Letale Wasservergiftung

Hallo,
Habe heute in der Zeitung gelesen, das eine Frau in den USA an einer Wasservergiftung gestorben seil soll.
Bei einem Wettbewerb hat sie 5 Liter Wasser getrunken.
Den Teilnehmern war es untersagt während des Wettbewerbs zur Toilette zu gehen.
Nun frage ich mich, was passiert da genau, damit die tödliche Wirkung eintritt, bzw was ist dann letztendlich die Todesursache?
Gruß
KH

Hallo K.H.

bei einer Wasservergiftung ist in erster Linie eine erhebliche
Elektrolytverschiebung im Blut und dann in den Zellen zu verzeichnen.
Der osmotische Druck verändert sich und Zellen und Gewebe schwemmen auf.
Des weiteren sind verschiedene Elektrolyte (z.B. Kalium und Natrium) nicht mehr in der notwendigen Konzentration vorhanden um eine Reizweiterleitung in Nerven und Muskelzellen zu gewährleisten.
Letztendlich kann der Herzmuskel nicht mehr kontrahieren, was zum Tod führt. Weiterhin wird aber auch das Gehirn geschädigt wobei wohl auch das Atemzentrum betroffen sein dürfte.
Was zuerst kommt weiß ich nicht - aber vieleicht kann uns das ein Arzt erläutern.

Viele Grüße
Hagen

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Hallo,
ich denke dieser Artikel erklärt das ganz gut:
http://gesund.org/info/hypotone-hyperhydration.htm

Grüssle
Macsima

Hi KH.

laut dpa war die Todesursache ein Absinken des Kalziumspiegels im Blut. Ich halte diese Äußerung eines Gerichtsmediziners für einen ausgemachtemn Schmarrn, insbesondere die Begründung: Den Teilnehmern sei untersagt worden, die Toilette zu benutzen.

Überschüssiges Wasser wird keineswegs zur Gänze vom Blut aufgenommen, dann liefen nämlich statt 5 Litern leicht 10 durchs Geäder, sondern rauscht größtenteils durchs Gedärm und führt zu Durchfall. Frag mal einen Säufer.

Nun weiß ich nicht, wie schnell man 5 Liter Wasser trinken kann (bei Bier wusste ich’s mal), aber wenn ich mich überfresse, kriege ich gewaltiges Herzdrücken. Dass man daran vielleicht stirbt, kann ich mir durchaus vorstellen.

Gruß Ralf

Hyponatriämie
Hallo,

ich habe diesen Fall (Wasserwetttrinken und halten) in den Medien ebenfalls verfolgt. - Verantwortungslos!
Es wurde auch mitgeteilt, dass die Frau durch die in kurzer Zeit aufgenommene Menge Wasser (hypotone Flüssigkeit) eine akute Hyponatriämie erlitt, d. h. der Natriumgehalt ihres Blutes wurde durch die hypotone Flüssigkeit auf einen unphysiologisch niedrigen Wert runterverdünnt.
Jemand, der zuvor Salzhaltiges gegessen hatte, mochte im Wettbewerb besser dran sein.
Sie klagte nach Ende dieses Wettbewerbs, den jemand anders gewann, zunächst über starke Kopfschmerzen.
Die nun vergleichsweise hypertonen Organe, so auch das Hirn, begannen die hypotone Flüssigkeit aufzunehmen, sodass ein Hirnödem entstand.

Große Flüssigkeitsmengen, die getrunken werden, z. B. bei langdauernden Sportwettkämpfen oder/und wenn man sehr viel schwitzt, müssen daher stets mit der entsprechenden Menge Salz aufgenommen werden, denn das Blut, als isotone, hier physiologische Flüssigkeit, hat einen NaCl-Gehalt von 0,9 Gramm pro Liter, der erhalten bleiben muss.

Siehe auch was Wikipedia sagt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hyponatri%C3%A4mie >>>
Die Hyponatriämie führt bei rascher Entwicklung zu einem Hirnödem mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Tremor und epileptischen Anfällen. Bei langsamer Entwicklung über mehr als zwei Tage stehen Müdigkeit, Wesensänderung, Verwirrtheit und ebenfalls epileptische Anfälle im Vordergrund.

Gruß, Renate

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Hi,

ich les gerade die Antworten mit relativem Erstaunen. Und dachte sofort an gewisse Asienaufenthalte zurück, wo ich der Einfachheit halber erstmal morgens nach dem Aufstehen 1l Wasser ex getrunken hatte. Dies hab ich dann je nach Schweißverlust mittags und abends wiederholt. Natürlich ohne vorher Salz eingenommen zu haben (igitt…). War das nun schon fahrlässig?

Ach ja, Grund für das „tägliche Besäufnis“ war schlichtweg die Tatsache, daß ich trotz schwitzens nie oder fast nie Durst habe. Wollte aber meinem Körper was gutes tun und dachte ich erledige es im Hauruckverfahren. Fand einfach die Vorstellung noch schlimmer, jede paar Minuten einen Schluck Wasser zu trinken…

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo,

ich les gerade die Antworten mit relativem Erstaunen. Und
dachte sofort an gewisse Asienaufenthalte zurück, wo ich der
Einfachheit halber erstmal morgens nach dem Aufstehen 1l
Wasser ex getrunken hatte. Dies hab ich dann je nach
Schweißverlust mittags und abends wiederholt. Natürlich ohne
vorher Salz eingenommen zu haben (igitt…). War das nun schon
fahrlässig?

die Frage ist, was du dazwischen gegessen hast. Den größten Teil des Salzes nimmst du mit dem Essen auf. Drei Liter in drei Portionen über den Tag verteilt (und vermutlich dazwischen gegessen) ist auch nicht zu vergleichen mit 5 Litern in wenigen Minuten.

Gruß, Niels

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Hi Niels,

hab eben erst Deine Antwort gelesen, danke!

die Frage ist, was du dazwischen gegessen hast.

Ganz normal, in meinem Fall nach der ersten Flasche erstmal 2-4 Stunden nichts und dann Mittag- und Abendessen und bestimmt dazwischen alles mögliche wie Obst etc.

Den größten

Teil des Salzes nimmst du mit dem Essen auf. Drei Liter in
drei Portionen über den Tag verteilt (und vermutlich
dazwischen gegessen) ist auch nicht zu vergleichen mit 5
Litern in wenigen Minuten.

Na ja, ich wähnte mich beim Schreiben auch nicht im Nachhinein in Todesgefahr:wink: Aber mich würd’s schon interessieren, ob ich solch ein Trinkverhalten nicht lieber lassen sollte, bwz. nächstes Mal Salz dazu einnehmen soll bzw. dann eben doch lieber weniger, aber dafür öfter (brrrrr…) trinken?

Liebe Grüße,
Christiane