Belastungs-EKG

Hallo,

wie ist das eigentlich bei einem EKG auf dem Ergometer (Belastungs-EKG)?
Man soll ja sagen, wenn man Schmerzen verspürt beim Treten. Jetzt meine Frage: Sieht man auch anhand der „Kurve“ des EKG’s, daß sich was anbahnt, oder ist der Arzt komplett auf die Aussage des Patienten auf dem Rad angewiesen?

Will mir ein solches EKG „machen“ lassen, aufgrund von Beschwerden beim Laufen. Und habe etwas Angst davor. Das letzte Belastungs-EKG wurde vor ca. 2 Jahren bei mir durchgeführt. War alles ok.

Wer weiss Rat? Danke Danke Danke!!!

Andreas

Hi!

Jetzt meine Frage: Sieht man auch anhand der „Kurve“ des
EKG’s, daß sich was anbahnt, oder ist der Arzt komplett auf
die Aussage des Patienten auf dem Rad angewiesen?

Es gibt mehrere Kriterien, anhand derer das Belastungs-EGK abgebrochen wird:

  1. Erreichen der (sub-)maximalen Herzfrequenz desjenigen
  2. Subjektive Beschwerden des Pat. (Schwindel, Unwohlsein etc.), auch Erschöpfung
  3. bestimmte Veränderungen der Herzfrequenz
  4. bestimmte Veränderungen des EKG
  5. bestimmte Veränderungen des Blutdrucks

Sprich, der Arzt sieht schon so einige Veränderungen - wenn sie denn auftreten - und dies nicht nur am EKG sondern auch am Puls und Blutdruck. Trotzdem ist aber natürlich aber auch der subjektive Eindruck des Pat. wichtig! Schließlich kann nur der wissen, wann ihm schwindlig ist oder er Schmerzen hat.

Will mir ein solches EKG „machen“ lassen, aufgrund von
Beschwerden beim Laufen. Und habe etwas Angst davor.

Daß beim Belastungs-EKG etwas ernsthaftes passiert, ist eigentlich sehr selten - trotzdem ist jedoch immer der Arzt mit dabei, also keine Panik :wink:

Gruß,
Sharon

der Arzt ist dabei?
Hallo Sharon,

Daß beim Belastungs-EKG etwas ernsthaftes passiert, ist
eigentlich sehr selten - trotzdem ist jedoch immer der Arzt
mit dabei, also keine Panik :wink:

sollte es der Arzt sein? Ich kenn das Belastungs-EKG nur mit einer Arzthelferin dabei.

Wäre es relevant, was man für Probleme hat/was untersucht werden soll?

LG
Silvia

Hi,

trotzdem ist jedoch immer der Arzt
mit dabei, also keine Panik :wink:

Geschichte aus dem Leben, wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte würde ich sie nicht glauben…

Alarmierung Rettungswagen + Notarzt/Hubschrauber, Meldung „schwer gestürzter Radfahrer in der Blabla-Straße“. Vor Ort findet sich kein Radfahrer, ein gestürzter schon dreimal nicht, auch die Bäckerei-Frau hat nichts gesehen… Ratlosigkeit breitet sich aus.

3 Häuser weiter residiert Dr. A und man kommt auf die Idee daß der Patient womöglich in die Praxis gebracht worden wäre, auch wenn man sich weiter wundert daß niemand einen Unfall gesehen hat.

Die Sprechstundenhilfe bugsiert uns umgehend in ein Behandlungszimmer, Dr. A betritt auf dem gleichen Flur gerade das andere Behandlungszimmer und erklärt daß wir richtig seinen, seine Sprechstundenhilfe würde uns hinbringen, er selber hätte die Bude voll und würde schon andere Patienten versorgen.

Der Zugang ins Behandlungszimmer gestaltet sich dann schwierig weil die Tür nur unter Schwierigkeiten geöffnet werden kann. Schnell zeigt sich daß innen jemand vor der Tür liegt.

Ende vom Lied: da war jemand beim Belastungs-EKG mit Infarkt vom Fahrrad gefallen und weil man ja schlecht rein kam hat Dr. A den Rettungsdienst der Feuerwehr kommen lassen - die sind ja schließlich für solche technischen Bergungen zuständig…

Ich bin diesem Quacksalber später nochmal live und in Farbe begegnet und konnte gerade noch verhindern daß er einen Greis mit akutem Lungenödem erstmal flach hinlegt, so nach dem Motto „Kranke gehören ins Bett anstatt aufrecht in einen Sessel“. Zugang wollte er erstmal keinen legen, als man ihm das doch aufgeschwatzt hatte sollte dann auch viel Flüssigkeit reinlaufen - „dazu ist ein Zugang ja da“.

Manchmal hält man es im Kopf nicht aus.

MecFleih

Hallo Sharon,

also soweit ich weiß MUSS bei einem Belastungs-EKG immer ein Artz anwesend sein. Denn hier werden oft Leute auf evtl. Herzfehler getestet, indem eine Situation provziert wird, in der diese auftreten. Also wenn jemand klagt, dass ihm immer schwindlig wird, wenn er dem Bus hinterher gerannt ist, dann nützt es oft eben nix ihn einfach mal abzuhören, dann muss man ihn schon etwas stressen, damit man sieht ob und wann das Herz die Waffen streckt. D.h. schlimmstenfalls kann es zum Infarkt kommen. Deswegen muss auch immer ein Defibrillator in Griffweite sein und den darf meines Wissens nach in D nur ein Arzt bedienen.

Gruß, Seraphim.

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Nachschlag
Hi,
Unwohlsein über mehrere Tage, gelegentlich Schwindelgefühl, möglicherweise Zusammenhang mit Herzrythmusstörungen (seit der Kindheit bekannt), Arzt aufgesucht. Also:
Ruhe-EKG , mit Computerauswertung.
Sprechstundenhilfe prüft EKG-Streifen, leicht besorgter Blick, „bin gleich wieder da“.
Tür geht wieder auf, Arzt erscheint, „zerbeißen Sie bitte die Kapsel, wir haben die Sanitäter bereits verständigt, Sie haben einen akuten Infarkt“.
5 min später: Sanis da, Umbettung auf Trage, mühsames und qualvolles Geturne vom 2.OG in den Krankenwagen, Krankenhaus, Übernachtung mit Frühstück.
Tja, ein bißchen Streß, nichts weltbewegendes.
Fazit: War natürlich absolut sauer, weil ich die Umbettung schon weitergedacht habe.
Im Nachhinein: Ich glaube, daß entsprechende Vorsorge in einer Praxis vorhanden ist, auch wenn die Arzthelferin die Überwachung übernimmt.
Also keine Panik.
Grüße
BW

trotzdem ist jedoch immer der Arzt
mit dabei, also keine Panik :wink:

Geschichte aus dem Leben, wenn ich sie nicht selbst erlebt
hätte würde ich sie nicht glauben…

Alarmierung Rettungswagen + Notarzt/Hubschrauber, Meldung
„schwer gestürzter Radfahrer in der Blabla-Straße“. Vor Ort
findet sich kein Radfahrer, ein gestürzter schon dreimal
nicht, auch die Bäckerei-Frau hat nichts gesehen…
Ratlosigkeit breitet sich aus.

3 Häuser weiter residiert Dr. A und man kommt auf die Idee daß
der Patient womöglich in die Praxis gebracht worden wäre, auch
wenn man sich weiter wundert daß niemand einen Unfall gesehen
hat.

Die Sprechstundenhilfe bugsiert uns umgehend in ein
Behandlungszimmer, Dr. A betritt auf dem gleichen Flur gerade
das andere Behandlungszimmer und erklärt daß wir richtig
seinen, seine Sprechstundenhilfe würde uns hinbringen, er
selber hätte die Bude voll und würde schon andere Patienten
versorgen.

Der Zugang ins Behandlungszimmer gestaltet sich dann schwierig
weil die Tür nur unter Schwierigkeiten geöffnet werden kann.
Schnell zeigt sich daß innen jemand vor der Tür liegt.

Ende vom Lied: da war jemand beim Belastungs-EKG mit Infarkt
vom Fahrrad gefallen und weil man ja schlecht rein kam hat Dr.
A den Rettungsdienst der Feuerwehr kommen lassen - die sind ja
schließlich für solche technischen Bergungen zuständig…

Ich bin diesem Quacksalber später nochmal live und in Farbe
begegnet und konnte gerade noch verhindern daß er einen Greis
mit akutem Lungenödem erstmal flach hinlegt, so nach dem Motto
„Kranke gehören ins Bett anstatt aufrecht in einen Sessel“.
Zugang wollte er erstmal keinen legen, als man ihm das doch
aufgeschwatzt hatte sollte dann auch viel Flüssigkeit
reinlaufen - „dazu ist ein Zugang ja da“.

Manchmal hält man es im Kopf nicht aus.

MecFleih