Unterzuckerung

Hallo,

heute hatte ich meinen OGTT. Nach dem Trinken der Glucose-Lösung ging es mir knapp vier Stunden gut. Dann setzten Symptome einer Unterzuckerung ein, (Zittern, Schwitzen, etc.). Daraufhin wurde erneut der BZ gemessen. Ich wurde dann wieder ins Wartezimmer geschickt, wo es mir von selbst nach ca. 20 Minuten langsam besser ging. Bei der letzten Messung erfuhr ich Folgendes:

Alle BZ-Werte waren normal. Einzig der Wert, der bei meiner Unterzuckerung ermittelt wurde, lag bei 37. Innerhalb von ca. 40 Minuten stieg er von selbst auf 51 an.

Ist dieser Wert von 37 krankhaft? Was hat es zu bedeuten, dass der BZ von selbst wieder stieg?

Durchgeführt wurde der Test übrigens wegen immer wieder auftretender Unterzuckerungen ohne Diabeteserkrankung.

Im Voraus vielen Dank!

Gwen

Hallo Gwen !

Ein BZ von 37 mg/dl ist eine deutliche Unterzuckerung ! Wenn Du
wirklich KEINEN Diabetes hast und nicht am Magen-Darm-Trakt
operiert bist, so dass ein „Dumping-Syndrom“ ausgeschlossen ist, sollte man nach einem Insulinom suchen.

Insulinome sind gutartige Tumoren, die aber übermäßig viel
Insulin freisetzen. Das führt dann zur Unterzuckerung.

Alles Gute !

Gruß Kai (Assistenzarzt für Innere Medizin)

Hallo Kai,

vielen Dank für deine Antwort!

Wie wird denn ein Insulinom diagnostiziert?

Die Laborkraft meinte, so eine Unterzuckerung käme beim OGTT auch bei Gesunden schon mal vor.

Diabetes scheine ich nicht zu haben (die anderen Werte waren offenbar auch normal).

Viele Grüße
Gwen

oT
Hallo Gwen!

Alle BZ-Werte waren normal. Einzig der Wert, der bei meiner
Unterzuckerung ermittelt wurde, lag bei 37. Innerhalb von ca.
40 Minuten stieg er von selbst auf 51 an.

Ist dieser Wert von 37 krankhaft? Was hat es zu bedeuten, dass
der BZ von selbst wieder stieg?

Durchgeführt wurde der Test übrigens wegen immer wieder
auftretender Unterzuckerungen ohne Diabeteserkrankung.

Wenn ich das so lese, stelle ich mir die Frage, warum du nicht dort gefragt hast wo du den Test gemacht hast?
Wieso sollte jemand hier im Internet besser bescheid wissen, als der Artzt vor Ort?

Fragt Artemis

Hallo Gwen !

Beim OGTT mag es sein, dass man auch mal durch eine reaktive,
starke Insulinausschüttung unterzuckert. Aber Du hast ja von
wiederholter Unterzuckerung gesprochen, oder ?

Ein Insulinom wird durch mehrere Untersuchungen nachgewiesen:

  1. Messung der C-Peptid-Konzentration im Blut
    Das C-Peptid wird von der inaktiven Insulinvorstufe bei Aktivierung
    abgespalten. Entsprechend findet man beim Insulinom meist hohe
    C-Peptid-Spiegel.

  2. Endosonographie
    Ein Endoskop mit Ultraschallsonde wir über Mund und Speiseröhre
    in den Magen eingeführt und die benachbarte Bauchspeicheldrüse
    mit Ultraschall dargestellt. Dabei kann der Tumor, der von den
    Zellen der Bauchspeicheldrüse ausgeht, oftmals nachgewiesen werden.

  3. CT- bzw. MRT des Bauches
    Weitere bildgebende Verfahren zum Aufspüren des Tumors im Bauch.

Hat man ein Insulinom nachgewiesen, ist der nächste Schritt die
operative Entfernung.

Hoffe, das hilft Dir weiter…

Gruß Kai

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Hallo Artemis,

der Test wurde von der Laborkraft durchgeführt, die Besprechung der Ergebnisse findet erst Ende August statt. Den Arzt konnte ich also leider noch gar nicht befragen.

Viele Grüße
Gwen

Hallo Kai,

vielen Dank für die interessanten Informationen zum Insulinom. Hoffentlich habe ich so etwas nicht. Diese Unterzuckerungszustände habe ich relativ häufig, meist ca. 3-4 Stunden nach einer Mahlzeit. Durch diese Zustände habe ich stark zugenommen, da ich aus Angst vor Unterzuckerungen sehr häufig etwas esse.

Viele Grüße
Gwen

Hallo,

Unterzuckerungen habe ich auch, und zwar fast immer dann, wenn ich nicht regelmäßig esse und Streß (Aufregung oder stark anstrengende körperliche Tätigkeit) habe.

Die Ärzte schütteln den Kopf. Therapie gibt es angeblich nicht, ist eben so. Angeblich (so ein Arzt) stellt die Leber bei mir nicht schnell genug den benötigten Zucker zur Verfügung. Das dazu.

Allmählich habe ich aber Angst, dass es schlimmer wird. Diese Unterzuckerungen sind doch sehr anstrengend und werden häufiger. Ich möchte ja nicht irgendwann umkippen.

Hoffentlich kann Dir/uns doch geholfen werden.

Gruss

Andreas

Hallo Andreas und Gwendolyn!

Kann schon sein, daß man mit Medikamenten nicht viel machen kann, aber Ihr könntet immer ein Päckchen Traubenzucker in der Tasche haben! Wenn Ihr merkt, der Zucker fällt- man kennt ja dieses Gefühl irgendwann - dann 1-2 St. Traubenzucker lutschen. Das powert wieder hoch und man fühlt sich besser!

Alles Gute!
LG Doreen

Hallo,

das wirkt - ebenso wie Cola - überhaupt nicht, nur richtig essen oder Schokolade.

Gruss

Andreas

Hi!

Bei meinen Diabetikern wirkt das Wunder!!

Aber eine Tüte Bonbons oder halt ne Tafel Schokolade kriegt man auch immer irgendwo unter. Besser vorbeugen, als wirklich mal abrutschen!

Alles Gute!
LG Doreen

Wieso sollte jemand hier im Internet besser bescheid wissen,
als der Artzt vor Ort?

Hi, weil es das schon oefters gab. Gruss Helmut

Hallo Doreen,

Traubenzucker hilft in der Tat kurzfristig, danach muss man aber schnellstmöglich etwas Richtiges essen. Schokolade oder Bananen helfen auch - am schnellsten klappt es halt mit Traubenzucker. Mein Problem ist halt, dass ich aus Angst vor den Unterzuckerungen vorbeugend esse - und dadurch bereits sehr stark zugenommen habe. Ist man erstmal in der Unterzuckerung drin, isst man wiederum viel zu viel, bis es einem besser geht.

Die Laborkraft, bei der ich den OGTT machte, sagte mir, dass Traubenzucker nur zu einer erneuten Unterzuckerung führen würde und ich lieber ein BUtterbrot essen solle.

Ich vermute, die Therapie wird in einer Ernährungsumstellung bestehen. Das Problem dabei ist nur, dass ich weder Vollkorn noch zahlreiche Obst- und Gemüsesorten regelmäßig und in größeren Mengen essen kann, da ich sonst massive Darmprobleme bekomme (chronischen Durchfall habe ich eh schon).

Liebe Grüße
Gwen

Wieso sollte jemand hier im Internet besser bescheid wissen,
als der Artzt vor Ort?

Hi, weil es das schon oefters gab. Gruss Helmut

Leider…ich find’s auch traurig, dass man sich auf Aussagen von Ärzten nicht immer verlassen kann. Ich hatte schon diverse Ärzte, die einfach nur meinten, dass ich mir meine Unterzuckerungen nur einbilde. Dass mein Körper tatsächlich auch beim OGTT einen BZ von 37 (also eine hübsche Unterzuckerung) produziert hat, ist für mich fast schon ein kleiner Triumph, weil so ein objektives Messergebnis vorliegt, das keiner leugnen kann.

Liebe Grüße
Gwen

Damit ist nicht zu spaßen

Diese
Unterzuckerungszustände habe ich relativ häufig, meist ca. 3-4
Stunden nach einer Mahlzeit.

Um es deutlichst zu sagen: So etwas ist nicht normal, sondern stark krankhaft! Ein gesunder Mensch unterzuckert nicht (von extremen, bereits genannten Ausnahmen abgesehen). Für einen gesunden Menschen besteht auch keinerlei Bedarf, sein Geld für Dinge wie Dextrose in Täfelchen auszugeben. Wenn ein an sich gesunder Mensch (kein insulinpflichtiger Diabetiker, keine entsprechende Erkrankung) unterzuckert, sollte man schleunigst die Ursache herausfinden, weil die Wahrscheinlichkeit für eine ernsthafte Erkrankung nicht gerade gering ist.

Durch diese Zustände habe ich
stark zugenommen, da ich aus Angst vor Unterzuckerungen sehr
häufig etwas esse.

Die Psyche ist ein gewaltiger Faktor. Es ist durchaus möglich, daß Du alleine durch den Glauben, Du würdest unterzuckern, dann auch genau das „gewünschte“ Ergebnis erzielst. Das wäre dann ein relativ starker Placeboeffekt. Wie gesagt, das ist sehr wohl möglich. Die Erkrankung läge dann in der Psyche (Angst vor Unterzuckerung). Wahrscheinlicher ist aber eine organische Erkrankung, die Du nach Rücksprache mit einem Endokrinologen und weiteren Fachärzten dringend abklären solltest.

Benni

Hallo Benni,

vielen Dank für deine Antwort! Ich nehme dieses Problem auch keineswegs auf die leichte Schulter, nur ist mein großes Problem, dass mich die Ärzte mit diesem Problem nicht so recht ernstnehmen. Entweder heißt es nur „das gibt’s nicht, das bilden Sie sich ein und nehmen Sie das bloß nicht als Vorwand, um noch mehr Essen in sich reinzuschieben“ oder es wird einfach ignoriert, da nicht bekannt. Einzig endokrinologisch bewanderte Ärzte scheinen sich damit auszukennen.

Leider ist aber auch hier schon wieder meinem Endokrinologen mein starkes Übergewicht ein Dorn im Auge und es wurde in etwa schon der Verdacht geäußert, dass ich durch zuviel Zucker das Problem selbst verursache. Das Problem ist, dass ich eben durch diese Zustände und deren Vermeidung bestimmt 10-15 kg zugenommen habe (wenn nicht noch mehr). Glücklich bin ich darüber nicht, aber es ist genauso schlimm, urplötzlich zum zitternden Zombi zu werden, weil man unterzuckert. Da beuge ich lieber vor. Schön ist das nicht.

Hoffentlich kommt etwas Konkretes heraus, das sich behandeln lässt. Wenn es wirklich nur ernährungsbedingt ist, haben wir das nächste Problem, da ich die typischen gesunden Dinge zum Großteil nicht vertrage (und selbst davon unterzuckere ich erwiesenermaßen, da ich auch das schon ausprobiert habe).

Viele Grüße
Gwen

Hoffentlich kommt etwas Konkretes heraus, das sich behandeln
lässt. Wenn es wirklich nur ernährungsbedingt ist, haben wir
das nächste Problem, da ich die typischen gesunden Dinge zum
Großteil nicht vertrage (und selbst davon unterzuckere ich
erwiesenermaßen, da ich auch das schon ausprobiert habe).

Solltest Du organisch gesund sein, was ich sehr hoffe und Dir wünsche, dann ziehe bitte unbedingt die psychische Möglichkeit in Betracht. Ich kenne Dich nicht und kann mir deshalb nur einen sehr kleinen Eindruck durch das machen, was Du hier schreibst. Deshalb verstehe es bitte nicht als Beleidigung oder Herabsetzung. Das soll es keineswegs sein. Aber solltest Du organisch gesund sein, überlege bitte, ob Du Dich nicht einmal in psychologische Behandlung begibst. Nicht weil Du irgend etwas am Kopf hast, sondern einfach weil dies die wohl noch einzig verbleibende Möglichkeit ist, wenn Du organisch gesund bist.

Wie gesagt, beim Zuckerhaushalt (Insulinausschüttung etc.) spielt die Psyche - wie bei vielen Sachen - eine wichtige Rolle. Und da können sich dann Sorgen um, eine mögliche Unterzuckerung ganz schnell verselbständigen und irgendwann sich tatsächlich als eigentlicher Auslöser der ganzen Probleme herausstellen. Also bitte ziehe dies dann ggf. in Betracht.

Benni

auch beim OGTT einen BZ von 37 (also eine hübsche
Unterzuckerung) produziert hat, ist für mich fast schon ein
kleiner Triumph, weil so ein objektives Messergebnis vorliegt,
das keiner leugnen kann.

Hallo,
ich verstehe die Einstellung, zu beweisen dass man krank ist. Vielleicht um bedauert zu werden oder um richtig Hilfe zu fordern. Ziel muss mE ein anderes sein, sich selbst gesund zu machen und den Weg dahin zu suchen, auch mit Hlfe eines / mehrerer Aerzte, aber fuer mich auch mit Hilfe Freunden und Buechern und Vortraegen zu alternativen Methoden. Bei beginnendem Diabetes 2 sehe ich Chancen die Krankheit lange zu vermeiden.
Gruss Helmut

Hallo Gwendolyn,

hört sich an, als müsse da mal richtig Ordnung rein. Also z.b. geklärt werden, warum Du Durchfälle hast.
Eine Patientin von mir hat sich an Insulin Trennkost und/oder Metabolic Balance orientiert und hat nun keine Unterzuckerungszustände mehr, sowie auch abgenommen.
Ich machen Metabolic Balance und kenne auch keine Heißhungerattacken oder Unterzuckerungen mehr.

Ansonsten hat mir geholfen: Applied Kinesiology, allerdings bei einem guten Arzt. Und Milch und Weizen weglassen.

Was es genau bei dir sein könnte, kann man ja so nicht sagen, aber vom eigentlich nicht geeigneten Milchverzehr bis hin zu Würmern kann alles dabei sein.

Gruß
Kathy

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