Gallentein op

hallo ihr lieben
ich will ende märz ins krankenhaus in saarbrücken ins evang.
krankenhaus , da ich aber unter angst und panik leide habe ich voll angst , und würde gerne das ihr mir vieleicht von euren erfahrungen erzählt oder was ihr gemacht habt , wie war das erste essen , habt ihr noch am tag der op danach noch was gegessen und wie ist das mit dem essen so danach ? ,hattet ihr schmerzen, wie lange wart ihr drin , hing mann am tropf danach wie sehen die 4 naben aus , und was kann ich gegen meine panik tun , ich hoffe ihr könnt mir helfen ich habe echt damit zu kämpfen , danke

Hallo,

die Gallenblasenentfernung ist eine ziemlich harmlose OP.

Ich bin am Montag ins Krankenhaus und habe dann alle möglichen Vorbereitungsuntersuchungen gemacht. Die Narkoseärztin habe ich auch kennengelernt, und die hat alles mit mir durchgesprochen. Ab mittags durfte ich dann nichts mehr essen.

Die OP war am Dienstagmorgen. Nach dem Aufwecken hat die Stationsschwester mir die OP-Kleidung und ein Beruhigungsmittel gegeben. Nachdem ich das genommen hatte, war mir alles unglaublich egal, das wird auch bei Dir bestimmt so sein.

Im OP habe ich mich nett mit dem Arzt unterhalten, bis die Narkose eingeleitet wurde. Ich wurde im Aufwachraum wach und fühlte mich ziemlich schläfrig. Ich bekam Sauerstoff, was für mich immer sehr angenehm ist, weil ich Asthma habe. Dann wurde ich in mein Zimmer gerollt und habe erstmal lange geschlafen. Ich hatte eine Infusion am Arm, mit Schmerzmitteln, und einen Schlauch von einer der OP-Wunden, um Wundflüssigkeit abzuleiten. War aber nicht weiter schlimm.

Die Schmerzen haben sich in Grenzen gehalten. Ich hatte allerdings auch keine Hemmungen, die Schwester nach Schmerzmitteln zu fragen. Es gibt heute sehr gute und fortschrittliche Medikamente, was soll man da unnötig leiden?

Ich durfte schon wenige Stunden nach der OP aufstehen und aufs Klo gehen, was ich sehr angenehm fand, weil ich nur sehr schwer eine Bettpfanne benutzen kann. Am Abend nach der OP durfte ich auch schon ein bißchen was essen.

Am Mittwoch wurde dann die Infusion von meiner Hand entfernt, nur der Zugang blieb noch drin. Nachmittags wurde auch der Schlauch von der OP-Wunde gezogen, was kurz geziept hat, auch kein Problem. Essen war noch leichte Schonkost.

Am Donnerstagmorgen wurden dann meine Blutwerte nochmals überprüft, und mittags durfte ich nach Hause, meine 13 Gallensteine durfte ich mitnehmen.

10 Tage nach der OP hat mein Hausarzt die Fäden gezogen. Wundschmerzen hatte ich praktisch keine, allerdings hatte ich die typischen Schulterschmerzen, die von dem Gas kommen, das man während dieser Art von OP in den Bauchraum leitet, damit der Chirurg besser mit der Kamera sehen kann. Die Narben sind recht unauffällig, eine ist im Bauchnabel, 2 sind winzigklein (0,5 cm) und die 4. ist ca. 1,5 cm. Nach insgesamt 2 Wochen bin ich wieder arbeiten gegangen, eigentlich wäre es schon früher möglich gewesen.

Meine Frau hat fast genau 1 Jahr später die gleiche OP hinter sich gebracht. Sie war einen Tag länger im Krankenhaus und hatte etwas mehr mit Wundschmerz zu kämpfen. Sie hat allerdings auch eins ganz andere Schmerztoleranz als ich. Keiner von uns hat seitdem Probleme mit irgendwelchen Nahrungsmitteln.

Deine Panik ist also unbegründet, das hilft Dir aber natürlich nicht. Sprich mit Deinen behandelnden Ärzten und berichte von Deiner Angst. Eventuell bekommst Du schon vorher ein leichtes Beruhigungsmittel.

Gruß & alles Gute,

Myriam

Ich bin im Alter von 62 das erste mal im Krankenhaus zu einer OP gewesen. Man muss das über sich ergehen lassen wie wenn man Bus fährt. Da ist man dem Busfahrer auch ausgeliefert und denkt nicht jeden Moment daran, dass der Bus an die Wand fährt. Du hast es mit Personal zu tun, für das Du ein Routinefall bist. Die Leute verstehen ihren Job. In der ganzen Menschheitsgeschichte wurden Kranke noch nie so stressarm und erfolgreich von ihren Krankheiten geheilt. Genieße dieses Privileg Deiner Generation.
Udo Becker

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