Hallo,
ich habe schon seit super langer Zeit etwas eigenartige Beschwerden.
Am Anfang fiel es mir total schwer anderen genau zu beschreiben wie sich das anfühlt. Es ist so ein Zustand als wäre man totmüde, es ist extrem schwer geistig zu arbeiten bzw ich muss mich sehr astrengen und konzentrieren. Manchmal ist es so ein Gefühl als hätte ich eine Migräne aber ohne die Schmerzen (ich weiss, klingt eigenartig aber wer schon mal Migräne hatte kennt die Begleiterscheinungen ja)
Zusätzlich habe ich irgendwie das Gefühl dass etwas mit meinen Augen nicht stimmt, ich sehe zwar alles, aber auch dabei muss ich mich irgendwie mehr konzentrieren als sonst.
Angefangen hat das schon vor längerer Zeit, ich war dann auch beim Arzt und habe mich komplett durchchecken lassen, mit allen erdenklichen Bluttests, CT, neurologischen Tests und halt alles was ihm eingefallen ist. Die Befunde waren aber alle unauffällig. Das einzige war eine Schilddrüsen-Unterfunktion, dagegen nehme ich Tabletten.
Es ging mir eine ganze Zeit auch besser, aber in letzter Zeit hat sich das ganze wieder verschlimmert.
Ich habe nächste Woche wieder einen Arzttermin, aber vielleicht hat jemand vorab eine Idee was es sein könnte.
Vielleicht eine Sonderform von Migräne? Ich mache mir irgendwie Sorgen und diese Beschwerden behindern mich total beim Lernen.
Vielleicht noch ein paar allgemeine Infos: Ich bin nicht übergewichtig (habe im letzten halben Jahr eher 5 Kilo abgenommen) Mache Sport, ernähre mich nicht einseitig.
Ich habe zwar eine Angststörung (Prüfungsangst etc.) war deswegen auch in Behandlung ABER: ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass all meine Beschwerden psychosomatisch sind.
Vielleicht hat jemand eine Idee.
schneehase
Hallo Schneehase
Ich erinnere mich, wie ich vor den Prüfungen im Studium oftmals beim Lernen -insbesondere beim Lernen in Gruppen- regelrechte Müdigkeitsattacken hatte. Eine Zeitlang konnte ich nicht einmal meine Augen offen halten und musste die Gruppe bitten, das zu ignorieren bzw. zu akzeptieren, dass ich mit geschlossenen Augen auf dem Sofa liege und trotzdem versuche, mitzumachen.
Damals war ich in meinen Zwanzigern, also nix von wegen Alterserscheinungen oder sowas. Es war wohl einfach die innere Abwehr gegen den (vielen) Stoff, den wir pauken mussten.
Gruß,
Branden
Hi Branden,
danke schonmal. Ich bin zwar im Moment noch nicht in der richtigen Examensvorbereitung, aber es geht jetzt so langsam los und ich habe mir für diese Semsterferien vorgenommen schon mal mit dem Wiederholen anzufangen, vielleicht ist das tatsächlich eine innere Abwehrhaltung…
Mein Problem ist dass ich mir wenn irgendwas nicht stimmt sofort total Sorgen mache, dass es irgendwas richtig Schlimmes ist, man kommt dann ja auf die abwegigsten Ideen, was dem Allgemeinbefinden dann vermutlich auch nicht gerade zuträglich ist:smile:
Danke für Deine Antwort
Hallo Schneehase,
hast Du eine Brille?
Wenn ja, stimmt die Stärke der Gläser noch?
Was Du beschreibst, hatte ich in ähnlicher Form. Ich wurde beim Lesen schon nach ganz kurzer Zeit todmüde, konnte mich absolut nicht mehr konzentrieren, war aber nicht müde genug um tatsächlich einzuschlafen. Jemand gab mir den Tipp, dass es an den Augen liegen könnte. Bingo. 1 Dioptrie Unterschied zu meiner damaligen Brille, und das innerhalb eines halben Jahres.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Glück, dass bei Dir bald die Ursache gefunden wird.
Mara
Hi Mara,
danke für den Tipp. Ich habe (noch) keine Brille. Werde einfach mal einen Termin beim Augenarzt machen. Das wäre echt super wenn es daran liegt. Würde auch diese eigenartigen Kopfschmerzen erklären.
Danke
schneehase
Hallo schneehase09,
Das einzige war eine
Schilddrüsen-Unterfunktion, dagegen nehme ich Tabletten.
Es ging mir eine ganze Zeit auch besser, aber in letzter Zeit
hat sich das ganze wieder verschlimmert.
Ich habe nächste Woche wieder einen Arzttermin, aber
vielleicht hat jemand vorab eine Idee was es sein könnte.
Dann kontrolliert der Arzt ja sicher die Schilddrüsenwerte? Sollte nämlich ca. jedes halbe Jahr gemacht werden…
Gruß, Leonora
Hallo schneehase,
die Möglichkeiten sind vielfältig, die zusätzlich geklärt werden sollten:
1.) Ist ein Nerv eingeklemmt? (das hatte eine Freundin von mir, bei der bereits ein Hirntumor vermutet wurde…)
2.) Schläftst Du entspannt und in der richtigen Haltung?
3.) Knirscht Du mit den Zähnen?
4.) Wachst Du morgens ausgeschlafen auf, oder beginnst Du den Tag schon direkt müde?
5.) Wie lange sitzt Du vor dem Monitor - und vor was für einen?
6.) Sind Deine Entspannungssituationen auch wirklich entspannend? Schaltest Du ab?
7.) Bist Du im Nackenbereich verspannt?
…
Vielleicht helfen die Fragen ja weiter!
Viele Grüße und gute Besserung
Kathleen
Hallo Schneehase,
als Heilpraktiker darf ich Dir vielleicht einen kleinen Tip geben, der von den alten Ärzten und Naturheilkundlern geprägt wurde: die Alten sagten: Müdigkeit ist die Schwäche der Leber.
Was dazu paßt ist die Seeschwäche - der Spruch kommt aus der chinesischen Medizin: Die Leber öffnet sich im Auge.
Hört sich villeicht alles etwas komisch an für jemanden, der mit dieser Medizin noch nie zu tun hatte, aber versuch´s doch mal bei einem alten Heilpraktiker.
Gute Besserung.
Friedrich Schelberg
Hallo,
die Beschwerden, die Du schilderst sind sehr unspezifisch. Das ist natürlich kein Vorwurf, es ist nur nicht möglich, auf dieser Basis Rückschlüsse auf eine eventuell zugrunde liegende Erkrankung zu ziehen.
Deine Überlegung einer Migräne ohne Kopfschmerzen (Migraene sans migraene) ist vielleicht denkbar, aber hierbei handelt es sich definitiv um eine sogenannte Ausschlußdiagnose, die erst nach ausführlicher Differentialdiagnostik gestellt werden kann.
In jedem Fall war es richtig, Dich diesbezüglich untersuchen zu lassen, es sollte aber sichergestellt sein, dass diese Untersuchungen auch in der richtigen Fachabteilung, also einer Neurologie, durchgeführt wurden.
Insgesamt kann eine allgemeine Leistungsminderung wie Du sie beschreibst Ausdruck sehr vieler verschiedener Prozesse, auch psychosomatischer Natur, sein. Wichtig wäre demzufolge auch eine gründliche Anamnese Deiner Lebensumstände und Dingen wie Schlafgewohnheiten sowie eventueller Begleitsymptome (Verstärkung der Sehstörungen unter Belastung z.B.).
Zumindest die lange Dauer der offenbar gleichbleibenden Beschwerden scheint gegen einen schnell progredienten (also fortschreitenden) Prozess zu sprechen.
Empfehlen kann ich Dir nur die Vorstellung bei einem niedergelassenen Neurologen (viele der Kollegen verfügen übrigens auch über eine psychiatrische Ausbildung, ich will damit nichts suggerieren, aber auch das könnte hilfreich sein).
Interessant wird hierbei vor allem eine genaue Schilderung der Sehstörungen sein (Art, Dauer, Häufigkeit, Begleitumstände).
Auch eine Überprüfung der Schilddrüsenwerte und eine ggf. augenärztliche Untersuchung mutet in dem Kontext sinnvoll an.
ad id tempus