Änderung der Diabetes-Einstellung nach Herz-OP

Hallo zusammen,

da gibt es einen Mann von über 70, der seit knapp 40 Jahren mit seinem Diabetes wunderbar klar kommt. Ständige Blutzuckermessung, und in eigener Verantwortung darauf abgestimmte Insulingabe in Verbindung mit entsprechender Diät, regelmäßiger Kontakt mit Fachärzten, alles wunderbar.

Jetzt stellte der Hausarzt fest, dass am Herzen wohl etwas nicht OK sei. Also entsprechende Einweisung in Fachklinik, OP mit diversen Bypässen, neue Herzklappe verlief wunderbar. Allerdings kam es nach drei Tagen zu einem plötzlichen Herzstillstand. Reanimation war glücklicherweise erfolgreich und nach nur drei Wochen Zeitverlust mit ziemlichem Durchgangssyndrom geht es in die geplante Reha.

Dort passiert jetzt etwas, von dem ich wissen will, ob ich meinen heiligen Zorn ggf. mal in juristische Worte fassen sollte: Neben der Herz-Reha wird der Patient sofort und von heute auf Morgen auf anderes Insulin umgestellt. Man versucht die Blutzuckerwerte möglichst weit runter zu bekommen mit dem Ergebnis, dass es mehrfach zu außergewöhlicher Unterzuckerung (~35) kommt. Ein vorher nie zu beobachtendes Problem. Unter obigen Umständen lagen die Werte immer im Bereich eines Gesunden.

Die Rehaklinik ist eine ausgewiesene Spezialklinik für die Herzgeschichte. Einen ausgebildeten Diabetologen gibt es nicht. Hat man sich da nicht einfach aus Dingen rauszuhalten, die anderweitig behandelt werden, und bislang wunderbar funktioniert haben? Muss nicht gerade angesichts der dramatischen Ereignisse in der Zwischenzeit jetzt zunächst mal das Motto gelten „Never change a running system“ und sich die Reha auf das beschränken wozu sie gedacht ist, anstatt gleich neue Baustellen aufzumachen, die den ohnehin geschwächten Patienten erneut in Lebensgefahr bringen? Es mag ja sein, dass eine entsprechende Änderung der Einstellungen durchaus auf Dauer Sinn machen kann, aber muss man dies ausgerechnet jetzt bei den gegebenen Randbedingungen machen?

Ich habe jetzt die behandelnden Ärzte am Wohnort mobilisiert, den Kollegen mal auf die Finger zu klopfen. Denke aber tatsächlich darüber nach auch selbst noch ein paar deutliche Worte zu finden. Der Patient selbst ist momentan noch eher „widerstandslos“

Gruß vom Wiz

Hi!

und in eigener Verantwortung darauf abgestimmte Insulingabe

Wäre gut zu wissen, welche Therapieform hier verwendet wurde. Es kann durchaus sein, daß aufgrund der jüngsten Geschichte der bisherige Therapieplan ungünstig ist.

Neben der Herz-Reha wird der Patient sofort und von
heute auf Morgen auf anderes Insulin umgestellt.

Mit welcher Begründung? Waren die Blutzuckerwerte nicht gut? War der HBA1c hoch? War das bisher benutzte Insulin in dem Hause nicht verfügbar? Bestehen Diabetes-Folgekomplikationen? etc…

Man versucht die Blutzuckerwerte möglichst weit runter zu bekommen

Soweit ist die Intention ok. Allerdings muß man schon die (hier nicht bekannten) Umstände betrachten:
Warum brauchte der Pat. überhaupt Bypässe? Diabetes führt zu Gefäßwandschäden und dies sehr gerne am Herzen. Eine Vermutung wäre, daß die Blutzuckerwerte in den letzten Jahren doch nicht so prima waren - je nach verwendetem Therapieplan können starke Schwankungen vorkommen, die nicht immer bei Blutzuckermessungen auffallen (daher auch die Frage: wie war der HBA1c der letzten Zeit?). Dies würde erklären, warum der Herr Bypässe brauchte - und anschließend eine strengere Einstellung des Diabetes!

mit dem Ergebnis, dass es mehrfach zu außergewöhlicher Unterzuckerung
(~35) kommt.

Sollte nicht passieren, kann aber - weswegen eine Insulineinstellung, d.h. Start eines neuen Therapieplans, im Krankenhaus erfolgen sollte. Außerdem ist der Pat. so kurze Zeit nach der Op noch immer in einer gewissen Streßsituation. Da kommt es häufig vor, daß sich der Insulinbedarf plötzlich ändert - und das kann niemand vorraussehen!

Hat man sich da nicht einfach aus Dingen rauszuhalten,
die anderweitig behandelt werden, und bislang wunderbar
funktioniert haben?

Theoretisch ja, aber leider haben sich auch die Umstände nun geändert und dies kann eine Anpassung der bisherigen Therapie nötig machen.

Es mag ja sein, dass
eine entsprechende Änderung der Einstellungen durchaus auf
Dauer Sinn machen kann, aber muss man dies ausgerechnet jetzt
bei den gegebenen Randbedingungen machen?

Eine Insulineinstellugn sollte, wie gesagt, im Krankenhaus (oder halt in der Reha) geschehen, damit der Pat. dabei unter Beobachtung ist. Macht man es nicht während der Reha, würde anschließend ein erneuter KRankenhausaufenthalt nötig werden - das fände ich recht sinnlos :wink:
(und zudem teuer… -.- … und kontraproduktiv: erst wird er in der Reha fit gemacht und landet dann wieder im Krankenhaus, wo er immobiler ist als zu Hause…)

Denke aber
tatsächlich darüber nach auch selbst noch ein paar deutliche
Worte zu finden.

Wie wäre es erst mal mit fragen? :wink:)
Nach dem warum, wieso, weshalb…
Es kann ja sein, daß die da totalen Mist bauen *g* - es kann aber auch sein, daß sie es wohl durchdacht haben und dementsprechend vorgehen.

Und wie immer hilft da nur ein Gespräch :wink:

Gruß und dem Herrn gute Besserung,
Sharon

moin,

ich befuerchte, dass die zusammengetrommelten kollegen nach dem „kraehen-prinzp“ gegen andere kollegen nicht viel ausrichten werden und wollen.

fuer sinnvoller halte ich, an die krankenkasse des geschaedigten heranzutreten, und dort einen kompetenten entscheider ueber den vorgang zu informieren.

die krankenkasse hat ja ein verstaendliches interesse daran, die kosten fuer den kunden zu begrenzen, und die entscheider haben dann auch jede menge fachleute im hintergrund, die das ganze nicht so mit der „kollegenbrille“ sehen.
gruss
kuddel

Hallo nochmal,

und in eigener Verantwortung darauf abgestimmte Insulingabe

Wäre gut zu wissen, welche Therapieform hier verwendet wurde.
Es kann durchaus sein, daß aufgrund der jüngsten Geschichte
der bisherige Therapieplan ungünstig ist.

Was kann eine neue Herzklappe oder ein Bypass bzw. die Reanimation für Grundbedingungen einer Insulin-Therapie ändern? Mein laienhaftes Verständnis sagt mir einfach, dass man jemanden der dem Tod gerade noch mal von der Schippe gesprungen ist, und an dem jetzt genug „Aufbauarbeit“ zu diesem konkreten Thema zu leisten ist, nicht unnötig zusätzlich belastet werden sollte. Zumal man dort vor Ort selbst einräumt, keine Spezialisten für Diabetes zu sein, während die bisherige Einstellung von Spezialisten stammt. Zudem wurde auch keinerlei konkrete Begründung für die Umstellung gegeben. Es drängt sich daher der Verdacht auf, dass hier einfach stur nach Schema F „best practices“ durchgezogen werden, die den konkreten Einzelfall mit bestehender gut begründeter Einstellung durch Spezialisten vollkommen außer acht lassen.

Neben der Herz-Reha wird der Patient sofort und von
heute auf Morgen auf anderes Insulin umgestellt.

Mit welcher Begründung?

S.o.

Waren die Blutzuckerwerte nicht gut?

Direkt nach OP/Reanimation/Koma natürlich nicht. Aber bei solchen klar begründbaren und zeitlich begrenzten Ereignissen würde man ja keine seit Jahrzehnten erfolgreiche Therapie gleich grundsätzlich über den Haufen schmeißen. Ausreißer z.B. bei Infekten hat es ja auch immer mal gegeben. Da weiß man woran es liegt, reagiert entsprechend, und nach einigen Tagen ist alles wieder im Lot und es ist wieder business as usual.

War der HBA1c hoch?

K.A.

War das bisher benutzte Insulin in dem
Hause nicht verfügbar?

Das war wohl während des Komas ein Problem (was man aber mit einem Anruf bei der Familie hätte klären können, denn es gab genug Vorrat im Gepäck). Während Koma und Durchgangssyndrom war es natürlich auch OK, dass der Patient nicht in Eigenverantwortung agieren konnte. Jetzt könnte/sollte man aber doch wohl wieder einfach in die bestehende Therapie zurückkehren.

Bestehen Diabetes-Folgekomplikationen?
etc…

Na ja, was erwartest Du bei einem Diabetiker mit über 70 und 40 Jahren Diabetes? Dafür hat er sich aber wirklich hervorragend gehalten, und wenn ich mir da andere in der Familie ansehe, die das ganze unter den selben Rahmenbedingungen erleben, die sind auch alle 80 und älter, ohne scheibchenweise Amputationen. Und wir wollen ja immer die Lebensqualität im Auge behalten.

Man versucht die Blutzuckerwerte möglichst weit runter zu bekommen

Soweit ist die Intention ok.

Warum? Das heute eingesetzte Humaninsulin ist doch ein körpereigener (analoger) Stoff. Bei jedem gesunden Menschen wird der nach Bedarf gebildet und liegt ein entsprechender Regelkreis vor, der aufgrund einer gewissen Hysterese den ein oder anderen Ausschlag hat, aber einen „gesunden“ Durchschnittswert optimiert. Warum sollte man dann einen Diabetiker versuchen mit Zwang auf einen niedrigeren Wert zu optimieren, der die Gefahr der Unterzuckerung in sich trägt? Wie gesagt, die bisherige Einstellung wurde von ausgewiesenen Spezialisten (u.a. spezialisierter Chefarzt in einem Ausbildungskrankenhaus) vorgenommen und funktioniert seit Jahren vollkommen problemlos. Es wird ständig gemessen, protokolliert und viermal täglich nach Bedarf gespritzt, und die Diätvorgaben entsprechen dem. Und da kommen jetzt plötzlich Leute daher, die selbst zugeben keine Spezialisten zu sein, fragen gar nicht groß und erklären und begründen auch nichts, aber werfen mal eben alles über den Haufen, und bringen damit den Patienten potentiell in Lebensgefahr.

Allerdings muß man schon die
(hier nicht bekannten) Umstände betrachten:
Warum brauchte der Pat. überhaupt Bypässe? Diabetes führt zu
Gefäßwandschäden und dies sehr gerne am Herzen. Eine Vermutung
wäre, daß die Blutzuckerwerte in den letzten Jahren doch nicht
so prima waren - je nach verwendetem Therapieplan können
starke Schwankungen vorkommen, die nicht immer bei
Blutzuckermessungen auffallen (daher auch die Frage: wie war
der HBA1c der letzten Zeit?). Dies würde erklären, warum der
Herr Bypässe brauchte - und anschließend eine strengere
Einstellung des Diabetes!

Schließe ich auch oben gesagtem aus. Kurzzeitige Effekte aufgrund der OP mal außen vor gelassen. Aber da sollte man dann doch vielleicht erst mal abwarten, bis sich alles wieder etwas eingependelt hat. Unter den aktuellen Umständen kann man keine verbindlichen Aussagen bzgl. Langzeitentwicklung treffen.

mit dem Ergebnis, dass es mehrfach zu außergewöhlicher Unterzuckerung
(~35) kommt.

Sollte nicht passieren, kann aber - weswegen eine
Insulineinstellung, d.h. Start eines neuen Therapieplans, im
Krankenhaus erfolgen sollte. Außerdem ist der Pat. so kurze
Zeit nach der Op noch immer in einer gewissen Streßsituation.
Da kommt es häufig vor, daß sich der Insulinbedarf plötzlich
ändert - und das kann niemand vorraussehen!

Aber gerade deshalb s.o. sollte man doch in so einer Situation keine zusätzlichen Experimente machen, oder?

Hat man sich da nicht einfach aus Dingen rauszuhalten,
die anderweitig behandelt werden, und bislang wunderbar
funktioniert haben?

Theoretisch ja, aber leider haben sich auch die Umstände nun
geändert und dies kann eine Anpassung der bisherigen Therapie
nötig machen.

Es mag ja sein, dass
eine entsprechende Änderung der Einstellungen durchaus auf
Dauer Sinn machen kann, aber muss man dies ausgerechnet jetzt
bei den gegebenen Randbedingungen machen?

Eine Insulineinstellugn sollte, wie gesagt, im Krankenhaus
(oder halt in der Reha) geschehen, damit der Pat. dabei unter
Beobachtung ist. Macht man es nicht während der Reha, würde
anschließend ein erneuter KRankenhausaufenthalt nötig werden -
das fände ich recht sinnlos :wink:

Sehe ich ganz anders. Erst mal wieder dafür sorgen, dass der Patient auf die Beine und zu Kräften kommt und damit wieder in ein „geordnetes Leben“ mit konstanten/üblichen Bedingungen, also „normales“ Essen/gewohnter Tagesablauf, eigenverantwortliche Insulingabe. Stellt man dann fest, dass die nunmehr nicht mehr so funktioniert, kann man immer noch aktiv werden (wenn dies denn dann überhaupt nötig ist)

(und zudem teuer… -.- … und kontraproduktiv: erst wird er
in der Reha fit gemacht und landet dann wieder im Krankenhaus,
wo er immobiler ist als zu Hause…)

S.o. vermutlich wäre dann gar nicht mehr zu tun, und gerade angesichts der aktuellen „außergewöhnlichen“ Lebenssituation, die von atypischen Esszeiten und Essenszusammenstellung, einem vollkommen anderen Tagesablauf, … geprägt ist, kann eine hierauf aufbauende Einstellung eigentlich nichts taugen. Daher wurden die bisherigen Einstellungen (ich wiederhole mich gerne: Von einem ausgewiesenen Spezialisten) auch immer teilambulant durchgeführt, damit der Patient eben zwar einerseits unter Kontrolle ist, andererseits aber sein gewohntes Leben führt, auf das die Einstellung ja passen muss.

Denke aber
tatsächlich darüber nach auch selbst noch ein paar deutliche
Worte zu finden.

Wie wäre es erst mal mit fragen? :wink:)
Nach dem warum, wieso, weshalb…

Kommt ganz sicher noch, wobei ich eigentlich davon ausgehen würde, dass Ärzte von sich aus begründen würden, warum sie - ohne mit dem Spezialisten der den Patienten seit Jahren kennt auch nur zu versuchen einmal Kontakt aufzunehmen - die Einstellung einfach komplett über den Haufen werfen.

Es kann ja sein, daß die da totalen Mist bauen *g* - es kann
aber auch sein, daß sie es wohl durchdacht haben und
dementsprechend vorgehen.

Und wie immer hilft da nur ein Gespräch :wink:

S.O.

Gruß vom Wiz, der ganz sicher nicht zu den ständigen Ärztekritikern gehört, sich aber vorliegend schon einige Fragen stellt

Hi!

Wie gesagt, ohne die Meinung der Verantwortlichen zu kennen, kann man hier nur spekulieren :wink:

Was kann eine neue Herzklappe oder ein Bypass bzw. die
Reanimation für Grundbedingungen einer Insulin-Therapie
ändern?

Das hatte ich etwas weiter unten in meinem Posting erläutert: ev. war der HBA1c erhöht, was die Blutzuckerwerte der letzten Wochen/Monate anzeigt. Ferner könnte der Diabetes bzw. hohe BZ-Werte verantwortlich für den Koronararterienverschluß sein, der zur Bypaß-OP führte.

Mein laienhaftes Verständnis sagt mir einfach, dass
man jemanden der dem Tod gerade noch mal von der Schippe
gesprungen ist, und an dem jetzt genug „Aufbauarbeit“ zu
diesem konkreten Thema zu leisten ist, nicht unnötig
zusätzlich belastet werden sollte.

Jo, aaaaber:
ein in dieser Phase zu hoher BZ ist ebenfalls eine zusätzliche Belastung :wink:
Zudem mußt du bedenken: er hat zwar jetzt neue Bypässe, aber wenn der BZ weiterhin hoch bleibt, gehen auch diese zu! Und dann hat man ein Problem…

während die bisherige Einstellung von Spezialisten stammt.

Und wieder ein: jo, aaaaber *g*:
Du mußt bedenken, der gute Herr ist schon 70 Jahre alt. Hat er bereits die optimale Therapie, dann ist alles prima. Hat er die aber nicht - nun, bei einem 70 jährigen, der schon seit jahrzehnten in seinem Therapieschmea festgefahren ist, welcher Arzt wird diesen Herrn noch ändern können? Dann sagen nicht nur „normale“ Docs, sondern auch Spezialisten schon mal: Ok, er hat nicht die optimalste, aber dafür die für ihn „beste“ Therapie :wink:
Bisher kann das auch wunderbar ausgereicht haben, aber wir sehen nun (Bypaß und andere Foolgeerkrankungen), daß es nun nicht mehr ausreicht - und hier spekuliere ich nicht :wink:

Du mußt bedenken, die zweite:
im Reha-Zentrum hat man es nicht das erste Mal mit einem Diabetiker mit Bypässen zu tun - im Gegenteil, das ist so häufig, wie Regentage bei uns *fg*.
Es kann sein, daß deren „Schema F“ Blödsinn ist, es kann aber auch sein, daß sie genau mit diesem „Schema F“ gute Erfahrungen gemacht haben.

P.S.: Vergleich doch mal:

Waren die Blutzuckerwerte nicht gut?

Direkt nach OP/Reanimation/Koma natürlich nicht. Aber bei
solchen klar begründbaren und zeitlich begrenzten Ereignissen
würde man ja keine seit Jahrzehnten erfolgreiche Therapie

…mit…

Bestehen Diabetes-Folgekomplikationen?

Na ja, was erwartest Du bei einem Diabetiker mit über 70 und
40 Jahren Diabetes?

!!!
Nuja, bei guter (und frühzeitiger) Stoffwechseleinstellung haben Diabetiker eine gute Prognose.

Warum sollte man dann einen
Diabetiker versuchen mit Zwang auf einen niedrigeren Wert zu
optimieren, der die Gefahr der Unterzuckerung in sich trägt?

Über welche Werte reden wir hier eigentlich? *verwirrt guck*
Diabetiker sollten auf die BZ-Werte eines Gesunden eingestellt werden, also so ca. 90-120 mg/dl beim Nüchtern-BZ und der BZ eine Stunde nach dem Essen sollte unter 160 mg/dl liegen.
Welche Werte streben die denn in der Reha an??

Sollte nicht passieren, kann aber - weswegen eine
Insulineinstellung, d.h. Start eines neuen Therapieplans, im
Krankenhaus erfolgen sollte. Außerdem ist der Pat. so kurze
Zeit nach der Op noch immer in einer gewissen Streßsituation.
Da kommt es häufig vor, daß sich der Insulinbedarf plötzlich
ändert - und das kann niemand vorraussehen!

Aber gerade deshalb s.o. sollte man doch in so einer Situation
keine zusätzlichen Experimente machen, oder?

Naja, die Einstellung des erhöhten BZ gehört doch zum Reha-Konzept. Wann sollte man sowas denn machen, wenn nicht IN der Reha? :wink:

Sehe ich ganz anders. Erst mal wieder dafür sorgen, dass der
Patient auf die Beine und zu Kräften kommt und damit wieder in
ein „geordnetes Leben“ mit konstanten/üblichen Bedingungen,

Aber genau die bisherigen Bedingungen könnten ja zu den ganzen Problemen geführt haben! Wäre es dann nicht logisch, sie zu ändern? :wink:

also „normales“ Essen/gewohnter Tagesablauf,
eigenverantwortliche Insulingabe. Stellt man dann fest, dass
die nunmehr nicht mehr so funktioniert, kann man immer noch
aktiv werden (wenn dies denn dann überhaupt nötig ist)

Ich hab zwar jetzt keine Be - sondern nur Hin weise *g*, aber ich denke schon, daß eine Änderung auf jeden Fall nötig ist, denn mir scheint, die BZ-Werte waren alles andere als halbwegs normal in den letzten Jahren :wink:
Und das ganze Programm mit Reha/Krankenhausaufenthalt dann nochmal durchziehen?

Kommt ganz sicher noch, wobei ich eigentlich davon ausgehen
würde, dass Ärzte von sich aus begründen würden,

*hüstel* Nee, ehrlich, frag lieber! Fühl ihnen gehörig auf den Zahn! Nicht alle Ärzte sind freiwillig so redselig :wink:

Wenn die gar nicht mit dir quatschen wollen, dann hetz ruhig nochmal die bisher behandelnden Ärzte auf sie. Entgegen der MEinung eines anderen Posters hier, daß Ärzte nicht gerne gegen Kollegen aussagen, ist es eher so, daß Ärzte es ganz und gar nciht gerne sehen, wenn ein anderer Arzt an ihrem „Werk“ herumpfuscht, die werden dann grantig… :wink:

Gruß,
Sharon