Ergostasetest - Erklärung

Proband wird an ein Ergometer angeschlossen.
Und 6 Minuten ständig belastet.
Messung von Herzfrequenz, Systolischem und Diastolischem Blutdruck in Ruhe, bei Belastung und in der Erholungsphase.

In Ruhe ergibt sich: normaler Puls und Blutdruck
Bei Belastung: steigen Puls (180) und Blutdruck (200/80) auf ein Plateau
Erholung: Puls und Blutdruck normalisieren sich wieder.

Wie kann man das wissenschaftlich erklären! Mir würde nur einfallen, dass Aufgrund der Gesteigerten Muskelaktivität, der Körper Sauerstoff braucht und somit erst das O2 von Hämoglobin und Myoglobin nutzt und dann eine Sauerstoffschuld eingeht! Was aber nicht die Erklärung für den steigenden Puls und auch nicht für den Blutdruck ist! Ich steh irgendwie völlig auf dem Schlauch. Vielleicht kann mir hier jemand helfen!!
Vielen Dank!!

Proband wird an ein Ergometer angeschlossen.
Und 6 Minuten ständig belastet.
Messung von Herzfrequenz, Systolischem und Diastolischem
Blutdruck in Ruhe, bei Belastung und in der Erholungsphase.

In Ruhe ergibt sich: normaler Puls und Blutdruck
Bei Belastung: steigen Puls (180) und Blutdruck (200/80) auf
ein Plateau
Erholung: Puls und Blutdruck normalisieren sich wieder.

Wie kann man das wissenschaftlich erklären! Mir würde nur
einfallen, dass Aufgrund der Gesteigerten Muskelaktivität, der
Körper Sauerstoff braucht und somit erst das O2 von Hämoglobin
und Myoglobin nutzt und dann eine Sauerstoffschuld eingeht!
Was aber nicht die Erklärung für den steigenden Puls und auch
nicht für den Blutdruck ist!

Äh, der Proband scheint ja echt gequält worden zu sein. Wenn der also soviel arbeiten muss, dann muss ja auch das viel Blut gepumpt werden. Nach Hagen Poiseuille gilt ja näherungsweise HZV=arterieller Mitteldruck/totaler peripherer Widerstand.
Wie schafft es jetzt das Herz soviel zu pumpen und zwar in die Muskeln? Der totale periphere Widerstand nimmt sogar zu oder irre ich mich? Auf jeden Fall wird der arterielle Mitteldruck erhöht durch pos. Inotropie durch den Sympathikus und die Arteriolen der Skelettmuskeln werden v.a. durch lokale Metaboliten weitgestellt. Jetzt werden bevorzugt die Skelettmuskeln durchblutet und zwar stark. Warum geht der Puls hoch? Nun, die Sympathikusaktivität verursacht auch eine positive Chronotropie, ist ja klar, aber warum brauch der Körper das? Das ganze Blut muss durchs Herz. Das Schlagvolumen lässt sich jedoch auch bei Sympathikusaktivität nicht beliebig steigern, obwohl es ja, zumindest bei unverändertem Preload tatsächlich zunimmt. Aber da HZV=SV*SV und das SV eben doch limitiert ist, muss eben die SF erhöht werden um das ganze Blut durchzupumpen.
Würde das Herz nicht so pumpen wie bekloppt, dann gäbe es eine arterielle Hypoxie. Irgendwas unklar gewesen?

VG, Stefan

Hallo nochmal!

Unter Ruhebedingungen ist die Sauerstoffsättigung im T.pulmonalis bei etwa 75%. Wenn man sich jetzt anstrengt, nimmt die Sauerstoffausschöpfung durch die Skelettmuskeln mitunter EXTREM zu (die der (Koronargefäße hingegen bleibt fast gleich), und das obwohl die Muskeln stärker durchblutet werden. Die Sauerstoffsättigung im T.pulmaonalis fällt dann auch.
Damit wird auch eine stärkere Lungendurchblutung physiologisch nötig. Das ist natürlich irgendwie albern, da das Blut eh durch die Lunge muss, aber es hat auch einen „Sinn“, dass die Lunge stärker durchblutet wird. Auch atmet man deswegen ja viel schneller.

VG, Stefan