Ich kenne jemand, der konnte sich zwar das auchen nach etwa 60
Jahren abgewöhnen, abe nicht seine Kaffee-Abhängigkeit.
Ich kann mir auch das Essen von Brot oder das Eis zum Dessert nicht abgewöhnen. Ist deshalb beides eine Droge? Ist etwas eine Droge, nur weil ich es gerne zu mir nehme oder mache? Klar, wenn man es so definiert, ist so ziemlich alles eine Droge. Damit verharmlost man aber meiner Meinung eher tatsächliche Drogen.
Kaffee
ist sowohl abhängigmachend als auch bewusstseinserweiternd.
Wie kommst Du darauf? Koffein (nicht Kaffee) wirkt anregend auf das zentrale Nervensystem, indem es dort die Wirkung bestimmter Rezeptoren erhöht. Betablocker, um ein Gegenbeispiel zu nennen, blockieren Adrenalinrezeptoren und haben somit die gegenteilige Wirkung. Dennoch sind natürlich auch Betablocker keine Drogen. Und genauso wenig wie Betablocker hat das Koffein eine bewußtseinsverändernde Wirkung. Oder ist Brot jetzt eine Droge, weil Kohlenhydrate bei der Verstoffwechselung die Ausschüttung von Serotonin erhöhen und man sich deshalb besser fühlt?
Was ein typisches Merkmal für Drogen ist.
Bitte? Betablocker wirken dämpfend, sind aber keine Drogen. Jedes Erschrecken, jeder Streß wirkt stark anregend. Ist es deshalb eine Droge? Es ist ein gehöriger UNterschied, ob etwas im zentralen Nervensystem wirkt, also direkt im Körper, oder etwas im Gehirn wirkt.
Wie schon gesagt, es ist eine Definitionsfrage. Meiner Meinung nach ist es aber stark verharmlosend echten Drogen gegenüber, wenn man jetwede Wirkung auf den Körper als Merkmal einer Droge beschreiben will. Das Abhängigkeitspotential echter Drogen liegt nicht in ihrer Wirkung auf das zentrale Nervensystem, sondern eindeutig in ihrer Wikrung auf das Gehirn begründet. Dort sitzt unser Bewußtsein und dort werden wir abhängig. Selbst rein körperliche Abhängigkeit bei bestimmten Substanzen ist praktisch immer im Gehirnstoffwechsel und seinen Veränderungen begründet.
Es gibt -grob
gesagt- zwei Kategorien von Drogen: Uppers und Downers. Die
einen regen an, die anderen beruhigen. Darauf ist m.E.
ursprünglich auch die Psychopharmakologie aufgebaut.
Richtig, nur geht es dort um die Wirkung auf bzw. im Gehirn und seinen Stoffwechsel.
Benni