Chronische (Mittel-)Ohrentzündung

Hallo,

seit 2,5 Monaten leide ich unter verschiedenen Entzüdungen „im Ohr“. Angefangen hat es mit einer Grippe + Bindehaut- entzündung. Dann, 2 Wochen, später folgte eine beidseitige blutige M.-Ohrentzündung. Anfang September Entzündung des Gehörgangs(?), einseitig und Entzündung der Nebenhöhlen.
Nach weiteren 2 Wochen ca. Trommelfellerguss beidseitig.

Grippe „ausgessen“, Augentropfen. Im August mit Ohrentropfen sowie Cefasept, zur Stärkung des I.-Systems behandelt worden. Im September dann erst Roxy-Grün(Einband antib.), dann, aus unglaublicher Dummheit heraus, Doxy-Wolf(Breitbandantib.).
Seit 2 Wochen nun Behandlung auf „homöopathischer“ Basis. Enzyme usw. Ausserdem etwas für die Nebenhöhlen, (?)Sinitus und Nasenspray.

Auf Grund von Umzug, neuer Arbeit etc. 2maliger Arztwechsel, deswegen die „Dummheit“ bezüglich der Antibiotika, Arzt 1 wusste nicht von Arzt 2.

Also, was kann man machen, wo ansetzen? Wer hat ähnliches erlebt, kennt „Fälle“, weiss Rat?

Kann hier auch eine reine Stresserkrankung vorliegen?

Ich bin um jeden Beitrag zum Thema dankbar!

MfG
Lars

Hi Lars,

ich glaube, wir müssen jetzt erst einmal einiges klären. Ich fange mal zu sortieren an:

Krankheitsbilder:

  1. Grippe + Bindehautentzündung (die hier eher irrelevant ist)
  2. Mittelohrentzündung
  3. Entzündung des Gehörgangs + Entzündung der Nebenhöhlen
  4. Trommelfellerguß

Therapie:

  1. Grippe = nix; Bindehautentzündung = Augentropfen
  2. Mittelohrentzündung = Ohrentropfen; zusätzlich Cefasept (für das Immunsystem)
  3. Was in aller Welt sind „ROXY-GRÜN“ und ein „Einband-Antibiotikum“???!!! Höre ich zum ersten Mal. Doxy ist klar.
  4. Behandlung auf homöopathischer Basis + Enzyme + Nasenspray.

Die Frage wäre hier, WAS bitte schön WOMIT behandelt wurde. Die Verordnung von den durchaus praktischen Breitbandantibiotika erscheint mir - ohne Abstrich und Kultur - ohnehin mehr als fragwürdig, weil die Bakterien irgendwann gegen den Wirkstoff resistent werden. Dann haben wir ein Problem und zwar ein großes.

(?)Sinitus

Gibt es nicht. Entweder Du meinst Tinnitus (= dauerhafte und überaus lästige Ohrgeräusche) oder Sinusitis (= Entzündung der Nebenhöhlen, was mir wahrscheinlicher erscheint).

Auf Grund von Umzug, neuer Arbeit etc. 2maliger Arztwechsel,
deswegen die „Dummheit“ bezüglich der Antibiotika, Arzt 1
wusste nicht von Arzt 2.

Daran bist Du selbst schuld. Ich gehe nicht zu einem weiteren Arzt, ohne ihm zu sagen, daß ich schon behandelt werde.

Also, was kann man machen, wo ansetzen? Wer hat ähnliches
erlebt, kennt „Fälle“, weiss Rat?

Auch hier müßte ich erst einmal wissen, IN WELCHER ANGELEGENHEIT Du überhaupt ansetzen willst: Nebenhöhlenentzündung? Mittelohrentzündung? Gehörgangsentzündung?

Kann hier auch eine reine Stresserkrankung vorliegen?

NEIN. Alle drei Krankheiten werden durch Bakterien verursacht. Allerdings ist es richtig, daß permanenter Stress das Immunsystem schwächen kann, so daß die Bazillen leichteres Spiel haben.

Also: schreib bitte Näheres dazu, dann sehen wir weiter.

So long

Tessa

Korrektur
@TessaVance

der Beitrag meinerseits ist ganz und gar misslungen, sorry und inhaltlich absolut nicht dass, was eigentlich „sein sollte“.

Ich fange also noch einmal von vorne an und hoffe etwas Licht in die ganze Sache zu bringen.
Schon das „Thema“ ist falsch. Nun ja…

Seit einigen Wochen leide ich unter wiederkehrender Entzündung des Ohres.

Angefangen im August mit einer beidseitigen „blutigen“ M.-Ohrentzündung, die mit Ohrentropfen behandelt wurde und allgemein Cefasept.

Dann einige Wochen später, im September wiederum eine M.-Ohrentündung rechts. Gesundheitszustand allgemein war schlecht, zusätzlich zur Entzündung Grippe, wie schon einige Wochen zuvor. HNO-Arzt verschrieb mir ROXY-GRÜN, ein leichtes Antibiotikum.

Dann kam ein Umzug und diverse andere Komplikationen. Ver-schlechterung der allgemeinen Befindlichkeit. Allgemeinmediziner verschrieb mir ohne wissen um kürzlich verschriebenes Antib. DOXY-WOLF.

(Das in diesem Falle ICH unter geistiger Umnachtung gelitten haben muss, schrieb ich auch schon im ersten Geniestreich…)

So, kurzzeitige Besserung, dann aber schnell wieder bekannte „Symptome“. Meine jetzige Hausärztin nun diagnostizierte beidseitigen Trommelfellerguss. Sie verschrieb mir verschiedene Medikamente. Unter anderem Bromelain-Pos., Naja Comp. u. Berberis/Quarz zum spritzen, Nasenspray und Sinuselect, da die Nebenhöhlen immer noch entzündet sind.

Die ganze Zeit über nur leicht erhöhte Temperatur, auch im August. Anfälligkeit für M.-Entzündungen seit Kindheit, letzte liegt schon mehrere Jahre zurück.

Jetziger Zustand ist nicht viel besser. Ohren sind , vor allem rechts stark belegt, nicht druckempfindlich, dennoch wieder-kehrende Schmerzen.

So. Jetzt hoffe ich ganz stark, dass meiner Beschreibung ein roter Faden liegt.

Die Fragen bleiben die gleichen, einige hast du ja schon beantwortet. Ich frage mich, was hier Ursache sein kann, auch wie man vielleicht besser behandeln könnte etc.

MfG
Lars

ps: ich vertraue meiner jetzigen Ärztin wirklich, dennoch bin ich nach mehr als 8 Wochen kranksein, das Kranksein leid, auch mit meinen Kräften nicht mehr auf der Höhe… ich will wieder „raus“!

Prima, langsam bekomme ich einen Überblick…
Hi Lars,

der Beitrag meinerseits ist ganz und gar misslungen, sorry und
inhaltlich absolut nicht dass, was eigentlich „sein sollte“.

Kann passieren, deswegen fragte ich auch und versuchte, die einzelnen Probleme zu sortieren.

Den roten Faden habe ich zwar, allerdings gehört die Behandlung von Ohrerkrankungen nicht unbedingt in die Hände des Hausarztes/Allgemeinmediziners.

Ich möchte um Himmels willen nicht gegen Deine Hausärztin hetzen, die Dame mag eine hervorragende Allgemeinärztin oder Internistin sein, sie verfügt aber offensichtlich nicht über eine Zusatzausbildung zum FA in Sachen HNO.

Über die Anwendung von Bromelain (ein Enzym, das unter anderem in der Ananas enthalten ist), Naja (Schlangengift) und Berberis (wunderschöner Strauch, aber auch giftig) könnten wir uns noch Stundenlang unterhalten. Deine Ärztin scheint jedenfalls im Moment darauf abzustellen, erst einmal Dein Immunsystem wieder in Ordnung zu bringen bzw. den offensichtlich schlechten Zustand auszugleichen.

ROXY-GRÜN

Falls Du noch die Packung davon hast, würde mich der Wirkstoff bzw. die Zusammensetzung interessieren.

Die geistige Umnachtung lassen wir mal außen vor…

So, kurzzeitige Besserung, dann aber schnell wieder bekannte
„Symptome“.
Sinuselect, da die Nebenhöhlen immer noch entzündet sind.

„Sinuselect“ kenne ich zwar nicht, komme aber seit Jahren hervorragend mit - rein pflanzlichen - „Sinupret“ aus.

Jetziger Zustand ist nicht viel besser. Ohren sind , vor allem
rechts stark belegt, nicht druckempfindlich, dennoch
wieder-kehrende Schmerzen.

Deine beiden Postings habe ich mindestens drei Mal gelesen und komme - trotz dem roten Faden - immer wieder zu einem Ergebnis:

Deine Hausärztin soll sich weiterhin um den Aufbau Deines Immunsystems bemühen, aber: Deine Ohren gehören in die Hände eines HNO-Experten.

wie man vielleicht besser behandeln könnte etc.

Besser??? Ohne die Ursache zu kennen, würde Dir nicht einmal ein Arzt einen Tip geben.

Also: Marsch zum HNO!!!

So long

Tessa

Also zuerst eine dickes Dankeschön für’s beantworten, trotz „geistiger Umnachtung :wink:“ meinerseits.

HNO-Arzt… Ich war vor 1,5 Wochen bei einer HNO-Ärztin. Nach Schilderung des Verlaufs, der Symptomatik usw und gründlicher Untersuchung(u.a. auch Abstrich) sagte sie mir, ich solle in 2 Wochen wiederkommen. Sie kennt meine Ärztin, meinte dass sie auf Grund der Homöopathie vor erst keine weiteren/anderen Medikamente verschreiben wolle, denn damit würde sie in diesem Moment nur die Behandlung kaputt machen und will im allgemeinen wohl erst einmal schauen wie die Medi’s wirken.
Bestätigte so weit zumindest Allgmeinmedizinerin in deren Diagnose.

Somit bleibt für mich nur dir zur danken. Ich werde am Dienstag, nach Arztbesuch, den Thread hier noch einmal aufnehmen und hoffentlich einen etwas dickeren Faden weben können… :smile:

MfG
Lars

Lieber Lars,
wenn Du Dich für eine homöopatische,noch dazu eine mit anthroposophischer Medizin entscheidest solltest Du Dir über eines im klaren sein,daß Du Dein System nur stärken kannst,wenn Du ihm VOR ALLEM auch die Ruhe gibst,die es braucht um seine Kraft in die Abwehr zu stecken.Wenn Du es mit Stress belastest,dann hat das beste homöopatische Mittel keine Chance.
Es wundert mich ein bisschen,daß die Ärztin nDir,wenn sie schon anthroposophisch arbeitet nicht das Standartmittel bei Ohrenentz. gegeben hat,Apis/Levistikum,Globuli D3/D4.Ich habe damit sowohl als Homöopotin als auch auf meinem eigenen Leidensweg im HNO-Bereich sehr überzeugende Erfahrungen gesammelt,und es ist eigentlich das Mittel,das von anthrop. Ärzten als Mittel der Wahl gilt.Wenn Du eine Verschleimung hast ist darüberhinaus Silicea comp. von WALA ganz hilfreich.
Das Bromelain ist im Akutfall allenfalls als hochdosierte Stoßtherapie sinnvoll,macht aber vor allem den Apotheker reich.Naja ist ein Mittel bei sehr eitrigen und schmerzhaften Zuständen,eigentlich unüblich im HNO-Bereich.
Wenn Deine Ärztin anthroposophische Mittel verwendet sollte sie auch eine anthrop.Ausbildung haben,das ist wichtig.
Wenn Antibiotika,dann bei Otitis/Sinusitis nichts leichtes und schon gar nicht Doxy,das hast Du gekriegt,weil es sehr billig ist und ein stärkeres Abtib. erstens eine Erregeruntersuchung vorrausstzt,kostet Geld und seleber auch leicht das 10-fache kosten kann.
ENN Du Dir ie Ruhe nicht geben kannst,echte Ruhe,solange es eben nötig ist,dann kann ich Dir,trotzdem ich Homöopatisch denke nur zu einem gezielten und starken Antibiotikum raten.
Es ist nicht leicht eine sich so lang hingezogene Infektion loszuwerden,ich wünsche Dir viel Erfolg dabei,
Mina

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