Knochenschmerzen bei Wetterwechsel

Hallo,vielleicht könnt Ihr mir die Frage beantworten, deren Antwort auch meine super Apothekerin nicht weiss :smile:)) Warum schmerzen Knochen häufig wenn ein Wetterwechsel bevorsteht und frau vielleicht auch noch im fortgeschrittenen Alter ist? Sind es vielleicht auch garnicht die Knochen sondern Bänder oder Muskeln? Ich freu mich auf Eure Erklärungen, liebe GRüße Elke

Hallo,

Wetterfühligkeit gibt es.
Wissenschaftlich erwiesen (hab ich letztens noch in einer med- Fachzeitschrift gelesen). Aber was das genau ist…daran forschen sie noch.
Ist wie so vieles… Jeder weiss das es das gibt, kanns evtl. auch berweisen, aber keiner weiss wie es funktioniert.

Pardon, viel geschrieben, nichts beantwortet :wink:

Tüssi

Bianca

Hallo Elke!

Viele Ärzte schütteln sich bei dem Begriff, aber für mich persönlich sind meine Probleme durch eine Fibromyalgie erklärbar geworden.Insbesondere beim Wechsel zu nass-kalter Witterung habe ich Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat.
Ob es Dir nun weiterhilft kann ich nicht beurteilen, aber schau Dich hier mal um:

http://www.fibromyalgie-fms.de/

Angelika

Muskeln mögen dauerhaft und unter Belastung keine Kälte und Nässe.
Toll ist es immer wieder, wenn jemand im Süden im Urlaub war, wieder kommt und seine Schmerzen bald wieder hat. Auch Rentner, die nicht mehr schwer arbeiten.
Die Muskeln wachsen in den Knochen rein, sind sozusagen 1 Stück mit den Muskeln!

Fibromyalgie ist eine Unwort, meiner Meinung nach.
Die Schmerzen der Patienten sind ernstzunehmen, aber Lösungen gibt es genügend, leider nicht beim normalen Arzt.
Ich bin über jeden Patienten froh, der zwar die passenden Symptome hat, aber noch keine Diagnose, weil er dann offenenr dafür ist, auch was ändern zu können.
Die, die einmal die Diagnose bekommen haben sagen häufig: Da kann ich ja soweiso nichts machen…
Toll, und was soll ich bei denen dann schaffen?

Gruss
Kathy

Hi!

Die Muskeln wachsen in den Knochen rein, sind sozusagen 1
Stück mit den Muskeln!

Ähm, wie darf man sich denn das vorstellen? :wink:

Fibromyalgie ist eine Unwort, meiner Meinung nach.

Nein, das ist ein anerkanntes Schmerzsyndrom!
Die Forschung zu Schmerzen und Schmerzsyndromen steckt noch ziemlich in den Kinderschuhen, auch wenn momentan wirklich viel daran gearbeitet wird. Darum kennt man die Ursache und auch wirksame Therapien noch nicht (mit Betonung auf „noch“).
Leider ist auch die Fibromyalgie ganz und gar nicht leicht zu diagnostizieren bzw. es ist eine Ausschlußdiagnose - vielleicht kommt dein Unmut mit dieser Erkrankung daher…?

Die Schmerzen der Patienten sind ernstzunehmen,

Genau deswegen gilt Fibromyalgie als Erkrankung und nicht als „Unwort“ :wink:

aber Lösungen
gibt es genügend, leider nicht beim normalen Arzt.

Es gibt keine bekannten Komplett-Lösungen bzw. Lösungen zur Heilung - auch bei „unnormalen“ Ärzten nicht. Allerdings kann man sehr wohl etwas tun, wenn es auch nur die Linderung der Beschwerden ist. Wichtigste Anlaufstelle ist hier ein Arzt, der sich auf die Schmerztherapie spezialisiert hat. Begleitet wird die Behandlung durch physikalische Maßnahmen.

Die, die einmal die Diagnose bekommen haben sagen häufig: Da
kann ich ja soweiso nichts machen…
Toll, und was soll ich bei denen dann schaffen?

Ich glaube nicht, daß Patienten gerne mit dauerhaften Schmerzen leben und ncihts dagegen tun wollen - ich erlebe eigentlich nur das Gegenteil. Darum wundere ich mich ein wenig, daß du andere Erfahrungen gemacht hast. Aber wie oben geschrieben, gibt es keine „Heilung“, aber sehr wohl einige Maßnahmen.

Gruß,
Sharon

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Hi Sharon!

Du hast doch sicherlich auch Präpkurse hinter Dir.
Wir haben uns, unter anderem, angeschaut, wie Knochen und Sehne in einander übergehen.
Für den Laien ausgedrückt, habe ich es so formuliert.
Vielleicht nicht die schönste Formulierung, aber passend.

Die Auschlußdiagnose zu Fibromyalgie, die ich bisher erlebt habe, war zu 100 % nicht vorhanden und wurde rein aus den genannten Symptomen gestellt. Es wurden keinerlei Tests auf eventuelle Infektionen durchgeführt und auch sonst keine anderen Untersuchungen vorgenommen.
Das macht mich wütend, denn um eine sog. Auschlussdiagnose stellen zu können, muss ich auch in verschiedene Richtungen untersuchen.
Wenn Du es anders machst, gib mir Deine Adresse und ich schicke Dir Hilfesuchende.
Nebenbei kannst Du mir vielleicht helfen, in dem Du mir mal nennst, was Du machen würdest, um zu der Auschlussdiagnose Fibromyalgie zu kommen. Das würde mich wirklich interessieren.

Die Patienten, die ich mit starken Schmerzen oder der Diagnose Fibromyalgie kenne haben alle Gemeinsamkeiten:

Wie z.B. Unfälle, Operationen, unklare Infektionen, die monatelang mit Antibiotika bombadiert wurden, aber unklar, d.h. „sie haben Gelenkschmerzen, das könnte dies oder jenes sein, wir geben mal Antibiotika“.

Die Folgen der Unfälle sind oft bis zum Termin bei mir nicht behandelt worden, ebenso wenig die Folgen einer Operation.
Da zeigen sich mir völlig verhärtete Gallennarben, Sectionarben, total in Schonhaltung stehende Füße nach Hallux-OP ohne Physio dazu, oder nach starkem Supinationstrauma.

All das sind gute Gründe für Schmerzen, all das ist ernst zu nehmen, um dem Patienten zu helfen. Das sind keine Mythen sondern teilweise rein mechanische Ursachen.

Wenn ich all diese Gründe ernst nehme, dann kann ich das gesamte Erscheinungsbild, das der Patient mir bietet nicht mehr Fibromyalgie nennen, sondern dann lautet meine Arbeitshypothese (mag ich lieber als das Wort Diagnose) z.B. Zustand nach Supinationstraume mit daraus resultierender Fehlhaltung in leichter Rotationsskoliose mit Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz.
Wenn man da ansetzt mit der Behandlung kann das schon einiges bewirken.

Schmerztherapie kann dann sinnvoll sein, um einen Schmerz nicht chronisch werden zu lassen, als Krisenintervention, aber leider haben die meisten Patienten so lange Schmerzmedi bekommen, das sie bei uns in der Therapie oft nicht mehr beurteilen können, was ihnen hilft und was nicht.

Es geht nicht darum, das die Patienten nichts gegen Ihre Schmerzen machen möchten, sondern darum, das sie mit der Diagnose in eine gedankliche Ecke gedrängt werden und dann im Hinterkopf haben:
Man kann ja nicht wirklich was dagegen tun! Man kann ja nur lindern.

Was meiner Erfahrung nach nicht stimmt.

Vielleicht war mein erster Beitrag ein wenig zu undifferenziert und provozierend. In Wirklichkeit würde ich mir über wirklich Infos und eine angeregt Diskussion freuen, notfalls per Mail.

Danke!
Kathy

Hi!

Wir haben uns, unter anderem, angeschaut, wie Knochen und
Sehne in einander übergehen.
Für den Laien ausgedrückt, habe ich es so formuliert.

DIESE Erklärung ist auch für den Laien verständlich und zudem korrekter :wink:
Muskeln wachsen nämlich sonst nirgendwo hinein, aber das weißt du ja :wink:

Nebenbei kannst Du mir vielleicht helfen, in dem Du mir mal
nennst, was Du machen würdest, um zu der Auschlussdiagnose
Fibromyalgie zu kommen. Das würde mich wirklich interessieren.

Das läßt sich nicht pauschal beantworten. Zunächst erhebt man die Anamnese und führt eine allgemeine Untersuchung durch. Dabei können schon Dinge auffallen, die du nanntest, wie z.b. frühere Verletzungen oder OPs usw. Aus all diesen Informationen erstellt man dann eine Liste der möglichen Differentialdiagnosen und klappert bzw. testet diese ab. Da diese Liste nun mal für jeden Pat. individuell auf seine Vorgeschichte und Beschwerden erstellt wird, KANN es keine pauschale, allgmeingültige Vorgangsweise geben, um zu einer Ausschlußdiagnose zu kommen.
In manchen Fällen ist es sogar so, daß man gar keine Tests braucht, sondern die Symptome und die Vorgeschichte lassen bestimmte ERkrankungen einfach sehr unwahrscheinlich werden. Zum Beispiel würdest du wohl kaum bei jemandem eine Tropenkrankheit vermuten, der nie im Ausland war (okay, ein blödes Beispiel und gilt auch nur für nicht-infektiöse Krankheiten, aber du weißt hoffentlich, was ich meine :wink:).

Wenn ich all diese Gründe ernst nehme, dann kann ich das
gesamte Erscheinungsbild, das der Patient mir bietet nicht
mehr Fibromyalgie nennen, sondern dann lautet meine
Arbeitshypothese (mag ich lieber als das Wort Diagnose) z.B.
Zustand nach Supinationstraume mit daraus resultierender
Fehlhaltung in leichter Rotationsskoliose mit
Beckenschiefstand und Beinlängendifferenz.
Wenn man da ansetzt mit der Behandlung kann das schon einiges
bewirken.

Ja, das stimmt. Und so sollte es eigentlich ablaufen - ich meine hier, daß die Diagnose Fibromyalgie wirklich eine Auschluß diagnose ist. Und wenn so etwas offensichtliches vorliegt, ist dies wahrscheinlicher (wahrscheinlicher! Aber nicht sicher - man kann immer noch ein Appel und ein Ei haben *g*) die Ursache für die Schmerzen und nicht eine Fibromyalgie. Erst wenn man diese offensichtliche URsache behandelt und ev. beseitigt hat und die Schmerzen bestehen noch immer, dann muß man weiterschauen. Eventuell gibts da noch was anderes, was das verursachen kann. Hier hilft nur die gründliche Vorgehensweise beim Diagnose-stellen. Findet man nichts oder hat alles andere behandelt und die Symptome sind immernoch da, dann erst kann man sagen, es könnte Firbomyalgie sein. GENAU DAS macht ja eine Ausschlußdiagnose aus :wink:

Schmerztherapie kann dann sinnvoll sein, um einen Schmerz
nicht chronisch werden zu lassen, als Krisenintervention, aber
leider haben die meisten Patienten so lange Schmerzmedi
bekommen, das sie bei uns in der Therapie oft nicht mehr
beurteilen können, was ihnen hilft und was nicht.

Nein, das sehe ich anders. Eine korrekt durchgeführte Schmerztherapie ist gerade bei chronischen Schmerzen ein echter Segen! Aber das Thema ist hier offtopic, darum belass ich das dabei ,-)

Vielleicht war mein erster Beitrag ein wenig zu
undifferenziert und provozierend. In Wirklichkeit würde ich
mir über wirklich Infos und eine angeregt Diskussion freuen,
notfalls per Mail.

Hmmm… nee, als provozierend hab ich das nicht so empfunden - glaub mir, hier liest man manchmal wirklich wesentlich schlimmeres :wink:

P.S.:

Wenn Du es anders machst, gib mir Deine Adresse und ich
schicke Dir Hilfesuchende.

Ich bemühe mich, es richtig zu machen - wie viele andere Ärzte auch. Das gelingt sicher nicht immer, aber wer ist denn schon perfekt? Ich würde mich freuen, Pat. zugeschickt zu bekommen, nur habe ich weder eine eigene Praxis noch bin ich fertige Fachärztin :wink:

Gruß,
Sharon

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hi sharon.
Ich würde „fibromyalgie“ eher als eine verlegenheitsdiagnose
bezeichnen. wenn alle organischen ursachen ausgeschlossen sind und dem
somatisch orientierten arzt nichts mehr einfällt wird leider oft diese
diagnose gestellt. eine ausschlußdiagnose wäre in diesem fall eine
somatisierungsstörung.
viele grüße nashorn

Hi!

Ich würde „fibromyalgie“ eher als eine verlegenheitsdiagnose
bezeichnen.

Naja, ganz so schlimm ist es auch nicht :wink:
Es existieren schon Kriterien, ab deren Vorliegen man von Fibromyalgie sprechen kann. Genauer die ACR-Kriterien des American College of Rheumatology.

Gruß,
Sharon

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Hallo Kathy!

Du schreibst:

Fibromyalgie ist eine Unwort, meiner Meinung nach.
Die Schmerzen der Patienten sind ernstzunehmen, aber Lösungen
gibt es genügend, leider nicht beim normalen Arzt.
Ich bin über jeden Patienten froh, der zwar die passenden
Symptome hat, aber noch keine Diagnose, weil er dann offenenr
dafür ist, auch was ändern zu können.
Die, die einmal die Diagnose bekommen haben sagen häufig: Da
kann ich ja soweiso nichts machen…
Toll, und was soll ich bei denen dann schaffen?

Ich finde das ziemlich überheblich, was Du da schreibst!

Wieso sollte ein Patient, der die Diagnose einer Fibromyalgie bekommen hat, sich in´s Eckchen setzen und eine solche Einstellung von sich geben??

Schließlich kommen die Betroffenen als *Selbstzahler* zu Dir - also unternehmen sie bereits etwas und sind bereit, dafür einen wackeren Stundenlohn hinzulegen!

Meine Osteopathin übrigens kann mir nur bedingt weiterhelfen, aber z.B. mit einer gut eingestellten Schilddrüse (Fibromenschen haben häufig auch einen Hashimoto) kann man schon eine Menge verbessern.

Angelika

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Hallo Angelika,

ich meinte damit, das diese Menschen etwas tun möchten, gedanklich aber oft darauf fixiert sind, das man „NICHTS“ machen kann und das finde ich nicht richtig.
Solange ich keinen Namen für meine Symptome habe, also eine durchaus erklärbare Reihe von Symptomen habe, können sich viele offenener auf Ansätze einlassen, wie z.B. doch noch mal die Schilddrüse anzuschauen.

Egal ob Fibromyalgie oder andere Diagnosen, wie Bandscheibenvorfall.
Ich muss immer mehr darüber nachdenken, wie sehr eine solche gestellte Diagnose mein Verhalten und meine Ängste oder Erwartungen beeinflussen kann und ob es wichtig ist, diese Diagnose gestellt bekommen zu haben, oder ob eine Diagnose immer nur gestellt werden sollte, wenn daraus auch Konsequenzen gezogen werden können, die mir direkt weiterhelfen können.
Ein Patient, der zwar laut Bild einen Bandscheibenvorfall hat und das auch gesagt bekommt, aber dessen Symptome nicht zum gefundenen Bandscheibenvorfall passen, dem kann es helfen, zu wissen, das der Fuss, mit dem er vor 10 Jahren böse umgeknickt ist, total fest istund die dazugehörigen Sehnen gereizt sind, samt Beckenschiefstand.

An der Bandscheibe kann ich nichts ändern (ist nur ein Beispiel), außer zu versuchen, das Gebiet zu entstauen.
Aber ich kann alle umliegenden Störfaktoren suchen und behandeln, was sich entlastend und entstauend auf den Bandscheibenvorfall auswirkt.

Bei einem Patienten, der sehr auf seine Diagnose fixiert ist, ist diese wichtige entlastende Behandlung oft kaum möglich, so sehr er auch noch Selbstzahler ist.
Er kann oft kaum mal von seiner Bandscheibe weg über den Tellerrand gucken und willigt in einfach Maßnahmen, die er sich nicht vorstellen vielleicht nicht ein.
Er ist bei mir immer am Entscheidungsprozeß beteiligt, da ich die Patienten auch viel in eine andere Wahrnehmung mit rein nehmen möchte und bei vielen auch muss, da sie oft nicht merken, womit sie sich einige Beschwerden geholt haben.
Hilft das weiter? Vielleicht verstehst Du nun ein wenig, warum ich vorsichtig mit solchen Begriffen wie Fibromyalgie bin.

Gruss
Kathy