Bandscheiben OP und mehr
Hallo Maria,
ich kann nur von mir selber berichten.
Ich habe inzwischen eine Verblockung in L3/4 (seit 18 Jahren) eine Bandscheibenprothese in L4/5 und eine in L5/S1 (seit 1 1/2 Jahren).
Die Prothesen sind durch die stärkere Mechanische Belastung auf die anderen Wirbel und Bandscheiben notwendig geworden. Die Verblockung habe ich nach einem Verrenkungsbruch im Zusammenhang mit einem Autounfall vor 18 Jahren bekommen.
Mir geht es extrem gut. Vor der letzten OP im März 2006 konnte ich mich kaum noch bücken, beim niesen musste ich mich abstützen, lange sitzen/stehen/gehen war nicht mehr, Sex nur noch auf der Seite liegend, etc. pp. Und das mit 36 war einfach zuviel. Ich habe mich ca. 1 Jahr auf die OP vorbereitet (mental und durch Fachinfo). Das ist eine irreversible Entscheidung. Wenn die Bandscheibe einmal draussen ist, bleibt nur noch die Verblockung (und damit eine zweite schwere OP innerhalb kurzer Zeit).
Ich habe viele Infos aus wissenschaftlichen Artikeln (musst Du leider googlen) und dann von Seiten wie http://www.dr-gumpert.de, http://www.diebandscheibe.de/ (hier musst Du vorsichtig sein, da sind viele schlechtmacher drin, daher immer auf die Vorgeschichte achten da bei manchen auch keine Prothese mehr helfen kann und diese daher schlecht gemacht wird), http://www.clinical-house.de/Bandscheibe_allgemein.htm (hier gibt es Infos über die ProDisc die ich habe).
Eine Prothese ist am besten, wenn Du recht jung bist (harte Knochen) und die Wirbelkörper noch unbeschädigt sind. Dann kann die Prothese am besten halt finden und die Funktion der defekten Bandscheibe übernehmen. Bei mir z.B. waren nur die Bandscheiben durch und quasi nicht mehr vorhanden, daher rieb Wirbel auf Wirbel was starke Schmerzen verursacht hat. Glücklicherweise waren die Wirbelkörper selbst und die kleinen Wirbelgelenke noch völlig intakt, daher habe ich mich für die OP entschieden (nachdem alle anderen Therapieformen wie KG, Akupunktur, Fitnesstraining, etc. ausgenutzt waren).
Den Operateur habe ich mir selber gesucht, mich bei anderen Medizinern über diesen, das Krankenhaus und die OP Methode informiert und dann entschieden.
Andere Seiten die noch Infos liefern können sind http://www.spineuniverse.com/ und http://www.ncbi.nlm.nih.gov/. Letztere ist eine Datenbank in der Du nach Artikeln suchen kannst.
Ach ja, das Rückentraining erspart Dir eine OP nicht und die OP an sich hat es in sich (bei mir ca 4-5h Dauer). Auch wenn Du am nächsten Tag bereits aufstehst, brauchst Du vermutlich ca. 2-4 Wochen (abhängig von Deiner Gesamtkonstitution) bis Du wieder voll da bist. Ich selber habe so drei Wochen gebraucht und ich bin schlank, habe kein Übergewicht und bin vergleichsweise trainiert.
Viel Glück bei der Entscheidung, denke immer dran dass gerade bei BSV viele andere Therapieformen existieren die keine oder nur eine kleinste OP mit sich bringen.
Gruß
C.