Schwangerschaft und Toxoplasmose

Hilfe!!! Ich habe zwei Katzen, würde gerne schwanger werden und mein Toxoplasmose - Test war blöder - und erstaunlicherweise negativ! Und nun? Hab schon viel gelesen, ich ziehe daraus erstmal den Schluss, dass wenn ich mich an gewisse hygienische Vorgaben halte, das Ganze kein Problem sein sollte. Das sieht der potentielle Vater, der Arzt ist, aber leider etwas anders… Möchte meine Katzen nicht abschaffen…
Weiß irgendwer mehr?

Liebe Grüße,

Katrin

Hi,

Hilfe!!! Ich habe zwei Katzen, würde gerne schwanger werden
und mein Toxoplasmose - Test war blöder - und
erstaunlicherweise negativ! Und nun?

selbst wenn er positiv gewesen wäre, das schützt nicht lebenslänglich. Guck mal hier:

http://www.onmeda.de/krankheiten/toxoplasmose.html?p=1

Hab schon viel gelesen,
ich ziehe daraus erstmal den Schluss, dass wenn ich mich an
gewisse hygienische Vorgaben halte, das Ganze kein Problem
sein sollte.

Simmt auch. Es reicht, wenn du beim Saubermachen des Katzenklos einen Mundschutz trägst und dir danach ordentlich die Hände wäschst.

Das sieht der potentielle Vater, der Arzt ist,
aber leider etwas anders… Möchte meine Katzen nicht
abschaffen…
Weiß irgendwer mehr?

Naja, im Endeffekt kann man sich den Mund fusselig reden, wenn er es nicht glauben will … Aber schlag ihm doch vor, dass er sich während der Schwangerschaft um die Katzen bzw. das Katzenklo kümmert, vielleicht glaubt er dir dann schneller. :wink:

Gruß
Cess

Ich würde die Katzen abschaffen. Sofort, ganz klar. Das Riskio fürs Kind wär mir zu hoch. Aber
bitte - wenn Dir die Katzen wichtiger sind als Dein Kind - die Entscheidung und Risikoabwägung
liegt bei Dir, aber die Probleme (die von der Epilepsie über den Hydrozephalus bis hin zur
schwersten geistigen Behinderung des Kindes reichen) muß Dein Kind ausbaden.

Ich reiße mich jetzt mal zusammen und sage mal nichts zu der Art wie du dich hier äußerst.

Zum Thema
Kannst du mit Zahlen aufwarten?
Wieviel der Frauen mit negativem Test und verantwortungsvollem Umgang mit Katzen wieviel geschädigte Kinder bekommen haben.

Hallo,

ein verantwortungsbewußter Mann ist super, ein engstirniger nicht.

Wenn er es dir offenbar nicht zutraut, daß du während der Schwangerschaft entsprechend umsichtig / vorsichtig bist, muß er sich selbst für die paar Monate um die Katzen kümmern.
So groß sollte die Liebe zu dir doch sein, daß er dir das läßt, was du liebst. Oder sollte die angestrebte Schwangerschaft für ihn die ideale Möglichkeit darstellen, die Katzen, mit denen er deine Liebe teilen muß, loszuwerden?

Sollte er kompromißlos strikt auf die Abschaffung der Katzen bestehen, frage ich mich, wie kompromißbereit er in anderen Dingen ist und sein wird. Denk mal drüber nach.

Sind es reine Stubenkatzen, so sollten sie getestet werden. Sind sie negativ, gäbe es keine Gefahr und dementsprechend auch keinen Grund zur Abschaffung.

Sind die Katzen positiv wäre es vielleicht möglich jemanden zu suchen/finden, der während der Schwangerschaft die Katzen zu sich nimmt, was natürlich kein Schutz in den ersten Wochen bringt und bezüglich der Katzen auch problematisch sein kann.

Gruß Steffi

Hallo Katrin,
Ein paar Zahlen und Fakten und ein paar Dönekes aus meinem Leben.

Erst die Dönekes:
Als ich schwanger war vor einigen Jahren las ich total neugierig meinen Mutterpass und stellte fest: Kein Toxoplasmose-Titer!
Ich meinen Arzt vorwurfsvoll gefragt: Warum sagst du mir das nicht, das ist doch gefährlich.
Sagt er: Du bist jetzt 29 Jahre alt und hast es in der ganzen Zeit nicht geschafft dich anzustecken, warum willst du das in den nächsten 6 Monaten tun? Das ist doch gar nicht wahrscheinlich.

Kurze Zeit danach, erzähl ich die Geschichte einem Freund und der zeigt mir seinen Sohn und erzählt, daß seine Frau während der Schwangerschaft in Unkenntnis anderleuts Katzen versorgt hat, sich angesteckt hat, das ist dann entdeckt worden, sie hat Antibiotika genommen und der Junge war topfit in Ordnung und jetzt auch mittlerweile fast 10, d.h. die Wahrscheinlichkeit, das etwas unerkanntes hinterher kommt war gegen Null.

Jetzt die Fakten.
Alle sind entnommen der Homepage des Robert-Koch-Instituts, das ist der Infektionskrankheitenwärter in Deutschland.

Zunächst das Ansteckungsrisiko (wurde ja unten schon diskutiert, ob nur über Kot oder auch über normalen Kontakt):
_Eine wesentliche Bedeutung als Infektionsquellen besitzen auch Toxoplasma-Oozysten, die über den Katzenkot in Garten- oder Ackerboden gelangen. Bei entsprechenden Kontakten kann man sich durch eine Finger-Mund-Übertragung infizieren. Der direkte Kontakt mit Katzen ist ohne Bedeutung. _

Und dann die Frage, was ist eigentlich die Gefahr dabei:
_Mit der Dauer der Schwangerschaft nimmt einerseits die Wahrscheinlichkeit der pränatalen Übertragung zu und andererseits die Schwere des Krankheitsbildes beim Feten ab.

Eine im ersten Drittel der Schwangerschaft eingetretene Infektion der Mutter kann auf den Embryo bzw. Fetus übergehen, dann u.U. das Kind schwer schädigen oder einen Abort bewirken.

Eine Erstinfektion im zweite oder dritten Drittel der Schwangerschaft kann sich beim Neugeborenen unterschiedlich manifestieren:

a) In etwa 1 % der Fälle entsteht das Schadensbild der klassischen Trias: Retinochorioiditische Narben, Hydrozephalus, intrazerebrale Verkalkungen, postenzephalitische Schäden.

b) Bis zu 10 % der Fälle: mehrdeutige Krankheitsbilder mit Zeichen der floriden Entzündung (Fieber, Splenomegalie, Hepatomegalie, Lymphadenitis, Retinochorioiditis, Anämie, Ikterus).

c) Bei etwa 90 % der Fälle: symptomloser Verlauf, es können sich aber in den folgenden Monaten oder Jahren Symptome, am häufigsten Retinochorioiditis und mentale Retardierung, entwickeln._

Beides entnommen dieser Stelle der Seite:
http://www.rki.de/cln_048/nn_504566/DE/Content/Infek…

An anderer Stelle, nämlich im Epidemiologischen Bulletin des Jahres 2003, dem letzten in dem was über Toxoplasmose steht, was zeigt, wie äußerst selten die konnatale Infektion in Deutschland ist, denn diese ist meldepflichtig, stehen noch weiter Fakten:
Es gab im Jahr 2002 18 gemeldete Fälle von konnataler Infektion*, wobei von 4 davon bekannt geworden ist, daß sie auffallende Symptome hatten. Die anderen könnten natürlich noch später welche bekommen haben.
18 von ich-weiß-nicht-wie-vielen Geburten im Jahr 2002 in BRD.

Ich hoffe, das konnte dich und du deinen Mann beruhigen.
Vater werden ist mit ungeheuren Ängsten verbunden, ähnlich wie Mutter werden. Im Zweifel soll er doch als Arzt das RKI anschreiben, die antworten immer sehr bereitwillig und praxisnah.

Viel Spaß beim Eltern-werden
Kerstin

* das ist eben die Ansteckung im Mutterleib, also das Geboren-Werden mit einer Toxoplasmose

Hi Tiddi
versuchs mal mit persönlicher Anrede

  • und Schwangere sind meist etwas sensibler wenn sie ein Thema wie Toxoplasmose interessiert.

Also dein Ton lässt echt zu wünschen übrig!!

mfg Mona

Hallo Katrin,

ich habe drei Kinder - der erste ist jetzt 18 Jahr alt und bin nach wie vor negativ:smile:))

Habe aber seit 20 Jahren immer Katzen - oft auch Babykatzen. Wenn du die Hände vom Katzenklo läßt und dich nochmal mit deinem Mann und deinem Frauenarzt besprichst könntet ihr vielleicht gemeinsam zu einer Lösung kommen.

Ein Haustier ist auch für deine Seele wichtig - und aus Erfahrung kenne ich sogar Kinder die allergisch auf Katzenhaare sind - aber nicht bei der eigenen. Informiere dich noch mal genau über Vorsichtsmaßnahmen usw.

liebe Grüße, Mona

Ähm - ganz ruhig. Du unterstellst mir Sachen, die ich nicht gesagt / geschrieben habe, o.k.?! Aber ich würde auch trotz der Unfallstatistiken mit meinem Kind Auto fahren. Alles was ich hier wollte, ist mich zu informieren, wenn dir das zu weit geht, kann ich es nicht ändern, aber das ist meine Art mit Dingen umzugehen - informieren und dann Entscheidungen treffen. Find ich ziemlich in Ordnung…

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Nein, keinen Grund - aber die Gesundheit des Ungeborenen mit
halbgaren Empfehlungen zu
riskieren halte ich für nicht sinnvoll… das Risiko für eine
Infektion bei zwei Katzen im
Haushalt und Seronegativität der Schwangeren ist für den Arzt
vor Ort sicher sehr viel besser
beurteilbar als für unqualifizierte Leute die sich „sehr
intensiv mit der Sache beschäftigt
haben“ wollen und dennoch das Infektionspotential Katze nicht
berücksichtigen…

Bevor ihr euch jetzt zerfleischt…ich werde NATÜRLICH meinen Frauenarzt befragen, gar kein Thema. Aber man kann sich ja mal mehrere Meinungen, Fakten usw. anhören.
Und: Mein Mann IST Arzt, wenn auch Gyn. nicht sein Fachgebiet ist.
Danke für Eure Meinungen, gerne mehr davon!

LG, Katrin

Hallo,
danke für deine Mail, muss hier aber mal kurz meinen Mann verteidigen, er ist nicht engstirnig, nur besorgt. Wir versuchen grade gemeinsam eine Lösung zu finden, und wenn die darin bestehen kann, dass er das Katzenklo saubermachen muss, dann macht er das.

Liebe Grüße,

Katrin

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Hallo Katrin,

Wir versuchen grade gemeinsam eine Lösung zu finden, und wenn die
darin bestehen kann, dass er das Katzenklo saubermachen muss,
dann macht er das.

Meinen Glückwunsch zu dem Mann. Dann wird es sicher eine gute Lösung geben.

Gruß Steffi
(hatte aber nur hier geantwortet, keine mail geschickt)

Auto fahren ist was anderes - das braucht man gelegentlich dringend. Niemand braucht dringend
Katzen.

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Die Frage nach dem Aufwand… sicher kann man nur sein, wenn die Katzen weg sind. Ist ja nur
für die Dauer der Schwangerschaft.

Tja… wie gesagt… ich finde, die Zahlen sprechen für sich. Ich persönlich würde im Falle
einer Schwangerschaft einer seronegativen Frau sofort alle Katzen rausschmeißen - kein Haustier
wäre mir wichtig genug, die körperliche Integrität meines Kindes aufs Spiel zu setzen. Klingt
wahrscheinlich zynisch, aber im Prinzip ist jedes „Vieh“ ersetzbar, aber die Gesundheit des
Kindes ist es nicht. Man schnallt das Kind im Auto ja auch auf dem Weg zum Supermarkt an -
esist extrem unwahrscheinlich daß was passiert, aber man möchte es auch nicht drauf ankommen
lassen.

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Auto fahren ist was anderes - das braucht man gelegentlich
dringend. Niemand braucht dringend
Katzen.

Wenn du dich da mal nicht irrst.
Außerdem: manche Menschen braucht man auch nicht

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Liebe Katrin,
bin 43 Jahre alt und seit meinem 2. Lebensjahr mit Katzen zusammen.
Auch mein Test war damals negativ- was mich auch wunderte-.
Also wenn ich mich bis zur Schwangerschaft nicht angesteckt hatte, warum dann in den paar Monaten.
Habe allerdings immer Gummihandschuhe beim Katzenklo putzen angezogen oder meinen Liebsten gebeten zu putzen.
Scheinbar hats funktioniert, meine Kids sind mittlerweile flügge.
Ich würde mich nicht verrückt machen lassen und meine Katzen nie weg geben.
Ausserdem kann man Toxoplasmose nicht auch von rohem Fleisch bekommen??? Dann immer alles gut durch braten.

Ich wünsche dir eine gute Zeit, und dass es bald klappt.
Marion

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Jetzt hab ichs du bist ein Troll…
Der direkte Kontakt ist ungefährlich, nur das reinigen des Katzenklos und die GArtenarbeit sollte man lassen. FAlls doch was passiert gibts schwangerschaftstaugliche Antibiotika…
Soll doch der VAter dasKklo sauber machen und der Garten verwildern…
Ausserdem gibts sehr viele eltern, die ihr Kind auf den Strecken zum Supermarkt, zur Schule oder Kindergarten nicht anschnallen, die können dann auch geausogut ein bisschen russisch Roulette mit Katzen spielen.

Für eine Schwangerschaft sind Trauer und Sorgen auch nicht förderlich.

Drum plädiere ich FÜR die Katzen, die von Daddy versorgt werden, regelmässige (auch wenn IGEl)Tests auf Toxoplasmose während des Schwangerschaftsverlaufs (Ey Daddy ist Arzt, kann er doch regelmässig Blut abnehmen und zum EK-Preis einschicken) und FÜR das spätere anschnallen des Sprösslings auch wenns nur um die Ecke durch ne Spielstraße geht.

Gruß Susanne

Gruß Susanne

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Hallo Katrin,

auch mein Testergebnis war negativ, obwohl ich jahrelang viele Katzen hatte und auch schon als Kind immer Umgang mit Katzen hatte.

Mein Mann hat damals eben die Katzentoiletten übernommen oder ich hatte Handschuhe an, (gleiches galt fürs Kochen).

Neben den Katzen gibt es auch noch andere Möglichkeiten sich Toxoplasmose einzufangen wie zB. durch ungenügend gegartes Fleisch oder das unvorsichtige Hantieren damit. Durch Rohmilchprodukte, oder Rohwurst kann man sich ebenfalls infizieren.
Lies mal zB. hier:
http://www.laboklin.de/de/service/rat_tat/rt_toxop.htm
Demnach ist die häufigste Infektionsquelle der Verzehr von nicht vollständig durchgegartem Fleisch.

Du siehst, wenn Du ein paar einfache Regeln befolgst, brauchst Du Deine Katzen nicht wegzugeben.

Gruß
Maja

Und: Mein Mann IST Arzt, wenn auch Gyn. nicht sein Fachgebiet
ist.

Hallo, vielleicht sucht er sich noch mal jemanden im Bekanntenkreis der sich speziell mit Infektionskrankheiten auskennt, ein Immunologe oder so von ner Uniklinik und ne kleine Medline-Recherche wäre evtl auch eher angesagt als hier nach sinnvollen Antworten zu suchen.
Dann kann er jedenfalls etwas sicherer sein.
Eine Unterbringung im Tierheim (dort kann man sie auch zeitlich begrenzt als Pensionsgäste einquartieren) würde ich für die KAtzen nicht wählen, denn da wird es schwierig sie zu besuchen (zumindest für dich, denn drei Katzen im Haus sind weniger problematisch, als 150 Katzen unterschiedlicher Herkunft bei einem Tierheimbesuch).
Vielleicht findet sich ja auch eine Nachbarin oder Freundin, die die Tiger aufnimmt, zumindest für die gefährlichsten ersten drei Monate.
Dort kannst du sie ungefährdet besuchen und das jederzeit, wenn du willst. Trotzdem kann es sein, dass sie es dir übel nehmen, lass sich dann nicht kratzen.

Insgesamt spricht alles eher dafür die Viecher imHaus zu behalten, sich ihnen aber nicht allzusehr zu nähern. Streichelorgien und Katzenklo muss nun eben dein Mann übernehmen und du schaust auf ordentliche Hygiene (wo hüpfen die so alles hin, wo sie eigentlich nicht sein sollten???), lässt nichst essbares draussen stehen, was sie anziehen könnte und suchst dir evtl neue Lieblingsplätze.
Vielleicht kannst du ihnen auch beibrigen ein bestimmts Zimmer nicht zu betreten (konsequent jedesmal wegscheuchen, wenn sie Kurs aufnehmen) und dort die Tür zumachen.

Akute Eingebung:
Wieso hat eigentlich noch niemand vorgeschlagen, dass nicht die Katzen gehen, aber du dafür (auch du könntest dich für die ersten drei Monate zB. bei Mutti/ähm dann Omi einnisten)…oder statt den Tigern bei einer guten Freundin oder in einer Pension, Wellnessurlaub tut auch Schwangeren gut :smile:

Gruß Susanne