Hallo,
bei mir wurde ein Knoten an der Schilddrüse festgestellt. Nicht grade klein, so ca. 4 - 5cm. Blutwerte waren alle i.O., es wurde ein Sintigramm gemacht: der Knoten ist nicht Stoffwechselaktiv. Mein Arzt rät mir zur Einnahme eines Hormonpräparates durch das die Funktion der Schilddrüse herabgesetzt wird. Dadurch soll der Knoten schrumpfen oder zumindest nicht mehr wachsen. Als Alternative bleibt lt. ihm nur die operative Entfernung da ohne Behandlung die Gefahr recht groß sei das der Knoten wächst und bösartig wird.
Da man über Hormonbehandlungen nicht nur Positives hört würde mich interessieren ob es Alternativen gibt oder ob evtl. sogar der operative Eingriff ratsam ist?
Vielen Dank für Eure Antworten
Stefan
Hallo,
bei mir wurde ein Knoten an der Schilddrüse festgestellt.
Nicht grade klein, so ca. 4 - 5cm.
Da man über Hormonbehandlungen nicht nur Positives hört
Was hast Du denn gehört?
würde
mich interessieren ob es Alternativen gibt
jepp, operativer Eingriff
oder ob evtl. sogar
der operative Eingriff ratsam ist?
Ja, für Menschen, die die konservative Therapie ablehnen oder bei denen sie nicht wirkt.
Gruss frieeda
Hallo,
die Alternativen sind: entweder nimmst Du ein Hormonpräparat, welches die Schilddrüse entlastet. Oder die Schilddrüse wird entfernt und dann nimmst Du das selbe Hormonpräparat, nur in höherer Dosierung. Beide Varianten beinhalten eine Umstellung bzw. Einstellung auf die Hormonsubstitution. Das kann völlig unproblematisch sein, kann aber auch mit einigen Nebenwirkungen einhergehen, bis die richtige Dosis gefunden wird. Die dadurch entstehenden Hormonschwankungen können zu Verdauungsproblemen, Stimmungsschwankungen usw. führen.
Der Knoten in der Schilddrüse hat allerdings u.U. auch Auswirkungen auf den Hormonoutput, so dass Du auch unbehandelt ähnliche Probleme bekommen kannst. Dazu eben noch das Risiko der bösartigen Tumore. Ich denke, wenn man da eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellt, ist leicht ersichtlich, dass man mit der medikamentösen Behandlung gut dasteht.
Gruß,
Myriam
*seit 1999 ohne Schilddrüse*
Hallo Myriam, ich bin jetzt etwas erstaunt, aber…
Oder die Schilddrüse wird
entfernt
…normalerweise wird doch erst mal der Knoten entfernt und nicht gleich die ganze Schilddrüse. Das war zumindest in meinem Fall so. Eine Woche später lag ich leider wieder unter dem Messer und war dann die ganze Schilddrüse los, wg. bösartigem Befund im Knoten. Ich kann inzwischen sehr gut damit leben, bin gut eingestellt…
So weit ich weiß ist die „normale“ Vorgehensweise, dass man die Geschichte mit Medikamenten versucht in den Griff zu bekommen. Eine Biopsie ist ratsam muss aber auch nicht immer die Auskunft geben können (bei mir sah alles bestens aus, dem war aber nicht so) und dann, wenn sich nichts tut, wird der Knoten entfernt. Wird bösartiges Gewebe gefunden, wird die Schilddrüse teilweise oder ganz entfernt.
:
Gruß,
Myriam
*seit 1999 ohne Schilddrüse*
Gruß, Katinkat *seit 2003 ohne SD* 
…normalerweise wird doch erst mal der Knoten entfernt und
nicht gleich die ganze Schilddrüse.
Das kommt drauf an, wieviele Knoten und wie diese beschaffen sind (wird per Ultraschall und Szintigramm angeschaut). Ich hatte auf der einen Seite einen sehr großen, vermutlich harmlosen Knoten (der allerdings schon für Schluckbeschwerden sorgte) und auf der anderen Seite diverse kleine, potentiell gefährliche Knoten. Meine Blutwerte waren wunderbar. Trotzdem wurde nicht lange gefackelt und ohne Medikamentbehandlung gleich alles entfernt.
Gruß,
Myriam
Wer macht denn sowas? …
Hallo.
Nicht grade klein, so ca. 4 - 5cm.
der Knoten ist nicht Stoffwechselaktiv.
Da man über Hormonbehandlungen nicht nur Positives hört
Wenn der Knoten stoffwechselaktiv wäre („heißer“ Knoten), hättest Du mit einiger Sicherheit größere Probleme, weil dann alle vom Schilddrüsenhormon gesteuerten Funktionen z.B. des vegetativen Nervensystems entgleisen können. Der kalte Knoten ist ein wenig friedlicher, aber:
Ein Knoten dieser Größe ist je nach Position auch in der Lage, das Schlucken, Sprechen oder Atmen zu beeinträchtigen. Besonders, wenn das Ding substernal (unter dem Brustbein) wächst, ist das kein Spaß. Außerdem können die Dinger auch entarten.
Also muss er irgendwie weg. Die Hormontherapie, die Dein Arzt Dir vorschlägt, besteht in der Einnahme von Tabletten mit jodhaltigem Schilddrüsenhormon. Das ist nicht mit Anabolikaspritzen (*benannt nach der kopflosen Frau eines englischen Königs*) oder Fruchtbarkeitshormonen oder was so landläufig unter Hormontherapie läuft zu verwechseln! Bis die für Dich richtige Dosierung gefunden ist, wirst Du häufiger zur Blutkontrolle müssen; das ist aber auch schon fast alles.
Der operative Eingriff besteht in einem Kragenschnitt der Marke Rasierloge einfach und erfordert ca. eine Woche Klinikaufenthalt. Auch danach wirst Du Schilddrüsenhormon einnehmen müssen - wenn der Knoten isoliert ist, evtl. in sehr geringer Dosierung.
Problematisch ist bei der Operation, dass immer ein gewisses Risiko besteht, die Stimmbandnerven zu verletzen. Damit klingst Du dann etwa wie Lee Marvin mit Reißzweckendiät. Kann reversibel sein (wenn es denn eintritt), muss aber nicht.
Knoten, die chirurgisch entfernt wurden, können auch wiederkommen, wenn sich der hormonelle Status nicht grundlegend durch Medikamentengabe bessert.
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Ich habe selbst mit 16 einen „dicken Hals“ bekommen. Das waren heiße Knoten mit der Folge, dass ich dürr war wie ein Rechen (185 cm, 68 kg) und gleichzeitig das gastronomische Äquivalent zu einer Heuschreckenplage. Thyroxin schlug bei mir nur durch, aber nicht wirklich an, so dass ich mit Anfang Zwanzig unters Messer kam. Da meine Knoten stoffwechselten, kam ich etwa ein halbes Jahr lang auf das hormonelle Jo-Jo, mit Schweißausbrüchen, Unterzuckerung, Heißhungerattacken und dem jeweiligen Gegentum in schneller Folge. Das Hormon aber, das ich seit gut zwanzig Jahren einnehme, bekam all das in den Griff.
Leider rezidivierten die Knoten in den letzten Jahren, so dass ich nochmals chirurgt wurde, wobei auch der rechte Stimmbandnerv einen Kratzer abbekam. Wenn ich danach den Mund aufmachte, kam entweder Micky-Maus oder Johnny Cash auf Helium heraus … inzwischen hat sich das aber gelegt, und die Stimme ist wieder da. Ich würde also die Tabletten dem chirurgischen Eingriff jederzeit vorziehen.
Gruß Eillicht zu Vensre
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu
versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener
Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man
weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu
versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener
Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man
weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Ich würde Dir empfehlen, es zunächst mit den Tabletten zu
versuchen. Schilddrüsenhormon (Thyroxin) ist ein körpereigener
Stoff und eigentlich ein problemloses Medikament. Kriegt man
weder dicke Nüsse von, noch macht es vergesslich.
Na, lieber Eillicht,
hat die langjährige Einnahme von Thyroxin doch noch eine andere als die gewünschte Wirkung erzielt? 
Und dann die weiter oben beschriebene Schmerztherapie: Finger ins Auge stecken!
Ich mache mir Sorgen, schließlich wohne ich nicht weit von Kassel. Ich könnte dir ja mal in die Hände fallen…
Zumal schilddrüsenmäßig in der beschriebenen Richtung bei mir auch was ansteht. Ich fürchte mich aber so vor dem Rasiermesserschnitt. Nachher klappt der ganze Kopf ab.
LG, Karin
danke für die Antworten
Stefan