Hallo Leute,
ich bin einfach sprachlos, was ich für eine Diskussion ausgelöst habe und bin wirklich dankbar dafür, dass Ihr mir wertvolle Tipps gegeben habt, die auf jeden Fall eine Nachfrage rechtfertigen.
Wie es so ist, geht man nicht unbedingt immer gleich zum Arzt. Ich habe in meiner Jugend und noch bis ich fast an die Fünfzig war sehr viel Sport getrieben. Dann hat mich plötzlich Videoschnitt und -komposition so gefangen genommen, dass ich mich nicht mehr so regelmäßig bewegt habe. Die Kinder waren aus dem Haus und ich lebte einfach ruhiger, zumindest zuhause. Der Stress auf der Arbeit und zeitweise mir dem Partner waren aber sehr hoch. Wahrscheinlich habe ich alles immer super kompensieren können durch meinen überdurchschnittlichen Ausgleichssport. Durch das Älterwerden und das Ansteigen von Berufsbelastungen, dennoch als gut empfunden und das sich weniger bewegen, bin ich höchstwahrscheinlich in dieses Dilemma gerutscht. Nach einer turbulenten Woche machten wir am Sonnabend einen Ausflug, geruhsam, als wir zurückkamen, bemerkte ich einen unruhigen stolprigen Herzschlag, der sich nicht wieder normalisierte und mich veranlasste ins KH zu gehen, ist bei mir um die Ecke. Mir ging es weder schlecht, noch hatte ich Angstzustände, noch Schmerzen— es war nur ein Gefühl.
Der Art stellte ein Flattern fest, was eine Info war, die ich bekam. Man versuchte diese Ungereimtheit durch eine Tablette zu beseitigen, was nicht gelang. Danach wurde das Herz angestoßen und alles war OK. Ich bekam 100 mg Betablocke und war superruhig, hatte jedoch das Gefühl einen Riesenstein auf der Brust zu haben und war irgendwie sehr niedergeschlagen. Der Blutdruck war zeitweise sehr im Keller.
Ich war davor nie wegen einer Bluthochdruckerkrankung in Behandlung, der Oberarzt stand vor einem Rätsel und fragte mich scherzhaft, ob der Grund wenigstens eine Riesenfeier am Tag vorher gewesen sei, was ich verneinte.
Ich hatte zwei Tage zuvor jedoch mit der Einnahme von Dichlofenac begonnen, wegen massiver Schulterschmerzen, im Beipackzettel stand " Herzrhythmusstörungen möglich". Auf meine Frage nach diesem Grund wurde mir keine befriedigende Aussage gegeben. Man machte eine Herzuntersuchung, alles ok, nichts auffällig und das war es. Mein Hausarzt senkte die hohe Dosis auf 50 mg und fortan nehme ich das ein.
Natürlich habe ich Angst, dass mir sonst irgendetwas passiert, nicht immer ist das KH so nahe.
Ich habe jetzt im Internet noch viele Forumsbeiträge gelesen, wo Leute ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Demnach sollen Betablocker sehr auf die Kondition gehen, den Stoffwechsel verlangsamen und depressiv machen Aber dann eher depressiv als tot oder?
Einige Ärzte sagten man könne auch ACE-Hemmer versuchen, Betablocker ausschleichen und ACE H im gleichen Masse einnehmen. Danke an Euch alle, Ihr habt mir den Anstoß gegeben, mich noch mal wirklich beraten zu lassen.
Ihr seid einfach klasse.
Liebe Grüße an alle
Martina