RSI-Syndrom und Karpaltunnelsyndrom

Hallo,
ich weiß echt nicht mehr weiter… ich bin traurig und fühle mich innerlich kaputt.
Ich kürze die Geschichte besser ab, sonst sitzen wir morgen noch hier.
Nach ca. 5 Arztbesuchen und schlimmen Beschwerden in Händen, Armen und Ellenbogen suchte ich einen Privatorthophäden auf. Ich fühlte mich wie ein Simulant, denn keiner konnte sagen was ich habe.
Der Arzt diganostizierte oben genanntes im weiten Stadium.
Ich war froh endlich eine Diagnose gefunden zu haben. Der Arzte meinte, ich solle meine Hände und Arme für eine Weile komplett ruhig stellen, dann langsam mit Therapien in Form von Wärmetherapie, Krankengymnastik, Massagen etc. pp anfangen und die Situation meinen Arbeitsplatzes ändern (ich arbeite im Büro). Allerdings muss ich mir aus kostengründen einen Kassenarzt suchen, der mit mir dies realisiert. Und den finde ich einfach nicht!
Ich habe zur Sicherheit den Faktor Rheuma untersuchen lassen, da hierdurch wohl auch solche Beschwerden entstehen können und ich auch den Rheumawert im Blut habe. Er ist allerdings nicht ausgebrochen… ich habe aber hohe Entzündungswerte. Ich war beim Hausarzt, der weiß nicht mal was RSI-Syndrom ist und wusste nicht was zu tun ist. Er empfahl mir, mir einen Orthophäden zu suchen und ich suchte einen auf, von dem ich gutes gehört hatte. Ich wurde bitter enttäuscht. Er schickte mich nach hause, meinte ich brauche wieder eine Handmessung vom Neurologen (mir graut davor!!!), dann würde er schauen ob er mir eine Schiene für nachts mit gibt (der Privatarzt meinte, die Schienen wären quatsch… hatte 3 Wochen eine auf der linken Seite getragen und sie hat nicht geholfen) oder ob er mich medikamentös behandelt.
Weiterhin sagte er mir, für das RSI-Syndrom nicht zuständig zu sein, dafür wäre der Rheumatologe zuständig. Dieser wiederum sagt was völlig anderes…

ich habe seit Dez. 2006 Schmerzen… gehe arbeiten, nehme keine Tabletten, kann nachts kaum schlafen… ich kann langsam nicht mehr, ich will nicht mehr!
Ich versuche immer wieder den Mist zu verdrängen, mir einzureden das ich nichts habe. Aber dann scheitere ich an so einfachen Dingen wie Pappe schneiden oder was zu nähen…

ich weiß nicht mehr was ich tun soll… renne von Arzt zu Arzt… ohne das ich weiter komme…

Hilfe…

eure traurige Carina

Hallo Carina,

ich weiß echt nicht mehr weiter… ich bin traurig und fühle
mich innerlich kaputt.
Ich kürze die Geschichte besser ab, sonst sitzen wir morgen
noch hier.
Nach ca. 5 Arztbesuchen und schlimmen Beschwerden in Händen,
Armen und Ellenbogen suchte ich einen Privatorthophäden auf.
Ich fühlte mich wie ein Simulant, denn keiner konnte sagen was
ich habe.
Der Arzt diganostizierte oben genanntes im weiten Stadium.
Ich war froh endlich eine Diagnose gefunden zu haben. Der
Arzte meinte, ich solle meine Hände und Arme für eine Weile
komplett ruhig stellen, dann langsam mit Therapien in Form von
Wärmetherapie, Krankengymnastik, Massagen etc. pp anfangen und
die Situation meinen Arbeitsplatzes ändern (ich arbeite im
Büro).

da wird er wohl recht haben.

Allerdings muss ich mir aus kostengründen einen
Kassenarzt suchen, der mit mir dies realisiert. Und den finde
ich einfach nicht!

das kann gut möglich sein.
Machs mal anders herum: geh zur krankenkasse.
Schildere Dein Problem. Durch Verhandeln lässt sich manchmal viel erreichen.

Ich habe zur Sicherheit den Faktor Rheuma untersuchen lassen,
da hierdurch wohl auch solche Beschwerden entstehen können und
ich auch den Rheumawert im Blut habe. Er ist allerdings nicht
ausgebrochen… ich habe aber hohe Entzündungswerte. Ich war
beim Hausarzt, der weiß nicht mal was RSI-Syndrom ist und
wusste nicht was zu tun ist. Er empfahl mir, mir einen
Orthophäden zu suchen und ich suchte einen auf, von dem ich
gutes gehört hatte. Ich wurde bitter enttäuscht. Er schickte
mich nach hause, meinte ich brauche wieder eine Handmessung
vom Neurologen (mir graut davor!!!),

kann ich versehen. Extrem schmerzhaft.

dann würde er schauen ob
er mir eine Schiene für nachts mit gibt (der Privatarzt
meinte, die Schienen wären quatsch… hatte 3 Wochen eine auf
der linken Seite getragen und sie hat nicht geholfen)

3 Wochen sind gar nichts. So etwas dauert sehr lange.
Ich trage seit August eine Schiene wegen Tennisellenbogen. Tagsüber, ununterbrochen.
Allmählich wird es. Zuerst gingen die Schmerzen tagsüber, dann auch mehr und mehr nachts.
Mit der Hand rechts war es genauso: unter 1/2 Jahr nichts zu machen.

oder ob
er mich medikamentös behandelt.
Weiterhin sagte er mir, für das RSI-Syndrom nicht zuständig zu
sein, dafür wäre der Rheumatologe zuständig. Dieser wiederum
sagt was völlig anderes…

Menschen sind nie einer Meinung.

ich habe seit Dez. 2006 Schmerzen… gehe arbeiten, nehme
keine Tabletten, kann nachts kaum schlafen… ich kann langsam
nicht mehr, ich will nicht mehr!

Leichte Lähmungserscheinungen, Fingertaubheiten, Schonstellungen (konnten den linken Arm vor Schmerzen zwischen Oktober 2005 und Februar 2006 nicht mehr strecken) kenne ich seit Jahren.

Ich versuche immer wieder den Mist zu verdrängen, mir
einzureden das ich nichts habe. Aber dann scheitere ich an so
einfachen Dingen wie Pappe schneiden oder was zu

nähen…

das erinnert mich an die Zeit, als ich nur den linken Mittelfinger bewusst bewegen konnte.
Hielt ich ein Blatt Papier in der Hand und schaute nicht hin, ging es mir verloren.
Ich hatte mir damals gerade einen Computer gekauft und trotzdem Tage daran gesessen und geschrieben.
Ich dachte mir: ein Finger geht noch.
Gewöhnen wir uns eben daran!
Im lauf etlicher Wochen kamen alle anderen Finger dieser Hand zurück.

ich weiß nicht mehr was ich tun soll… renne von Arzt zu
Arzt… ohne das ich weiter komme…

das ist ganz sicher nicht hilfreich.
Was mir damals in der schlimmsten Phase sehr geholfen hat: ich fand mehr oder weniger zufällig heraus, dass mir Gymnastik hilft.
Nicht gleich - auch das brauchte ein gutes Jahr regelmäßiges, sogar verbissenes Üben.
Aber seitdem geht es mir gut.
Wenn mir wieder einmal die Hände taub werden oder kribbeln, mach ich die Übungen, von denen ich weiß, dass sie mir helfen.
Sie helfen tatsächlich.
Immer!
Aber das braucht Geduld und Sturheit.

Übrigens habe ich diese Gymnastik immer privat bezahlt.
Und war niemals wegen meiner Beschwerden krank geschrieben.
Der Alltag bleibt Dir nämlich so oder so.

viele Grüße und Nur Mut! Das wird schon wieder!
Geli

Hilfe…

eure traurige Carina

Hallo Carina,

dein Problem kenn ich sehr gut. Ich arbeite in einer orthopädischen
Praxis als Arzthelferin und kann dir sagen, dass du mit deinem
Problem viele Leidensgenossen hast. Besonders betroffen sind
Menschen, die entweder in handwerklichen Berufen schwer arbeiten oder
auch im Büro viel mit Maus und Tastatur zu tun haben. Letzteres ist
ja bei dir der Fall.

Ich kann dir, gerade zu dem Carpaltunnelsyndrom (CTS) folgendes
sagen, was mein Chef auch immer rät:

  • Zuerst mal die konservativen Maßnahmen ausschöpfen: d. h.
    Schienenruhigstellung (besonders nachts), Vitamin-B12-Präparate
    nehmen, evtl. Antirheumatika zur Entzündungs- und Schmerzreduzierung
    (Z. B. Diclofenac (Voltaren), Ibuprofen). Krankengymnastik bewirkt
    eigentlich gar nix.
  • Vor allem aber muss unbedingt immer eine EMG-Untersuchung beim
    Neurologen gemacht werden, damit man überhaupt mal sieht, in wie weit
    die Nervenabklemmung schon vorangeschritten ist. Die ist zwar jetzt
    nicht gerade angenehm aber dringend notwendig! Das Problem dabei ist
    ja, das der Hauptnerv der Hand abgeschnürt wird und daher die
    Taubheit und Kraftlosigkeit kommt. Das kann bis zur Handlähmung
    gehen.
  • Je nach Resultat der Untersuchung sollte im schlimmsten Fall
    operiert werden. Auch nicht gerade was angenehmes, aber es ist oft
    die letzte Maßnahme und auch die einzigste, die wirklich hilft.
    Ist immer noch besser, als irgendwann die Hand nicht mehr benützen zu
    können.
    Evlt. bessern sich dann auch die Schmerzen des RSI.
    http://de.wikipedia.org/wiki/RSI-Syndrom

Ich glaube, du würdest besser bei dem Kassenarzt bleiben, denn der
Privatarzt scheint mir davon nicht soviel Ahnung zu haben.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

LG
Petra

Hallo Carina,

daß Du traurig bist, kann ich gut verstehen, denn ich habe sehr Ähnliches erlebt bzw. lebe noch damit. Aber gerade da es sich um eine so langwierige Sache handelt, habe ich festgestellt, daß man besser damit umgehen kann, wenn man versucht sich zu arrangieren, dh. es annimmt und versucht, das Beste daraus zu machen. Ich glaube, es nützt auch nichts, Dir etwas vorzumachen: nach allem, was ich erlebt und erfahren habe, mußt Du Dich auf eine lange Zeit einstellen - nicht nur Wochen.

Vorneweg: Natürlich ist ein Besuch beim Neurologen unabdingbar: Er kann Dir durchmessen, ob es wirklich ein Karpaltunnelsyndrom ist oder/und noch etwas anderes. So hat sich bei mir z.B. nach 2 - 3 Jahren herausgestellt, daß ich zusätzlich am Halswirbel Probleme habe. Ich habe dadurch leider viel Zeit versäumt, da immer nur das Karpaltunnelsyndrom behandelt wurde. Also: Damit will ich Dich auch motivieren, beim Neurologen wirklich alles durchchecken zu lassen (ist absolut harmlos - keine Angst!), zugleich aber noch durch Röntgenaufnahmen oder CT abzusichern, daß nicht noch andere Ursachen da sind. Danach kannst Du gezielt mit Deinem Arzt vorgehen, sei es geeignete Gymnastik, Schienen, Verbände, was auch immer. Mir gab ein Arzt seinerzeit den Tipp, es doch erst einmal mit einem Reizstromgerät zu versuchen, um die eingeengten Nerven zu aktivieren. Durch die regelmäßige Anwendung habe ich über einige Jahre eine sehr gute Besserung erfahren (Gerät konnte ich über den Arzt per Rezept mieten, später habe ich mir selber eines gekauft) und die Schiene, die ich nachts ursprünglich anlegen sollte, konnte ich mir damit sparen. Tagsüber habe ich bei Belastungen oder Schmerzen gute Erfahrungen mit Bandagen gemacht. Da bei mir noch die Verengung am Halswirbel dazu kam, habe ich angefangen konsequent bestimmte Übungen durchzuführen. - Alles in allem habe ich heute eine Besserung erreicht, mit der ich gut leben kann. Aber eben auch, weil ich versuche, mich zu arrangieren und nicht dagegen angehe und denke, es muß doch gehen. So mußte ich z.B. leider Tennisspielen aufhören, weil ich den Schläger einfach nicht mehr halten kann. Wenn ich im Garten arbeite oder am Computer sitze, dann tue ich das eben nicht mehr stundenlang, sondern gehe bis an die Grenze und nicht mehr darüber hinaus. Lieber mal eine Pause einlegen, etwas anderes machen, oder jemand bitten, die Flasche zu öffnen, usw. Und so klappt es dann recht gut und heute überlege ich sogar, ob ich nicht doch mal wieder zum Tennisschläger greife …

Alles in allem möchte ich Dir damit Mut machen: Du kannst sicher eine Besserung erreichen. Aber es ist wichtig, der Sache auf den Grund zu gehen, selbst konsequent zur Besserung beitragen und auch Geduld zu haben. Laß Dich auch öfter verwöhnen und andere etwas mehr anpacken. Und laß Dir dadurch nicht andere Freuden vermiesen - auch wenn ich weiß, daß es manchmal sehr schwer ist.

Alles Gute! Eva

Hallo arme Carina,

Erfahrungsberichte von LeidensgenossInnen tun Dir sicher gut!
Google mal unter „Fibromyalgie-Syndrom“, vielleicht findest Du da auch noch interessantes
viel Erfolg wünscht synapse