Mrsa-virus

Mein Mann hat diesen MRSA-Virus seit 14 Tagen Virus. Er hatte Gehirnblutung, lag 14 Tage auf Intensiv, jetzt ist er seit drei Wochen zur Reha. Am Anfang machte man eine Blasenspülung (er hat Katheder), weil der Virus nur in der Blase war, jetzt ist er überall.Ich darf nur in sein Zimmer, ganz vermummt, mit Mundschutz und Co. Das macht mich ganz fertig. Man sagte mir nur, dass der Virus das Immunsystem lahm legt. Hat jemand Erfahrung damit?
Christina

Hi!

Es ist schwer, etwas zu sagen, wenn man nichts genaueres weiß.

Aber zunächst einmal:

  1. der MRSA ist kein Virus, sondern ein gewöhnliches Bakterium, daß aber auf die meisten Antibiotika resistent ist.
  2. der MRSA legt das Immunsystem nicht lahm. Es ist vielmehr so, daß eine schwere beliebige Erkrankung das Immunsystem lahmlegt und DANN das an sich fast völlig harmlose Bakterium sein Unwesen treiben kann. Bei gesunden Personen macht er hingegen keine Probleme!
    Eine Ansteckung deinerseits wäre also so nicht besonders tragisch. Die Vermummung macht allerdings schon Sinn, da sich der Erreger so weniger verbreiten kann.

Hast du noch weitere Fragen? Dann frag! :wink:

Gruß,
Sharon

Hat jemand
Erfahrung damit?

Es ist in Fachkreisen bekannt, dass (manche) Krankenhäuser oder Altenheime regelrechte MRSA-Schleudern sind. Wenn man sich sowas einfängt, dann meist während des Aufenthalts an einem der genannten Orte.

Hi Sharon,
wie lange können die Bakterien im Körper sein? Mein Mann hat so gute Fortschritte gemacht, er war rechts gelähmt, das Bein funktioniert wieder, und die rechte Hand ist im Kommen. Ich habe nur Angst, dass ihn dass ihn der Therapie zurückwirft. Gruppentherapien darf er erst mal nicht mehr mitmachen, dass macht ihn ganz traurig. Er hat so gern „geschnattert“, ein Geselliger eben, und nun ist er isoliert.
Christina

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Hi!

wie lange können die Bakterien im Körper sein?

Das kann man nicht sagen. Theoretisch können sie für immer bleiben und sofern keine Erkrankung vorliegt, die das Immunsystem schwächt, macht das auch nichts weiter.
Macht der MRSA dagegen Probleme (Infektionen), so sollte man versuchen, ihn zu beseitigen. Ich nehme mal aufgrund fehlender Infos an, daß der MRSA in der Blase eine Harnwegsentzündung verursacht hat? Dann wird man auf jeden Fall versuchen, den Erreger zu beseitigen. Meines Wissens nach gelingt das auch meist, es bleibt jedoch trotzdem eine schwierige und langwierige Aufgabe.

Ich habe nur Angst, dass ihn dass ihn der Therapie zurückwirft.

Hmmm… körperlich nur möglicherweise. Psychisch dagegen könnte ich mir das schon eher vorstellen, vor allem wenn er so unter der Isolation leidet.

Gruppentherapien darf er erst mal nicht mehr mitmachen, dass
macht ihn ganz traurig. Er hat so gern „geschnattert“, ein
Geselliger eben, und nun ist er isoliert.

Auch wenn es nicht vergleichbar ist, aber eine gewisse Anzahl an Besuchern darf er ja weiterhin empfangen und für alles andere gibts das Telefon :wink:
Ich kannte einen ähnlichen Fall, wo der Pat. unter der Isolation litt. Die Angehörigen schenkten ihm daraufhin die Telefongebühren (also in angemessener Form und statt der üblichen Krankenhausmitbringsel)- fand ich ganz nett. Es baute ihn bisschen auf, weil er das besser brauchen konnte als Blumen oder Pralinen und er nutzte das dann auch ausgiebig, womit seine Laune etwas stieg :wink:

Gruß,
Sharon

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