Mein vater leidet seit einigen jahren unter zunehmenden Schmerzen im rechten schultergelenk. Die Schmerzen sind in der Nacht und nach Ruhephasen besonders schlimm. Der behandelnde Orthopäde hat diese Beschwerden mit einer starken Abnutzung des Gelenkes und daraus resultierend der Bildung eines Kalkdorns erklärt. Eine Behandlung wäre nicht möglich. Meine Vater sollte versuchen, trotz der Schmerzen, die Beweglichkeit des Armes kontinuierlich zu trainieren. Diesen rat hat mein Vater befolgt, mit dem Erfolg, das die Schmerzen jetzt den ganzen Arm betreffen. Der Hausarzt hat meinem Vater Vioxx gegen die Schmerzen verschrieben. Darunter lassen die schmerzen deutlich nach bzw. verschwinden für die Zeit der Einnahme (8-10 Tage) vollständig.
Gibt es eine solche Verschleißerscheinung des Gelenkes?
Kann man diese wirklich nicht therapieren?
Wenn Vioxx hilft, kann es nicht auch ein rheumatisches Geschehen sein?
Für Antworten wären wir sehr dankbar.
MfG Sabine
Mein vater leidet seit einigen jahren unter zunehmenden
Schmerzen im rechten schultergelenk. Die Schmerzen sind in der
Nacht und nach Ruhephasen besonders schlimm. Der behandelnde
Orthopäde hat diese Beschwerden mit einer starken Abnutzung
des Gelenkes und daraus resultierend der Bildung eines
Kalkdorns erklärt. Eine Behandlung wäre nicht möglich. Meine
Vater sollte versuchen, trotz der Schmerzen, die Beweglichkeit
des Armes kontinuierlich zu trainieren. Diesen rat hat mein
Vater befolgt, mit dem Erfolg, das die Schmerzen jetzt den
ganzen Arm betreffen. Der Hausarzt hat meinem Vater Vioxx
gegen die Schmerzen verschrieben. Darunter lassen die
schmerzen deutlich nach bzw. verschwinden für die Zeit der
Einnahme (8-10 Tage) vollständig.
Hallo Sabine,
Verkalkungen im Schultergelenk können durch Injektionen gelöst werden. Als nächstes gibt es noch die Möglichkeit der extracor- poralen Stoßwellentherapie (dies wird von den KK aber leider so gut wie garnicht mehr übernommen). Übrigens ich arbeite bei einem Orthopäden, das ist also nicht aus der Luft gegriffen.
mein Vater befürchtet, das bei der extrakorporalen stoßwellentherapie Kalksplitter gelöst werden, die dann zu einer zusätzlichen Schmerzquelle werden können. Ist das anzunehmen? Wer hat Erfahrung mit dieser Therapieform? Hat sie eventuell selber schon einmal über sich ergehen lassen müssen? Inwieweit ist eine suffiziente Schmerztherapie in der konservativen Behandlung wichtig? Kann man auf das Vioxx bestehen, wenn es das einzigste schmerzmedikament sit, das hilft?
Fragen über Fragen. Aber vielleicht kann mir ja jemand helfen.
MfG Sabine
Schmerzbehandlung kann ja wohl nicht alles sein. Davon gehen die Verkalkungen nun auch nicht weg. Irgendwann wird der Arzt das Medikament wahrscheinlich nicht mehr verschreiben, da es die Ursache nicht bekämpft. Ist denn überhaupt mal eine Röntgenauf- nahme gemacht worden oder Sonographie um das Ausmaß der Verkalkungen zu erkennen? Wenn nicht, sollte das durchgeführt werden.
Mehr kann ich dazu leider auch nicht sagen.
Anja.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
eine suffiziente konservative Therapie ist für den Funktionserhalt eines schmerzbedingt reflektorisch ruhig gehaltenen Gelenkes sehr wichtig. Auf Vioxx kann man mit Sicherheit nicht bestehen. Vioxx ist nämlich eine sehr kostenaufwendige Alternative zu älteren und ebenfalls bewährten Medikamenten aus der Gruppe der „nichtsteroidalen Antirheumatika“. Auch handelt es sich keinesfalls um „Rheuma“, wenn diese Medikamentengruppe hilft. Vioxx hat sich bisher leider nicht als ein Medikament mit weniger Nebenwirkungen als die „Vorgänger“ erwiesen, dafür ist es weniger stark schmerzlindernd wirksam als letztere. Es gibt 1. wirksamere Schmerzmittelalternativen ohne organtoxische Nebenwirkungen, 2. sollten diese eingesetzt werden, um Schmerzfreiheit zu erzielen, damit 3. eine schmerzfreie Bewegung in allen Richtungen möglich wird. So kann eine Funktionseinschränkung des Gelenkes vermieden werden, wie sie immer dann eintritt, wenn man ein Gelenk „schont“, weil es schmerzt. Selbstverständlich setzt diese Strategie voraus, daß die Erkrankung sicher diagnostiziert ist. Letztlich gibt es in Einzelfällen durchaus auch die Möglichkeit aktiver chirurgischer Maßnahmen, wenn das Schultergelenk anders nicht mehr zu mobilisieren ist.
Eine Röntgenaufnahme ist gemacht worden. Daraus ergab sich die Diagnose: Kalkdorn. Der behandelnde Othopäde sah keine Therapiemöglichkeiten außer einer Serie physiotherapeutischer Anwendungen mit dem Erfolg der Schmerzzunahme. Von der Stoßwellentherapie wurde mit obigen Komentar abgeraten. Eine chirurgische Intervention würde er bei dem Alter meines Vaters nur ungern in Erwägung ziehen.
Das Schmerztherapie nicht alles sein kann, ist mir schon klar. Aber er braucht eine gewisse Schmerzfreiheit um seine täglichen physiotherapeutischen Übungen überhaupt durchführen zu können.
Leider blieben alle bisher angewandten schmerzmedikamnete (paracetamol, ibuprofen, novalmin, tramundin) ohne Wirkung. Deshalb erfolgte der Versuch mit Vioxx, der dann den gewünschten Erfolg brachte. Endlich schmerzfrei.Welche Medikamente könnten alternativ zum Vioxx angewendet werden?