Unspezifische und MS-ähnliche Symptome

Wer hat eine Erklärung dafür?

Es fing alles im Januar 2005 an. Ich hatte Fieber und Angina. Nachdem ich dies mit Antibiotika erfolgreich behandelt habe, ging es innerhalb von einer Woche los mit einer extremen Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Ebenso etwas später mit anderen Symptomen wie schwachen Taubheitsgefühlen fast am ganzen Körper, Kribbeln sowie Brennen und Schmerzen in beiden Beinen, Kribbeln in der rechten Gesichtshälfte und im rechten Arm. Später kamen Schwindelgefühle und Sehstörungen hinzu, ein paar Monate später eine Art Lähmungserscheinungen (Muskeln in rechtem Arm und Bein entspannen sich an Anspannung erst 5 Sekunden später).

Die Symtpome wandern seither herum und wechseln sich seither gegenseitig ab, folgen keiner Regel, keinen Umständen und sind unterschiedlich stark vorhanden. Seit 2006 haben sich die Taubheitsgefühle verstärkt (sind am ganzen Körper vorhanden, besonders aber am rechten Arm), das Kribbeln ist zurückgegangen, Schmerzen habe ich selten. Die Kraftlosigkeit ist selten vorhanden, dafür habe ich immer noch ab und zu Sehstörungen (allerdings keine Doppelbilder, „nur“ verschwommenes Sehen) und das Schwindelgefühl (was sich manchmal nur hinter der Stirn spürbar macht, manchmal aber auf den ganzen Körper auswirkt) sowie die Müdigkeit sind manchmal ebenfalls vorhanden. Die Lähmungserscheinungen (weiss nicht wie ich das sonst beschreiben bzw. ausdrücken soll) sind seltener geworden. Hinzu kamen hingegen Sprachstörungen (sehr schwierig zu beschreiben).

Generell lässt sich sagen, dass es mir mittlerweilen 2 Wochen „einigermassen“ gut geht, dann wieder 2 Wochen nicht usw. Wobei die Taubheitsgefühle (am ganzen Körper, besonders aber am rechten Arm) das Symptom ist, was praktisch immer vorhanden ist (manchmal stark, machmal mittelschwer – aber generell im Jahr 2006 stärker als im Jahr 2005).

Zudem hatte ich in den vergangenen knapp zwei Jahren ca. 8 Mal (!!!) Fieber, bzw. Temperatur (zusätzlich manchmal auch nur das Gefühl von Fieber), was sich jeweils über eine bis drei Wochen lang (!) zeigt.

Danke für jede Antwort.

Hmmm, Dave…das hast du schon seit ZWEI Jahre???

Bestimmt trägst du zu enge Jeans? Sorry, aber…wie kannst
du mit solchen Beschwerden in einem Internet Forum auf Hilfe hoffen?

was sagen die ÄRZTE dazu?

Bist du untersucht worden?

Sind z.B. solche Untersuchungen durchgeführt worden?

http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Fokus/Multip…

Bemühe dich das ärtzlich abzuklären, am besten gleich morgen.
Ich glaube kaum das hier jemand in der Lage ist eine Diagnose fernzustellen.

Gute Besserung und Gruß,
Maja

Hallo Dave,

die Beschreibung die hier geliefert hast, würde durchaus zu einer sekundär progredienten MS passen. Aber die Diagnose kann dir hier niemand in einem Forum geben. Du MUSST zum Neurologen und die komplette Prozedur machen lassen.

Gruß
Carlos

Auch an Morbus Wilson denken
Hallo Dave

Es ist wohl davon auszugehen, dass Du schon etliche Untersuchungen hinter Dir hast. Solange Du von diesen und deren Ergebnissen nichts schreibt, wäre hier pures Rätselraten angesagt. Falls Du noch gar keine Untersuchungen hinter Dir hast: Ab zum Arzt!

Trotzdem ein kleiner Tipp, an was man auch immer denken sollte, wenn neurologische Ausfälle vorliegen, und erst noch zusammen mit Sprach- und Sehstörungen: Morbus Wilson http://www.morbus-wilson.de/

Gruss
Alusru

(mit einem Morbus Wilson-Patienten in der Familie)

mit verlaub: das ist VERANTWORTUNGSLOS
Hi,

die Beschreibung die hier geliefert hast, würde durchaus zu
einer sekundär progredienten MS passen.

ich mag es eigentlich nicht, leute nach ihrer vika zu beurteilen… ABER, wo es regeln gibt, gibt es auch ausnahmen.
Wenn man erst einmal verstanden hat, was MS für eine krankheit ist, dann sollte man nicht einfach mal so in den raum brüllen, dass das durchaus „passen würde“. Das machen selbst (gute) fachärzte nicht, nachdem die diagnose zu 90% gesichert ist.
VOR ALLEM nicht in einem forum, in dem man ein paar angaben bekommt.

Aber die Diagnose kann
dir hier niemand in einem Forum geben. Du MUSST zum Neurologen
und die komplette Prozedur machen lassen.

Also, du hast es doch verstanden…
Natürlich hilft hier der neurologe, der im beschriebenen fall wohl die passenste anlaufstelle ist.

LG Alex

3 „Gefällt mir“

Ich habe selbstverständlich sämtliche neurologische Untersuchungen hinter mir, die es zur Abklärung einer MS braucht - nichts ist auffällig. Zudem hat man mir schon x-mal Blut entnommen zur Abklärung einer Borreliose, eines Vitaminmangels usw. Auch unauffällig.

Hallo Dave,

Ich habe selbstverständlich sämtliche neurologische
Untersuchungen hinter mir, die es zur Abklärung einer MS
braucht - nichts ist auffällig.

Welche Untersuchungen waren das?
Wurde ein MRT sowohl vom Schädel als auch vom Rückenmark gemacht?
Was hat die Lumbalpunktion ergeben?
Wurde ein MEP gemacht?
Wurde ein VEP gemacht?

Gruß
Carlos

Hi

Welche Untersuchungen waren das?
Wurde ein MRT sowohl vom Schädel als auch vom Rückenmark
gemacht?
Was hat die Lumbalpunktion ergeben?
Wurde ein MEP gemacht?
Wurde ein VEP gemacht?

OK, meinst du jetzt durch hinkritzeln von für laien unveständlichen abkürzungen machst dus besser???

Wenn der gute bei einem facharzt war, dann trau ich dem durchaus zu, dass er weiß, was er an diagnostik zu tun hat.

Alex

1 „Gefällt mir“

Tacheles
Hallo Alex,

Wenn der gute bei einem facharzt war, dann trau ich dem
durchaus zu, dass er weiß, was er an diagnostik zu tun hat.

Dem ist leider nicht so. Wenn du die Gelegenheit hast mit vielen MS-Kranken zu sprechen oder zu schreiben, werden dir bezüglich der Diagnose zwei Gemeinsamkeiten am häufigsten genannt.
1.) Bis zur letztlichen Diagnose kann es Jahre und viele Ärzte dauern.
2.) Dem Patient wird häufig nicht geglaubt und er wird als Hypochonder betrachtet.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Woher kommt das? MS ist nicht umsonst als die Krankheit mit den 1000 Gesichtern bekannt. Die Symptome sind gerade zu Beginn der Krankheit unscheinbar und nichtssagend. Vor allem sind sie nicht eindeutig.
Zunächst einmal muss der Patient beim Neurologen ankommen. Der Neurologe wiederum kommt mit sensorischen Tests und Reflextests selten weiter.
Nun muss der Neurologe dafür entscheiden ein teures MRT machen zu lassen. Für welches entscheidet er sich? Schädel? Rückenmark? Beides?
(Es gibt durchaus MS-Erkrankungen, bei denen die Läsionen nur im Rückenmark zu finden sind). Dann kommt eine ganze Reihe von Untersuchungsmethoden, die alle eines gemeinsam haben. Sie werden nicht beim Facharzt gemacht, sondern im klinischen Umfeld.

Übrigens, das mit der 100%igen Diagnose bei MS kannst du vergessen. Es gibt vielleicht die McDonalds-Kriterien, aber auch die greifen nicht immer.

Eine andere gemeinsame Erfahrung vieler MS-Patienten vor der Diagnose ist, dass sie sich verarscht fühlen. Auf der einen Seite gibt der Arzt nichts zu. Auf der anderen Seite animiert er den Patienten sich klinisch untersuchen zu lassen (oder auch nicht).

Wir hatten hier im Brett schon die Diskussion, was sollte der Arzt dem Patient sagen und was nicht. Bei einem großen Teil der Patienten kann die Mitteilung das ein Verdacht auf MS besteht niederschmetternd sein. Bei einem mündigen und intelligenten Patienten bewirkt das große Schweigen genauso schlecht. Entweder ahnt er etwas oder er verweigert die weitere Mitarbeit. Wozu solche aufwändigen Untersuchungen wie MRT oder Lumbalpunktion, wenn es keine Richtung gibt, auf die untersucht wird -> „Die Fachärzte wollen nur den Umsatz steigern“.

Die Beurteilung, was kann und was sollte der Arzt dem Patienten sagen, ist ein schwieriges Thema. Mit der Strategie niemals einen Verdacht auf eine ernste Krankheit zu äußern fahren die Ärzte am sichersten, auch juristisch… und am bequemsten. Und meistens ist das auch das Beste. Aber ob es im jeden Fall dem Patienten dient, bezweifle ich.

Gruß
Carlos

Hi!

2.) Dem Patient wird häufig nicht geglaubt und er wird als
Hypochonder betrachtet.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nein! Der Artikel sollte den Fragesteller gewiß nicht als Hypochonder darstellen lassen!
Er hatte im Gengenteil gleich zwei Effekte:

  1. dem Fragesteller aufzeigen, wo in etwa das Problem liegt
  2. eine Reaktion provozieren, die vorher einfach nicht kam und die nun endlich erfolgte (eMail) und woraufhin ich Punkt eins erläutern konnte.

Woher kommt das? MS ist nicht umsonst als die Krankheit mit
den 1000 Gesichtern bekannt.

Leider trifft dies auf so einige Erkrankungen zu, nicht nur die MS. Da der Fragesteller aber seine Frage unter dem Titel „MS“ stellte, obwohl er selbst nur den Verdacht hat, fahren sich alle auf die Diagnose „MS“ fest. Tatsache ist: zwar KANN auch MS dahinterstecken, aber auch diverse andere Erkrankungen, sowohl körperliche, wie auch psychische. Hätte der Fragesteller unter dem Thema „Borelliose“ die Frage gestellt, wäre das Thema MS wahrscheinlich nie auf den Tisch gekommen. Daher empfiehlt es sich, bei sowas nciht von vornherein voreingenommen zu sein :wink:

Und sorry, aber - auch wenn die Infos recht dürftig sind, wie immer, wenn es online ist - es gab einige Hinweise, daß die Geschichte eben NICHT körperlich begründet ist - genau deswegen sprangen sowohl Branden als auch ich auf dieses Thema an!

Gruß,
Sharon

Hallo Sharon,

nimm es mir bitte nicht übel. Ich habe mir einfach einen Beitrag geschnappt, der gut passte. Es hätte auch der von Branden sein können, aber ihn habe schon mal geärgert. :wink:

Beim Normalbürger kennt man das. Wenn ein Patient nicht eine Leidensmine aufsetzt oder sonst nichts zu sehen ist, dann sind viele der Meinung, dass es nicht so ernst sein kann.
Wenn ein Patient bei einem Arzt die Erfahrung macht, dass ihm nicht geglaubt wird, ist das unschön. Selbst bei einem Neurologen kann das passieren, wenn die Anamnese nicht gängigen Mustern folgt.
Vor allem kann das im ungünstigsten Fall die Diagnose um Jahre verzögern.

Gruß
Carlos