Gallenkolik ohne Gallenblase

Hallo,

gestern vor zwei Wochen wurde meine Gallenblase entfernt, alles gut verlaufen, war schon am nächsten Tag wieder zu Hause.

Nun hatte ich schon dreimal genau die Schmerzen, die ich auch immer bei einer Gallenkolik hatte, nur machte sich der Schmerz statt im rechten Oberbauch nun mehr in der Mitte bemerkbar, dazu wieder, wie auch bei den Gallenkoliken, unerträgliche Rückenschmerzen.

Letzte Woche beim Fädenziehen (in der Nacht zuvor hatte ich das erste Mal wieder diese Schmerzen) hab ich meinem Hausarzt davon berichtet, der meinte, das könne durchaus vorkommen, weil der Körper sich erst umstellen muss.

Mittlerweile hatte ich bereits dreimal das Vergnügen, das kann es aber doch wohl nicht sein, oder? Hat vielleicht jemand nach einer Gallenblasenentfernung ähnliche Erfahrungen gemacht?

Danke und Gruß,
Doro

Das hätte man Dir aber vor der OP erklären müssen :

Die Enfernung der Gallenblase smt den Steinen, bedeutet nicht das Ende der Koliken.

Es können noch Steine in den Gängen herumliegen, die eigentlichen Verursacher.
Diese sind während der OP kaum auffindbar.

mfgConrad

Hallo Doro,

abgesehen von übriggebliebenen Steinen, kann man die äußere Narbe und auch den Bereich, in dem die Gallenblase vorher war, behandeln.
Es gibt Ärzte, die Narben unterspritzen, und damit Ruhe reinbringen und Osteopathen können mit Deinem Beschwerdebild eventuell auch etwas anfangen. Was den Hoöopathen einfällt, weiß ich nicht, aber ich würde allgemein etwas für Deine Genesung und die Leber tun.
Narbenbehandlung, bis in die Tiefe, ist ein wichtiges Thema, wobei ich auch bei anderen OPs, wie Kaiserschnitten, nie versäume, die Narbe ausgiebig zu behandeln, bis sie komplett reizfrei und in allen Schichten beweglich ist.

Gruß
Kathy

gestern vor zwei Wochen wurde meine Gallenblase entfernt,
alles gut verlaufen, war schon am nächsten Tag wieder zu
Hause.

Nun hatte ich schon dreimal genau die Schmerzen, die ich auch
immer bei einer Gallenkolik hatte, nur machte sich der Schmerz
statt im rechten Oberbauch nun mehr in der Mitte bemerkbar,
dazu wieder, wie auch bei den Gallenkoliken, unerträgliche
Rückenschmerzen.

Letzte Woche beim Fädenziehen (in der Nacht zuvor hatte ich
das erste Mal wieder diese Schmerzen) hab ich meinem Hausarzt
davon berichtet, der meinte, das könne durchaus vorkommen,
weil der Körper sich erst umstellen muss.

Mittlerweile hatte ich bereits dreimal das Vergnügen, das kann
es aber doch wohl nicht sein, oder? Hat vielleicht jemand nach
einer Gallenblasenentfernung ähnliche Erfahrungen gemacht?

Danke und Gruß,
Doro

Das hätte man Dir aber vor der OP erklären müssen :

Hat man aber nicht.

Es können noch Steine in den Gängen herumliegen, die
eigentlichen Verursacher.
Diese sind während der OP kaum auffindbar.

Und was macht man, um diese evtl. zu finden?

Gruß,
Doro

Hallo,

die Gallenblase ist ein Vorratsbehälter für Gallenflüssigkeit, aus der der Körper bei Bedarf diese abrufen kann, z.B. zur Fettverdauung. Die Reaktionen verschiedener Menschen auf die Entfernung der Gallenblase ist sehr unterschiedlich, einige können sofort zur Tagesordnung übergehen, bei anderen muss sich die Gallenproduktion in der Leber erst einspielen, und daher ist Schonkost angesagt. Bei wieder anderen gibt es nach der Entfernung Unverträglichkeiten. Außerdem besteht tatsächlich die Möglichkeit weiterer Koliken durch Steine im Gallengang. Ich würde mit einer fettarmen Kost versuchen die Sache einzugrenzen.

Bei Dir könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es sich noch um die Schmerzen nach der minimalinvasiven OP handelt. Dabei wird die Bauchhöhle mit Gas „aufgeblasen“, damit der Operateur mit Kamera und Endoskop besser sehen und arbeiten kann. Dieses Gas verbleibt teilweise im Körper und steigt nach oben, bis es resorbiert wird. Dadurch entstehen nach so einer OP typische Schmerzen im oberen Rücken und in den Schultern. Weiterhin neigt man durch den Wundschmerz zu Verspannungen im Brustwirbelbereich. Diese Beschwerden verschwinden aber relativ schnell wieder.

Gruß,

Myriam

Hallo,

die Gallenblase ist ein Vorratsbehälter für Gallenflüssigkeit,
aus der der Körper bei Bedarf diese abrufen kann, z.B. zur
Fettverdauung. Die Reaktionen verschiedener Menschen auf die
Entfernung der Gallenblase ist sehr unterschiedlich, einige
können sofort zur Tagesordnung übergehen, bei anderen muss
sich die Gallenproduktion in der Leber erst einspielen, und
daher ist Schonkost angesagt. Bei wieder anderen gibt es nach
der Entfernung Unverträglichkeiten. Außerdem besteht
tatsächlich die Möglichkeit weiterer Koliken durch Steine im
Gallengang. Ich würde mit einer fettarmen Kost versuchen die
Sache einzugrenzen.

Ich esse schon seit ca. einem Jahr sehr fettarm, fettarmer geht nicht mehr. Hab natürlich in der Zeit auch sehr viel abgenommen. Und wenn nun noch Steine im Gallengang liegen, wie kann man diese erkennen?

Bei Dir könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es sich noch
um die Schmerzen nach der minimalinvasiven OP handelt. Dabei
wird die Bauchhöhle mit Gas „aufgeblasen“, damit der Operateur
mit Kamera und Endoskop besser sehen und arbeiten kann. Dieses
Gas verbleibt teilweise im Körper und steigt nach oben, bis es
resorbiert wird. Dadurch entstehen nach so einer OP typische
Schmerzen im oberen Rücken und in den Schultern.

Diese Schmerzen hatte ich bis ca. 2 Tage nach der Operation, deshalb fällt mir die Unterscheidung relativ leicht.

Weiterhin
neigt man durch den Wundschmerz zu Verspannungen im
Brustwirbelbereich. Diese Beschwerden verschwinden aber
relativ schnell wieder.

Wundschmerz hatte ich eigentlich so gut wie gar nicht, ich hatte nur diese 2 Tage Schulterschmerzen, danach war eigentlich alles relativ entspannt.

Ich hatte ja vor der OP schon etliche Gallenkoliken, weiß deshalb ganz genau, wie sich das anfühlt. Es sind schon die gleichen Schmerzen wie mit Gallenblase, auch da hatte ich immer, zusätzlich zum Schmerz unter dem rechten Rippenbogen, wahnsinnige Rückenschmerzen. Genau so ist es jetzt auch wieder, nur das eben diesmal der Schmerz nicht mehr unter dem Rippenbogen, sondern etwas mehr in die Bauchmitte gerückt ist.

Wie auch immer, am Montag werde ich meinen Hausarzt aufsuchen, das halte ich auf keinen Fall noch länger bzw. öfter aus, wer schon mal eine Gallenkolik hatte, der weiß, wovon ich spreche.

Danke dir für deine Antwort.

Gruß,
Doro

Ich esse schon seit ca. einem Jahr sehr fettarm, fettarmer
geht nicht mehr.

Möglicherweise sind auch andere Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Kohl oder Pilze die Ursache, oder zu schlechtes Kauen, zu viel auf einmal Essen, zu schnelles Essen, zu starke Gewürze …

abgenommen.

Meine Frau hat „dank“ Gallenproblemen 30kg verloren. Auch nach der Gallenblasenentfernung hatte sie noch mit Übelkeit zu kämpfen. Koliken hatte sie nicht, allerdings auch vorher nicht, nur Druckgefühl und Übelkeit. Erst eine Umstellung auch Vollwerternährung und Wohlfühlen durch viel Sport hat den Erfolg gebracht.

Und wenn nun noch Steine im Gallengang liegen, wie
kann man diese erkennen?

Ich bin nicht sicher, ob die Dinger auf dem Ultraschall (je nach „Speckschicht“) zu sehen wären.

Diese Schmerzen hatte ich bis ca. 2 Tage nach der Operation,
deshalb fällt mir die Unterscheidung relativ leicht.

OK, das scheidet dann wohl aus.

Wie auch immer, am Montag werde ich meinen Hausarzt aufsuchen,

Wenn Du Dich dort nicht ausreichend betreut fühlst, wäre evtl. der besuch beim Internisten angeraten.

das halte ich auf keinen Fall noch länger bzw. öfter aus, wer
schon mal eine Gallenkolik hatte, der weiß, wovon ich spreche.

Ja, das ist spaßig, ich weiß. Meine Gallenblase ist schon seit 2 1/2 Jahren draußen und außer einem kleinen Problem mit gelegentlichem Durchfall nach Milchprodukten oder frischem Obst habe ich zum Glück keine Probleme.

Gute Besserung!

Myriam

Hallo Doro

hat man bei dir einmal auf Verschluss der Vaterschen Papile geschaut - oder wie immer sich das genau schreibt.

Da setzen sich auch mal gerne Steine fest - aber meistens hat man dann auch schlechte Blutwerte von der Bauchspeicheldrüse her!

Gruß
Claudia

Eine Ultraschalluntersuchung.

Viele Patienten haben gerade nach der Entfernung der Blase weiterhin Koliken. Reste bzw Kleinstteile sitzen irgendwo fest. Sie sind sehr schlecht zu finden.

Frag mal deinen Hausarzt.

mfgConrad

Hallo Claudia,

hat man bei dir einmal auf Verschluss der Vaterschen Papile
geschaut - oder wie immer sich das genau schreibt.

Nicht, dass ich wüßte.

Da setzen sich auch mal gerne Steine fest - aber meistens hat
man dann auch schlechte Blutwerte von der Bauchspeicheldrüse
her!

Im Krankenhaus hat man am Tag nach der OP noch mal eine Blutuntersuchung gemacht, die war wohl in Ordnung. Ich hab keine Ahnung, ob eine nochmalige Kontrolle vorgesehem ist, gesagt hat mir jedenfalls niemand was. Aber da ich am Montag zum Arzt gehe, kann ich das ja nochmal ansprechen.

Gruß,
Doro