Ich hatte gestern eine Magenspiegelung, weil ich oft Sodbrennen habe. Der Arzt hat festgestellt, dass sich die Schleimhaut am unteren Ende meiner Speiseröhre bereits zu einer „robusteren“ umgewandelt hat und dass mein Magenmuskel wohl überhaupt nicht schließt. Er hat Gewebeproben entnommen, um zu sehen, wie weit die Veränderungen der Schleimhaut schon fortgeschritten sind.
Er hat mich vor die Wahl gestellt: Entweder eine Operation, um die Fehlfunktion des Magenmuskels zu korrigieren oder regelmäßige Einnahme von Protonenpumpenhemmern (Pantozol) zur Reduktion der Magensäure. Mit 40 Jahren soll die Magensäureproduktion stark nachlassen, so dass dann vermutlich weniger Medikamente ausreichen (aber das sind bei mir noch 8 Jahre).
Tja, und nun habe ich die Wahl der Qual Hat jemand von euch hilfreiche Informationen (Links, eigene Erfahrungen, …). Ich bin für jeden Hinweis dankbar …
Hallo,
bei Dir offenbar eine Schwäche der Kardia (des Speiseröhren-Magen Überganges der nicht richtig schliesst) , dadurch die die Säure des Magens die bei etwa pH 1 liegt in die Speiseröhre entweichen und die Wand anknabbern. Dadurch kommt es zu Sodbrennen. Sodbrennen äussert sich ducrh Schwerzen auf der Brust und im Hals. Wirksame Therapie gegen Sodbrennen ist im einfachsten Fall einen Glas Wasser trinken, um die Säure zu verdünnen. In schwereren Fällen Puffertableten oder Lösungen , die die Magensäure abfangen.
Offenbar ist der Prozess bei Dir so stark fortgeschritten, dass Du einen Barret-Ösophagus hast (in der Schleimhaut des Speisröhre entstehe kleine Gewebsinselchen die normalerweise im Dünndarm zu Hause sind und der Säure besser wiederstehen können)
Ein Barret Ösophagus ist die erste Vorstufe zu Speisröhrenkrebs. Wird die Noxe, in deinem Fal die Säure frühzeitig gestoppt, kann sich die Barret Schleimhaut wieder zurückbilden. Dies ist nur durch eine Fundoplikatio möglich. Dabei wird die Kardia verengt.
Denk dran , auch alle 2 Jahre die Speisröhre untersuchen zu lassen, am besten beim Radiologen.
Würde Dir sehr nahlegen die OP zu machen. Protenpumpenhemmer sind zwar auch eine gute Therapie, aber nur dann wenn die „Inseln“ sich noch nicht gebildet haben.
Fundoplikatio ist ein Routineverfahren welches in fast jedem Khs. gemacht wird.
Ich danke dir sehr für deine Hilfestellung. Ich habe mich mittlerweile auch „schlau“ gemacht. Im Internet habe ich 2 Studien gefunden, in denen OP und lebenslange Medikamente miteinander verglichen werden. Nach der OP hat sich in keinem der Fälle Speiseröhrenkrebs gebildet und die Metaplasie war sogar zurückgegangen. Bei den Medikamenten, entwickelten etwa 10% der Behandelten letztendlich doch Speiseröhrenkrebs und in allen Fällen dehnte sich die Metaplasie aus. Daher hatte ich mich selbst schon für die OP entschlossen. Ich danke dir aber, dass du meinen Entschluss nochmal bestätigt hast.
Jetzt ist mir auch klar, warum der Arzt Gewebeproben entnommen hat. Er möchte sehen, wie weit sich diese Inseln schon gebildet haben. Nunja, ich werde auf jeden Fall eine OP anstreben. Ist ja für mich recht harmlos, weil der Magen ja nicht eröffnet werden muss ))
Lieber Stefan,
ich habe einen Cousin, der Dein Problem hatte. Er hat sich mit 32 Jahren operieren lassen und hat die Entscheidung nie bereut.
Er hat keine Beschwerden mehr. Solltest Du ihn direkt fragen wollen was seine Erfahrungen waren, gebe ich Dir gerne seine Nummer oder e-mail. Schreibe mich dafuer bitte direkt an.
Marcus
(wir kennen uns aus dem Physikbrett)
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