Pertussis / Keuchhusten

Hallo,

Scheint wohl grad rumzugehen bei den Kleinen.

Und weil ich gerade in einer extremen „Glücksphase“ bin hats mich anscheinend trotz Impfung etwas erwischt (letzte Impfung ist auch schon ein Weilchen her).

Bis jetzt merke ich nur den trockenen Husten und fühle mich etwas schlapp seit gestern.
Kommt da evtl noch mehr?
Ansteckung war wahrschenlichst am 3.10…

Mit meinem Restimpfschutz muss ich ja wohl nicht extra zum Arzt, oder?
Sämtliche Mitarbeiter mit kleinen Kindern hab ich mal informiert.

*hust* ääähh Grüße!
M. (die auch Windpocken zwei Mal hatte)

Hi!

Also, wenn die Ansteckung am 3.10. war, und es sich wirklich um einen Keuchhusten handelt, besteht durch Einnahme eines Antibiotikums (Gruppe der Makrolide, zB Clarythromycin) noch die Chance, den Verlauf der Erkrankung milder zu gestalten. Außerdem wird so auch die Infektionskette eher durchbrochen, was bei der sehr hohen Ansteckungswahrscheinlichkeit für Dein Umfeld auch nicht ganz schlecht ist.

Ich würde mich hier weder auf eine vor Jahren erfolgte Impfung noch auf eine durchgemachte Erkrankung verlassen. Die Bestimmung der Antikörper im Blut kann natürlich sinnvoll sein.

Was den Verlauf bei Dir angeht: da steht ja noch das Stadium convulsivum aus, was je nach Ausprägung auch für den Erwachsenen kein Spaß ist und mit zermürbenden Hustenanfällen gerade nachts etc einhergeht.

Eine schöne Zusammenfassung findet man auch im Wikipedia Artikel.
http://de.wikipedia.org/wiki/Keuchhusten

Gruß & Gute Besserung
Peter

Scheint wohl grad rumzugehen bei den Kleinen.

Das mag sein, allerdings nur bei Kindern, deren Eltern sie durch Nichtimpfung diesem Risiko bewußt ausgesetzt haben.

Benni

Hallo,
deine Symptome sind bislang völlig unspezifisch und könnten auch alles mögliche andere außer Keuchhusten sein.
Die Jahreszeit ist für banalere Atemwegserkrankungen nun nicht gerade untypisch. Mich wundert, dass du gleich auf den dicksten Hammer kommst.
Von daher würde ich zur Abklärung auf jeden Fall zum Arztbesuch raten.

Gruß
Werner

Hallo Benni,

viele Eltern möchten gerade durch „Nichtimpfung“ das Erkrankungsrisiko mindern :wink:

siehe

http://www.aegis.ch/neu/index.htm oder

http://www.impfkritik.de/

Diese Glaubensfrage muss jeder für sich und seine Kinder entscheiden. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, hatten allerdings einen Kinderarzt, der das mit großem Eifer unterstützte.

Unser Sohn ist heute 13 und hatte außer diversen unspektakulären „Erkältungen“ keinerlei Krankheiten, auch keine derer, gegen die üblicherweise geimpft wird.

Angesichts dessen bringen mich solche Berichte zum Grübeln:

"In Nigeria sind 69 Kinder an Kinderlähmung (Poliomyelitis) erkrankt, die durch Impfstoffviren ausgelöst wurde, das berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Die Epidemie begann bereits 2006, bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herrschte darüber jedoch lange Zeit Stillschweigen.

…" aus http://www.vitanet.de/aktuelles/Infektionen-Immunsys…

LG
sine

LG
sine

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Hallo,

Unser Sohn ist heute 13 und hatte außer diversen
unspektakulären „Erkältungen“ keinerlei Krankheiten, auch
keine derer, gegen die üblicherweise geimpft wird.

Mit ziemlicher Sicherheit, weil die Kinder, mit denen euer Sohn in Kontakt war, geimpft waren und somit das Impfrisiko für euch mitgetragen haben.

"In Nigeria sind 69 Kinder an Kinderlähmung (Poliomyelitis)
erkrankt, die durch Impfstoffviren ausgelöst wurde, das
berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Die Epidemie begann bereits
2006, bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herrschte
darüber jedoch lange Zeit Stillschweigen.

Nigerianische Verhältnisse sind nicht auf europäische zu übertragen.

Gruß
Elke

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viele Eltern möchten gerade durch „Nichtimpfung“ das
Erkrankungsrisiko mindern :wink:

Ja, so wie Soldaten in Kriegsgebieten gerne auf das Tragen von Splitterschutzwesten verzichten, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Diese Glaubensfrage

Das ist keine Glaubensfrage, sondern eine schlichte Frage wissenschaftlicher Erkenntnis. Genauso wenig ist es eine Glaubensfrage, daß mich nur die Entfernung eines hochentzündeten Blinddarms oder das Spritzen von Insulin beim Versagen der körpereigenen Produktion vor dem Tod bewahrt.

Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, hatten
allerdings einen Kinderarzt, der das mit großem Eifer
unterstützte.

Lebt dann dieser Kinderarzt auch mit den Behinderungen, die selbst „einfache“ Kinderkrankheiten wie Mumps und Masern den Überlebenden zufügen? Nein? Natürlich nicht, das müssen dann leider ja die Kinder schon selbst tun. Aber „Arzt“ ist ein einmal erworbener Titel, der leider keiner Ablauffrist unterliegt.

Unser Sohn ist heute 13 und hatte außer diversen
unspektakulären „Erkältungen“ keinerlei Krankheiten, auch
keine derer, gegen die üblicherweise geimpft wird.

Dann kann sich Dein Sohn glücklich schätzen. Allerdings hat er noch hoffentlich viele Jahrzehnte vor sich, in der er immer noch an Tetanus, Masern, Mumps, Polio und Keuchhusten erkranken und sterben kann.

"In Nigeria sind 69 Kinder an Kinderlähmung (Poliomyelitis)
erkrankt, die durch Impfstoffviren ausgelöst wurde, das
berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Die Epidemie begann bereits
2006, bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herrschte
darüber jedoch lange Zeit Stillschweigen.

Bei der alten Schluckimpfung sind regelmäßig Angehörige von Geimpften erkrankt - die selbst nicht geimpft waren. Und weil Du gerade zitierst: Wieviel Menschen wurden insgesamt geimpft? Und wieviel würden ohne Impfung heute ihr Leben als Krüppel fristen, was in Afrika meistens den sicheren Tod bedeutet? Aber in Europa können wir uns den Luxus leisten, solche Menschen dann mit großer Unterstützung der Solidargemeinschaft ein einigermaßen normales Leben zu gewährleisten.

Benni

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Mich wundert, dass du gleich auf den
dicksten Hammer kommst.

Mich nicht - wenn man sich alle Beiträge mal durchliest.

Benni