Grippemedikamente in der Schwangerschaft

Hallo.
Ich bin schwanger und habe mir eine Monstergrippe (grippaler Infekt) eingefangen.
Mir ging’s noch nie in meinem Leben schlimmer.
Die Arzthelferinnen beim Frauenarzt sagten mir am Telefon, mehr als Paracetamol sei nicht drin. Ich solle zum Hausarzt gehen.
Da bekam ich dann gnädigerweise zu ebendiesem noch Gelomyrtol.
Super! :frowning:
Ist zwar gut, aber bei meinem Krankheitsbild absolut zu wenig. ausserdem muss ich mich noch um 2 kleine Kinder ( 2 1/4 J. und 7 Monate) kümmern. Ich muß schnell wieder auf die Beine. Mein Mann hat Urlaubssprerre. Sonst kann auch keiner helfen.
Gibt es irgendwas was ich sonst noch machen kann?
Gruß Anja

Hallo,

zu Medikamenten kann ich Dir leider nix sagen, mich hatte es damals auch in der Schwangerschaft böse erwischt, aber mehr als Paracetamol und einen verträglichen Schleimlöser gab es auch nicht.

aber wie wärs mal bei der Krankenkasse nach einer Haushaltshilfe zu fragen? Ich habe keine Ahnung wie schnell man da reagiert, aber fragen würde ich trotzdem.
http://www.dr-hendel.de/Infos/Haushaltshilfe/haushal…

Gruß
Maja

Hallo,

es gibt noch eine andere Möglichkeit.
Freistellung zur Betreuung erkrankter Kinder:
http://www.uni-magdeburg.de/unirep/UR2006/juni2006/k…
http://www.hiddenhausen.de/Kinder/Rechtliche%20Tipps…

Ich weiß natürlich nicht inwiweit Ihr das durchsetzen wolltet…

Gruß
Maja

Hallo Anja,

Gelomytol würd ich in der Schwangerschaft nicht nehmen. Laß Dir da lieber ein Ersatzmittel verschreiben.

Hier ein Link: http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=28629

Und daraus:
Die Gelomyrtol Kapseln, die Bronchobest Kapseln, die Rhinotussal Kapseln und die Soledum Kapseln enthalten Dibutylphthalat. Diesen Stoff mischen die Hersteller in ihre Produkte, damit die Kapseln magensaftresistent werden und sich erst im Dünndarm auflösen, um die Magenschleimhäute zu schonen. Phthalate stehen aber im Verdacht, Leber, Nieren und die Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken.

Ein weiterer Link bestätigt dies: http://www.mdr.de/hier-ab-vier/rat_und_tat/2597215.html

Daraus:
Auch wenn der Wirkstoff harmlos ist – in der Kapselhülle steckt eine gefährliche Chemikalie: Dibutylphthalat, kurz DBP genannt. Diese Substanz soll bewirken, dass sich die Tabletten nicht schon im Magen, sondern erst im Darm auflösen. Und genau diese Chemikalie DBP haben die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation als „fruchtbarkeitsschädigend“ und „entwicklungsschädigend“ eingestuft. Der Stoff stellt also ein Risiko für ungeborenes Leben dar. Es wird vermutet, dass die Chemikalien im Zusammenhang mit Missbildungen der Geschlechtsorgane von männlichen Neugeborenen stehen. Diese Gesundheitsschäden haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. DBP und andere Phthalate sind in Deutschland in etwa einhundert Medikamenten enthalten. Und das soll auch so bleiben, wenn es nach dem Willen des zuständigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht. „Wir meinen, dass von den Phthalaten in den Mengen, wie sie in den Arzneimitteln verwendet werden, kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher ausgeht“, erklärt Ulrich Hagemann vom BfArM.

Liebe Grüße,
Christiane

Hi

Ich leide mit Dir…! Nach sechs Wochen Dauergrippe in der Schwangerschaft kam ich (allerdings wegen anderer Gründe) ins KH - und da machte ein hinzugezogener HNO kurzen Prozess: 6 Wochen Grippe ist einfach zu lang und es gab ein Antibiotikum. Eeeeendlich! Es ging aber eben auch um Bakterien - wenn Du Dir einen Virus eingefangen hast, hilft das ja auch nix…

Lass Dich vom Gyn krank schreiben und frag nach einer Haushaltshilfe. Und geh vielleicht parallel noch zum HNO. Die kennen sich mit dem Beschwerdebild meist besser aus als Hausärzte oder Gyns.

Alles, alles Gute

Anne

Ach ja, ich wollte Dir noch gute Besserung wünschen! Ich kann mir momentan im Traum nicht vorstellen, wie das ist: schwanger mit Monstergrippe und 2 Kindern im Alter von 21/4 und 7 Monate. Oh Gott, ich find ja schon krank mit 14monatigem Kind ist ganz, ganz schrecklich.

Nicht wirklich hilfreich für den Augenblick (aber evtl. lindernd): bin ein ganz großer Fan von Nasenspülungen. Täglich, vorbeugend, aber auch während eines Schnupfens. Nur wenn Du’s noch gar nicht kennst, wirst Du Dich vielleicht nicht unbedingt während einer schweren Grippezeit damit anfreunden können.

Nochmals alles Gute,
Christiane