Nebenwirkungen bei Desensibilisierung

Hallo Spezialisten,
ich lasse mich seit drei Jahren gegen Heuschnupfen (Birke, Gräser, Getreide) desensibilisieren. Die Spritzen werden immer in der pollenfreien Zeit in den Oberarm verabreicht. Jetzt beginnt das vierte Jahr und die Stichstellen vom letzten Jahr sind immer noch zu spüren. Es sind richtige Einkapselungen welche heftig jucken. Außerdem ist der Heuschnupfen eigentlich nicht besser geworden.
Was soll ich machen? Der Allergologe will weiter machen, mein Hausarzt sagt ich soll aufhören wegen der juckenden Reaktionen.
Weiß jemand Rat?

MfG
Hugo

Hallo Hugo,

also, ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, und die sind zugegebenermassen schon eine Weile her.

Im zarten Alter von ca. 12 Jahren habe ich festgestellt, dass ich ziemlich heftig auf Pferde reagiere. Also wurde ich zum Hautarzt geschleppt, der hat einen Allergietest gemacht, der alle moeglichen Allergien (Graeser etc.) zeigte - nur Pferde waren nicht dabei…
Die Desensibilisierung habe ich einige Jahre mitgemacht, habe sie recht gut vertragen, aber statt einer Besserung kam jedes Jahr mehr dazu. Und dann schliesslich, oh Wunder, nach 4 Jahren zeigte sich eine leichte Reaktion auf PFERDE!!!
Ich habe dann einen Lungenfacharzt aufgesucht, der etwas ganz anderes diagnostiziert hat und wesentlich mehr Interesse an dem Fakt hatte, dass ich geraucht habe. Er hat mir eine Menge Medikamente verordnet, die ich nie genommen habe.

Nun, das ist 20 Jahre her und haette mein Hautarzt Recht behalten, muesste ich schwerer Asthmatiker sein. Aber ich rauche immer noch und meiner Lunge geht’s gar nicht so schlecht, glaube ich.
Ich bekomme immer 'mal wieder einen heftigen Anfall von „Heuschnupfen“ vor einer Erkaeltung, ich denke, das kommt durch das geschwaechte Immunsystem.

Aber, wie gesagt, das bin ICH und trifft auf mich zu, andere moegen gute Erfahrungen gemacht haben.

liebe Gruesse,
Astrid

Hallo Astrid,
das kann ich nur bestätigen. Statt das der Heuschnupfen besser wird, kommen andere Sachen, wie bei mir bestimmte Früchte und Tierhaare, dazu. Ich weiß wirklich nicht, ob ich das vierte Jahr
Desensibilisierung noch durchziehen soll. Meine juckenden und verbeulten Oberarme machen mir echt zu schaffen. Ich hatte auch schon eine lokale Cortisonsalbe in Anwendung. Aber das hilft nicht.

Viele Grüsse
Hugo

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Hi, bin zwar kein Spezialist, aber auch Betroffene…ich hatte auch im Anfang der Pubertät eine Desensibilisierung (und Neurodermitis) , beides ist bis auf ein Minimum zurückgegangen, aber ich glaube mehr an eine Besserung durch die allgemeine Entwicklung meinerseits als an die Spritzen. denn der Körper macht ja regelmäßig eine Runderneuerung (ca. alle 7 Jahre sagt man so). Zu Deiner Frage: Meine Meinung…was einem über längeren Zeitraum nicht gut tut (von Erstverschlimmerung abgesehen), sollte man seinlassen…Ärzte wissen auch nicht immer alles besser…Jeder kennt sich selbst am besten (so sollte es zumindest sein!
Viel Erfolg noch mit einer Therapie!
Ciao, p. shockscrew

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Hallo Hugo,
bin selbst betroffene und habe mich sage und schreibe 14 Jahre (!) desensibilisieren lassen. Danach hatte ich genug und habe es mit Akupunktur versucht - die hat auch geholfen und zwar schon im ersten Jahr während meiner „Blütezeit“. Danach hatte ich ein ganzes Jahr ruhe mit Heuschnupfen und dieses Jahr habe ich noch eine Auffrischungs-Akupunktur machen lassen. Also ich bin damit voll zufrieden - nur die Kassen zahlen nicht alle was dazu.
Gruss
Quirli