Hallo ihr!
Weiß irgendjemand, warum wir verschiedene Blutgruppen haben und warum manche Menschen Rhesus positiv und manche negativ sind? (Also: Zu was sind Blutgruppen und Rhesusfaktor eigentlich gut?)
Mfg
Martina
Hallo ihr!
Weiß irgendjemand, warum wir verschiedene Blutgruppen haben und warum manche Menschen Rhesus positiv und manche negativ sind? (Also: Zu was sind Blutgruppen und Rhesusfaktor eigentlich gut?)
Mfg
Martina
Hallo Martina,
ich fange mal beim Rhesus-Faktor an.
Ob Du Rh positiv (ca. 85 % aller Menschen) oder negativ (folglich der ganze Rest) bist, ist genetisch bedingt, wobei hier verschiedene Theorien (Fisher-Race und Wiener) existieren, wie es dazu kommt. Der Unterschied besteht darin, daß die Erythrozyten - also die Blutplättchen - Rh-negativer-Menschen die Fähigkeit besitzen, Antikörper gegen Rh-positives Blut zu bilden.
Realistisches Beispiel: Du bist rh (negativ), Dein Mann ist Rh (positiv). Wenn Du schwanger wirst, übernimmt das Baby den stärkeren - im Fachchinesisch: dominanten - Rh-positiven Rhesus-Faktor vom Vater. Dein Körper wird üblicherweise während der zweiten Schwangerschaft anfangen, sich gegen das Blut des Babys, zu wehren und Antikörper bilden. Die möglichen Auswirkungen werden durch Injektion des Immunglobulins D neutralisiert (einmal während der Schwangerschaft, einmal kurz vor der Entbindung).
Wie die unterschiedlichen Blutgruppen entstanden sind, ist meines Wissens bis heute nicht bekannt. Vermutlich iegt es ebenfalls an der Vererbung. Entdeckt wurden sie auch noch gar nicht so lange her, nämlich vor gerade mal 100 Jahren. Bis dahin starben Tausende von Menschen an Transfusionen mit dem falschen Spenderblut. Die einzelnen Blutgruppen „bekriegen“ sich nämlich sozusagen untereinander, in dem die Erythrozyten versuchen, das „feindliche“ Blut durch Verklumpung zu neutralisieren. Kannst Du in einer Kreuzprobe, die vor jeder Transfusion üblich ist, wunderbar betrachten.
Also: Zu was sind Blutgruppen und Rhesusfaktor
eigentlich gut?
Eigentlich zu gar nix. Es wäre aber auch langweilig, wenn wir alle gleich wären, oder?
Viele Grüße
Tessa
Hallo Martina,
auf den roten Blutkörperchen extstieren Zucker-Aminosäure-Komplexe, die die Blutgruppeneigenschaften ausmachen. So haben die roten Blutkörperchen (Erytrhozyten) verschiedenen Oberflächeneigenschaften. Sie wirken als Antigene, d.h. sie können die Bildung von Antikörpern bewirken (falls sich ein Virus oder so in Deinem Körper befindet, der durch die Antikörper angegriffen wird). Seit Anfang des Jahrhunderts hat man eine Reihe von Blutgruppensystemen entdeckt, wovon die wichtigsten dsa ABO-System und das Rhesussystem sind.
Zum Rhesussystem kann ich nur sagen, daß es hier Antigene gibt, wovon das D-Antigen das wichtigste ist. Sobald dieses auf den roten Blutkörperchen vorhanden ist, hat man den Rhesusfaktor positiv (85% aller Europäer). Wichtig sind diese ganzen Sachen natürlich für Bluttransfusionen, da es bei Gabe eines „falschen“ Blutes zur gefährlichen Verklumpung kommen kann und somit zum Tod des Patienten.
Ich hoffe, das war jetzt wenigstens ein bißchen verständlich, mehr weiß ich leider auch nicht.
Ciao
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Holla
Bei einer Bekannten hab ich mal ein Buch ueber „Blutgruppendiaet“ gesehen (ja, sowas gibt es
).
Interessant war die Einleitung, dort ging es allgemein um die Entstehung der Blutgruppen, hier ein Teil einer Rezension:
Wenn ich mich richtig erinnere, stand noch mehr zu den verschiedenen Auswirkungen der Blutgruppen „auf den Koerper“ drin.
Gruss, Lutz
Diese Ausführungen finde ich schon hoch spekulativ und absonderlich. Das was wir als Blutgruppen kennen ist nur die Spitze des Eisberges, was genetische Polymorphismen beim Menschen betrifft. Es gibt viele andere Antigene, die sich bei zwei verschiedenen Menschen unterscheiden können. Und nur weil man die Blutgruppen als erste entdeckte, heißt das nicht, daß ihre AUswirkungen so weitreichend sind. So etwas könnte man, wenn überhaupt, in dieser Allgemeinheit nur durch wissentschaftlich gesicherte Studien beweisen.
Fest steht allerdings, so jedenfalls die Lehrmeinung (heute!), daß Blutgruppen Einfluß auf Anfälligkeit gegenüber bestimmten (!) Kranheiten haben können und die Verteilung nach „Rassen“ / Nationalitäten variiert.
So ist z.B. 0 anfälliger gegen yersinia pestis, dem Pesterreger, da das Antigen für 0 Ähnlichkeit zu einem des Pesterregers hat.
Inwieweit dies aber zur Minderung der 0-Träger ii Europa im 14/15Jh geführt hat, ist schwer abzuschätzen.
Diese Auswirkung der Antigene auf Krankheitsentstehung/ Entwicklung ist aber bis auf wenige Ausnahmen noch hoch mysteriös, unklar
und unsicher!
Tschüß
sledge h
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