Hallo zusammen,
ich leide seit geraumer Zeit an stark schmerzenden Lymphknoten sowie allgemeiner Erschöpftheit. Natürlich bin ich damit zum Arzt gegangen, aber alle Tests und Untersuchungen waren bisher ohne Befund.
Auch die Ergebnisse des „großen“ Blutbilds sind völlig unauffällig. Ich hatte zumindest damit gerechnet, das ich irgendeinen Infekt im Körper mit mir rumschleppe. Hat jemand noch eine Idee, in welche Richtung man weiter suchen könnte?
Gerade bei schmerzenden Lymphknoten wird oft auf schwere Krankkeiten wir Krebs oder Aids hingewiesen. Hätte man diese im „großen“ Blutbild erkannt oder muß ich hier weitere Untersuchungen durchführen lassen?
Danke & Gruß, Ronny
Hallo Ronny,
also im Allgemeinen kann man die Lymphknoten-Befunde mal grob einteilen.
Man sollte sie auf folgende Kriterien unteruschen:
- Verschieblichkeit gegen Ober-/Unterfläche -> wenn verschieblich, dann tendenziell eher gut, da ein bösartiger Krebs eher sein umgebendes Gewebe infiltriert und der Lymphknoten dann mit benachbarten Geweben verwächst (somit nicht mehr verschieblich ist)
- Druckschmerz -> tendenziell auch eher gut, da meist akut infektiös bedingt; bei schmerzlosen Lymphknotenschwellungen sollte man immer ein Lymphom bedenken
- Größe und Geschwindigkeit der Größenzunahme -> wenn schnell angeschwollen scheint ein Zusammenhang mit einer anderen infektiösen fieberhaften Erkrankung wahrscheinlich und ein Krebs eher nicht
- Auftreten anderer Symptome, die dann entsprechend der Ursprung für eine Lymphknotenschwellung sein können (z. B. Mandelentzündung mit Halsschmerzen etc…)
So - brauche allerdings genauere Informationen zu deinen Lymphknoten: wo und wieviele und wie stark sind sie geschwollen/tun weh? Schmerz auch im Zusammenhang mit Alkohol oder so… Seit wann sind sie denn genau geschwollen und wie ists dir aufgefallen?
weiterhin musst du ja selbst wissen ob z. B. eine Infektion mit HIV stattgefunden haben könnte. Daher solltest du dir entweder sowieso oder eben nicht Sorgen machen. Normalerweise ist die häufigste Ursache für eine Lymphknotenschwellung ein akut entzündliches Geschehen - auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt unauffällige Blutwerte vorliegen. Daher sollte eine Kontroll-Blutuntersuchung erfolgen, da sich die Werte auch im Verlauf erst verändern können oder Auffälligkeiten erst nach einer bestimmten zeitlichen Latenz auftreten, bzw. bei dir auch evtl. schon vorbei sein könnten. Haben sich die Lymphknoten denn im Verlauf verändert (ich meine Größenzu- oder abnahme, Schmerz jetzt neu oder besser geworden etc…)?
Geh doch mal alles an dir durch und überleg ob sich etwas zeitgleich oder kurz vorher verändert hat. Es können auch mal Viruserkrankungen ablaufen, die keine Symptome außer einer Lymphknotenschwellung als Zeichen einer funktionierenden körperlichen Abwehr bilden. Hattest du denn Kontakt mit Kranken?
Ich würde mir an deiner Stelle erstmal keine Sorgen machen, wenn auch der Arzt nichts gefunden hat. Aber dennoch ein nächster Zeit Abklärung bei Bestehenbleiben der Lymphknotenschwellungen wiederholen lassen.
Aber „gute Besserung“ bis dahin 
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danke erstmal für die ausführliche Antwort.
meine Lymphknoten sind nicht (!) geschwollen, und generell auch nur schwer ertastbar, hat sogar mein Arzt untersucht und gesagt. Ich kann daher auch nicht sagen, ob sie sich verändert haben. Sie tun halt nur von sich aus etwas und bei Druck mit den Fingern ganz erheblich weh. Vor allem im Ober-Bauchraum und an den Flanken. Aber auch an dem Armen, Beinen, Achseln und am Hals ist der Schmerz spürbar. Gemerkt habe ich es vor etwa zwei Wochen. Der Zustand ist seitdem konstant. Krank war ich in letzter Zeit nicht, hatte auch keinen Kontakt zu Kranken. Im Gegenteil: Ich bin gearde völlig erholt aus dem Urlaub zurückgekommen.
Das mit dem Aids war nur ein Beispiel. Ich wollte eigentlich nur wissen ob solche schweren Erkrankungen über die Blutuntersuchung direkt diagonostizert werden, oder ob da weitere krankheitsspezifische Untersuchungen durchgeführten werden müssen. Ich hätte auch Tuberkolose sagen können. Wie sieht das z.B. mit Krebs aus, wäre das sofort erkannt worden? Ist halt sehr verbreitet in meiner Familie, weswegen ich mir bei solchen komischen Symptonen schon ein paar Sorgen mache
Danke, ROnny
Moin
Hast du evtl. Probleme mit der HWS? Ich hatte bei mir auch sofort an Krebs gedacht, aber der Arzt sprach von einer Nervenreizung.
Silver
danke erstmal für die ausführliche Antwort.
np 
meine Lymphknoten sind nicht (!) geschwollen, und generell
auch nur schwer ertastbar, hat sogar mein Arzt untersucht und
gesagt. Ich kann daher auch nicht sagen, ob sie sich verändert
haben. Sie tun halt nur von sich aus etwas und bei Druck mit
den Fingern ganz erheblich weh. Vor allem im Ober-Bauchraum
und an den Flanken. Aber auch an dem Armen, Beinen, Achseln
und am Hals ist der Schmerz spürbar. Gemerkt habe ich es vor
etwa zwei Wochen. Der Zustand ist seitdem konstant. Krank war
ich in letzter Zeit nicht, hatte auch keinen Kontakt zu
Kranken. Im Gegenteil: Ich bin gearde völlig erholt aus dem
Urlaub zurückgekommen.
Wo warst du denn im Urlaub - spielt durchaus ne Rolle, weil man da evtl. auch exotischere Krankheiten miteinbeziehen muss. Dabei wäre die genaue regionale Angabe wichtig!
Bist du dir sicher, dass dir die Lymphknoten so weh tun, oder könnte es sich auch um eine generelle Abgeschlagenheit mit Muskel-/Gliederschmerzen (ja so wie in der Werbung immer
) handeln?? Dann wären wir nämlich bei einem viralen Infekt, bei dem du dich evtl. noch in einem Vorlaufstadium (Prodromalstadium) befinden könntest. In dieser Phase hat man so uncharakteristische Beschwerden bis die Krankheit eindeutig ausbricht. Ist zumeist grippeähnlich.
Das mit dem Aids war nur ein Beispiel. Ich wollte eigentlich
nur wissen ob solche schweren Erkrankungen über die
Blutuntersuchung direkt diagonostizert werden, oder ob da
weitere krankheitsspezifische Untersuchungen durchgeführten
werden müssen. Ich hätte auch Tuberkolose sagen können. Wie
sieht das z.B. mit Krebs aus, wäre das sofort erkannt worden?
Ist halt sehr verbreitet in meiner Familie, weswegen ich mir
bei solchen komischen Symptonen schon ein paar Sorgen mache
Ah - ok. Normalerweise muss man schon spezifisch nach der Krankheit suchen (gilt auch für HIV). Andere Erkrankungen können durchaus allgemeine Blutbildveränderungen verursachen - der Nachweis erfolgt dann aber trotzdem über einen direkten Test auf die entsprechende Erkrankung. Hierzu müssten aber Verdachtshinweise vorliegen - also etwas Besonderes das dir weh tut oder z. B. ein ungeschützter Sexualkontakt (hierbei kann ja nicht nur HIV übertragen werden, sondern auch Syphilis etc… diese Erkrankungen könnten durchaus auch mal schmerzhafte Lymphknoten verursachen). Auch ein Tuberkulosenachweis erfolgt über spezifische Tests.
Bei Krebs muss man zwischen Blutkrebs (hierzu zähle ich mal die Lymphome und die Leukämien) und den organassoziierten Krebsarten unterschieden werden. Dabei würde man bei den Blutgeschichten ein verändertes Blutbild erwarten (zwar nicht zwingend, aber normalerweise). Auf die anderen Krebsarten muss spezifisch untersucht werden. Dabei kommt es - wenn sich wirklich gehäuft Krebse in deiner Familie vorfinden - auf die Art der Tumoren an. Wenn du mir die verrätst (alle und wer genau davon betroffen war) dann könnte man da schon Rückschlüsse ziehen. Dennoch gilt was ich in der ersten Antwort geschrieben habe: normalerweise sind die Lymphknoten (egal ob es sich um Leukämien, Lymphome, Metastasen oder mit einem Tumor verwachsene Lymphknoten handelt) nicht SCHMERZHAFT verändert!!
lg
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Hallo sevenless,
ich war nur in an Deutschland angerenzenden Ländern im Urlaub, eine exotische Krankheit würde ich daher erstmnal mal auschließen (hat mein Arzt auch getan). Er denkt momentan auch eher an einen Infekt oder eine Viruserkrankung, die noch nicht ausgebrochen ist oder es vielleicht auch gar nicht mehr tut. Die Beschwerden sind aber nachwievor da.
Bei den Krebsarten ist in meiner (Groß-)familie neben zwei Fällen von Darm-/Leberkrebs auch ein Fall von Morbus Hodkin vertreten…
Gruß, Ronny
Hallo Silver,
interessant, das Du darauf kommst, weil ich nämlich in der Tat dort auch seit etwas längerer Zeit Beschwerden habe - zwar nicht ständig, aber gelegentlich scheint es dort irgendwie zu „klemmen“, insbesondere wenn ich meinen Kopf bis zum Anschlag drehe. Drüber nach gedacht habe ich auch, aber dann erschien es mir zu abwegig, das diese Beschwerden mit schmerzenden Lymphknoten im Bauchraum in Verbindung stehen sollen. Wie sahen denn Deine Symptome aus? Genauso wie bei mir?
Gruß, Ronny
Hallo Ronny,
also bezüglich der familiären Krebserkrankungen gibt es da natürlich schon eine genetische Prädisposition, d. h. dein Risiko ist schon erhöht, aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab. So wie ich dich verstanden habe gibt es einen Darmkrebsfall und einen Leberkrebsfall in deiner Familie. Zu ersterem müsste man noch wissen wie alt dieser Verwandter war als er erkrankte und wo der Darmkrebs genau gesessen hat. Zusätzlich gibt es bestimmte Risikofaktoren für Darmkrebs, wie z. B. Dicksein, wenig Bewegung, ballaststoffarme Ernährung… Im hohen Alter kommen Tumoren an und für sich gehäufter vor (Zellen mussten sich ja viel öfter teilen - nämlich bis ins hohe Alter). Bezüglich des Leberkrebs gibts natürlich auch Risikofaktoren. Allem voran müsste man natürlich wissen, ob der Verwandte evtl. eine Leberzirrhose hatte (Alkohol/Hepatitis?) oder eine bestehende andere Erkankung, die mit einem erhöhten Leberkrebsrisiko einhergeht. Dann besteht evtl. gar kein Risiko der erblichen Übertragung. Außerdem müsste man in beiden Fällen wissen, welcher Verwandte (also erst- oder zweitgradig, bzw. überhaupt nicht direkt verwandt mit dir) war.
Der M. Hodgkin lässt natürlich hellhörig werden, allerdings äußert sich dieser zumeist (also nicht immer!!) in einer begrenzten Lymphknotenschwellung, die schmerzlos ist und auch typischerweise in der Hals-/Schlüsselbeinregion auftritt. Da du sagst, dass deine Lymphknoten nicht geschwollen sind nehme ich das mal als unwahrscheinlich an.
Für die Diagnose eines Hodgkin steht nur die operative Entnahme des Lymphknotens (kleiner lokaler Eingriff) mit anschließender Gewebeuntersuchung zur Verfügung um Sicherheit zu erlangen. Das könnte man bei dir auch anstreben, wenn dir das keine ruhige Minute läßt - allerdings kann man einen Hodgkin dann eben nur an diesem einen Lymphknoten ausschließen. Und evtl. findet man auch keine Hinweise auf was anderes. Daher finde ich das nicht adäquat.
Sehe das primär wie dein Arzt - würde auf jeden Fall noch mal ne Kontrolle machen in etwa ein bis zwei Wochen, vor allem wenn sich das Bild nicht verändert hat oder schlimmer geworden ist.
lg, sevenless
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Moin
Ich habe Arthrose, einen kyphotischen Knick und eine betroffene Bandscheibe, also schon etwas mehr als „Klemmen“. Alle drei Wochen bekomme ich Nervenreizungen und die kündigen sich mit schmerzenden Lymphknoten im ganzen Körper an. Ich hatte zusätzlich noch Schluckbeschwerden, Ohrenschmerzen und viele weitere Symptome.
Silver