ab wann ist ein plötzlicher niedriger Blutdruck lebensgefährlich?
Der Blutdruck lag bei etwa 60 (systolisch), als der Notarzt eintraf.
Wie würdet ihr das werten?
Können durch die kurze Zeit schon Folgeschäden auftreten? Welche?
Ursache: Kollaps durch Dehydierung und eine etwas längere Krankengeschichte… (mir geht es aber nur um den Blutdruck von 60…)
bin kein Mediziner, habe aber selbst die *Gelegenheit* gehabt ohnmächtig zu werden mit eben solchem Wert.
Ich weiß das so genau, weil ich damals grade im Krankenhaus war - als Besucher . Da wurde ein Blutdruck von 60/45 gemessen. Mit Effortil Tropfen ging es mir aber ziemlich schnell wieder *normal*.
Der Arzt war nicht besonders besorgt, so erachte(te) ich das als nicht
lebensgefährlich
Und weil ich das schon ein paar mal erlebt habe, kann ich dir sagen, dass ich keine bemerkbare Folgeschäden davon getragen habe.
Dehydrierung und Folgen davon, sind, denke ich, weitaus gefährlicher, als ein zu niedriger Blutdruck.
bei einem Blutdruck von 60sys kippst Du zunächst aus den Latschen und wirst ohnmächtig. Durch einen bestimmten Auslöser (in diesem Falle Dehydrierung) zentralisiert sich dein Blut. Das heißt: lebenswichtige Organe haben oberste Priorität versorgt zu werden. „Unwichtige“ Organe unterhalb des Zwerchfells (Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse) werden demzufolge (und aufgrund eines Gefäßspasmus) nicht bis kaum durchblutet.
Hält dieser Zustand an und es wird nichts unternommen, kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen, d.h. absterben oder dauerhafte Schädigung der genannten Organe in Folge von Sauerstoffmangel.
Ein Blutdruck von 60sys ist immer noch besser, als garkeiner. Welche Zeit verstreichen muss ehe nun Folgeschäden entstehen können, ist schwer zu sagen. Aber es sollte so schnell wie möglich (Zeitspanne von Minuten) behoben werden.
Ob man Folgeschäden davongetragen hat, wird dir am besten der Arzt sagen, wenn er nach der Erstversorgung im Rettungswagen später im Krankhaus die Diagnostikreihe durchlaufen hat lassen.