Zecken - Auf jeden Fall Untersuchung?

Hallo, ist es ratsam nach einem Zeckenbiss bzw. Zeckenentfernung eine Untersuchung beim Arzt vorzunehmen, also ich denke eine Blutuntersuchung? Es wird ja immer vor Borreliose gewarnt, auch wenn nur vielleicht 3% davon betroffen sind. Wie soll man es denn vorher erkennen, wenn man nicht eine Blutuntersuchung vornimmt?
Viele Grüße Jens

Hallo Jens,

so aus laienhafter Erfahrung als Mutter würde ich sagen, du solltest in den nächsten Tagen und Wochen vor allem darauf achten, ob sich um den Zeckenbiss ein roter Hof zeigt, wenn dem so sein sollte auf alle Fälle ab zum Arzt. Und zukünftig bei Erkrankungen - vor allem des Bewegungsapperates die irgendwie nicht richtig abklärbar sind, immer an den Zeckenbiss denken und dem Arzt das sagen.

Bin mir sicher, dass man da auch eine Blutuntersuchung machen kann, aber wahrscheinlich wirst du die selbst zahlen müssen.

Grüssle
Brigitte

Hallo Jens,

Du könntest ja beispielsweise auch die Zecke aufheben und auf Borelien oder FSME untersuchen lassen.
Zum Beispiel das Labor Synlab in Bayern führt solche Tests durch.

In der Regel nimmt man die Zecke zum Arzt mit, der schickt sie ein und teilt Dir dann das Ergebnis & die entsprechenden Konsequenzen für Dich mit.
Der Labortest wird allerdings meines Wissens nicht von der Krankenkasse übernommen…

Liebe Grüße
von
Stefanie

hallo Jens,

ich würde Dir auf jeden Fall eine Blutuntersuchung auf Borrelien empfehlen. Je früher Du handelst um so besser. Ich habe Borreliose und habe mich nie um Zeckenbisse gekümmert, das war ein sehr grosser Fehler, jetzt hat es mich sehr arg erwischt und ich hänge jeden Tag am Tropf und bekomme Infusionen mit hochdosierten Antibiotika. Ich würde an Deiner Stelle folgendermassen vorgehen:

1.) SOFORT zum Arzt und Blut auf Borrelien testen lassen.

wenn Ergebnis positiv, ist Alarmstufe 1 gegeben, dann müssen SOFORT Antibiotika eingenommen werden.

2.) wenn Ergebnis positiv ist, auf jeden Fall weiter handeln und spezifische Borreliosetests machen lassen

  • LTT = Lymphozytentransformationstest
  • Westernblot= Bandenspezifität
  • ELISA= Suchtest

um die Schwere der Infektion feststellen zu können …

Die Borreliose ist eine sehr heimtückische Erkrankung, sie kann alle möglichen Krankheitsbilder immitieren, von Herzbeschwerden über Kopfschmerzen, Meningitis, Gelenkbeschwerden und Nervenleiden.

viele Grüsse

chatboy

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Typisch, aber nicht immer vorhanden ist die Rötung um die Einstichstelle die sich vergrößert und einen Ring bildet. Nach 2 Wochen kann man einen Antikörpertest auf IgM- Antikörper machen. Wenn dieser positiv ist, zeigt das an, dass es sich um eine erst kürzlich erfolgte Infektion handelt.
Udo Becker

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