Schwellung am Hals
Von: , Frage gestellt am Di, 10. Jul 2007
Hallo, alle miteinander!
Es geht um meinen Freund, er ist 34 Jahre alt und an sich kerngesund.
Ca. in der zweiten Juniwoche hatte er - quasi über Nacht - eine Schwellung an der rechten Halsseite. Sie war in etwa so groß wie eine Walnuss und auch relativ schmerzhaft, vor allem, wenn er den Kopf drehte. Er blieb zwei Tage damit im Bett liegen, weil sein Allgemeinzustand auch nicht besonders gut war. Zum Arzt ging er zunächst nicht, denn zum einen schiebt er Arztbesuche grundsätzlich so lang wie möglich vor sich her (was ich natürlich gar nicht unterstütze!!), zum anderen vermutete er einen Insektenstich, der sich entzündet hatte. Nach 2-3 Tagen ging es ihm auch schon wieder ganz gut.
Ca. 1 1/2 Wochen später trat diese Schwellung erneut auf, nur diesmal wesentlich größer (locker faustgroß) und mit heftigeren Auswirkungen. Es war diesmal arg genug, dass er sich von mir zum Arzt bringen ließ. Dieser ordnete die sofortige Einweisung ins Krankenhaus, HNO-Abteilung, an. Obwohl ich mit meinem Auto sofort hätte losfahren können,hielt der Arzt die Situation für so bedrohlich, dass er ausdrücklich auf den Transport mit dem Rettungswagen bestand.
Ich fuhr also hinterher und war daher bei der Untersuchung anwesend. Zwei Ärzte beschäftigten sich mit meinen Freund. Sie fanden es sehr absonderlich, dass die Schwellung gekommen, dann erstmal gegangen und schließlich wieder gekommen war. Eine Ultraschalluntersuchung blieb jedoch befundlos. Das Blutbild wies sehr erhöhte Entzündungswerte auf. Zum Erstaunen des Oberarztes befand sich jedoch kein Eiter in der Schwellung (dies testete er, in dem er eine lange Spritze hineinschob und aufzog - ausser etwas Blut kam jedoch nichts dabei heraus). Wegen der Blutwerte kam es dann zu einer stationären Behandlung mit Antibiothika. Drei mal täglich eine Infusion. In den ersten Tagen wurde die Schwellung auch kleiner, so dass man am sechsten Tag wieder entließ und Antibiothika in Tablettenform verschrieb.
Die erste Nachsorgeuntersuchung nach ca. 3-4 Tagen war in den Augen der Ärztin ganz zufriedenstellend. Bei der zweiten war man schon kritischer, denn die Schwellung hatte sich nicht weiter zurückgebildet und man wunderte sich schon, dass mein Freund die Medikamente schon so lange so gut verträgt. Dann sagte man ihm, wenn es bei der nächsten Untersuchung nicht deutlich besser geworden ist, würde man eine Gewebeprobe entnehmen müssen. Diese Untersuchung war heute. Obwohl die Schwellung nicht deutlich besser geworden ist, bekam mein Freund kein neues Rezept und eine Probe wurde auch nicht entnommen. Man sagte ihm nur, dass er weiterhin "beobachten" soll und wenn es am Montag nicht besser wäre, müßte man erneut stationär behandeln.
Was ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass bis heute noch keine genaue Diagnose vorliegt.
Meine Frage ist: Kann mein Freund - wenn es bis Montag nicht besser geworden ist - in ein anderes Krankenhaus? Er scheut sich davor, sich in dieser Klinik weiter behandeln zu lassen, und um ehrlich zu sein, kann ich das gut verstehen. Wie kompliziert wäre ein solcher Wechsel (wegen der Krankenakte usw.) bzw. ist ein solcher Wechsel überhaupt möglich?
Und: Hat einer von Euch eine Ahnung, was das sein könnte?
Für jede Antwort bin ich sehr dankbar!
Liebe Grüße von
sorgloseSusi
