Nachschlag
Hi,
Unwohlsein über mehrere Tage, gelegentlich Schwindelgefühl, möglicherweise Zusammenhang mit Herzrythmusstörungen (seit der Kindheit bekannt), Arzt aufgesucht. Also:
Ruhe-EKG , mit Computerauswertung.
Sprechstundenhilfe prüft EKG-Streifen, leicht besorgter Blick, „bin gleich wieder da“.
Tür geht wieder auf, Arzt erscheint, „zerbeißen Sie bitte die Kapsel, wir haben die Sanitäter bereits verständigt, Sie haben einen akuten Infarkt“.
5 min später: Sanis da, Umbettung auf Trage, mühsames und qualvolles Geturne vom 2.OG in den Krankenwagen, Krankenhaus, Übernachtung mit Frühstück.
Tja, ein bißchen Streß, nichts weltbewegendes.
Fazit: War natürlich absolut sauer, weil ich die Umbettung schon weitergedacht habe.
Im Nachhinein: Ich glaube, daß entsprechende Vorsorge in einer Praxis vorhanden ist, auch wenn die Arzthelferin die Überwachung übernimmt.
Also keine Panik.
Grüße
BW
trotzdem ist jedoch immer der Arzt
mit dabei, also keine Panik 
Geschichte aus dem Leben, wenn ich sie nicht selbst erlebt
hätte würde ich sie nicht glauben…
Alarmierung Rettungswagen + Notarzt/Hubschrauber, Meldung
„schwer gestürzter Radfahrer in der Blabla-Straße“. Vor Ort
findet sich kein Radfahrer, ein gestürzter schon dreimal
nicht, auch die Bäckerei-Frau hat nichts gesehen…
Ratlosigkeit breitet sich aus.
3 Häuser weiter residiert Dr. A und man kommt auf die Idee daß
der Patient womöglich in die Praxis gebracht worden wäre, auch
wenn man sich weiter wundert daß niemand einen Unfall gesehen
hat.
Die Sprechstundenhilfe bugsiert uns umgehend in ein
Behandlungszimmer, Dr. A betritt auf dem gleichen Flur gerade
das andere Behandlungszimmer und erklärt daß wir richtig
seinen, seine Sprechstundenhilfe würde uns hinbringen, er
selber hätte die Bude voll und würde schon andere Patienten
versorgen.
Der Zugang ins Behandlungszimmer gestaltet sich dann schwierig
weil die Tür nur unter Schwierigkeiten geöffnet werden kann.
Schnell zeigt sich daß innen jemand vor der Tür liegt.
Ende vom Lied: da war jemand beim Belastungs-EKG mit Infarkt
vom Fahrrad gefallen und weil man ja schlecht rein kam hat Dr.
A den Rettungsdienst der Feuerwehr kommen lassen - die sind ja
schließlich für solche technischen Bergungen zuständig…
Ich bin diesem Quacksalber später nochmal live und in Farbe
begegnet und konnte gerade noch verhindern daß er einen Greis
mit akutem Lungenödem erstmal flach hinlegt, so nach dem Motto
„Kranke gehören ins Bett anstatt aufrecht in einen Sessel“.
Zugang wollte er erstmal keinen legen, als man ihm das doch
aufgeschwatzt hatte sollte dann auch viel Flüssigkeit
reinlaufen - „dazu ist ein Zugang ja da“.
Manchmal hält man es im Kopf nicht aus.
MecFleih