In meiner zweiten Urlaubswoche begann eine, für mich, sehr ungewöhnliche Erkältung. Leichten Husten hatte ich die ganze Zeit, seit ca. 10 Tagen ist es aber ein, vor allem Nachts tierisch nervender, fast komplett unproduktiver Reizhusten, der dann sogar mich mal zum Arzt getrieben hat. Kein Fieber, so gut wie kein Schnupfen. Der Arzt (Zufällig Lungenfacharzt, weil er im selben Haus ist wie ich) horchte mich ab, sagte es sei ein Virus und verschrieb mir codeinhaltige Retardkapseln. Die habe ich auch schön früh genommen 21.00 Uhr, wie er sagte auch gleich 2. Die Nacht über habe ich gehustet wie eh und jeh. Am nächsten Tag war der Husten etwas besser aber mir war ja sowas von übel und sobald ich den Kopf bewegte, dachte ich er platzt. Schöner freier Tag! Heute, einen Tag später hat die hustenlindernde Wirkung nachgelassen, aber diese Kapseln will ich nicht mehr nehmen. Muß ich einfach abwarten und mich durchhusten oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Abgesehen von der Husterei geht es mir ja eigentlich gut. Bin gespannt auf Eure Meinung.
zunächst einmal solltest Du den Arzt noch einmal aufsuchen und ihm Deine Probleme mitteilen.
Vielleicht hilft ja ein anderes Medikament oder eine Dosisanpassung. Die meisten Mediziner gehen nämlich davon aus, daß es dem Patienten besser geht und die Therapie funktioniert, wenn er nicht wieder kommt !
Ohne Befunde (Abhören, Abklopfen) ist es natürlich schwer Dir etwas konkretes zu raten. Interessant wäre aber, wo Du im Urlaub warst. Manchmal gibt es nämlich atypische Erkrankungen, die zu bestimmten Ländern passen.
Nimmst Du noch irgentwelche anderen Medikamente ?
Die negativen Erscheinungen, die Du nach der Einnahme des Codeinpräparates hattest, sind als typische Nebenwirkung dieser Substanzgruppe bekannt. Was den trockenen unproduktiven Reizhusten angeht, muß dieser unbedingt geklärt werden. Drei Wochen mit dieser Symptomatik sind zu lang, um sie einfach als Virusinfekt abzutun. Zur Erleichterung für den Arzt, der unbedingt erneut konsultiert werden muß, kannst Du Dir ja mal überlegen, was alles in Deiner Umgebung anders als vor dem Husten war: Neues Haustier (insbesondere Vögel, Katzen, Hamster o.ä.) oder Kontakt mit solchen Tieren bei Freunden oder Bekannten? Neue Bodenbeläge in der Wohnung oder sonstige Veränderungen? Neu verordnete Medikamente? Manchmal wird an solche banalen Dinge nicht gedacht, sie können aber dem Arzt helfen, die Ursache schnell zu finden bzw. zu beseitigen. Im Zweifelsfall müssen bei Fortbestehen des Hustens weitere ärztliche Untersuchungen vorgenommen werden!
ich nehme keine Medikament, habe nichts aber auch gar nichts neues in meiner Umgebung. Vor zwei Jahren hatte ich über einen längeren Zeitraum im Sommer eine ganz minimale Hustenreizung. (überhaupt nicht mit dem jetzt zu vergleichen) Weil die aber auch recht lange anhielt bin ich zum Doc gegangen. Der kontte nichts finden, selbst sämtliche Allergietests waren negativ. Mit der Zeit verschwanden die Beschwerden wieder. Das tun sie jetzt vermutlich auch, aber ob ich das aushalte… Heute habe ich ein anderes Codeinpräparat bekommen und zwar eines, das ich als Kind/Jugendliche bereits ohne Schwierigkeiten vertragen habe (Optipect, scheint ein Monopräparat zu sein im Gegensatz zu dem abderen). Ich werde es mal riskieren, denn der Schlafmangel und die Anstrengung schlauchen wirklich.
wie ich Wolf schon schrieb, nehme ich sonst keine Medikamente. Ich habe auch keinerlei Allergien oder irgendwelche „reizvollen“ Neuerungen in meiner Umgebung. Im Urlaub war ich in Andalusien. Nachdem einer aus unserer Guppe nach einer Fahrt im klimatisierten Bus eine Erkältung bekam, dauerte es nicht lange und wir anderen waren auch fällig. Und alle, die diese Erkältung bekommen haben, sind jetzt damit in der dritten Woche. Den starken Husten habe allerdings nur ich. Zu Anfang dieser Geschichte, also noch im Urlaub, hatte ich, glaube ich jedenfalls, 2-3 Mal nachts leichtes Fieber. Ich habe das daran festgemacht, daß ich da sehr gefroren habe.
Der Arzt hat mich übrigens zweimal abgehorcht und heute habe ich mich sogar zum Röntgen überreden lassen (grrr!). Die Lunge ist aber o.K.
das war völlig richtig, dass dein Arzt jetzt die Thoraxaufnahme angeordnet hat. Die geringe Strahlenbelastung ist wesentlich ungefährlicher, als eine übersehene Lungenentzündung. Zum Glück konnte die ja ausgeschlossen werden.
Aus einem Reizhusten, der lange anhält, kann ebenfalls eine chronische Bronchitis entstehen. Hier sollte der quälende Hustenreiz unbedingt medikamentös gedämpft werden, da ja keine großen Sekretmengen produziert werden.
Du müsstest jetzt nur noch einen verträglichen Hustenblocker OHNE Codein haben… (vielleicht nochmal den Doc oder in der Apotheke nachfragen)
Während einer Erkältungsphase, die zum Schluss mit nächtelangem Reizhusten endet, habe ich persönlich recht gute Erfahrungen mit Silomat-Dragees gemacht. Die gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Die Empfehlung lautet: bis zu 3 mal täglich 1-2 Dragees.
Wenn der Hustenreiz sehr stark ist, nimmt man vor dem Schlafengehen 2 (bis max. 3) Dragees (wirken nach 20-30 Min.), aber nach 4 Std. Schlaf geht das Spiel von vorne los - was will man machen - wenn man dann halt nochmal 2 nimmt, ist die Nacht gerettet.
Gute Besserung wünscht
Renate
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ich schließe mich Renate Simons an.
Das mit der Thoraxaufnahme war sinnvoll und die Strahlenbelastung ist wirklich minimal.
Eine schwere Erkrankung läßt sich mit einiger Gewißheit so erstmal ausschließen.
Bei den Antitussiva (Hustenblocker) setzen die meisten auf Codein. Es gibt aber eine Reihe von pflanzlichen Präparaten/ Mischpräparaten die Dir helfen könnten. Laß Dich am besten in der Apotheke oder von Deinem Arzt beraten.
Vielleich verträgst Du ja auch das neue Präparat von Deinem Arzt.
Ich glaube das es sich hier um einen hartnäckigen Virusinfekt handelt. Doch selbst dieser wird irgentwann vorbei sein. Wenn nicht solltest Du das nicht auf die leichte Schulter nehmen und auch bei Deinem Arzt nachhaken. Als Pulmonologe hat er Mittel und Möglichkeiten in dieser Richtung genau zu diagnostizieren.
Hier kurz die weitere Entwicklung: Das neuverordnete Präparat habe ich in mittlerer Dosis abends genommen (der Arzt riet mir allerdings zu mehr???) und es einigermaßen gut vertragen. Allerdings war ich doch recht bald nach der Einnahme so beduselt, daß ich den PC ausmachen mußte. Zusätzlich habe ich es dann für den Tag mit, man solls nicht glauben, Bronchicum pflanzlicher Hustenstiller versucht. Hat zu Anfang ein wenig geholfen, dann aber mehr und nun nehme ich nur noch diese planzlichen Tropfen, auch nachts. Dem Himmel sei Dank! Der Husten hat sehr nachgelassen, aber dafür bekam ich während einer wichtigen Besprechung diesen ganz fiesen Reizhusten oben in der Kehle, der einem die Tränen nur so aus den Augen treibt und man auch nicht mehr sprechen kann. Zweimal mußte ich für jeweils 15-20 Minuten nachch draußen!! War das peinlich!
Liebe Angelika,ich hoffe daß es Dir besser geht,weil der letzte Beitrag schon 3 Tage alt ist.Wenn nicht möchte ich zu dem Thema sagen,daß ein Husten nicht immer bronchialen Ursprungs sein muß,das Ergebnis des Lungenf.arztes lässt mich daran denken,daß Du auch eine verschleppte Sinusitis,Nebenhöhlenentzündung haben könntest.Diese muß nicht zwangsläufig wehtun,und fließen muss da auch nichts,durch die Nase zumindest nicht.Der Nasenrachen öffnet sich ja in die Kehle und zähflüssiges Sekret kann dort zu üblen Hustenproblemen führen,vor allem im Liegen .Essen und Trinken bessert meist,da es dann „mitruntergespült“ wird.
Hustenblocker helfen dann weniger gut,weil ja das Kitzeln im Hals nicht verschwindet,sie wirken in der Regel auf das Atemzentrum im Gehirn.
Ich rate Dir einen HNO-Arzt aufzusuchen,denn Pulmologen vergessen ganz gerne,daß über der Lunge noch ein Hals mit einer Nase sitzt…Alles Gute,Mina
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