Hallo Kluge,
wie hoch „darf“ man eigentlich Johanniskraut-Präparate dosieren?
Ich habe hier Tabletten, die 170 mg Trockenextrakt 4-7:1 aus Johanniskraut, Auszugsmittel Methanol 80% V/V enthalten.
Der Beipackzettel schlägt gegen depressive Verstimmungen 1 Tablette pro Tag vor.
Ein anderes Präparat, FELIS 650, enthält 650 mg Trockenextrakt 5,5-7,5:1 aus Johanniskraut, da ist die empfohlene Tagesdosis 1 bis zwei Tabletten.
Mein früherer Hausarzt sagte von sich selbst, er nähme 3 Gramm pro Tag davon, sonst wäre es nicht auszuhalten…
Ich habe den Eindruck, dass mehr als zwei Gramm pro Tag nichts bringen .
Wieviele kann man denn davon nehmen, bis es nicht mehr wirkt?
Fragt WB
Hallo Grantler:
wie hoch „darf“ man eigentlich Johanniskraut-Präparate
dosieren?
dürfen darf man bis zum Erbrechen…
die therapeutisch wirksame Dosis liegt bei ca. 900 mg, d.h. 1-2 Tbl. je nach Inhalt (LAIF 900: 1x1, Felis 425: 2x1, „Neuroplant 1x1“: 1x1 etc.)
Die stimmungsaufhellende Wirkung setzt aber frühestens nach 10-14 Tagen ein, also nicht am nächsten Tag zum Doc rennen:" hat nich jeholfen"
bessere Stimmung wünscht synapse
Danke, synapse,
wenn also 5 Tabletten à 170 mg = 850 mg täglich seit Monaten genommen werden und seit einigen Wochen eine massive Verstärkung (bzw. ein Wiederauftreten) der depressiven Verstimmung zu bemerken ist, hilft die doppelte Menge seit 2 Wochen eingenommen wohl nicht doppelt, sondern man müsste mit „professionellen“ Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern arbeiten?!
Fragt WB
Hallo…also 600mg -900mg täglich sollten es schon sein…aber dann ab und zu die leberwerte kontrollieren…und keine intensive sonnenbäder bitte…bei den produkten aus dem reformhaus kann man nicht immer von einner kontrollierten qualität ausgehen…also besser die aus der apotheke…aber vorsicht da gibt es grosse preisunterschiede…bei nachgewiesener Depression sind diese präparate auch verschreibbar…
P.:
Danke, synapse,
wenn also 5 Tabletten à 170 mg = 850 mg täglich seit Monaten
genommen werden und seit einigen Wochen eine massive
Verstärkung (bzw. ein Wiederauftreten) der depressiven
Verstimmung zu bemerken ist, hilft die doppelte Menge seit 2
Wochen eingenommen wohl nicht doppelt, sondern man müsste mit
„professionellen“ Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern arbeiten?!
Fragt WB
Hallo Peter,
wenn also 850 mg täglich seit Monaten genommen werden,
und seit einigen Wochen ein Wiederauftreten der depressiven Verstimmung zu bemerken ist, hilft die doppelte Menge seit 2 Wochen eingenommen wohl nicht?
Johanniskraut wurde übrigens aus der Erstattung durch die GKV grundsätzlich herausgenommen.
Nur „harte Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer“ oder so ähnlich würden noch bezahlt, haben aber u.A. die Nebenwirkung, dass dann kaum Interesse an Sex mehr besteht.
Meint WB
Johanniskraut ist erstattungsfähig !
Hallo Wadlbeisser,
zum Glück stimmt das so nicht ganz. Johanniskrautpräparate sind erstattungsfähig, wenn sie pro Applikationsform mind. 300 mg enthalten und zur Behandlung mittelschwerer depressiver Episoden verordnet werden.
Ob das bei dir der Fall ist, entscheidet dein Arzt. Also sprich mit ihm.
Liebe Grüße
Caroline
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Hallo Caroline,
das wäre ja was Neues.
Vor zwei Jahren hab ich das Ganze durchgeprüft, da war die Aussage „definitiv nicht erstattungsfähig“, das galt auch für antiallergische Augentropfen.
Hat sich da jetzt wieder was geändert?
Fragt WB