Krankenschwester statt Narkosearzt

Hallo zusammen,

die Diskussion um Krankenschwestern/-pfleger, die die Narkose bei Patienten übernehmen sollen/werden ist ja im Gange.

Habe nur in einem Welt-Artikel vom 24.10.2005 gelesen, dass in den USA eine ähnliche Diskussion gab, als Bill Clinton den Beruf der „nurse-anesthesist“ erheblich gefördert hat. Auch die US-Gesellschaft der Narkoseärzte hat Studien vorgelegt, die beweisen soll, dass die Regelung die Patientensicherheit vermindert und bedroht. Weiß zufällig jemand, wie ich an diese Studien rankomme bzw. wie die www-Adresses dieser US-Gesellschaft lautet/lauten könnte. Habe schon gegoolt - bin aber nicht fündig geworden …

Danke für eure Hilfe und Antworten!

Hi!

die US-Gesellschaft der Narkoseärzte hat Studien vorgelegt,
die beweisen soll, dass die Regelung die Patientensicherheit
vermindert und bedroht.

Da brauchts keine Studien für, es reicht der gesunde Menschenverstand - und es ist bekannt, daß Politiker damit nicht gerade gesegnet sind *fg*

Narkosen durchzuführen ist tatsächlich sogar recht einfach. Solange während der Narkose absolut gar ncihts passiert!!
Es reicht aber schon eine winzige Abweichung von der Norm, z.b. eine Blutdruckschwankung - das kann völlig harmlos sein oder aber der Beginn einer dramatischen Komplikation. Das Zauberwort heißt hier: das Problem sofort und korrekt(!) erkennen und richtig handeln.
Sorry, aber dafür sind Pflegekräfte absolut nicht qualifiziert!

Es gibt auch einen schönen Spruch unter Anästhesisten: „Hours of boredom, seconds of thrill“, was soviel heißt wie: Stunden voller Langeweile plötzlich unterbrochen von Sekunden voller Panik *gg*

Ja, die Pfleger KÖNNTEN die Stunden voller Langeweile übernehmen - aber ich zweifle sehr daran, daß sie Komplikationen frühzeitig erkennen können. Und ob sie sie nun frühzeitig oder später erkennen, dennoch geht dann Zeit verloren: der Arzt muß kommen, sich einen Überblick verschaffen und kann dann erst handeln. Da gehen wertvolle Minuten flöten.

Man kann einiges im Gesundheitssystem einsparen, aber bitte nicht in den Bereichen, wo es um die Patientensicherheit geht!

P.S.: ich hab die Studie auch nicht gefunden, da ich zuwenig davon weiß (Autor? Publikationsdatum? Genauer Titel?), aber du kannst mal selbst in der Datenbank suchen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi

Gruß,
Sharon

Hallo!

die Diskussion um Krankenschwestern/-pfleger, die die Narkose
bei Patienten übernehmen sollen/werden ist ja im Gange.

Viele Tätigkeiten qualifizierter Leute lassen sich zu 90% von geringer qualifiziertem Personal erledigen. Dummerweise weiß man nicht, ob der nächste Moment zu den verbliebenen 10% gehört.

Hab sowohl den genauen Wortlaut vergessen, als auch die Person, der ungefähr folgender Spruch zugeschrieben wird: Ich weiß, daß ich die Hälfte meines Werbebudgets sinnlos ausgebe, aber ich weiß leider nicht, welche Hälfte.

Gruß
Wolfgang

Hi,

die US-Gesellschaft der Narkoseärzte hat Studien vorgelegt,
die beweisen soll, dass die Regelung die Patientensicherheit
vermindert und bedroht.

Klar - es wäre eine schlechte Lobbyarbeit wenn eine Anästhesisten-Vereinigung sinngemäß bescheinigen würde daß jeder Hinz und Kunz eine Narkose fahren kann.

Narkosen durchzuführen ist tatsächlich sogar recht einfach.
Solange während der Narkose absolut gar ncihts passiert!!

Da widerspreche ich Dir schon. Wenn man nicht in der Lage ist die Narkose fortzuführen und auch bei Komplikationen klar zu kommen darf man sie erst gar nicht einleiten.

Es reicht aber schon eine winzige Abweichung von der Norm,
z.b. eine Blutdruckschwankung - das kann völlig harmlos sein
oder aber der Beginn einer dramatischen Komplikation. Das
Zauberwort heißt hier: das Problem sofort und korrekt(!)
erkennen und richtig handeln.
Sorry, aber dafür sind Pflegekräfte absolut nicht
qualifiziert!

Es geht hier wohl hauptsächlich um Pflegekräfte im Krankenhaus. OK, da tut es nicht not daß Anästhesiepfleger/pflegerinnen die Narkose machen, denn es gibt ja einen zuständigen Arzt. Daß ein fitter Anästhesiepfleger es aber generell nicht kann bestreite ich. Es wird genügend Leute geben, die das sehr wohl können.

Ich habe 13 Jahre im Rettungsdienst und im ADAC-Rückholdienst gearbeitet und OK, Rettungsdienst ist nicht die Klinik, und der Rückholdienst schon dreimal nicht.

Ich habe in der Ausbildung aber wochenlang im OP gearbeitet und dabei in allen Säälen eines großen Krankenhauses, in denen operiert wurde, intubiert und Narkosen eingeleitet damit das „auf der Straße“ „sitzt“. Und meine Erfahrung ist: es ist Übungssache.

Wenn ich mir ansehe was abgeht wenn Chirurgen oder Internisten als Notärzte fahren - wollen wir mal gar nicht von den Ohren-, Frauen- oder Sonstwas-Ärzten anfangen, die allesamt auch berechtigt wären als NA tätig zu werden wenn sie den Fachkundenachweis haben - schönen Dank, da möchte ich aber um alles in der Welt lieber einen Anästhesiepfleger oder einen geübten Rettungsassistenten das Laryngoskop schwingen sehen.

Wieviel Übung haben Ärzte fremder Fachrichtungen denn darin zu intubieren und Narkosen zu fahren? Üben die das regelmäßig, wann hat denn der gemeine Internist oder Chirurg die letzte Narkose von Anfang bis Ende gefahren? Wann war er überhaupt zuletzt als Zuschauer dabei? Das ist bei vielen Leute Jahre her.

Es ist schlicht und einfach falsch daß ein Anästhesiepfleger das nicht genauso könnte - wenn es gesetzlich vorgesehen wäre und dann aus der Übung heraus entsprechend oft gemacht würde. Bei Komplikationen könnte der Pfleger immer noch einen Arzt rufen, genauso wie der Assistenzarzt sich den Oberarzt holt wenn er nicht mehr weiter weiß.

Im Rettungsdienst mag es eine andere Situation sein als in der Klinik, aber in den USA und selbst der Schweiz ist es gang und gäbe daß Paramedics intubieren, Narkosen fahren und defibrillieren.
In Deutschland wird stattdessen ein unglaublicher Krampf veranstaltet, da muß jeder angehende Rettungsassistent lernen wie es funktioniert, er muß üben, wird darin geprüft, man gibt ihm eine Garantenstellung und droht im rechtliche Konsequenzen an wenn er die Maßnahme nicht durchführt (weil man verstanden hat wie wichtig die Frühdefibrillation ist).
Es geht sogar noch weiter: man konstruiert Halbautomaten, Defis, die automatisch erkennen sollen ob defibrilliert werden muß, der RA soll dann den Schock auslösen, auch rechtlich verantworten - ist aber rechtlich dazu nicht befugt und kann sich nur darauf herausreden in Notkompetenz gehandelt zu haben. Das ist doch lächerlich…
Entweder können und dürfen die Leute es - oder nicht. Aber doch nicht so ein Schwachsinn, man darf es nicht, man muß sich einem Gerät unterwerfen, kriegt aber einen auf den Deckel wenn man es läßt??? Wie kann das denn sein?

Es versteht sich von selber daß man nicht intubiert wenn man dann nicht in der Lage ist die weitere Narkose zu fahren - und selbstredend auch gängige Komplikationen zu beherrschen! Es ist doch völlig üblich daß der Anäshesist während der laufenden Narkose Kaffee trinken, Zeitung lesen oder telefonieren geht während der Pfleger die Narkose beaufsichtigt.

Dieser Thread hier vermittelt allen unbedarften Lesern, die mit dem System nichts zu tun haben, daß sie permanent unter der Obhut eines erfahrenen Anästhesisten oder im Notfall in der Hand eines über alles erhabenen Notarztes wären - und genau so ist es oft nicht.
Ich habe mehr als einmal erlebt daß sich Notärzte generell nicht zugetraut haben überhaupt eine Narkose zu beginnen - und das nicht weil der Zustand des Patienten oder die Umstände kritisch waren, sondern weil sie blöderweise auf einer Planstelle gelandet waren, die ihnen abverlangte als Notärzte zu fahren/fliegen obwohl sie dafür weder fit noch fachlich geeignet - und auch nicht interessiert - waren. Sowas passiert selbst bei Hubschrauber-Notärzten, die fachlich nichts anderes und nicht besser sind als bodengebundene Kräfte, aber vom Image her weiter oben stehen weil der Auftritt spektakulärer ist. Ist ja auch lustig mit dem ADAC-Heli vom Himmel zu schweben… Aber auch da gibt es zahlreiche „Flaschen“, die jeder gute RA in die Tasche stecken würde.

Ich will damit keine Grundsatzdiskussionen über die Qualifikation einzelner Berufe anfangen und natürlich hat ein Arzt nicht 6 Jahre richtig hart studiert um sich von Pfadfindern mit Pflegeausbildung erzählen zu lassen wie er seinen Job zu machen hat.
Aber ich glaube daß dieser grundsätzliche empörte Aufschrei, daß es ja unmöglich sei daß manche Maßnahmen auch von Nicht-Ärzten beherrscht werden, die die entsprechende Übung haben, nur aus der deutschen Sichtweise heraus entspringt. In anderen Ländern - und auch hier in vielen Situationen - zeigt sich daß Maßnahmen, die nicht allein mit „Wissen“, sondern auch sehr stark von „Übung“ und „Erfahrung“ bestimmt werden, von jedem durchgeführt werden können, der die Übung hat - und nicht nur von denen, die auf dem Papier irgendeinen Titel besitzen.
Es scheitert also primär am deutschen Horizont und Standesdünkel, an mehr nicht.

Würde man anderswo auf der Welt erzählen daß deutsche Nicht-Ärzte nicht mal intravenösen Zugänge legen dürfen würden alle das für einen Witz halten, weil’s ja auch wirklich „unglaublich“ und lächerlich ist.
Aber es kommt ja noch besser: selbst Diagnosen dürfen nur Ärzte stellen. Da fragt man sich: auf welcher rechtlichen Grundlage arbeitet der Rettungsdienst denn überhaupt, wenn eigentlich nicht mal eine Diagnose gestellt werden darf???

Ja, die Pfleger KÖNNTEN die Stunden voller Langeweile
übernehmen - aber ich zweifle sehr daran, daß sie
Komplikationen frühzeitig erkennen können. Und ob sie sie nun
frühzeitig oder später erkennen, dennoch geht dann Zeit
verloren: der Arzt muß kommen, sich einen Überblick
verschaffen und kann dann erst handeln. Da gehen wertvolle
Minuten flöten.

Was ist wenn der Assistent nicht weiter weiß und nach dem Oberarzt ruft? Dann gehen auch wertvolle Minuten verloren. Die Situation ist nicht viel anders als wenn geübter Pfleger sich einen (Ober)arzt rufen muß - und er würde es aufgrund seiner Übung kaum öfter tun als ein Assistenzarzt.

Und dann mach’ es mal bitte konkret: was gibt es denn an Parametern, die nur ein Arzt, nicht aber ein Pfleger richtig deuten kann? Was erkennt ein Anästhesiepfleger nicht, das der Arzt erkennen würde? Da würde ich jetzt gerne harte Fakten haben…
Es ist zwar mal wieder der Unterschied zwischen Klinik und Rettungsdienst, aber wenn es eins gibt was jedem Rettungsassistenten bis zum Erbrechen eingeprügelt wird, dann das Beobachten und Bewerten von Vitalfunktionen.

Patienten, die im Hubschrauber transportiert werden, werden übrigens überproportional oft narkotisiert weil man bei Komplikationen während des Fluges - je nach Hubschraubermodell - nicht intubieren könnte (zu eng) und dementsprechend tendiert man hier dazu lieber sehr frühzeitig eine Narkose einzuleiten. Außerdem ist es an Bord des Hubschraubers sehr laut, so daß es unterwegs besonders wichtig ist die Vitalparameter im Blick zu haben - und das bei oft schwerst verletzten Patienten, die bodengebunden nicht schnell genug in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden könnten.

Ich bestreite schlichtweg daß die „Handvoll“ Parameter, die man im Griff haben muß, von einem Nicht-Arzt mit entsprechender guter Übung nicht behrrscht werden können. Es ist nahezu tagtägliche Praxis daß es so läuft.

Man kann einiges im Gesundheitssystem einsparen, aber bitte
nicht in den Bereichen, wo es um die Patientensicherheit geht!

Das ist so allgemein formuliert richtig, aber da kann man an 1000 Stellen ansetzen, wo es mächtig schief läuft.

Gruß,

MecFleih

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Hi!

Uuups, anscheinend hab ich wohl den Eindruck erweckt, ich wolle Pflegekräfte niedermachen - aber nein, bin/war ich doch selber :wink:

Daß ein fitter
Anästhesiepfleger es aber generell nicht kann bestreite ich.

Fitte Pfleger können so einiges, manches sogar besser als ein Arzt (ich sag nur Intubieren *g*), aber: für anderes fehlt ihnen einfach das Wissen.
Ich hab beispielsweise einen kennengelernt, der mehr als nur fit war. Er war auch was älter, so 45J, und hatte damit einiges an Erfahrung. Und Intubieren und Zugänge legen etc. schaffte er da, wo Ärzte versagten. Aber:
Als wir einen Pat. in den OP-Saal fuhren, Monitoring gerade angeschlossen hatten und den ersten Blick auf das EKG warfen, sprang schon der Anästhesist herum und spritze dem Pat. sofort eine E`lytelösung, während der Pfleger und ich uns wunderten. Der Anästhesist hatte auf dem EKG eine beginnende Herzrhythmusstörung erkannt und schlimmeres direkt verhindern können. Wohlgemerkt: wir zwei hatten es nicht mal bemerkt!
Was ich sagen will: ein Pfleger mag vielleicht in einigen (v.a. praktischen) Dingen erfahrener sein, aber das nutzt nicht viel, wenn das entsprechende Wissen fehlt. Eignet sich der Pfleger das nötige Wissen an, um den Arzt zu ersetzen, wird er selber zum Arzt. Und an diesem Punkt wird das ganze nur noch Quatsch :wink:

Und du mußt auch bedenken, wohin solche Ersatzmentalität führen kann: der Arzt wird vom qualifizierten Pfleger ersetzt, anschließend dieser vom einfachen Pfleger - und was kommt dann? Die Putzfrau, die schon paar Mal im Op zugeschaut hat? *g*

Und meine Erfahrung ist: es ist Übungssache.

Es geht aber bei deinen ganzen Ausführungen um praktische Sachen: Intubieren, Zugänge legen, defibrillieren usw. Da geb ich dir auch Recht.

Was ist wenn der Assistent nicht weiter weiß und nach dem
Oberarzt ruft?

Eben: der Arzt ruft erst nach Hilfe, wenn er alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Er ist aber durchaus in der Lage, einfache oder beginnende Komplikationen selbst zu meistern und bei schwierigen schon mal die ersten Maßnahmen durchzuführen bis der Oberarzt eintrifft.
Der Pfleger dagegen müßte sofort nach Hilfe rufen. Was sollte er auch anders tun? Um selber Maßnahmen ergreifen zu können (abgesehen vom rechtlichen: ob er es überhaupt dürfte), müßte er ja ein breites und tieferes Wissen haben. Nicht nur im Gebiet der Anästhesie, sondern v.a. Physiologie und Innere Medizin und andere Gebiete. Zudem müßte er die komplette Pharmakologie drauf haben, wie eben ein Arzt - wie sonst könnte er entscheiden, ob und welches Medikament für genau diesen Patienten sinnvoll wäre?
Einfaches Beispiel: Herzrhythmusstörungen. Schlag mal ein gängiges Lehrbuch auf, dazu noch die nötige Pharmakologie - das sind mehrere hundert Seiten - alleine schon für diese EINE Komplikation! Um das zu lernen, reicht kein Wochenendkurs…

Somit hat der Pfleger, so fit er auch sein mag, keine Wahl als bei jedem Schnurz jemanden zu rufen. Und ich weiß nicht, wo die Arbeitserleichterung liegen soll, wenn man statt dauernd selbst (als Arzt) im Saal sitzt, andauernd reingerufen wird.

Und dann mach’ es mal bitte konkret: was gibt es denn an
Parametern, die nur ein Arzt, nicht aber ein Pfleger richtig
deuten kann? Was erkennt ein Anästhesiepfleger nicht, das der
Arzt erkennen würde? Da würde ich jetzt gerne harte Fakten
haben…
Es ist zwar mal wieder der Unterschied zwischen Klinik und
Rettungsdienst, aber wenn es eins gibt was jedem
Rettungsassistenten bis zum Erbrechen eingeprügelt wird, dann
das Beobachten und Bewerten von Vitalfunktionen.

Naja, ein Beispiel hab ich grad aufgeführt. Alleine die HRST sind schon ein umfassendes Thema und die einzelnen Störungen sind weder leicht zu diagnostizieren noch auseinander zu halten! Tjo und dazu lerne man noch die Antiarrythmika - viel Spaß dabei, Medizinstudenten verzweifeln bei dem Thema regelmäßig *ggg*
Oder nimm doch mal eine pathologische BGA als Beispiel. Als Schwester dachte ich auch: ach, das ist ja einfach, so ists ne Azidose und so ne Alkalose - jo, pustekuchen, das ist schon ein wenig komplizierter.
Oder nimm Veränderungen der ETCO2 - das zu erkennen ist zwar einfach, die Ursachensuche aber nicht ganz, dazu noch die Therapie bezogen auf den individuellen Zustand des Pat.

Ich bestreite schlichtweg daß die „Handvoll“ Parameter, die
man im Griff haben muß, von einem Nicht-Arzt mit
entsprechender guter Übung nicht behrrscht werden können. Es
ist nahezu tagtägliche Praxis daß es so läuft.

Wiederrum beziehst du dich auf praktische Dinge. Und du vergleichst Rettungsdienst mit Klinik. In der Notfallmedizin läuft es ein bisschen anders, z.b. sind die Narkosen da meist „nur“ Analgosedierungen. Zudem hast du ein anderes Umfeld bzw. Bedingungen, nämlich den Notfall an sich. Es geht in der Situation darum, den bereits entstandenen Schaden für den Pat. gering zu halten - in der Klinik, bei Routine-Ops, geht es aber darum, daß der Pat. gar nicht erst einen Schaden bekommt. Das sind ganz andere Rahmenbedingungen, die anderes Arbeiten erfordern und sehr viel mehr Sorgfalt. Im Rettungsdienst kann man kleinere Nachteile für den Pat. in Kauf nehmen - muß es manchmal sogar -, im Krankenhaus ist das jedoch undenkbar.

Gruß,
Sharon

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