Hallo zusammen,
die Tochter einer Bekannten hatte letzte nacht das erste mal Sex und dazu clevererweise ungeschützt. Ich hab irgendwann mal gehört, glaube ich jedenfalls, dass man bei potentieller Ansteckung mit dem HI - Virus, also z.B. wenn man gefährdenden Kontakt mit jemand hatte der positiv ist, in einer bestimmten Zeitspanne da noch nachträglich machen könnte…Stimmt das…?
Liebe Grüße,
Katrin
Hallo Katrin,
du meinst wahrscheinlich die HIV-PEP.
http://www.rki.de/cln_048/nn_196040/DE/Content/InfAZ…
Aber jetzt mal ganz ehrlich… laut Vika bist du Krankenschwester, da sollte man sowas nicht dazuschreiben müssen:
Ab zum Arzt, sei´s die Notfallklinik. Und zwar sehr schnell.
Wer sonst wohl hat die aktuellsten Informationen und kann sofort was unternehmen?
Mit Grüßen
Simone
das ist ja wirklich ein bisschen peinlich für alle krankenschwestern!
für eine wirkungsvolle hiv-expositionsprophylaxe sollte max.2stunden nach der möglichen ansteckung mit der therapie begonnen werden (genau wie bei nadelstichvereltzungen).
ich würde mir allerdings mehr gedanken um eine mögliche schwangerschaft machen…
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Richtig, ich arbeite aber nicht als Krankenschwester, und wie das Zeug heißt wusste ich wirklich nicht mehr! Und fragen werde vermutlich sogar ich dürfen… dachte ich.
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Ich schäme mich auch ziemlich, werde in zukunft sowas nicht mehr fragen, sondern mir alleine Sorgen machen und bis zum nächsten Tag warten, wo ich bei der Arbeit unbesorgt fragen kann. Also wirklich. Wisst ihr alles?
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Hi,
also zunächst einmalmuss ich dir mein bedauern über die bisherigen reaktionen ausdrücken, die nicht nur am rande der unverschämtheit sind, sondern auch noch meist völlig falsches zeugs transportieren…
Nun zu dem problem des mädels. Dass die eins rechts und links um die ohren verdient steht außer frage.
Zur prophylaxe. Konkret ZU spät wär es jetzt noch nicht. Allerdings wird kein arzt eine pep in einem solchen fall verschreiben, zumal die nebenwirkungen zu stark sind. Und damit mein ich nicht etwas übelkeit oder leichten kopfschmerz. Das sind wirklich extreme nebenwirkungen.
Hauptsächlich rät man in diesem fall aber davon ab, weil das ansteckungrisiko ziemlich gering ist.
Bei ungeschütztem rezeptiven vaginalverkehr mit einem seropositiven partner beträgt das risiko einer ansteckun ca. 0,05-0,15%.
Da spielen natürlich eine menge faktoren mit ein, aber es ist schon sehr unwahrscheinlich, dass sie sich angesteckt hat.
Das soll sie aber nur beruhigen und nicht etwa den (hoffentlich heilsamen) schreck nehmen.
Soweit erstmal…
LG Alex:smile:
HI,
Aber jetzt mal ganz ehrlich… laut Vika bist du
Krankenschwester, da sollte man sowas nicht dazuschreiben
müssen:
Ab zum Arzt, sei´s die Notfallklinik. Und zwar sehr
schnell.
Du bist doch auch krankenschwester. Dann weisst du doch natürlich auch, dass ein arzt in dem beschriebenen fall nur sehr unwahrscheinlich eine PEP verschreibt. Zumal sie nach den leitlinien die du zwr ziterst aber offensichtlich nicht gelesen hast die PEP gar nich angeraten wird.
gruß Alex
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Oberchecker
Ich weiss, du bist ein kluges Kerlchen.
Dann weisst du doch natürlich auch, dass ein arzt in dem beschriebenen :fall nur sehr unwahrscheinlich eine PEP verschreibt.
Hatte ich das irgendwo geschrieben?
Meine (vorwurfsvolle) Aussage an eine Berufskollegin war: Ab zum nächsten Arzt und möglichst schnell, der weiss was zu tun ist.
HIV-PEP war ein vermutete (und als solche gekennzeichnete) Antwort auf folgende Frage:
…dass man bei potentieller Ansteckung mit dem HI - Virus, also z.B. :wenn man gefährdenden Kontakt mit jemand hatte der positiv ist, in :einer bestimmten Zeitspanne da noch nachträglich machen :könnte…Stimmt das…?
Aber deine Antwort „rechts und links was um die Ohren“ ist natürlich die adäquate Sofortmaßnahme. Man merkt, du kennst dich aus.
Simone
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