Hallo,
Was passiert wenn versehentlich ein Lokalanästhetikum direkt in die Vene injiziert wird?
Hallo,
Was passiert wenn versehentlich ein Lokalanästhetikum direkt
in die Vene injiziert wird?
Kommt drauf an was es ist.
Hi!
Was passiert wenn versehentlich ein Lokalanästhetikum direkt
in die Vene injiziert wird?
Kommt auf die Menge an.
Lokalanästhetika haben - wenn sie in den Blutkreislauf gelangen - leider die unangenehme Eigenschaft, sich am Nervensystem und am Herzchen zu vergreifen.
Folge davon können je nach applizierter Menge Mißempfindungen, Kribbeln bis hin zu Krämpfen, Bewußtseinsstörungen und Koma mit eventuellem Atemstillstand sein. Am Herzchen verursachen sie verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand.
Außerdem können Lokalanästhetika allergische Reaktionen auslösen, die auch von harmlos bis sehr heftig ausfallen können.
Wie gesagt, gilt das dafür, wenn sie in gewisser Menge in den Blutkreislauf gelangen.
Gruß,
Sharon
Hallo,
Was passiert wenn versehentlich ein Lokalanästhetikum direkt
in die Vene injiziert wird?
Schlimmstenfalls Exitus! Falsche Droge, falsche Anwendung! Von Selbstmedikation ist eh abzuraten. Ein Lokalanästhetikum sollte Lokal angewandt werden, d. h. auf der Stelle oder an der Stelle an der die Anäshäsie wirken soll. Falls die Frage dem Zweck dienen sollte um zu erfahren ob eine Intravenöse Lokalanästhesie Wirkung zeigt, muß ich sagen, ich weiß es nicht. Die Leute die das wissen werden das mit Sicherheit beantworten oder können das nicht mehr beantworten!
mfg
Johanna-Leonie
Hi,
Folge davon können je nach applizierter Menge Mißempfindungen,
Kribbeln bis hin zu Krämpfen, Bewußtseinsstörungen und Koma
mit eventuellem Atemstillstand sein. Am Herzchen verursachen
sie verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen bis hin zum
Herzstillstand.
unter gewissen Umständen können gewisse Lokalanästhetika aber auch Herzrhythmusstörungen beheben und einem das Leben retten 
Gruß,
Ma „ja ich weiß das macht man eigentlich nicht mehr“ lte
offtopic: gnnaaaagggg…
Huhu Malte!
unter gewissen Umständen können gewisse Lokalanästhetika aber
auch Herzrhythmusstörungen beheben und einem das Leben retten
Ich hatte das zuerst auch geschrieben, aber dann vorm Abschicken doch wieder gelöscht, weil ich fürchtete, daß dann wieder Kommentare kommen - und nu kommen sie trotzdem *loool*
Aber den anderen Kommentar, den ich auch gelöscht habe, erwähne ich jetzt trotzdem nicht 
Gruß,
Sharon
Hallo,
Hallo Werner,
Was passiert wenn versehentlich ein Lokalanästhetikum direkt
in die Vene injiziert wird?Kommt drauf an was es ist.
Gute Antwort!
2 ml Xylonest 1% Z.B., in die Vene injeziert und ein kurzes Stauen der Selben, lindert oder verhindert das -mitunter als fürchterlich empfundene- Brennen beim Spritzen mancher Medikamente.
Außerdem gibt es auch noch die Art der i.v. Regionalen Anästhesie. Da sind es, nach Anlegen der Blutsperre, locker 40 ml Bupi 0,5%, die In die Vene gespritzt werden.
Aber ansonsten: Im günstigsten Fall Arrhytmien. Im ungünstigsten Fall einer intravasalen Injektion, je nach Wirkstoff, Konzentration und Menge: Herzstillstand, Atemstillstzand…
Grüße von rollifern
Hallo Rollifern,
Es handelt sich um Xylonest 1%. Menge ungefähr 5 ml.
Gruß, Markus
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Hallo Sharon,
Danke für die Antwort.
In welchem Zeitraum können die ersten Symptome auftreten?
Gehen wir von ungefähr 5ml Lökalanästhetikum aus.
MfG
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Hi!
In welchem Zeitraum können die ersten Symptome auftreten?
Gehen wir von ungefähr 5ml Lökalanästhetikum aus.
Dazu kann ich dir leider nichts genaueres sagen, da mir die Erfahrung fehlt. Ich hatte bisher nur einen einzigen Fall miterlebt und dann kann man nicht sagen, man wüßte schon alles darüber und wär Profi 
Der Fall trat bei einer intravenösen Regionalanästhesie auf, bei der Lokalanästhetika gewollt in die Vene gespritzt werden - allerdings wird die betroffene Extremität vorher blutleer gemacht und durch eine Manschette (ähnlich einer Blutdruckmanschette) verhindert, daß sich das Lokalanästhetikum im ganzen Kreislauf verteilt.
Zunächst spritzt man auch nur eine geringe Testdosis von wenigen Mililitern, doch irgendwie gelangte das LA doch ins System und die Pat. klagte kurz daruaf, also noch während man abwartete, wie die Testdosis wirkt, über metallischen Geschmack und Kribbeln (was auf Beteiligung des Nervensystems schließen läßt) und das EKG zeigte leichte Herzrhythmusstörungen.
Natürlich wurde sofort alles abgebrochen und Gegenmaßnahmen ergriffen, sodaß es nicht zu ernsthafteren Komplikationen kam. Der Pat. ging es auch danach gut, sie ärgerte sich nur, weil sie nun zur Überwachung länger dableiben mußte 
Man kann sich aber denken, daß es nciht allzulange braucht, bis die ersten Symptome auftreten, da das Blut das LA recht schnell befördert. Allerdings könnte es vom LA abhängen, je nachdem, wie lange es braucht, bis die ersten Wirkungen eintreten - da gibts einige Unterschiede.
Daher ist auch eine vorherige Applikation einer geringen Testdosis so wichtig! Und dies auch unter genauer Beobachtung des Pat. (Vitalwerte, EKG usw) und Reanimationsbereitschaft, d.h. alle Notfallmedikamente und Instrumentarium zur Beatmung müssen griffbereit danebenliegen.
Zur Menge kann ich dagegen gar nichts sagen. Ich weiß es einfach nicht. Aber es dürfte auch von einigen Faktoren abhängen, z.b. der allgemeine Zustand des Pat. (insbes. Herzerkrankungen und Medikamente, Schocksituation --> geringerer Kreislauf und damit langsamere Verteilung, u.a.), welches LA usw…
Gruß,
Sharon
Hallo Rollifern,
Es handelt sich um Xylonest 1%. Menge ungefähr 5 ml.
Gruß, Markus
Hallo,
lt. Roter Liste : Schwindel, Erbrechen, Benommenheit, Krämpfe, Bradykardie, Rythmusstörungen, Schock
bei versehentlicher i.v.-Injektion, Injektion in stark durchblutetes Gewebe oder durch Überdosierung.
Die Maximaldosis für einen Erwachsenen liegt jedoch bei 60 ml bei 1%-igen Xylonest.
Gruß Kerstin