Anatomie

Hi
Kennt sich hier zufällig wer mit Anatomie aus oder weiss wo es im Internet gute Anatomie Seiten gibt?

Kenn mich nämlich bei ien paar fragen nicht aus:
1)Was sind die Anteile des Ventrikelsysthems?
2)Was ist die Schmerzbahn (Tractus spinothalamicus)??
3)Was sind Glia und wofür sind die gut???

Wäre dringend
Danke, Babsi

Hi Babsi,

ich hoffe, Du kennst Dich mit medizinischen Fachbegriffen gut aus, davon wird es nämlich gleich eine ganze Menge hageln:

Ventrikel-System
Die Wände der Ventrikel sind mit Ependym, einer einschichtigen Zellage, ausgekleidet. Die Ependymzellen (auch Ependymozyten) können iso- oder hochprismatisch sein und tragen einen in die Hirnsubstanz verlaufenden Fortsatz, die Ependymfaser. Sie besitzen auf ihrer Oberfläche Kinozilien und Mikrovilli, die in eine Richtung schlagen und einen ständigen Liquorstrom verursachen. An den Seiten sind die Ependymzellen durch Zonulae adhaerentes und Zonulae occludentes (Tight junctions) verbunden, die den inneren Liquorraum gegen die Hirnsubstanz abdichten. Dennoch ist ein Flüssigkeitsaustausch zwischen Liquorraum und Interzellularraum des ZNS möglich.
Unter der Ependymzellschicht liegen Gliafasern, daran schließt sich eine subependymäre Gliazellschicht an. Diese enthält hauptsächlich undifferenzierte Gliaformen. Die Ventrikelwand kann je nach Lage sehr unterschiedlich gebaut sein. Manchmal fehlen der Ependymbelag und die subependymäre Gliazellschicht vollständig, an anderen Stellen sind sie mehr oder weniger stark ausgeprägt.
Eine Ausnahme bildet der Boden des Dritten Ventrikels, hier wird das Ependym von Tanizyten gebildet. Tanizyten sind schlanke, zylindrische Zellen mit langen Fortsätzen, die untereinander durch Tight junctions verbunden sind. Ein Stoffaustausch zwischen Liquorflüssigkeit und Hirngewebe scheint hier allerdings durch Zytopempsis möglich zu sein.

Schmerzbahn
die von Zellen des Rückenmark-Hinterhorns nach Kreuzung in der vorderen Commissura alba im Vorderseitenstrang u. dann weiter durch Oblongata, Brücke u. Mittelhirn zum Thalamus laufende Bahn für Druck- u. Berührungs- (= T. sp. anterior) bzw. Schmerz- u. Temperaturempfindung (= T. sp. lateralis).

Glia
das vom Ektoderm (das äußere Keimblatt der Ektoblasten) abstammende interstitielle Zellgewebe des Nervensystems (NS), das die Räume zwischen Nervenzellen u. Blutgefäßen bis auf einen 20 nm breiten Spalt ausfüllt, die Markscheiden bildet u. Stütz-, Nähr- u. Phagozytosefunktionen ausübt. Als G. des peripheren Nervensystems sind es die Hüll- oder Mantelzellen der Ganglienzellen u. die Schwann-Zellen der Nervenfasern. In der zentralen G. werden unterschieden: 1) Makroglia (Astroglia; als Kurzstrahler = protoplasmatische Astrozyten u. als Langstrahler = Astrocytus fibrosus), 2) Mikroglia, u. zwar als a) Oligodendrogliazellen, b) HORTEGA* Gliazellen, 3) Ependymzellen, 4) bes. Formen (GOLGI* Epithelial-, MÜLLER* Stützzellen, FAÑANAS* Zellen, Pituizyten). Die Gliazellen Gliozythen bleiben – im Gegensatz zu den Nervenzellen – vermehrungsfähig. Die histologische Darstellung erfolgt durch Metallsalzimprägnation (z.B. Silberimprägnation) oder Färbung (WEIGERT, HOLZER). Die in den einzelnen Hirnrindenbezirken unterschiedliche Gliaarchitektonik wird zu morphologischen u. funktionellen Differenzierungen des Gehirns herangezogen

Falls Du noch weitere Infos/Erklärungen brauchst, nur zu…

So long

Tessa

Super, Danke!!!