Kind seit 4 Tagen Fieber

Hallo ihr Wissenden,

hoffe ihr könnt mir vielleicht weiter helfen und micht etwas beruhigen!!!

Am Samstag mittag ist mein Sohn Lars (5 Jahre) rein gegangen und hat sich mit einer Wolldecke auf die Couch gelegt, da dachte ich schon Mist! Temperatur war dann 39,5 Grad und ich habe ihm dann gleich Dolormin Fieber-und Schmerzsaft gegeben! Eine halbe Stunde später ging es ihm wieder besser wegen dem Saft (wirkt bei ihm immer sehr gut und hält die Wirkung für so ca. 5 Stunden). Später jammerte er dann über starke Gliederschmerzen vor allem in den Kniekehlen, Bauchschmerzen und Halsschmerzen. Abends hatte er dann wieder Temperatur, habe ihm Wadenwickel gemacht und vor dem Schlafen noch mal den Fiebersaft gegeben. Die Nacht war dann so um 3 Uhr zu Ende, wieder hohe Temperatur und er hat gejammert über starke Bauchschmerzen. Inzwischen hat er auch gehustet (aber kein Schleim, nur trockener Husten) und war etwas verschnupft. Habe ihm dann erneut Fiebersaft gegegen und wir sind um 6 Uhr zum Notdienst gefahren, da bekam er Eryhexal Saft verschrieben, habe ihm dann am Sonntag 3mal 10ml davon gegeben. Am Sonntag morgen hat er sich zusätzlich noch erbrochen, aber nur 2mal. Essen tut er schon seit Samstag nur sehr wenig. Es ist dann im Verlauf des Sonntags keine Besserung eingetreten. Am Montag morgen war mein Mann dann mit ihm bei unserem Hausarzt, dort wurde ein Scharlach-Schnelltest gemacht und auch die Leukozyten überprüft, kam nichts dabei raus. Der Hals wäre knallrot laut unserem Hausarzt. Da es Lars immer noch unverändert schlecht ging hat er dann Clarithromycin Hexal 125mg/5ml Saft verschrieben bekommen. Von dem Saft habe ich ihm gestern dann 2mal 7,5ml gegeben und heute morgen wieder 7,5ml. Es ging ihm aber unverändert schlecht und immer wieder hohes Fieber. Heute Nacht um 5 Uhr fing er dann an noch zusätzlich über Ohrenschmerzen zu klagen und hatte auch wieder Fieber 39,3 Grad, habe ihm dann wieder den Fieber- und Schmerzsaft gegeben. Wir sind dann gleich um 8 Uhr heute morgen mit ihm zum Kinderarzt gefahren. Während der Wartezeit haben die Ohrenschmerzen etwas nachgelassen, habe mich noch gewundert und plötzlich sah ich wie ganz viel gelbliche Flüssigkeit aus dem Ohr gelaufen kommt. Der Kinderarzt hat Lars dann noch ganz untersucht und gemeint er könne heute nichts machen, weiter Clarithromycin geben und den Fiebersaft bei Bedarf. Er soll auch viel trinken, essen wäre nicht so schlimm. Wenn er morgen früher immer noch Fieber hat und es keine Besserung gibt sollen wir noch mal kommen, dann muss man weiter sehen. Wäre dann wohl ein Virus der nicht auf Antibiotika anspricht.

Was kann das sein? Habt ihr Tipps wie ich meinem Sohn helfen kann? Ich habe ihn noch nie so Krank und so Leiden gesehen! DANKE für eure Hilfe!

Liebe Grüße Ines

Hallo Ines,

wenn meine Kinder mal Fieber hatten, was ich bisher an einer Hand abzählen kann (sie sind etwa so alt wie dein Sohn), dann habe ich das Fieber in der von dir genannten Höhe erst einmal 1 Tag so gelassen und habe sie nur mit etwas kühleren feuchten Lappen, nicht wesentlich kühler als ihre Temperatur, gekühlt.

Ich habe nie sofort mit fiebersenkenden Mitteln gearbeitet. Denn mein Ziel war es, dass die Krankheit durch das Fieber bekämpft wird. Sicher kann man es nicht tagelang sehr hoch lassen, aber ich würde es nicht gänzlich bekämpfen in der ersten Zeit. Es ist ja eine normale Reaktion des Immunsystems, welches Schaden nehmen kann, wenn man diese zerstört, vielleicht sogar noch öfter.

Wenn dir die Schulmedizin nicht helfen kann, dann versuche es doch mit der Homöopathie. Gibt es nicht jemand in deiner Nähe, der sich damit auskennt. Mit Alternativmedizin erzielt man oft erstaunliche Erfolge, so ist meine Erfahrung.

Denn, wie du selbst feststellst, wirkt Anibiotikum irgend wann nicht mehr, wenn es zu rasch verordnet wird.

Ich würde mal noch gelassen bleiben an deiner Stelle. 4 Tage ist ja noch keine lange Zeit für einen grippalen Infekt, wonach es sich zunächst aus der Ferne anhört.

Zur Linderung der Ohrenschmerzen kann man beispielsweise auch eine Zwiebelkompresse machen. Man füllt zerkleinerte angewärmte Zwiebelstücke am besten in einen Mullfingerling und legt diese Packung auf das Ohr.

Zur Linderung der Bauchschmerzen würde ich eine Wärmflasche auflegen oder feucht-warme Umschläge machen, Fenchel-Kümmel-Anis-Tee anbieten zum Trinken.

Gegen Fieber hilft auch der Verzehr von Preiselbeeren, evtl. in einen Vanillepudding gerührt, damit es besser schmeckt.

Vielleicht haben dir meine kleinen Tipps ein bisschen geholfen.

Bleib in jedem Fall ruhig und gelassen und verwöhne dein Kind so gut du kannst.

Alles Gute.

Hallo Ines,

wenn meine Kinder mal Fieber hatten, was ich bisher an einer
Hand abzählen kann (sie sind etwa so alt wie dein Sohn), dann
habe ich das Fieber in der von dir genannten Höhe erst einmal
1 Tag so gelassen und habe sie nur mit etwas kühleren feuchten
Lappen, nicht wesentlich kühler als ihre Temperatur, gekühlt.

Das ist schon richtig, gerade kinder neigen oft zu höherem fieber, also ein Kind kann auch mal einen Tag 40 Grad aushalten, bei einem Erwachsenen würde ich allerdings auch schon ab 39,5 und strakem Krankheitsgefühl zu Paracetamol greifen (nur Fieber senken, nicht Schmerzen behandeln die noch gar nicht da sind)

Ich würde mal noch gelassen bleiben an deiner Stelle. 4 Tage
ist ja noch keine lange Zeit für einen grippalen Infekt,
wonach es sich zunächst aus der Ferne anhört.

Also für mich hört sich das nicht nach einem banalen grippalen Infekt an, allerdings auch nicht nach einer bakteriellen Geschichte sonder eher einem Virus. Bei Viren gibt es schnellen Temp-Anstieg und starkes Krankheitsgefühl, bei Bakterien meist einen langsameren Anstieg und noch eine Zeit in der das Kind zwar schon infiziert ist und leicht fiebrig, aber noch quitsch fidel und 39,5 hindern ein Bakteriell verseuchtes Kind eigentlich nicht unbedingt am Spielen.
Und wenn es was Virales ist, können Antibiotika auch nichts bringen, denn die wirken nur bei Bazillen.
Komisch das der Arzt nicht drauf kam. Ich würde nochmal einen anderen Arzt aufsuchen(evtl. Ohrenarzt), gerade das aus den Ohren laufende Sektret (Stinkts, dann ist es Eiter)lässt mich wundern, denn wenn die Ohren mitbetroffen sind, kann es zum einen folgen für das Hörvermögen haben(für immer) oder sich unbehandelt auf andere Bereiche des Kopfes (zB. Gehirn) auswirken.

Wundert mich dass der Arzt nicht auch auf Viren untersucht hat (Blutabnahme)und nur auf Scharlach. Hat er einen abstrich von den Ohren genommen?.
Gruß Susanne

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Hallo,

also ich muss sagen das mein Sohn die Paracetamol Zäpfchen nicht verträgt und darum den Dolormin Schmerz- und Fiebersaft hat! Bei meinem Sohn steigt das Fieber immer sehr schnell ins unermessliche und ab 39,5 Grad fängt er auch schon an etwas apatisch zu werden. Ich habe ihm nie den Saft unter 39,5 verabreicht und den Anstieg mit dem Ohrtermometer genau verfolgt. Er hatte auch mindestens 3-4mal über 40 Grad gehabt in den letzten 4 Tagen.

Der Kinderarzt heute hat gesagt das Antibiotika hat noch Zeit bis morgen anzuschlagen, 48 Stunden müssten wir ihm schon geben. Ich persönlich habe keine Ahnung davon. Morgen früh sollte dann Blut untersucht werden.

Inzwischen hat mein Sohn eindeutig eine Erdbeerzunge bekommen!!! Habe eben noch mal beim Kinderarzt angerufen und der meinte Clarithormycin müsste dann noch anschlagen. Wir sind jetzt noch mal für morgen früh einbestellt. Inzwischen hat er schon wieder 39,6 Grad Temperatur und klagt über Ohrweh. Unser HNO-Arzt ist leider im Urlaub, habe ich heute morgen als erstes versucht anzurufen.

Muss ich mir jetzt Gedanken um unseren zweiten Sohn (4 Monate alt, wird voll gestillt) machen?

Liebe Grüße Ines

Muss ich mir jetzt Gedanken um unseren zweiten Sohn (4 Monate
alt, wird voll gestillt) machen?

HAllo, halte die beiden in getrennten Zimmern und wasch dir jedesmal die Finger, nachdem du beim Großen warst. Du kannst auch eine Desinfektionsseife aus der Apo nehmen, dann ist es noch etwas sicherer.
Ausserdem solltest du den Kleinen nicht so doll herzen, zumindest was küsschen und Nasenstüber angeht, also deine Eintrittspforten von ihm fernhalten, falls du dich ansteckst oder der Scharlach sich auch nur bei dir ansiedeln will und so weitergegeben werden kann(Das tut er vorzugsweise über Gesicht und Hände). Inwieweit das in die Milch übergeht, da bin ich überfragt, das müsste der Kinderarzt wissen. Vermutlich aber erst wenn du wirklich krank bist, und dann muss eben die Flasche dran. Also falls du noch keine im Haus hast wäre es jetzt der Zeitpunkt vorzusorgen.
Ansonsten halt den Kleinen im Auge, sobald er irgendwie schwächelt, lass ihn durchchecken.

Gruß und gute besserung für den Großen Susanne

Also für mich hört sich das nicht nach einem banalen grippalen
Infekt an,

Hallo, sei es, wie es sei. Ines ist ja mit ihrem Kind in ärztlicher Behandlung. Noch sind ja erst sehr wenige Tage vergangen. Man muss ja auch mal der Arznei Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung lassen. Daher meine ich, erst einmal gelassen bleiben und bisschen geduldig sein.

Aber ich persönlich würde nie SOFORT zu fiebersenkenden Mitteln greifen, ich halte das für keine gute Lösung.

Bei den genannten Symptomen können natürlich die verschiedensten Krankheiten dahinter stecken. Aber das wird ja hoffentlich anhand von verschiedenen Tests herauszufinden sein. Da können wir jetzt eh nicht mitreden.

Mir war nur wichtig zu erwähnen, dass das zu rasche Verabreichen von fiebersenkenden Medikamenten für das Immunsystem eher nicht so vorteilhaft ist, da das Fieber dafür gedacht ist, die Krankheit mit zu besiegen.

Freundliche Grüße

Zwischenstand nach erneutem Arztbesuch
Hallo,

wir haben jetzt heute das dritte Antibiotika erhalten und zwar Cefadroxil Hexal forte 500mg/5ml, das muss bis Freitag entfiebern und die Schmerzen müssen auch nachlassen sonst müssen wir wieder kommen! Ansonsten sollen wir weiter den Dolormin Schmerz- und Fiebersaft bei Bedarf geben. Obwohl Lars eindeutig eine Himbeerzunge hat fehlen alle anderen Hinweise die auf Scharlach deuten würden laut dem Kinderarzt und das bisherige Antibiotika hätte Wirkung zeigen müssen.

Vielleicht äußert sie ja doch mal noch jemand aus dem medizinischen Bereich zu dem Fall!

Also weiterhin ratlose Grüße
Ines

Hi!

Auch wenn es hier anders gesehen wird: wenn gelbe Soße aus dem Ohr läuft, ist ein bakterieller Infekt zu vermuten. Geschickterweise hat man Dir mit Erythromycin und Clarythromycin jeweils ein AntibiotikUM aus der Gruppe der Makrolide verschrieben. Daß einige Erreger aus dem Hals-Nasen-Ohrenbereich gegen diese AntibiotikA Resistenzen entwickelt haben, ist bekannt und so verwundert es auch nicht, daß das zweite Präparat auch versagt hat. Mit dem Wechsel auf den Cephalosporinabkömmling wird der Spuk recht schnell vorbei sein. Ob jetzt auch Scharlach vorliegt oder nicht, kann man auf die Ferne nicht sagen.

Gruß
Peter

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Hallo,

Vielen Dank für die Antwort! Es geht im wirklich besser und er hat seit gestern 19 Uhr kein Fieber mehr, bin richtig erleichtert. Wir gehen auch heute noch zur Vertretung unseres HNO-Arztes.

Liebe Grüße Ines