Gibt es ein paar Mittelchen gegen die Winterdepression?
Johanniskrautextrakte aus der Aphotheke helfen bei mir nur bedingt.
Eine echte Bekämpfung der Ursache, und nicht die der Sympthome wäre mir ja noch lieber, aber da fehlt mir jeder Ansatz.
Für ein paar Ratschläge wäre ich echt dankbar.
Hi Tom
die Ursache ist ganz einfach das fehlende Sonnenlicht, der Körper stellt dadurch den Stoffwechsel um.
Lass das Johanniskraut mal weg, wenn es geht, das macht die Haut lichtempfindlich, und geh ein bis zweimal pro Woche ins Sonnenstudio, das gibt richtig gute Laune.
Zusätzlich noch etwas Sport oder Fitnesstraining machen, körperliche Anstrengung setzt Endorphine frei, das sind körpereigene Substanzen, die bewirken, daß man sich wohlfühlt.
Je aktiver Du bist, desto leichter kommst Du über die trüben Monate weg.
Statt Johanniskraut versuch mal Kava.
Gruß
Rainer
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Hi Rainer
Meinst Du mit Lichtempfindlichkeit, dass die Sonnenbestrahlung
Schaeden verursacht?
Gruss
Elisabeth, die mit Familie viel tropische Sonnenbestrahlung
erhaelt und auch schon Hautkrebs hatte.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Johanniskraut oder Kava nur bei leichter Melancholie hilft. Wenn richtig depressive Stimmung auftritt, sollte man einen Arzt konsultieren. Das heißt nicht, daß man gleich Antidepressiva einnehmen sollte. Aber Depressionen können eine ernste Krankheit sein oder werden. Damit ist nicht zu spassen. Ich bin da auch empfindlich und nehme zur Zeit noch Joh-kraut. Meistens komme ich damit durch, zusammen mit Tips, die Rainer gegeben hat.
Zum Artikel von Elisabeth:
In den Subtropen und v.a. in den Tropen ist die stratosphärische Ozonschicht aus „natürlichen Gründen“ (kein Ozonloch!) wesentlich dünner, als in Europa. Wenn man sich dort öfter aufhält und die Sonne ausgiebig genießt, ist das Risiko für Hautkrebs vervielfacht. Das ist auch der Hauptgrund, warum die Australier (hellhäutige britisch-irische Einwanderer) solche Probleme haben.
Schau mal bei http://toms.gsfc.nasa.gov/ nach. Da kannst Du den täglichen Ozonstatus der Erde seit 1978 nachschauen, und wirst im Äquatorbereich das Entsprechendes sehen (je weniger Dobson- Einheiten -DU-, desto weniger Schutz).
Quasimodo
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kann die Hinweise von Rainer nur wärmstens empfehlen,seit ich ins Fitnessstudio gehe,fühle ich mich toll.Solltest du ,wie ich,die Sonnenbank nicht mögen,helleres Licht über die Wintermonate in der Wohnung soll es auch tun ,auch mal als Ganzkörperbestahlung.Und nutze möglichst oft das Sonnenlicht im Freien.Medikamente sind nicht immer angebracht auch wenn sie naturgemacht sind.
Viel Spaß beim Lichtbaden.
Ingrid
ich schließe mich den Tips von Rainer an, die sind wirklich gut. Ich selbst hab auch immer etwas unter dieser Jahreszeit zu leiden. Morgens fährt man im Dunkeln weg und abends kommt man fast im Dunkeln nach Hause.
Die Sonnenbank hilft mir dann ganz gut über die Runden, und nach körperlicher Betätigung fühle ich mich auch meistens besser. Ich gehe 1x/Woche in die Fitnessgymnastik und ansonsten mache ich zu Hause noch etwas Training oder gehe schwimmen (je nach Zeit). Wenn ich zwischendurch nichts mache, macht sich das bald wieder bei meiner Stimmung bemerkbar. Dann sinken die Endorphine wieder in den Keller.
Sollte dies alles aber nicht richtig helfen, dann wäre vielleicht noch ein Entspannungsprogramm (z. B. autogenes Training, Joga …) etwas für Dich.
Antidepressiva würde ich jedenfalls nicht so schnell nehmen. Wenn Du dabei nicht die richtige Betreuung durch einen GUTEN Arzt bekommst, kannst Du sehr leicht abhängig werden.
Versuche doch mal die anderen Vorschläge.
Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Alles Gute
Chris
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Abhängig machen die nicht. Physisch auf keinen Fall und psychisch an sich auch nicht. Die kleine Einschränkung rührt daher, daß ein wirksames Medikament irgendwie immer psychisch abhängig macht. Nimmt man es nicht mehr, kommen man die alten Symptome wieder…
Ich habe in den letzten 10 Jahren einige ausprobiert.
Weil ich keine typische Depression habe, sondern noch eine andere psych. Krankheit dazu, war deren Wirkung eher schwach bis nicht vorhanden. Daher nehme ich seit längerer Zeit keine mehr ein. Die Nebenwirkungen können aber echt heftig sein.
Wie schon gesagt, sind sie nur zu empfehlen, wenn wirklich eine echte Depression mit großem Leidensdruck vorliegt. In solchen Fällen sind die Menschen dann arbeitsunfähig und nicht selten selbstmordgefährdet. Die sogenannte „Winterdepression“ ist keine Indikation für Psychopharmaka.
Zu Abhängigkeit führen können die sogenannten Benzodiazepine (z.B. Valium, Tavor, etc.). Sie werden manchmal begleitend zu Antidepressiva gegeben, um zu große Unruhe zu dämpfen. Verantwortungbewußte Ärzte sind damit sehr zurückhaltend. Länger als 2 - 3 Monate sollten sie nur in besonderen Fällen eingenommen werden. Verschreibung und Kontrolle sollte auf jeden Fall durch eine Facharzt (Psychiater) erfolgen. Der Entzug von Benzos ist bei langer Einnahme und größerer Dosis schlimmer, als der bei manchen harten Drogen.
Quasimodo
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Hallo,
Bei mir hilft wandern/bergsteigen. Wegen 1) körperlicher betätigung und 2) Sonne. Im herbst/frühwinter gibt es oft tagelang hochnebel und eine inversionswetterlage (wie jetzt), 800 m weiter oben lacht die sonne.
Wenn du in Ö lebst, hast du ja vielleicht an den wochenden die möglichkeit, den nebligen talorten zu entfleuchen, ohne gleich eine weltreise zu machen.
Hilft ganz ohne Chemie .
Ergänzend (wenn zuviel stress im beruf und überstunden) hilft, wie von meinen vor"rednern" schon angedeutet, ein besuch im sonnenstudio und sport z.b. im schwimmbad.
nun bin ich aber irritiert. Meines Wissens gibt es gegen diese Art der „Winterdepressionen“ doch eine Art Lichttherapie, bei der die Personen z.T. insgesamt mehrere Stunden täglich vor Geräten sitzen, die ein Licht abgeben, daß möglichst nah am natürlichen Spektrum liegt. Wenn ich mich jetzt nicht furchtbar irre, ist das Licht der Sonnenbank so zusammengesetzt, daß ohne Brand eine Bräunung der Haut herbeigeführt wird UVA und UVB in bestimmtem Verhältnis zueinand). Und das soll, so einmal in der Woche, den gleichen Effekt haben?
Und Kava Kava gegen Johanniskraut austauschen? Das sind doch, meiner eingeschränkten Kenntnis nach, völlig verschiedene Wirkziele. Kava Kava beruhigt und macht in mittleren bis höheren Dosen sogar müde (siehe Beipackzettel). Johanniskraut soll antidepressiv wirken und zwar so gut, daß es bei leichten bis mittleren Depressionen eingesetzt werden kann.
Solltest Du mir in meiner Verwirrung helfen können, würde ich mich freuen.
wenn Johanniskraut bei Dir nur bedingt wirkt könnte es daran liegen, daß Du es a) nicht regelmäßig und b) nicht lange genug eingenommen hast. Das ist nur eine Vermutung, denn Johanniskraut brauch eine Weile bis es sich so im Körper angereichert hat, das es wirken kann. Mittlerweile gibt es sehr hoch dosierte Präparate, die eigentlich ganz gut wirken. Allerdings können Empfindungsstörungen auftreten, in Form einer erhöhten Empfindlichkeitz z.B. an den Händen wenn Du an irgendewas anstößt. Bei mir war es so, daß ich morgens sehr empfindliche Hände hatte. Eine Freundin von mir hat ähnliches erlebt. Da Johanniskraut außerdem die Lichtempfindlichkeit der Haut steigert (dadurch kann das wenige Sonnenlicht im Winter vom Körper besser genutzt werden) solltest Du nicht gleichzeitig auf die Sonnenbank gehen.
Hi Angelika
probiers einfach mal aus, die Sonnenbank funktioniert.
Natürlich kann man dann kein Johanniskraut einnehmen, wegen der Photosensibilisierung, hab ich ja schon erklärt.
Zu Kava hier ein Artikel aus der Ärzte-Zeitung: http://www.arztonline.de/docs/2000/07/17/130a1207.as…
Gruß
Rainer
zunächst einmal vielen Dank für Deine Antwort.
Aber zufrieden bin ich immer noch nicht.
probiers einfach mal aus, die Sonnenbank funktioniert.
Mit anderen Worten: antesten, Geld aus dem Fenster werfen und wenn’s dann doch nicht klappt ist man immerhin schön braun ? Meine Frage nach der Vergleichbarkeit der verschiedenen Lichtspektren bleibt unbeantwortet.
Zu Kava hier ein Artikel aus der Ärzte-Zeitung.
Vielleicht verstehe ich es ja nicht, aber eine Winterdepression ist doch wohl nicht zwangsweise eine Angsterkrankung und Kava-Kava somit doch sicher nicht das erste Mittel der Wahl, oder?
Vielleicht reagiere ich etwas empfindlich, aber ich habe in früheren Zeiten zu oft Ärzte erlebt die keine Kritik vertrugen und es schon gar nich haben konnten, wenn man Zweifel hatte und Nebenwirkungen oft nicht ernst genommen haben. Dies als Erklärung für meine Penetraz *g*.
bitte nicht lachen, dies ist kein scherz, sondern ein rat, der mir einmal gegeben wurde: mir hat mal eine medizinerin empfohlen, sich öfters am tag die stirn mit einer halogentaschenlampe zu bestrahlen. hinter den stirnlappen liegt wohl der teil des gehirns, in dem das serotinin gebildet wird oder so ähnlich, kriege die erklärung leider nicht mehr so richtig auf die reihe. (vielleicht weiss es ja jemand??)
ich muss gestehen, dass ich es damals nicht ausprobiert habe, wahrscheinlich gings mir dafür noch nicht schlecht genug, aber falls es funktioniert ist es auf jeden fall eine kostengünstige, mit wenig aufwand verbundene methode, die sicherlich auch nebenwirkungsfrei ist.
gruss, ines
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dass Antidepressiva süchtig machen können, sagte ich nur wegen einem Fall aus meinem Bekanntenkreis und einen Fall vom Erzählen.
Mein Bekannter hatte sehr schlimme Depressionen. Von seinem Arzt bekam er damals ein Medikament (Antideperssiva), dessen Name ich leider nicht mehr weiß. Erfolg war, dass mein Bekannter sich damit viel besser fühlte, fast „schwebte“. Irgendwann wurde das Medikament abgesetzt. Aber anscheinend zu radikal, mit dem Resultat, dass er Entzugserscheinungen bekam und sich einen Ersatz suchte. Danach hing der an der Flasche.
Deshalb meine Warnung, solche Mittel nur mit guter, verantwortungsvoller Ärztebetreuung zu nehmen!!
Außerdem halte ich von derartigen Methoden sowieso nicht viel.
Meiner Meinung nach sind das alles nur BETÄUBUNGSMITTEL. Es kann mir so schnell keiner erzählen, dass damit die Ursache behoben wird. Zur vorübergehenden Schadensabwendung (z. B. Suizid-Gefahr) mögen sie vielleicht ja noch taugen, aber nicht zur eigentlichen Behandlung.
Meiner Meinung nach sehen die meisten Ärzte ihre Patienten sowieso nur physisch. Die wenigsten haben bis jetzt erkannt, dass Körper und Geist zusammengehören.
Ist die Seele/Geist krank, ist auch der Körper krank.
In diesem Sinne
viele Grüße
Chris
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So falsch ist die Aussage sicher nicht… hinter der Stirn sitzt tatsächlich so ein Sinnesbereich, der auf Licht reagiert. Das kommt noch aus der Embryonalentwicklung und ist ein sehr primitives 3. Auge. Bei Vögeln ist dieses Stirnauge übrigens noch sehr wichtig und mißt die Tageshellingkeit. Ab einer bestimmten Tageslänge fangen die Vögel an zu singen. Bei einer Studie mit Wachs auf der Stirn sangen die Vögel nicht mehr.
Bei uns induziert die Helligkeit wohl auch angenehme Gefühle… vielleicht leichte Frühlingsgefühle im Winter!