übelkeit, das muss doch alles geklärt werden.

Kennt das jemand von seinen Kindern oder kann was dazu sagen?

Danke schonmal!

Hallo, ich glaube das man Kindern von 6 Jahren keinen Nasenspray geben sollte, und man kann keine Ferndiagnose geben das sollte ein Arzt machen der das Kind sieht und nicht in dem irgend einer hier das liest und vielleicht etwas Falsches schreibt.

Hallo Andreas,
danke für Deine Antwort. Ich denke nur, vielleicht kennt jemand das Problem und kann daher was dazu sagen.

Nächste Woche wollte ich ohnehin erst nochmal zum Kinderarzt gehen (hatte nach dem Besuch beim HNO dort nochmal angerufen und gebeten, er solle ein Bericht über die letzten beiden Arzt-Besuche bei ihm zum Kinderarzt schicken und dabei auch erwähnen - wie er mir sagte, dass die Übelkeit seiner Meinung nach nichts mit dem HNO-Bereich zu tun hat)… Also bis Mitte kommender Woche hoffe ich, ist der Bericht beim Kinderarzt und dann möchte ich mit diesem weiteres Vorgehen besprechen. Nur die Ungewissheit und das Nichtstun -einfach hinnehmen - nervt mich etwas.

Es könnte ja sein, dass jemand hier was um so eine Sache weiß, was ich dann direkt ansprechen könnte… ich weiß halt momentan nicht wie es weitergehen soll.

Heute war ich mit ihm zur Einschulungsuntersuchung und es lief nicht so gut: Vermerk bei Konzentration: mäßig!, dann hatte er von den Aufgaben nur die Hälfte richtig, obwohl er sonst damit keine Probleme hatte. Und das wurde auch so vermerkt, die Fehler. Das passt mir nicht, auch wenn schlussendlich da stand „altersgerecht entwickelt“ - aber es hätte doch zumindest angefügt werden müssen, dass es evtl auf die Hörstörung (also auch verminderte Wahrnehmung) zurückzuführen ist. Nachteile entstehen dadurch angeblich nicht, es diene nur als Hinweis an die Schule, für mich und Kinderarzt. Aber ich find das schon eine nicht so gute Ausgangsbasis…

Hallo!

-und er hat seit ca. 2 Wochen über den Tag öfter mal eine
verstopfte Nase, was sich aber auch wieder gibt so grad kein
Nasenspray zur Hand. Wenn man dann Nase putzen will, kommt
kaum was raus…

Das mit dem Nasenspray würde ich lassen! Ich war selbst ne ganze Zeit lang abhängig von dem Zeug. Es ist gut möglich, daß die ab und zu verstopfte Nase, die sich auch so wieder gibt, von dem Nasenspray selbst kommt.
Allerdings vermute ich bei Deinem Sohn schon einen Infekt (s.u.), dennoch: versuch vielleicht lieber, von dem Sprayzeug wegzukommen.

3 mal kamen da so
winzige (ca. 1mm) bis kleine (ca. 3x3mm) altweiße/beige,
übelriechende Stückchen aus dem Mund. Wenn das so war, musste
er „schnell was trinken“, damit die Übelkeit weggeht. Er
sagte, das käme aus dem Hals…

Kommt es wahrscheinlich auch, das ist Eiter!
Ich habe noch niemanden erlebt, dem davon schlecht wird, aber ausschließen kann man es nicht! Mag sein, daß die Übelkeit von etwas anderem kommt und nichts damit zu tun hat, aber der Eiter riecht wirklich ganz schrecklich und wenn Dein Sohn diesen Geruch die ganze Zeit im Hals hat…

Manchmal hat er die Übelkeit
damit begründet, öfter ist es aber dass er sagt, er fühlt
einen schlechten Geruch im Mund und daraufhin wird ihm
schlecht (so seine Worte).

Von diesem bekamen wir zu dem Zeitpunkt einen Antibiotika
Saft, den er 5 Tage einnehmen sollte. Dann war es kurzzeitig
besser, aber langfristig sind weder die Hörprobleme noch die
Übelkeit behoben.

Ja, das Problem kenne ich in vielen Variationen bei den verschiedensten Krankheiten, aber immer in Verbindung mit Antibiotika… Meine Meinung ist, daß Dein Sohn irgendwo einen Infekt sitzen hat, der mit einer einmaligen kurzen Antibiotikagabe schlicht nicht zu beheben ist.

Meinem Sohn wurden vor ca. einem Jahr die
Rachenmandeln entfernt, daran sollte es also auch nicht
liegen. Auch nachgewachsen/vergrößert sollen sie nicht sein,
sagte er…

Was ich mich frage ist: Was war der Grund für die Mandelentfernung? Sicher ständig wiederkommende Mandelentzündungen?
Ich arbeite in einer Klinik, die viele Mandelentfernungen durchführt - und die meisten der Patienten sind danach NICHT glücklicher als vorher. Die Probleme rutschen einfach eine Etage tiefer oder höher - wer vorher ständig Mandelentzündungen hatte, hat dann eben ständig Bronchitis oder Mittelohrentzündungen…

Was kann das also sein? Nach dem letzten Arztbesuch beim HNO
war ich am Heulen - bin alleinerziehend und nehme mir das
schon zu Herzen und mach mir Sorgen was nun ist.

Fazit des ganzen Geredes: Ich weiß natürlich auch nicht, was Dein Sohn hat. Aber irgendwas hat er sicher. Wenn Du Dich bei Eurem HNO nicht gut aufgehoben fühlst, hol Dir eine zweite Meinung!

Kann es tatsächlich sein, dass solche Beschwerden sich in Luft
auflösen - einfach so wieder verschwinden?? Er nimmt ja außer
ab und zu dem Nasenspray sonst keine Medikamente. Den Worten
des HNO-Arztes zur Folge müsste das ja so sein, wenn ich
Januar wieder „mal eben zur Kontrolle“ kommen sollte, meint er
sicher, dass es bis dahin von allein wieder weggeht. Kann das
wirklich sein?

Ja natürlich. Dein Sohn ist kräfig und sonst offenbar nicht zusätzlich krank - die Chancen, daß sein Immunsystem allein mit dem Infekt klarkommt, sind gar nicht schlecht. Aber Kranksein ist halt schon ätzend, besonders für Kinder! Und auch das Hörproblem ist natürlich nicht zu verachten! Wenn sich das nicht bald bessert, sind die von Dir vorausgesehenen Schulprobleme programmiert.

Meiner Ansicht nach gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten: Zuwarten (evtl. mit einer immununterstützenden Behandlung und natürlich viel moralischer Hilfe…) oder Antibiotikagabe, und zwar kosequent nach Durchführung eines Antibiogramms und lange genug.

Ich ganz persönlich würde allerdings von Antibiotika-Rundumschlägen abraten! Allerdings stehe ich mit meiner AB-feindlichen Einstellung hier im Forum ziemlich allein da - ich glaube, dazu muß sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Hoffentlich konnte ich wenigstens ein bißchen helfen!

Ich ganz persönlich würde allerdings von
Antibiotika-Rundumschlägen abraten! Allerdings stehe ich mit
meiner AB-feindlichen Einstellung hier im Forum ziemlich
allein da

Nicht ganz :wink:

Generell halte ich ein lecker Schwammerl-Pillchen als sehr gutes Mittel um gewisse Erreger zu bekaempfen. Allerdings ist es mehr als fragwuerdig die heute gebraeuchliche Menge zu verschreiben. Wenn bei jeder Bagatelle sofort ein Antibiotikum verschrieben wird kann das wohl kaum zur Staerkung des Immunsystems beitragen

Gruss

Hallo,

danke für Eure Antworten. Das mit dem Nasenspray werd ich reduzieren, danke für den Tipp.

Bezügl Allergie - er hat eine Tierhaarallergie, ist ihr aber nicht ausgesetzt…

Die Mandelentfernung war wegen Ohrbeschwerden damals schon in leichter Form und wegen häufiger Mittelohrentzündungen. Nach der OP war er bis dato kaum noch krank, keine Mittelohrentzündungen mehr und auch nicht so mit Bronchitis etc…

Naja, ich bin heute auch schon wieder etwas ruhiger, werde am Dienstag zum Kinderarzt gehen und fragen wie es eben weitergeht…

Danke nochmal an Euch!!!

LG
FantasTIGER

wir versuchen folgendes:
Hallo,
mein Sohn (5 1/2) hört auch phasenweise schlecht. So auch derzeit. Er hat seine Mandeln noch, es war aber wegen x Mittelohrentzündungen schon eine OP geplant.
Aus seiner Nase kommt eigentlich nichts raus, da kann er schnauben wie er will. Ihm ist aber nicht übel bisher. Er riecht allerdings bei manchen Infekten muffig aus dem Mund, dann wenn die Nase besonders verstopft ist (ich habe es vor allen bei Nebenhöhlenentzündungen bemerkt).

Unser HNO zu den Ohrproblemen:

  • Kontrolle alle 6 bis 8 Wochen

  • Rotlicht von hinten auf den Nacken

  • nach dem Haarewaschen Haare trocken fönen, besonders hinter den Ohren und im Nacken, danach Mütze auf (auch zu Hause)
    Unsere Kinderärztin:

  • Rotlicht vorn auf Nase und Stirn

  • inhalieren mit Pariboy (Salzlösung-Zerstäuber)

  • tagsüber so oft wie gewollt isotonische Kochsalzlösung in die Nase sprühen(Pumpspray, gibt es auch ohne Konservierungsstoffe)

  • nachts, wenn er wegen der verstopften Nase nicht zum Schlafen kommt: abschwellendes Nasenspray

  • nachts (auch tags möglich) Babix-Inhalat (ätherische Öl für Säuglinge bis Erwachsene) auf die Kleidung nahe der Nase tropfen (kann ich absolut empfehlen!!!)
    Uns hilft manchmal ein sekretlösendes Medikament. Frag mal Euren Kinderarzt nach sowas (wir nehmen Sinupret). Unsere Kinderärztin meint aber, es muß nach spätestens einer Woche Anwendung eine Besserung bemerkbar sein, sonst bringt es in dem Fall nichts.

Wegen der Schuluntersuchung:
ich würde die wiederholen, wenn sich der Zustand Deines Sohnes verbessert hat.
Weiß nicht ob sowas geht, aber wenn Du einfach Deinen Fuß nicht aus der Tür nimmst, dann müssen sie Euch wohl nochmal drannehmen :smile:
Es kann doch sein, dass er die Aufgaben akustisch gar nicht verstanden hat! Deshalb das schlechtere Abschneiden. Und mann stelle sich mal vor, der Kopf ist total zu vom Rotz, da kann man doch nicht denken, geschweige denn mit den einhergehenden Gleichgewichtsstörungen rückwärts auf einer Linie laufen. Wenn die Ergebnisse an die Schule gegeben werden, dann kann es sehr wohl sein, dass sie diese auch zur Kenntnis nimmt (Klassenzusammensetzung).

Gleichgewichtsstörungen können auch schon in diesem Alter auftreten! Kindern im Alter ab 4 wird doch auch schon reiseübel. Also da, meine ich, redet Euer HNO Quatsch.

Würde auch unbedingt nochmal einen anderen HNO aufsuchen.
Wo wohnst Du? Berlin? Dann könnte ich Dir erstmal unseren per Mail empfehlen.

Ansonsten noch ein Tip aus Litauen:
als ich dort mal Schnupfen hatte, wurde mir ein Stückchen Honigwabe zum kauen gegeben. Soll helfen :smile:
Gibt es in Bioläden. Man kaut ein ca. 2 x 2 cm großes Stück, bis der Honig herausgekaut ist und der Bienenwachs zu einem (Kaugummi-)Klumpen geworden ist - den dann ausspucken. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber unser Sohn ist da sehr tapfer :smile:

Honig ist auch gut bei Halsschmerzen (mir hilft’s jedenfalls):
einen Löffel Honig pur essen und dann erstmal nichts trinken, damit der Honig im Rachen schön kleben bleibt…

Alles Gute,
Claudia

danke Claudi
Hallo Claudia,

wow, danke für Deine Nachricht. Hab sie mir gleich ausgedruckt und nehme mir die Tipps zu Herzen, viele einfache Sachen dabei auf die ich halt nicht gekommen war. Ich danke Dir vielmals. Morgen geh ich nochmal zum Arzt und möchte das mit der Übelkeit geklärt haben. Mal sehen wie es weitergeht. Ich denk auch, dass er vielleicht einen Nebenhöhleninfekt hat und - wie hier auch jemand schrieb - daher evtl die Übelkeit, also durch den Eiter evtl. Weiß nicht, möchte aber endlich Klärung. Derweil versuch ich es mit

  • Rotlicht von hinten auf den Nacken

  • nach dem Haarewaschen Haare trocken fönen, besonders hinter
    den Ohren und im Nacken, danach Mütze auf (auch zu Hause)
    Unsere Kinderärztin:

  • Rotlicht vorn auf Nase und Stirn

  • tagsüber so oft wie gewollt isotonische Kochsalzlösung in
    die Nase sprühen(Pumpspray, gibt es auch ohne
    Konservierungsstoffe)

  • nachts, wenn er wegen der verstopften Nase nicht zum
    Schlafen kommt: abschwellendes Nasenspray

  • nachts (auch tags möglich) Babix-Inhalat (ätherische Öl für
    Säuglinge bis Erwachsene) auf die Kleidung nahe der Nase
    tropfen (kann ich absolut empfehlen!!!)

…und das mit den Honigwaben aus Bioladen…

Werd den Kinderarzt auch nach so einem Pariboy fragen und was schleimlösendes. Zur Zeit hat er über Nacht auch noch Reste von Pseudokrupp (also leichte Form)

Wegen der Schuluntersuchung:
ich würde die wiederholen, wenn sich der Zustand Deines Sohnes
verbessert hat.

ja ich werde nochmal dort anrufen und fragen ob ich sie wiederholt werden kann, eigentlich wäre es ja legitim weil er dafür nichts kann. Nach dem Kinderarzt geh ich auch nochmal zu einem anderen HNO. Ich wohne in Dresden…

Vielen lieben Dank dafür!!