Urologe

Für die Frau gibt es ja den Frauenarzt und für die Männer den Urologen. Aus welchen Gründen versuchen die meisten Männer alles, um ja nie zu diesem Facharzt gehen zu müssen, auch wenn es eigentlich sinnvoll wäre???

Es geht im speziellen darum, den Verdacht von Potenzproblemen aus gesundheitlicher Sicht auszuschließen.
Das kein Mann gerne Potenzprobleme haben möchte, ist logisch. Aber die Augen davor verschließen, ist doch auch nicht der richtige Weg, oder???

Wie seht ihr das?

Für die Frau gibt es ja den Frauenarzt und für die Männer den
Urologen. Aus welchen Gründen versuchen die meisten Männer
alles, um ja nie zu diesem Facharzt gehen zu müssen, auch wenn
es eigentlich sinnvoll wäre???

aus dem gleichen Grund aus dem keine Frau ernsthaft von sich behaupten könnte gern zum Gyn zu gehen …

Nur gibt es bei Männern deutlich weniger Gründe einen Urologen aufzusuchen als es gründe für Frauen gibt zum gyn zu gehen (schon allein Krebsvorsorge, Rezepte für Verhütungsmittel, etc.)

Es geht im speziellen darum, den Verdacht von Potenzproblemen
aus gesundheitlicher Sicht auszuschließen.

ist doch auch einfacher es auf die Frau zu schieben ;o) als sich von einem fremden Mann an seinem Heiligtum anfassen und sich womöglich auch noch rektal untersuchen zu lassen …

womöglich kommt dann auch noch heraus, dass es eben KEINE gesundheitlichen Gründe sind … und dann ??? Soll er die Freundin beichten ? oder dass seine Partnerin ihn abtörnt ? oder dass er einfach „alt“ wird ? oder oder ?

Ich denke es ist ein gut Teil Angst vor der Diagnose, die sie zögern lässt…

Das geht mir übrigens ähnlich, deswegen versteht ich das auch - ich sollte eigentlich halbjährlich zum radiologen … und schieb es auch immer wieder raus weil ich garnicht wissen will ob sich was verändert … feige und DUMM ich weiss *seufz* ist aber so … o.k. *telefonnummerraussuch*

Gruß H.

Für die Frau gibt es ja den Frauenarzt und für die Männer den
Urologen.

Diese Aussage ist schon mal falsch. Im Wort Urologe steckt ja das Uro drin, was stark an Urin erinnert. Das ist nämlich der Spezialist für Harnwegserkrankungen. Damit ist er für Männer und Frauen gleichsam bedeutend. Der Urologe ist aber zusätzlich der Fachmann für die männlichen Geschlechtsorgane, und daher auch der Fachmann für vielerlei Probleme. Wenn ein Mann aber zum Urologen geht, wird er dort auch Patientinnen treffen und keiner wird wissen, ob er wegen Potenzprobleme oder Nierenprobleme sich dorthin begibt.

Falls er aber einen Hausarzt hat, dem er voll vertraut und dem er sich eher anvertrauen kann als einem Urologen (zum dem geht man ja doch nicht so oft), sollte er sich vorerst an seinen Hausarzt wenden.

Aus welchen Gründen versuchen die meisten Männer
alles, um ja nie zu diesem Facharzt gehen zu müssen, auch wenn
es eigentlich sinnvoll wäre???

Ich würde auch nicht zum Frauenarzt gehen, wenn ich es nicht müsste, um das doofe Rezept zu erhalten oder die meisten Probleme in der Region nicht so unangenehm oder gar schmerzhaft wären. Hätte ich Probleme mit der Libido, hätte ich sicher auch Probleme, mich dem Arzt anzuvertrauen. Du nicht?

Bis denne
Schnoof

Hätte ich Probleme mit der Libido, hätte

ich sicher auch Probleme, mich dem Arzt anzuvertrauen. Du
nicht?

Bis denne
Schnoof

Das stimmt schon. Wenn aber die Beziehung so stark darunter leidet und ein Gang zum Arzt den gesundheitlichen Aspekt ausschließen kann oder auch nicht, dann sehe ich es eher als Erleichterung.
Denn nicht zum Arzt zu gehen und dafür vielleicht die Partnerschaft zu verlieren, ist nicht der richtige Weg, meiner Meinung nach.

Gruß Ina

männer gehen nicht gern zum arzt–ich auch.

Hi,

nicht ganz. Der „Männerarzt“ , also die Entsprechung des Gynäkologen, ist der Androloge. (Weil nicht so häufig benötigt, sind die nicht so breit gestreut)

Das soll natürlich nicht heissen, dass nicht auch der Urologe (oder der Allgemeinmediziner) die meisten Standardproblemchen von Mänern behandeln könnte. Der Verweis zum Spezialisten Androloge ist selten.

Gruss Hans-Jürgen
***

Hallo,

Krebsvorsorge ist auch für Männer ein Grund (zumindestens ab 40), zum Urologen zu gehen. Das ist nicht sonderlich angenehm, denn die Prostata wird durch den After abgetastet.

Nichtsdestotrotz ist das sehr wichtig ! Also, Männer, beugt euch Eurem Schicksal ! (sic)

Gruss Hans-Jürgen
***

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Hi,

nicht ganz. Der „Männerarzt“ , also die Entsprechung des
Gynäkologen, ist der Androloge. (Weil nicht so häufig
benötigt, sind die nicht so breit gestreut)

Auch das ist nicht ganz richtig, da nämlich „Andrologie“ in Deutschland keine eigene Fachrichtung, also: Facharztbezeichnung ist, sondern lediglich ein Tätigkeitsschwerpunkt bzw. eine Zusatzbezeichnung, die z.B. Urologen, aber auch Hautärzte erwerben können.

Die „Grundversorgung“ im andrologischen Bereich übernehmen tatsächlich Urologen, das Fachgebiet der Urologie beschäftigt sich definitionsgemäß mit den Nieren und sowie den männlichen Genitalorganen.

Grüße,
Vlado

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Hi.

vielen Dank für den Hinweis, das war mir neu.

Gruss Hans-Jürgen
***

Also, Männer, beugt
euch Eurem Schicksal ! (sic)

Noch voorne bitte!

***

frieeda

hi

Das ist nicht sonderlich angenehm,
denn die Prostata wird durch den After abgetastet.

die Gebärmutter/Eierstöcke teilweise auch ;o)

Nichtsdestotrotz ist das sehr wichtig !

eben

Gruß H.

Hallo!

Vielleicht ist es schlichtweg nicht bekannt, dass Männer ab einem gewissen Alter Anspruch auf Krebsvorsorge haben?! Und wenn doch, dann gibt es vielleicht doch noch diese kleine Blockade, wenn es darum geht, dass da von einem anderen Mann Dinge angefasst werden, an die sonst nur die Frau(en) darf (dürfen)?!

Ich jedenfalls bin seit Jahren in urologischer Behandlung und mache immer wieder die Erfahrung, dass ich nicht ernst genommen werde. Zum einen sind die Blicke der männlichen, zumeist wahnsinnig alten Patienten in den Warteräume verständnislos und unmöglich neugierig („Was macht denn das junge Ding hier?!“) und zum anderen habe ich gerade erst wieder diese Woche feststellen müssen, dass sich der Arzt recht wenig für mein Problem interessiert (er ist ein neuer Arzt, bin umgezogen). Ich habe seit vier Wochen Beschwerden, zwei Antibiotika sind nicht angeschlagen, ich habe Schmerzen und teilweise Krämpfe und was meint der Onkel Doktor: Kein Bakterien im Urin, Sie sind gesund, haben Sie sich mal nicht so.
Kann es sein, dass die Probleme der weiblichen Kundschaft bei der Facharztausbildung nicht ganz so im Vordergrund stehen?!

Ich warte jetzt bis zum nächsten Quartal, hole mir eine neue Überweisung und suche mir einen neuen Urologen.

LG
die Lidscha