Liebe Experten,
heute war ich zur Besprechung meiner Befunde beim Frauenarzt und er riet mir, mein Gewicht drastisch zu reduzieren - er würde mir dabei helfen.
Im Prinzip bin ich auch der Ansicht, dass eine Gewichtsreduktion meine hormonellen und damit gynäkologischen Probleme sicher positiv beeinflussen würde. Mich würde nun aber interessieren, ob das, was er bisher von seiner Vorgehensweise gesagt hat, erfolgversprechend ist oder ob das mir eher schaden könnte (und sei es nur finanziell oder psychisch).
Ich müsste 2x pro Woche zu ihm, bekäme auch Akupunktur und würde von ihm unter Druck gesetzt werden, damit ich Erfolg habe (das mit dem Druck hat er mir gleich vorab angekündigt und mehrfach wiederholt).
Mein Übergewicht ist zumindest zum Teil durch eine SD-Unterfunktion (die lange nicht behandelt wurde) bedingt. Im Laufe der Gewichtszunahme entwickelten sich PCOS und eine Insulinresistenz mit immer häufiger auftretenden reaktiven Hypoglykämien (mit Blutzuckerwerten von bis zu 35 beim OGTT).
Der Endokrinologe rät nur zu Gewichtsreduktion - gleichzeitig soll ich aber möglichst regelmäßig viele kleine Mahlzeiten zu mir nehmen.
Mich würde nun interessieren, wie so eine Gewichtsreduktion beim Frauenarzt ablaufen könnte (mein Arzt hat dazu leider sonst nichts gesagt und ist zurzeit im Urlaub - vielleicht gibt es hier ja Leute, die damit bereits Erfahrungen gemacht haben).
Zahlt die Krankenkasse solche Behandlungen bei Ärzten, die dafür vordergründig gar nicht ausgebildet sind?
Was würdet ihr mir raten?
Im Voraus vielen Dank!
Liebe Grüße
Gwen
Hi
Vorgehensweise gesagt hat, erfolgversprechend ist oder ob das
mir eher schaden könnte (und sei es nur finanziell oder
psychisch).
Du müßtest das bei Deinem Frauenarzt privat zahlen?
Ich müsste 2x pro Woche zu ihm, bekäme auch Akupunktur und
würde von ihm unter Druck gesetzt werden, damit ich Erfolg
habe (das mit dem Druck hat er mir gleich vorab angekündigt
und mehrfach wiederholt).
Und was meinte er damit genau?
Setzt er Dich in ein Gerät mit Unterdruck bzw. Überdruck oder setzt er Dich psychischen Druck aus?
Mich würde nun interessieren, wie so eine Gewichtsreduktion
beim Frauenarzt ablaufen könnte (mein Arzt hat dazu leider
sonst nichts gesagt und ist zurzeit im Urlaub - vielleicht
gibt es hier ja Leute, die damit bereits Erfahrungen gemacht
haben).
Da Dir Dein Arzt nichts genaueres dazu gesagt hat oder Informationsmaterial mitgegeben hat, wäre es für mich schon ein Anlaß der Sache sehr skeptisch gegenüber zu stehen.
Grundsätzlich kann Akupunktur helfen, aber sicherlich nicht als alleinige Maßnahme.
Was würdet ihr mir raten?
Ich würde beim Abnehmen nicht unbedingt auf einen Frauenarzt vertrauen. Zumindestens dann nicht, wenn er das Geld dafür kassiert. Wenn er mich an einen Kollegen verweist, der vom Ernährungsfach ist, schon eher - auch wenn ich da auch davon ausgehen würde, daß er da eine Kleinigkeit für die Patientenvermittlung bekommt.
Ich würde mich noch mal genau erkundigen, welche Methode der Frauenarzt anwenden will und mich danach noch mal im Internet oder beim Hausarzt schlau machen.
Gruß
Edith
Hallo Edith,
vielen Dank für deine Antwort!
Du müßtest das bei Deinem Frauenarzt privat zahlen?
Dazu hat er nichts gesagt (ich werde das aber noch genauer klären). Die Akupunktur müsste vermutlich von mir bezahlt werden (das wusste er aber nicht genau).
Und was meinte er damit genau?
Setzt er Dich in ein Gerät mit Unterdruck bzw. Überdruck oder
setzt er Dich psychischen Druck aus?
Er wird mich psychischem Druck aussetzen. Er hat mehrfach wiederholt, dass er Druck auf mich ausüben wird. Wohl gefühlt habe ich mich bei dieser Äußerung nicht.
Als ich sagte, dass ich auf jeden Fall eine Ernährungsberatung bräuchte, ist er darauf nicht wirklich eingegangen.
Liebe Grüße
Gwen
Hallo Gwen,
ich halte den Frauenarzt für den falschen Arzt um eine Gewichtsreduktion zu begleiten.
Die von Ihm gemachten Aussagen, sprechen eher dafür, dass er hier eine „Einnahmequelle“ erschliessen will und lassen an der Qualifikation hierfür zweiflen.
Sicherlich geht es darum den Willen zu entwickeln abzunehmen, sicherlich kann Akupunktur unterstützen, doc so wie das hier rüber kam, scheint mir das der falsche Arzt zu sein.
Gruss Ivo
Hallo Gwen,
nachdem was du bisher geschrieben hast, habe ich kein gutes Gefühl bei der Sache.
Grundsätzlich ist es zwar nicht ausgeschlossen, daß ein Frauenarzt die Fähigkeit hat eine Gewichtsreduzierung zu betreuen, aber wäre er so ein Fachmann auf dem Gebiet, dann würde er anders agieren. Er wäre sich bewußt, daß er als Gyn seine Kompetenz in dieser Sache zeigen müßte und würde dir mehr und genauer erklären oder dir ein diesbezügliches Beratungsgespräch anbieten.
Drohungen/psychischer Druck ist m.E. immer unseriös/nicht-könnerhaft.
Suche dir einen Facharzt für dein Gewichtsproblem. Einen Ernährungsspezialisten oder, da dein Problem mit anderen organischen Erkrankungen zusammenhängt, einen Internisten mit entsprechender zusätzlicher Fachausbildung / Erfahrungen und Erfolg.
Akupunktur kann unterstützend wirken.
Danach, ob die Kasse die Kosten voll oder zu welchem Anteil übernimmt solltest du dich auf jeden Fall vor einer Therapie erkundigen, denn die Kassen bezahlen nur wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, die auch dokumentiert sein muß. Das scheint bei dir der Fall zu sein.
Aber die Kasse zahlt nur für fachkundige Behandlung und evtl. nicht für „das einträgliche Hobby“ eines Gyn.
Adressen bekommst du bei der Kasse, der Ärztekammer oder dem Ärztespiegel im Tel-Buch.
Gruß Steffi
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Hi Gwen
Und was meinte er damit genau?
Setzt er Dich in ein Gerät mit Unterdruck bzw. Überdruck oder
setzt er Dich psychischen Druck aus?
Er wird mich psychischem Druck aussetzen. Er hat mehrfach
wiederholt, dass er Druck auf mich ausüben wird. Wohl gefühlt
habe ich mich bei dieser Äußerung nicht.
Damit weiß ich jetzt mit Sicherheit, daß ich von der Sache die Finger lassen würde.
Mit psychischen Druck erreicht man gar nichts. Wenn sich nicht der berühmte Schalter im Kopf umlegt, dann kann von außen soviel Druck kommen wie will, beim Abnehmen wird es nicht helfen. Eher wird sogar das Gegenteil erreicht.
Als ich sagte, dass ich auf jeden Fall eine Ernährungsberatung
bräuchte, ist er darauf nicht wirklich eingegangen.
Eine Ernährungsberatung ist sicherlich die bessere Alternative.
Viel Erfolg wünschend
Edith
Er wird mich psychischem Druck aussetzen. Er hat mehrfach
wiederholt, dass er Druck auf mich ausüben wird. Wohl gefühlt
habe ich mich bei dieser Äußerung nicht.
Als ich sagte, dass ich auf jeden Fall eine Ernährungsberatung
bräuchte, ist er darauf nicht wirklich eingegangen.
Hallo Gwen,
und nach der äusserung würde ich mir an deiner stelle auch einen anderen frauenarzt suchen… ganz ehrlich… was ist denn das für ein seltsamer vogel… ??
gruss
Karin
Hallo Gwendolyn,
falls Du Dich, wie unten vorgeschlagen an die Kasse wenden möchtest, brauchst du auf jeden Fall entweder einen Arzt, der von den Kassen dafür anerkannt ist, oder eine Verordnung über Ernährungsberatung und dann kannst Du zu einer Ökotrophologin gehen, die entweder schon mal ein Konzept und Nachweise bei der Kasse eingereicht hat, oder es dann im Rahmen des Erstattungsverfahrens tun wird.
Die Kasse übernimmt unter bestimmten Diagnosen, wobei Deine Probleme schon darunter fallen, und sie übernimmt nur bis zu einer Höchstgrenze, die müsstest Du noch mal erfragen, damit Du weißt, ob Du eine Differenz selber tragen müßtest.
Gruß
Kathy
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