Hallo Petra,
was durchaus daren liegen kann, daß Du dieses Medikament
genommen hast.
Eher nicht, denn ich habe es gar nicht genommen, kaum hatte
ich das Zeug aus der Apotheke geholt, klappte das mit dem
Einschlafen wieder.
Dann sei froh 
Sie hätte es Dir gar nicht verschreiben dürfen oder kannte sie
Deine Vorgeschichte nicht?
Nein, kannte sie nicht.
Muß sie aber kennen. Sogar mein Zahnartzt weiß bei mir was Sache ist. Er könnte mir sonst die „falsche“ Spritze geben, wenn er mal betäubt.
Wenn es Dein Ziel ist, wieder in die Sucht abzugleiten: ja.
Dieses Ziel verfolge ich in keinster Weise.
Nee, das macht natürlich keiner absichtlich.
Deine Ärztin scheint Deine Vorgeschichte ja auch nicht zu
kennen?
Sie kennt immerhin die letzten 3 Jahre. Was davor weiss sie
allerdings nicht. Ich kam nie auf den Gedanken ihr davon zu
berichten.
Weih sie ein. Es ist zu Deinem Vorteil.
Ich habe das damals beendet indem ich das Zeug einfach nicht
mehr genommen habe, da es nicht wirklich etwas half. Das waren
ein paar harte Wochen.
Das glaube ich gern. Tablettenentzug, insbesonders Benzos, ist mit das Übelste was einem passieren kann.
Es gab später auch zwei oder dreimal Situationen in denen ich
auf derartige Medikamente zurückgreifen musste, aber das waren
Einzeldosen oder höchstens mal 3 Tage am Stück. Damit kam
ich zurecht. Aber ich denke eben, die regelmässige Einnahme
von dem Zeug krieg ich dann eventuell nicht mehr in den Griff.
Es ist ein Tanz auf dem Rande des Vulkans. Auch Einzeldosen können Rückfälle auslösen.
Die Einschlafprobleme begleiten mich schon seit über 26
Jahren, damit komme ich meistens zurecht.
Warst Du mal im Schlaflabor, hat man mal versucht heraus zu bekommen, woran das liegen könnte. Oder haben die Ärzt es mit dem Zauberwort „psychosomatisch“ vom Tisch gekehrt. Du solltest mal einen Spezialisten aufsuchen. Tabletten sind sicherlich keine Lösung, auf Dauer schon gar nicht.
Nur in den Situationen, in denen etwas Ruhe helfen könnte gerate ich
immer wieder in eine Art Teufelskreis.
Vielleicht gibt es äußere Umstände, daß Du nicht zur Ruhe kommst? Oder Dich belastet etwas, was Dich grübeln läßt und Dir die nötige Ruhe raubt? Hast Du es mal mit einem Psychotherapeuten versucht?
Kann mir schon vorstellen, daß man nach so langer Zeit recht genervt ist.
Wenn ich erst einmal über einen gewissen Punkt hinweg bin,
dann wird das mit dem Einschlafen immer schwieriger. Das
bereitet mir aber im Moment nicht solche Sorge. Ich bin schon
seit einer Woche krank und hab relativ viel geschlafen, da ist
es nicht so schlimm, wenn ich jetzt wieder etwas weniger
Schlaf bekomme.
Dann würde ich warten, bis Deine Ärztin wieder da ist. Und dieser vor neuer Medikation mal ein wenig bezüglich Deiner Medikamentenprobleme von damals aufklären.
Was mir wirklich Sorge macht ist der Kontrollverlust. In den
letzten Wochen ist mir die Kontrolle über meine Emotionen mehr
und mehr entglitten. Mir ist schon bewusst, dass die Ursache
all dessen vermutlich einfach Stress ist und meine Unfähigkeit
diesen abzubauen.
Und worin bestätigt sich diese Unfähigkeit Deiner Meinung nach? Was hast Du denn bisher probiert, um Stress abzubauen?
Ich tröste mich immer mit dem Gedanken,
nächste Woche ist es ja wieder ruhiger…und natürlich kommt
es immer anders. Und wie man sich leicht denken kann,
manövriere ich mich immer wieder mal mit dem Rücken an die
Wand. Meistens gelingt es mir jedoch die Lawine aufzuhalten,
bevor ich überrollt werde. Diesmal wirds leider ziemlich eng.
Warum wirds eng. Was drückt Dich an die Wand. Ich hab so den Eindruck, daß Du mit Deinen Nöten ein wenig allein dastehst, Du Dich mit niemandem über Deine wirklichen Probleme austauschen kannst.
Ich danke dir für die Warnung und werde die Finger von dem
Zeug lassen. Irgendwie gehts schließlich immer 
Das Problem bei Ratschlägen ist hier ja meist, daß man den anderen nicht kennt. Man liest nur das im Posting Geschriebene und kann anhand dieser paar Zeilen den Menschen nicht wirklich einschätzen.
Aber Deine Zeilen machten auf mich so den Eindruck, daß Du ein wenig leichtfertig mit Deiner Medikamentenabhängigkeit umgehst, diese eher verleugnest als zugibst, so nach dem Motta „ja, ja, da war mal was“.
Da solltest Du vielleicht umdenken und Deine Einstellung ein wenig korrigieren, um zu verhindern, daß Du Dir mit leichtfertiger Einnahme irgendwelcher Medikamente u.U. erheblichen Schaden zufügst, der nicht wirklich zu den offensichtlich ohnehin vorhandenen Problemen noch dazu kommen muß.
Für den Streßabbau solltest Du Dir auch was einfallen lassen. Vielleicht mal mit ner guten Freundin drüber reden. Ggf. nen Psychotherapeuten aufsuchen. Sport treiben, Freunde besuchen oder sich besuchen lassen.
Oder gönn Dir was für Dich ganz persönlich. Fußreflexzonenmassagen, Wellnessbehandlung, Friseur, Visagist und Shopping sind meist Dinge bei der Frau entspannt und auf andere Gedanken kommt. Mir fällt zu Frauen-Shopping auch unbedingt noch „Schuhe“ ein 
Pflege Hobbies. Werde Vereinsmeier. Mach Sport. Nordic Walking kann jeder machen, (sieht zwar schei*e aus, tut aber unheimlich gut). Geh schwimmen (mit mehreren), geh Kegeln oder in Gesprächsgruppen. Geh unter Menschen und isolier Dich nicht. Nur mit zuhause am PC hocken klappt das alles eher selten.
Gruß,
Gerhard