Hallo, alle miteinander!
Es geht um meinen Freund, er ist 34 Jahre alt und an sich kerngesund.
Ca. in der zweiten Juniwoche hatte er - quasi über Nacht - eine Schwellung an der rechten Halsseite. Sie war in etwa so groß wie eine Walnuss und auch relativ schmerzhaft, vor allem, wenn er den Kopf drehte. Er blieb zwei Tage damit im Bett liegen, weil sein Allgemeinzustand auch nicht besonders gut war. Zum Arzt ging er zunächst nicht, denn zum einen schiebt er Arztbesuche grundsätzlich so lang wie möglich vor sich her (was ich natürlich gar nicht unterstütze!!), zum anderen vermutete er einen Insektenstich, der sich entzündet hatte. Nach 2-3 Tagen ging es ihm auch schon wieder ganz gut.
Ca. 1 1/2 Wochen später trat diese Schwellung erneut auf, nur diesmal wesentlich größer (locker faustgroß) und mit heftigeren Auswirkungen. Es war diesmal arg genug, dass er sich von mir zum Arzt bringen ließ. Dieser ordnete die sofortige Einweisung ins Krankenhaus, HNO-Abteilung, an. Obwohl ich mit meinem Auto sofort hätte losfahren können,hielt der Arzt die Situation für so bedrohlich, dass er ausdrücklich auf den Transport mit dem Rettungswagen bestand.
Ich fuhr also hinterher und war daher bei der Untersuchung anwesend. Zwei Ärzte beschäftigten sich mit meinen Freund. Sie fanden es sehr absonderlich, dass die Schwellung gekommen, dann erstmal gegangen und schließlich wieder gekommen war. Eine Ultraschalluntersuchung blieb jedoch befundlos. Das Blutbild wies sehr erhöhte Entzündungswerte auf. Zum Erstaunen des Oberarztes befand sich jedoch kein Eiter in der Schwellung (dies testete er, in dem er eine lange Spritze hineinschob und aufzog - ausser etwas Blut kam jedoch nichts dabei heraus). Wegen der Blutwerte kam es dann zu einer stationären Behandlung mit Antibiothika. Drei mal täglich eine Infusion. In den ersten Tagen wurde die Schwellung auch kleiner, so dass man am sechsten Tag wieder entließ und Antibiothika in Tablettenform verschrieb.
Die erste Nachsorgeuntersuchung nach ca. 3-4 Tagen war in den Augen der Ärztin ganz zufriedenstellend. Bei der zweiten war man schon kritischer, denn die Schwellung hatte sich nicht weiter zurückgebildet und man wunderte sich schon, dass mein Freund die Medikamente schon so lange so gut verträgt. Dann sagte man ihm, wenn es bei der nächsten Untersuchung nicht deutlich besser geworden ist, würde man eine Gewebeprobe entnehmen müssen. Diese Untersuchung war heute. Obwohl die Schwellung nicht deutlich besser geworden ist, bekam mein Freund kein neues Rezept und eine Probe wurde auch nicht entnommen. Man sagte ihm nur, dass er weiterhin „beobachten“ soll und wenn es am Montag nicht besser wäre, müßte man erneut stationär behandeln.
Was ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass bis heute noch keine genaue Diagnose vorliegt.
Meine Frage ist: Kann mein Freund - wenn es bis Montag nicht besser geworden ist - in ein anderes Krankenhaus? Er scheut sich davor, sich in dieser Klinik weiter behandeln zu lassen, und um ehrlich zu sein, kann ich das gut verstehen. Wie kompliziert wäre ein solcher Wechsel (wegen der Krankenakte usw.) bzw. ist ein solcher Wechsel überhaupt möglich?
Und: Hat einer von Euch eine Ahnung, was das sein könnte?
Für jede Antwort bin ich sehr dankbar!
Liebe Grüße von
sorgloseSusi
Hallo,Beim ersten Lesen dachte ich an einen geschwollenen Lymphknoten, kommt ein wenig auf die Stelle an.
Aber weshalb die ihn deshalb solang dabehielten, und der Hausarzt so heftig reagierte (Notarzt) weiß ich auch nicht.
ich würde es evtl erst mal mit einem weiteren Hausarzt (Allgemeinarzt oder evtl besser hausärztlicher Intenist) versuchen. Vielleicht hat der einen anderen Ansatz.
Eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit scheint es ja nicht zu sein. (Bluttests), allerdings würde das die Reaktion des Arztes erkläre, wenn er an sowas gedacht hat…
Gruß Susanne
Hallo, Susanne!
Hallo,Beim ersten Lesen dachte ich an einen geschwollenen
Lymphknoten, kommt ein wenig auf die Stelle an.
Nee, Lymphknoten wurde natürlich auch untersucht. Ist in Ordnung.
Aber weshalb die ihn deshalb solang dabehielten, und der
Hausarzt so heftig reagierte (Notarzt) weiß ich auch nicht.
Das kann sich wohl niemand wirklich erklären. Meinem Freund ging es jedenfalls schon richtig besch…eiden. Kaltschweißausbrüche (aber kein Fieber, höchstens morgens etwas erhöht) usw.
ich würde es evtl erst mal mit einem weiteren Hausarzt
(Allgemeinarzt oder evtl besser hausärztlicher Intenist)
versuchen. Vielleicht hat der einen anderen Ansatz.
Das Problem ist ja nun mal, dass mein Freund nicht so ganz viel Einsicht hat. Da es ihm mittlerweile wieder ganz gut geht - abgesehen davon, dass man die Schwellung noch sehen kann -,glaube ich fast, dass er nur noch mir zu liebe überhaupt noch zum Arzt geht…
Eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit scheint es ja nicht
zu sein. (Bluttests), allerdings würde das die Reaktion des
Arztes erkläre, wenn er an sowas gedacht hat…
Gruß Susanne
Vielen Dank, Gruß zurück!
Hi!
Auf welcher Höhe vom Hals war denn das Ding? So was könnte mal eine infizierte Halszyste sein,wenn es sich im oberen Drittel abspielt.
Gruß
Peter
Hallo, Peter!
Die Schwellung war mal so groß, dass sie über die gesamte rechte Halsseite ging. Mittlerweile ist sie recht mittig, würde ich sagen. Was ist eine Halszyste? Und inwiefern infiziert? Meinst Du, mit einem Virus infiziert?
Danke für Deine Antwort.
Gruß,sorgloseSusi
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Hi!
Eine Halszyste ist ein Relikt aus der Embryonalentwicklung, das bei einigen Menschen vorhanden ist und als eine Art Kugel im Gewebe liegen kann. Die Veränderung ist an sich harmlos, kann sich aber auch mal entzünden, zum Beispiel durch Bakterienaber auch mal als reine Entzündungsreaktion des Körpers.
Mehr dazu zB hier:
http://www.chirurgie-portal.de/hno-hals-nasen-ohren/…
Hoffe, das hilft etwas weiter.
Gruß
Peter
Vielen Dank, Peter, echt klasse Link den du da empfiehlst!
Nachdem ich mir dort den Text durchgelesen und die entsprechenden Zeichnungen angesehen habe, kann ich Dir nur zustimmen. Auch der Ort der Schwellung paßt zur Halszyste. Warum kommen die Ärzte denn nicht auf eine solche Vermutung? Spricht doch alles dafür… Na ja.
Jedenfalls nochmal vielen lieben Dank für deine Bemühungen! Das hilft auf jeden Fall weiter!
Liebe Grüße
sorgloseSusi
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