Herzaktion / herzmechanismus

ihr lieben, kann mir jemand bitte weiterhelfen? ich habe da verständnisprobleme, die ich gern geklärt hätte. komme aber allein nicht weiter.

zum einen anatomie: wozu sind die herzohren da? sie haben eine freie verbindung zur vorkammer. wann also treten sie in aktion oder sind es nur kompensationshilfen um eine erhöhte blutmenge abzufangen?

das andere problem betrifft vor und nachlast.

vorlast ist die vermehrte enddiastolische füllung der ventrikel. sie erhöht das schlagvolumen. und im grunde ja nicht nur das volumen - eigentlich doch auch die frequenz, oder? das herz muß doch mehr leistung aufwenden, um das zuviel an blut da wieder rauszukriegen. eine erhöhte vorlast hätte im grunde eine rechtsherzdilatatin / -insuffizienz zur folge. dem rechten herzen bliebe ja auch keine andere wahl, um die erhöhte blutmenge zu verarbeiten. oder? da die rechte seite die vena cava betrifft hieße das im klassischen falle rechtsherzinsuffizienz mit allen schikanen. ödeme an körpertiefen punkten, anstauung d. v. jugularis, pfortaderstauung im schlimmsten fall.

die nachlast ist ja der widerstand der wandspannung der pulmonargefäße und der aorta, den das herz überwinden muß, um das blut loszuwerden. eine erhöhte nachlast hieße ja, daß (wodurch erhöht sich eigentlich der druck bzw. die wandspannung? durch eine abnahme der herzmuskulatur links? durch bindegewebige durchsetzung der gefäße?) das das herz das blut im ventrikel nicht vollständig auswerfen kann und eine restmenge verbleibt. damit erhöht sich ja die enddiastolische ventrikelfüllung für den nächsten schlag. das schlagvolumen nimmt auch hier wieder zu.
was passiert jetzt bei einer erhöhten nachlast? die kammer wird innen drin größer, um es plump auszudrücken und das herz „leiert aus“. das herz muß wieder mehr leistung erbringen, um das blut rauszukriegen. das herz vergrößert, genau der linke ventrikel, aber die muskulatur nimmt ab. und da wir uns links bewegen, geht der schlamassel auf dem kürzesten weg auf die reise. in den lungenkreislauf…

wenn wir von einer erhöhung der nachlast sprechen, wie wirkt sich das auf die schlagfrequenz aus? arrythmien dürften an der tagesordnung sein, weil die ventrikelfüllung ja nicht konstant bleibt, weil immer dieselbe menge blut hinausbefördert wird. ich nehme an, das die ventrikelfüllung stück für stück zunimmt und die darin befindliche blutmenge irgendwann raus muß, weil sie zuviel ist. oder?

und damit drängt sich mir noch eine frage auf. der frank-starling-mechanismus - betrifft der nur die vorlast? denn bei erhöhung der nachlast vermindert sich doch eigentlich die herzmuskeldicke oder bin ich auf der falschen spur?

für alle, die sich jetzt hinsetzen und mir beim denken helfen, ein riesen dankeschön. lg a.

ihr lieben, kann mir jemand bitte weiterhelfen? ich habe da
verständnisprobleme, die ich gern geklärt hätte. komme aber
allein nicht weiter.

zum einen anatomie: wozu sind die herzohren da? s

So richtig eher funktionslos.

das andere problem betrifft vor und nachlast.

vorlast ist die vermehrte enddiastolische füllung der
ventrikel. sie erhöht das schlagvolumen. und im grunde ja
nicht nur das volumen - eigentlich doch auch die frequenz,
oder? das herz muß doch mehr leistung aufwenden, um das zuviel
an blut da wieder rauszukriegen. eine erhöhte vorlast hätte im
grunde eine rechtsherzdilatatin / -insuffizienz zur folge. dem
rechten herzen bliebe ja auch keine andere wahl, um die
erhöhte blutmenge zu verarbeiten. oder? da die rechte seite
die vena cava betrifft hieße das im klassischen falle
rechtsherzinsuffizienz mit allen schikanen. ödeme an
körpertiefen punkten, anstauung d. v. jugularis,
pfortaderstauung im schlimmsten fall.

Erhöhtes Schlagvolumen ist das Volumen pro Herzschlag, das dann nicht mehr 70ml beträgt, sondern mehr. Wenn die Frequenz das ausgleichen würde, durch Erhöhung, würde es nicht zur erhöhten Volumenbelastung kommen.
Meist ist es aber auch so, dass durch eine Frequenzsteigerung es nicht zu vermehrtem Volumentransport kommt = ineffektiv.

die Nachlast ist ja der Widerstand der wandspannung der
pulmonargefäße und der aorta, den das herz überwinden muß, um
das blut loszuwerden. eine erhöhte nachlast hieße ja, daß
(wodurch erhöht sich eigentlich der druck bzw. die
wandspannung?

z.B Arteriosklerose

durch eine abnahme der herzmuskulatur links?
durch bindegewebige durchsetzung der gefäße?) das das herz das
blut im ventrikel nicht vollständig auswerfen kann und eine
restmenge verbleibt. damit erhöht sich ja die enddiastolische
ventrikelfüllung für den nächsten schlag. das schlagvolumen
nimmt auch hier wieder zu.
was passiert jetzt bei einer erhöhten nachlast? die kammer
wird innen drin größer, um es plump auszudrücken und das herz
„leiert aus“. das herz muß wieder mehr leistung erbringen, um
das blut rauszukriegen. das herz vergrößert, genau der linke
ventrikel, aber die muskulatur nimmt ab. und da wir uns links
bewegen, geht der schlamassel auf dem kürzesten weg auf die
reise. in den lungenkreislauf…

Zunächst nimmt die Muskulatur an Dicke zu (Hyperplasie) d.h. es vermehren sich nicht die Fasern, sie werden nur dicker. Das bedeutet, die Versorgung der Muskelschicht wird auf Dauer schlechter (cir. vitiosus: Frequenz geht hoch, dadurch steigt der Bedarf - Versorgung sinkt aber eher als dass sie steigt - dadurch steigt die Frequenz wieder …

wenn wir von einer erhöhung der nachlast sprechen, wie wirkt
sich das auf die schlagfrequenz aus? arrythmien dürften an der
tagesordnung sein, weil die ventrikelfüllung ja nicht konstant
bleibt, weil immer dieselbe menge blut hinausbefördert wird.
ich nehme an, das die ventrikelfüllung stück für stück
zunimmt und die darin befindliche blutmenge irgendwann raus
muß, weil sie zuviel ist. oder?

und damit drängt sich mir noch eine frage auf. der
frank-starling-mechanismus - betrifft der nur die vorlast?
denn bei erhöhung der nachlast vermindert sich doch eigentlich
die herzmuskeldicke oder bin ich auf der falschen spur?

Betrifft beides und die Dicke der HM erhöht sich zunächst bei Erhöhung der Nachlast / später bei Dekompens. wird das Herz schlabbrig und leiert aus. (Riesenherz)

für alle, die sich jetzt hinsetzen und mir beim denken helfen,
ein riesen dankeschön. lg a.

liebe friedaa - ein ganz liebes dankeschön für deine ausführungen.

ich hatte letztens das glück, frische schweineherzen in die hand zu kriegen. und habe meine finger tief in die herzohren bohren können. deshalb die frage nach ihrer funktion. sie haben zu den vorhöfen eben freie öffnung…

ich kann dir zumindest etwas interessantes berichten:

man sagt, beim menschen wäre das herz etwa so groß, wie die geballte faust. bei den schweineherzen die ich unter die finger bekam, habe ich bei 5en verglichen. und das herz verhält sich tatsächlich proportional zur größe der schweinefüße. von der zehenspitze bis zur spitze des letzten zeh´s etwa die länge des schweineherzens von der spitze bis fast zur kuppel.

jetzt wäre es interessant, dies noch bei anderen tieren zu beobachten. aber vielleicht hat ja einer der leser dieses forums derartige entdeckungen machen können! lg an alle, am.