Meine Tochter (19 Jahre) hat seit Jahren andauernd schweißnasse Hände und Füße.Sie leidet sehr darunter.
Ich vermute dahinter ein vegetatives Problem - sie ist dabei, nach diesem zu suchen.
Homöopathische mittel haben übrigens bis jetzt noch keinen Erfolg gezeigt.
Ich würde gerne wissen, was es generell für Mittel gibt,dieses Problemn zu lindern: Und zwar sowohl innere (damit meine ich etwaige mentale Übungen) als auch rein äusserliche- medizinische Hilfen.
Hallo Doris,
das klingt nach Hyperhidrose (zu deutsch: übermäßiges Schwitzen).
Es gibt die Unterscheidung zwischen der primären Hyperhidrose, der angeborenen Form, die genetisch bedingt ist, und der sekundären Hyperhidrose, das ist die Hyperhidrose die durch eine andere Erkrankung bedingt wird. Beispiel: eine Schilddrüsenüberfunktion geht häufig einher mit vermehrtem Schwitzen- da müsste man die Hyperhidrose so behandeln dass man die Schilddrüsenüberfunktion entsprechend einstellt und dann würde man auch das vermehrte Schwitzen in den Griff bekommen. Handelt es sich um die genetisch bedingte Form, gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:
- Iontophorese
Das sind Bäder durch die ein Strom geschickt wird und Hände die in diesem Bad behandelt werden, werden danach deutlich weniger schwitzen wenn die Abstände der Behandlung eingehalten werden. - Butolinum-Toxin Injektion, eine Methode die nach gewissen zeitlichen Abständen, etwa 2 bis 6 Monaten auch wiederholt werden, aber es ist eben eine Massnahme die nicht auf Dauer eine Lösung bringt, sondern sie muss immer wiederholt werden wie die Iontophorese übrigens auch.
Bei stark ausgeprägter Hyperhidrose helfen diese Maßnahmen nicht. Einzige Möglichkeit den übermässigen Schweißfluß zu stoppen ist dann 3. der operative Eingriff, die Sympathektomie, bei dem die für die Schweißproduktion zuständigen Nervenknoten durchtrennt werden.
Andererseits kann es sich auch um eine t e m p o r ä r e Mißfunktion der Schweißdrüsen handeln (Streß, Sorgen, Kummer als Auslöser).
Als erste natürliche Gegenmaßnahme bieten sich Salbeikapseln und eine Streßveringerrung an - geht das Schwitzen nicht deutlich zurück, rate ich den Gang zu einem Hyperhidrosespezialisten an.
MfG, Ted
Hallo,
Homöopathische mittel haben übrigens bis jetzt noch keinen
Erfolg gezeigt.
Da wäre zu fragen, was an homöopathischen Mitteln angewendet wurde.
a. Mittel von denen es heißt, sie würden gegen Schweiß helfen oder
b. eine richtige klassisch homöopathische Behandlung?
wenn a., dann wundert mich der bisherige Mißerfolg in dem Fall nicht.
wenn b., dann sollte der Fall noch mal von Grund auf analysiert werden.
Gruß Steffi
Ja,es war eine „Klassische homöop.Behandlung“- eine Silicea C 1000 Potenz- alle Symptome schienen 100 %- ig zuzutreffen- aber - wie schon vorher öfters beobachtet: Meine Tochter ist in irgendeiner Weise gegen jegliches homöop. Mittel „reistent“- (gottlob ist sie fast nie krank…)
Aber dennoch vielen Danlk für deine Antwort!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
[MOD]: überflüssiges Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!
Danke für die ausführliche Beschreibung aller denkbaren Möglichkeiten!
Das mit der SChilddrüse ist ein heisser Tip! Werden wir mal überprüfen lassen.
Und die Möglichkeit von Strom-Bädern (Iontophorese) klingt sehr interessant.
Wer macht so was? Muss man dafür zum Arzt, kann man sowas kaufen- ausborgen? Ich wäre sehr dankbar für einen diesbezüglichen Tipp- link etc…
L.G! Doris
Hallo,
Meine Tochter ist in irgendeiner Weise gegen
jegliches homöop. Mittel „reistent“-
So was gibt es. Wenn das be-/erkannt ist kann man aber auch darauf homöopathisch eingehen. Es gibt eine handvoll Mittel, die man als Katalysator-/Reaktionsmittel einsetzen kann. Ich habe das erst kürzlich bei einer Freundin miterlebt. Erst (fast)keine Reaktion, dann Reaktionsmittel und dann überschlug sich die körperliche Reaktion fast. Ihr solltet deswegen noch mal an den Homöopathen herantreten.
Wenn du dazu noch Verständnisfragen hast, will ich sie dir gern beantworten.
Gruß Steffi
Unser Homöopath ist leider seit 1 Jahr aus unserer Gegend weggezogen-und wirklich „Klassische“ Homöopathen gibts sonst bei uns keine. Ich hab vor einigen Jahren begonnen- da ich seit fast 20 Jahren selber homöop. behandelt wurde, mich - mittels „Radar“-Computer-Repertorium eingehender damit zu beschäftigen. hab auch schon einiges bewirken können- bei mir und meinem Mann–aber wiegesagt, bei unserer Tochter scheitern alle Versuche.
Deshalb würde mich sehr interessieren:
Welche Mittel- ausser Sulfur,(das hat sie schon - erfolglos bekommen- gibt es denn sonst noch an Reaktions-Mitteln?
Danke für deine Hilfe!
Gruß!
Doris
Meine Tochter ist in irgendeiner Weise gegen
jegliches homöop. Mittel „reistent“-So was gibt es. Wenn das be-/erkannt ist kann man aber auch
darauf homöopathisch eingehen. Es gibt eine handvoll Mittel,
die man als Katalysator-/Reaktionsmittel einsetzen kann. Ich
habe das erst kürzlich bei einer Freundin miterlebt. Erst
(fast)keine Reaktion, dann Reaktionsmittel und dann überschlug
sich die körperliche Reaktion fast. Ihr solltet deswegen noch
mal an den Homöopathen herantreten.Wenn du dazu noch Verständnisfragen hast, will ich sie dir
gern beantworten.Gruß Steffi
Hallo Doris,
wenn du das Radar hast, dann laß mal nach Stichwort >ArzneimittelReaktionAllgemeines
Hallo Doris,
die Möglichkeit von Strom-Bädern (Iontophorese) klingt
sehr interessant. Wer macht so was? Muss man dafür zum Arzt, kann man :sowas kaufen- ausborgen?
meines Wissens nach wird das in Krankenhäusern und Arztpraxen gemacht, wie es in Österreich aussieht, weiß ich nicht, aber ich habe eben folgende Seite gefunden:
http://www.schwitzfleck.at/hyperhidrose.php
die Dir bez. österreichischer Ansprechpartner vielleicht weiterhelfen kann.
Freundliche Grüße sendet Ted
Noch ein Link
Hallo Doris!
Mir hat das Hyperhidrosis-Forum: http://www.hh-forum.de sehr geholfen.
Hier kann sich Deine Tochter mit Gleichgesinnten und Gleichaltrigen austauschen, ist ja doch ein unangenehmes Thema, spreche da aus Erfahrung.
Alles Gute, finnie
Hi,
ich kann Dir nur die Iontophorese empfehlen. Ich schwitze schon an den Händen und auch Füssen seit ich ein Kind bin. Mittlerweile führe ich ein normales Leben dank der Ionto.
Ich weiß genau was Deine Tochter durchmacht. Man traut sich kaum jemand mehr die Hand zu geben usw.
Mit der Ionto läuft das so:
Du gehst zum Hautarzt. Der kann Dich dann z.B. einmal wöchentlich behandeln, d.h. Du führst die Bäder bei ihm durch. Er kann aber auch etwas an Deine Krankenkasse schreiben und einen Antrag stellen, dass Du selbst ein Iontophorese Gerät für zuhause bekommst. Das würde ich empfehlen. Ich mache das schon seit 15 Jahren ohne Probleme. Kann es daher nur empfehlen, da es kaum Nebenwirkungen hat. Ab und an wenn man es übertreibt treten Hautrötungen und Juckreiz auf. Das war´s aber.
Wünsche gute Besserung!