Hallo,
dieses Problem kenne ich von der russischen Seite aus, da es dort ebenfalls viele krebskranke Kinder gibt, die auf eine Behandlung in Deutschland angewiesen sind. Mittlerweile gibt es in Russland mehrere Organisationen, die nach Kräften Familien solcher Kinder unterstützen (siehe auch den Link in meiner Vika). Sehr vieles läuft im Übrigen über das Internet. Auf Webseiten der Vereine werden konkrete Kinder vorgestellt, die Hilfe benötigen. Für einzelne Kinder werden eigene Webseiten erstellt. In russischsprachigen Foren werden ganze Hilfskategorien eingerichtet (dabei wird häufig an die christlichen Grundsätze appelliert, da in Russland sehr viele Menschen der russisch-orthodoxen Kirche angehören). Politiker und gut betuchte Leute werden angeschrieben. Lokale und „globale“ Zeitungen werden kontaktiert, sodass Artikel über diese Kinder veröffentlicht werden. Dieser Weg funktioniert, das Problem ist aber, dass es eine Weile dauern kann und die Kinder häufig keine Zeit haben, um so lange zu warten. Für manche kommt die Hilfe zu spät.
Mein Tipp: Die Eltern sollten nach Menschen in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis suchen, die bereit sind, ihnen zu helfen und gemeinsam versuchen, eine mediale Kampagne zu starten: Zeitungen, Radiosender, Webmaster anschreiben und um Berichte (auf Internetseiten Bannerveröffentlichung) über das Kind sowie Spendenaufrufe bitten. Politiker, Millionäre, kleine und große Firmen anschreiben/anrufen. Auch in Peru wird es vermutlich Hilfsorganisationen geben, die Eltern sollten versuchen, diese ausfindig zu machen. Das Internet ist auch ein guter Weg, um auf sich aufmerksam zu machen.
Eventuell kann mit der Klinik verhandelt werden, dass z.B. nur für den ersten Behandlungsabschnitt bezahlt wird (danach können sie das Kind ja nach Hause entlassen, falls bis dahin kein weiteres Geld eingegangen ist). Manchmal kann man mit der Klinik oder mit Medikamentenherstellern über Rabatte verhandeln. Vielleicht würde auch eine Firma eine Bürgschaft übernehmen. Hier in Deutschland könntest du ebenfalls versuchen, eine mediale Kampagne zu starten (du könntest bei lokalen Zeitungen aus dem Ort anfangen, in dem du wohnst oder in dem sich die Klinik befindet). Außerdem solltest du alle Hilfsorganisationen kontaktieren (am besten telefonisch), die auch nur im entferntesten etwas mit Kinderhilfe zu tun haben. Lass dich dabei nicht entmutigen, auch wenn du sehr viele Absagen ernten wirst. Doch vielleicht hast du am Ende ja Glück und du findest eine Organisation, die bereit ist, zu helfen. Bei mehreren russischen Kindern hat das jedenfalls über deutsche Organisationen geklappt, bei anderen über Spendenaufrufe vor Ort (und dabei kann wirklich jede noch so kleine Spende helfen, denn die summieren sich alle auf!).
Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mich gern per Email kontaktieren.
Viele Grüße und viel Erfolg,
Anja