Kann man „trainieren“, dass man gegen Schmerz unempfindlicher wird?
Gruß, Lars
Kann man „trainieren“, dass man gegen Schmerz unempfindlicher wird?
Gruß, Lars
Hi Lars,
Kann man „trainieren“, dass man gegen Schmerz unempfindlicher
wird?
man vielleicht nicht, aber mancher. Schmerz ist eines der unklarsten Phänomene überhaupt - kein Mensch weiß, wie sich Schmerzen messen ließen. Wo ich schon am Boden liege, hebt mein Nachbar vielleicht gerade die Brauen.
Gruß Ralf
Hi,
wir haben ja verschiedenste Sinne, womit wir unsere Umwelt wahrnehmen:
Ohr, Auge, Nase etc…
Wenn du nun an einer Autobahn wohnst, dann hörst du irgendwann die Fahrgeräusche nicht mehr. Genauso wird ein Kanalarbeiter sich an den Geruch des Abwasserkanals gewöhnen (ich als Krankenpfleger rieche den Krankenhaus-Muff nur dann wieder, wenn ich längere Zeit nicht mehr dagewesen bin - später nicht mehr).
Um es kurz zu fassen: an alle diese Eindrücke gewöhnst du dich irgendwann, wenn du ihnen ständig ausgesetzt bist.
Schmerzen allerdings haben diese Eigenschaften nicht. Man kann sich nicht an einen Schmerz „gewöhnen“, der wird immer da sein. Wie mein Vorredner bereits gesagt hat, liegt die Schmerztoleranz bei jedem mal höher, mal niedriger. „Trainieren“ kannst du es nicht. Wäre aber schön, wenn es ginge.
gruss levi
Hallo,
entgegen dem, was die anderen schrieben: ja, glaube ich, man kann.
Ein historisches Beispiel: Shaka Zulu, gefürchteter afrikanischer Kriegsführer des 19. Jhd., ließ seine Truppen immer wieder barfuß über Stein- und Dornenfelder laufen, um ihre Füße unempfindlicher zu machen, damit sie bei einem Angriff immer weiterlaufen. Hat funktioniert, lies in der britischen Geschichte über Afrika nach.
Eigene Erfahrung ebenfalls: früher habe ich beim kleinsten bisschen Kontakt mit Hitze gejuchzt und gejammert. Heute halte ich (kleinere) Brandwunden ziemlich leicht aus (jedenfalls für meine früheren Verhältnisse).
Gruß
Elke
Wozu?
Kann man „trainieren“, dass man gegen Schmerz unempfindlicher
wird?
Hallo Lars,
Schmerzen sind Signale, dass etwas in unser Körper nicht stimmt. Man lernt mit Schmerzen umzugehen und die Erwahrtung spielt auch eine Rolle: wenn Du weißt, was kommt, wirds du nicht überreagieren. Guck mal mit Kindern und ihre Reaktion zu Spritzen, als Erwachsene macht man nciht so ein Theater… du schon? ;o)
A.
Moin, Elke,
entgegen dem, was die anderen schrieben: ja, glaube ich, man
kann.
ich bin nicht sicher, ob das jeder kann.
Ein historisches Beispiel: Shaka Zulu, gefürchteter
afrikanischer Kriegsführer des 19. Jhd., ließ seine Truppen
immer wieder barfuß über Stein- und Dornenfelder laufen, um
ihre Füße unempfindlicher zu machen, damit sie bei einem
Angriff immer weiterlaufen. Hat funktioniert, lies in der
britischen Geschichte über Afrika nach.
Könnte das am Wachsen der Hornhaut liegen? So war’s jedenfalls in meiner Kindheit - nach dem Winter waren die Schwielen weg, die mussten erst wieder gezüchtet werden.
Eigene Erfahrung ebenfalls: früher habe ich beim kleinsten
bisschen Kontakt mit Hitze gejuchzt und gejammert. Heute
halte ich (kleinere) Brandwunden ziemlich leicht aus
(jedenfalls für meine früheren Verhältnisse).
Beruht das auf gezieltem Training?
Gruß Ralf
Hi Lars,
Kann man „trainieren“, dass man gegen Schmerz unempfindlicher
wird?
Trainieren - weiß ich nicht. Aber man kann durchaus lernen, mit Schmerzen in einer Weise umzugehen, die sie erträglicher machen.
Es klingt vielleicht sehr „esoterisch“, aber ich habe festgestellt, dass der Schmerz wenn ich ihn „annehme“ und ich mich nicht ständig gegen ihn wehre (ohgottogott, wann hört das endlich auf) erträglicher wird.
Gruß,
Anja
hi lars,
ich kenne kickboxer, die sich glasflaschen ordentlich übers schienbein rollen um gegen die schmerzen unempfindlich zu werden.
ich versuche beides zu vermeiden, das trainieren des schmerzes und den schmerz; macht in der summe am wenigsten schmerz… 
stefan
Hallo Anja,
festgestellt, dass der Schmerz wenn ich ihn „annehme“ und ich
mich nicht ständig gegen ihn wehre (ohgottogott, wann hört das
endlich auf) erträglicher wird.
Ich teile Deine Auffassung - hinnehmen, was man nicht ändern kann und auf großes Jammern verzichten. Das hilft nicht nur mir selbst, sondern auch meinem Umfeld ungemein.
Hat man die Schmerzen, die sich momentan nicht abstellen lassen, erstmal akzeptiert, ist es auch einfacher, sich wieder anderem zuzuwenden. Das lenkt dann wiederum vom Schmerz ab, statt ihn zum Zentrum aller meiner Gedanken zu machen.
Gruß
Ramona
Moin
…und die Erwahrtung
spielt auch eine Rolle: wenn Du weißt, was kommt, wirds du
nicht überreagieren.
Da ist etwas dran. Meine Erfahrung mit Menschen, die sich den Arm brachen, war, da liegt man am Boden, stöhnt, jammert und hat einfach tierische Schmerzen.
so erlebt man also einen armbruch, dachte ich.
Dann spielte ich einmal Fußball, stürzte, es knackte im Arm und es tat weh.
Nur war der Schmerz lange nicht so, wie ich ihn bei einem Armbruch erwartet hätte, darum spielte ich weiter und schoss sogar noch ein Tor.
Fuhr dann sogar noch nach Hause, das Schalten war zwar schwer, aber es ging.
Weil der Arm dann richtig dick anschwoll, hat mich dann meine Göttergattin am Ohr in die Notfallambulanz, erst als ich das Röntgenbild sah, glaubte ich, dass der Arm gebrochen war.Der Arzt meinte auch, das müsste normalerweise höllisch weh getan haben.
Ich bin wahrlich kein Held, nur entsprach der Schmerz bei weitem nicht der Erwartung, deswegen habe ich das als nicht so schlimm empfunden.
Vielleicht liegts auch an den Genen:smile:
http://www.quarks.de/dyn/16015.phtml
CU
Axel
Hallo,
Trainieren - weiß ich nicht. Aber man kann durchaus lernen,
mit Schmerzen in einer Weise umzugehen, die sie erträglicher
machen.
Vielleicht ist es das,was ich unten meinte.
Aber das „Umgehen mit dem Schmerz“ kann man meiner Meinung nach lernen (natürlich nur bis zu einem gewissen Grad).
Gruß
Elke
Hallo Lars,
es gibt Kampfkünstler, die den Schmerz durch ‚Umleiten‘ neutrlisieren.
Ähnlich gehen Yogis in ihren unteren Stufen mit Schmerz um. Man stellt sich in solchen Situationen (z.B. beim Zahnarzt) positive Situationen vor und denkt so den Schmerz weg.
Mit etwas Übung geht so was ganz gut.
Gandalf