Niedergedrückt durch Beta-Blocker

Hallo liebe WWWler,
ich muss 50 mg Methoprolol, wegen einer einmalig auftretenden Herzrhythmusstörung einnehmen. Das hatte den 1. guten Effekt, dass ich ruhiger geworden bin. Irgendwie denke ich aber, ich bin nicht mehr ich, weil ich auch antriebsloser und müder bin als vorher. Im Zuge dessen habe ich auch noch zugelegt. Kleine depressive Anwandlungen sind auch dabei. Darüber bin ich natürlich nicht sehr glücklich.

Von Seiten des Arztes wird mir gesagt, dass das Ganze eher eine lebensverlängernde Therapie wäre und es fast schon zum guten Ton in Amerika gehört, so was einzunehmen.

Wie kann man sich wieder in Gang setzen, versuche es gerade mit Sport, Kaffee habe ich auch noch nie getrunken. Manchmal könnte ich schon nach dem Aufstehen wieder einschlafen, das war vorher nie der Fall!

Ich bin ziemlich traurig darüber, weil ich glaube, dass eine ganze Menge Lebensfreude verloren gegangen ist.

Vielleicht hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir einen Rat geben, wie man sich wirklich motivieren kann.

Liebe Grüße

Martina

Hallo !

Wirklich 50 mg???

Nicht nur 5 mg??

Du nimmst die zehnfache der normalen Menge!!
mfgConrad

Hallo Conrad, 50 mg sind eigentlich eine niedrige Dosierung, die niedrigste ist wohl 25 mg/ Tag.
Warum fragst Du, kennst Du Dich aus??

Martina

Mahlzeit,

ich muss 50 mg Methoprolol, wegen einer einmalig auftretenden
Herzrhythmusstörung einnehmen.

das verstehe ich nicht ganz. Wegen einer einmaligen Störung gleich eine regelmäßige Einnahme? Wie wurde das begründet?

Irgendwie denke ich aber, ich
bin nicht mehr ich, weil ich auch antriebsloser und müder bin
als vorher. Im Zuge dessen habe ich auch noch zugelegt.

Das hat auch damit zu tun, daß Dein Grundumsatz sinkt, d.h. dein Körper verbraucht weniger Energie als ohne Betablocker - Du solltest Deine Essgewohnheiten anpassen.

Von Seiten des Arztes wird mir gesagt, dass das Ganze eher
eine lebensverlängernde Therapie wäre und es fast schon zum
guten Ton in Amerika gehört, so was einzunehmen.

?

Wenn das die einzige Begründung für die Verordnung ist, würde ich mich mal schnell nach einem anderen Arzt umsehen… Bist Du sicher, daß es nur um die Herzrhythmusstörung ging und nicht z.B. um erhöhten Blutdruck?

Wie kann man sich wieder in Gang setzen, versuche es gerade
mit Sport, Kaffee habe ich auch noch nie getrunken. Manchmal
könnte ich schon nach dem Aufstehen wieder einschlafen, das
war vorher nie der Fall!

Geht mir genauso. Sport hilft (ich laufe), aber nur während dessen - hinterher und davor bin ich wieder müde. Ich könnte überall und jederzeit einschlafen.

Ich bin ziemlich traurig darüber, weil ich glaube, dass eine
ganze Menge Lebensfreude verloren gegangen ist.

Sprich doch mit Deinem Arzt darüber.

Vielleicht hat einer ähnliche Erfahrungen gemacht und kann
mir einen Rat geben, wie man sich wirklich motivieren kann.

Nicht wirklich. Was Du beschreibst, ist eine typische Nebenwirkung des Betablockers. Nicht jeder erlebt sie gleich, manche mehr, manche weniger. Aber Du solltest vielleicht abklären, ob bei dieser Therapie der Nutzen oder doch die Nachteile überwiegen. Eventuell gibt es andere Antiarrythmika, die Dir ohne diese Nachteile helfen!

Gruß und gute Besserung

Sancho

Mahlzeit!

Wirklich 50 mg???
Nicht nur 5 mg??
Du nimmst die zehnfache der normalen Menge!!

Wie kommst du darauf? http://www.netdoktor.de/medikamente/100004288.htm
Und überhaupt: was heißt normal?

Gruß

Sancho

Hi!

Wirklich 50 mg???

Nicht nur 5 mg??

Es gibt hunderte verschiedene Betablocker auf dem Markt, die einen werden niedrig dosiert mit meinetwegen 5 mg, die anderen aber mit 100 mg und mehr! Es kommt auf den Wirkstoff an!
Da du nicht weißt, um welchen Betablocker es sich handelt, kannst du auch nicht sagen, ob es die 10fache Dosis ist.

Gruß,
Sharon

Hi!

Müdigkeit ist eine häufige Nebenwirkung von Betablockern allgemein.
Allerdings tritt diese Nebenwirkung meist nur am Anfang der Therapie auf, später gibt sich das meist wieder.
Darum hast du - nach Rücksprache mit deinem Arzt! - zwei Möglichkeiten:

  1. du nimmst das Präparat weiter und wartest ab, bis sich die Müdigkeit gibt
  2. du wechselst auf einen anderen Betablocker. Eventuell ist ein anderes verträglicher für dich, es könnte aber auch sein, daß du auch hier unter Müdigkeit leidest.

Besprich das doch mit deinem Arzt!

Gruß,
Sharon

Ich nehme seit 10 Jahren 5 mg täglich. Würde ich 50 nehmen, wäre ich wohl scheintot.

mfgConrad

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Hi Martina

wegen einer einmalig auftretenden
Herzrhythmusstörung einnehmen

Grundsätzlich sehe ich das erstmal so wie Sancho.
Wegen einer einmalig aufgetretenen Rhythmusstörung ohne sonstige Herz-Kreislauf-Probleme (Blutdruck etc) würde ich auch nicht auf längere Zeit Beta-Blocker nehmen oder gar verordnen.
Eine Rhythmus-Störung kann viele Ursachen haben, oftmals psychosomatische. Das wäre abzuklären.
Gruß,
Branden

Das bezweifle ich

Ich nehme seit 10 Jahren 5 mg täglich.

Du nimmst 5 mg METOPROLOL? Glaube ich nicht. Ich kann mir keine medizinische Indikation für eine deart niedrige Dosierung vorstellen. Die Normaldosis beträgt 50 bis 100 mg. 5 mg haben praktisch keine Wirkung mehr. Wenn Du tatsächlich 5 mg Metoprolol nimmst, kannst Du Dir (bzw. uns) das Geld sparen.

Benni

Grüß Gott Martina,

ich bin nicht vom Fach, erinnere mich aber, dass eine meiner Großtanten, die seit Menschengedenken als Frohnatur bekannt war, eines Tages unter schlimmen Depressionen litt.

Sie verbrachte Wochen oder Monate wieder und wieder in psychatrischen Anstalten und nahm Psychopillen all die Zeit. Die ganze Familie war bestürzt, eben weil ein solches Verhalten gar nicht zu dieser sonst temperamentvollen, extrovertierten Frau, deren Schnabel nie still stand, passte …

Nach 10 leidvollen Jahren kam ein Heilpraktiker darauf, dass ihr an diesem Zusatand Schuld sein könnte und setzte es ab - Tante L. ist wieder die Alte - ohne Therapie, Psychodrops und sonstwas.

Schade, dass ihr 10 Jahre ihres Lebens durch diesen Pharmadreck geraubt wurden :frowning:( aber irgendwie sollte es wohl so sein?

lG
sine

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Hallo Conrad,

Ich nehme seit 10 Jahren 5 mg täglich. Würde ich 50 nehmen,
wäre ich wohl scheintot.

könnte es sein, dass Du den Wirkstoff Bisoprolol einnimmst? Metoprolol ist eine ganz andere Substanz (aber auch ein Betablocker) und deren Dosierung ist höher. Das darf man nicht 1:1 vergleichen.

LG
Huttatta

Schade, dass ihr 10 Jahre ihres Lebens durch diesen
Pharmadreck geraubt wurden

Was zu beweisen wäre. Gerade psychische Erkrankungen sprechen sehr gut auch auf psychische Behandlungen an. Da kann ein Heilpraktiker Wunder wirken, ohne daß er dafür groß etweas tun müßte.

Dieser „Pharmadreck“ hat dagegen Millionen von Menschen das Leben gerettet und tut das bis heute. Bekanntlich gehört Hypertonie und ihre Folgen zu den Top 3 der häufigsten Todesursachen. Hoffen wir also gemeinsam, daß der Heilpraktiker nicht irgendwann Deine Großtante auf dem Gewissen hat.

Benni

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Hi,

Wirklich 50 mg???

Nicht nur 5 mg??

Es gibt hunderte verschiedene Betablocker auf dem Markt, die
einen werden niedrig dosiert mit meinetwegen 5 mg, die anderen
aber mit 100 mg und mehr! Es kommt auf den Wirkstoff an!
Da du nicht weißt, um welchen Betablocker es sich handelt,
kannst du auch nicht sagen, ob es die 10fache Dosis ist.

Naja, wenn man das ausgangsposting liest, weiß man schon, dass es sich um metoprolol handelt.
Das wird typischerweise mit 50-100mg dosiert.

LG Alex:smile:

Hallo Leute,

ich bin einfach sprachlos, was ich für eine Diskussion ausgelöst habe und bin wirklich dankbar dafür, dass Ihr mir wertvolle Tipps gegeben habt, die auf jeden Fall eine Nachfrage rechtfertigen.

Wie es so ist, geht man nicht unbedingt immer gleich zum Arzt. Ich habe in meiner Jugend und noch bis ich fast an die Fünfzig war sehr viel Sport getrieben. Dann hat mich plötzlich Videoschnitt und -komposition so gefangen genommen, dass ich mich nicht mehr so regelmäßig bewegt habe. Die Kinder waren aus dem Haus und ich lebte einfach ruhiger, zumindest zuhause. Der Stress auf der Arbeit und zeitweise mir dem Partner waren aber sehr hoch. Wahrscheinlich habe ich alles immer super kompensieren können durch meinen überdurchschnittlichen Ausgleichssport. Durch das Älterwerden und das Ansteigen von Berufsbelastungen, dennoch als gut empfunden und das sich weniger bewegen, bin ich höchstwahrscheinlich in dieses Dilemma gerutscht. Nach einer turbulenten Woche machten wir am Sonnabend einen Ausflug, geruhsam, als wir zurückkamen, bemerkte ich einen unruhigen stolprigen Herzschlag, der sich nicht wieder normalisierte und mich veranlasste ins KH zu gehen, ist bei mir um die Ecke. Mir ging es weder schlecht, noch hatte ich Angstzustände, noch Schmerzen— es war nur ein Gefühl.

Der Art stellte ein Flattern fest, was eine Info war, die ich bekam. Man versuchte diese Ungereimtheit durch eine Tablette zu beseitigen, was nicht gelang. Danach wurde das Herz angestoßen und alles war OK. Ich bekam 100 mg Betablocke und war superruhig, hatte jedoch das Gefühl einen Riesenstein auf der Brust zu haben und war irgendwie sehr niedergeschlagen. Der Blutdruck war zeitweise sehr im Keller.

Ich war davor nie wegen einer Bluthochdruckerkrankung in Behandlung, der Oberarzt stand vor einem Rätsel und fragte mich scherzhaft, ob der Grund wenigstens eine Riesenfeier am Tag vorher gewesen sei, was ich verneinte.

Ich hatte zwei Tage zuvor jedoch mit der Einnahme von Dichlofenac begonnen, wegen massiver Schulterschmerzen, im Beipackzettel stand " Herzrhythmusstörungen möglich". Auf meine Frage nach diesem Grund wurde mir keine befriedigende Aussage gegeben. Man machte eine Herzuntersuchung, alles ok, nichts auffällig und das war es. Mein Hausarzt senkte die hohe Dosis auf 50 mg und fortan nehme ich das ein.

Natürlich habe ich Angst, dass mir sonst irgendetwas passiert, nicht immer ist das KH so nahe.

Ich habe jetzt im Internet noch viele Forumsbeiträge gelesen, wo Leute ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Demnach sollen Betablocker sehr auf die Kondition gehen, den Stoffwechsel verlangsamen und depressiv machen Aber dann eher depressiv als tot oder?

Einige Ärzte sagten man könne auch ACE-Hemmer versuchen, Betablocker ausschleichen und ACE H im gleichen Masse einnehmen. Danke an Euch alle, Ihr habt mir den Anstoß gegeben, mich noch mal wirklich beraten zu lassen.

Ihr seid einfach klasse.

Liebe Grüße an alle

Martina

Hallo Martina,

ich nehme auch das Metoprolol - musste hoch bis auf 100mg und fühlte mich wie mit Handbremse auf der Autobahn :smile:
Hab das meinem Doc erklärt und auch gefragt, ob es Alternativen gäbe. Er riet mir, den Blocker noch 1-2 Monate zu nehmen. Normalerweise würde sich alles wieder einpendeln… Der Körper muss sich ja auch erst einmal an seine „gebremste Version“ gewöhnen. Ich solle durchhalten, weil er es für das für mich geeignetste Medikament hält. Also habe ich vertraut und es WURDE besser.
Jetzt nach 2 Jahren bin ich schwanger und musste langsam wieder runter auf 25mg. Absetzen könnte auch kommen, weil ich immer noch niedrigen Blutdruck durch die Schwangerschaft habe.

Halte einfach durch, auch wenn es wirklich einschläfernd ist - es wird besser! Aber rede darüber mit Deinem Doc!

Alles Gute für Dich
Carmen

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