gleich vorweg: Ich bin 28 Jahre alt, und erfreue mich eigentlich bester Gesundheit (glaube ich zumindest…)
Wenn ich mich am Wochenende nach dem Mittagessen, oder auch am späten Nachmittag für 15-60 Minuten aufs Ohr haue, passiert es mir beim Aufwachen oft (aber nicht immer), dass mein Körper „gelähmt“ ist. Das sieht so aus: Ich bin eindeutig wach, die Augen sind offen und ich kann sehen. Der Körper fühlt sich „dumpf“ an (aber nicht so wie bei einem eingschlafenen Fuß/Arm), und ich kann mich nicht bewegen. Keinen Arm, keinen Fuß keinen Kopf. Auch Sprechen ist nicht möglich.
Mein einziger Gedanke ist: Du MUSST Dich bewegen um vollends wach zu werden, um diese „Lähmung“ zu beseitigen. Aber Bewegen ist (vorerst) nicht - wie sehr ich mich auch anstrenge. Einschlafen wäre wohl möglich (fühle mich meist müde in diesem Zustand), will ich aber garnicht. Naja, und irgendwann klappts doch mit dem Bewegen,
und der Körper „funktioniert“ wieder.
Heute ist mir das zum ersten Mal morgens passiert (hatte Urlaub, und kein Wecker war aktiv). Naja, ich wollte meine Frau darauf aufmerksam machen (habe ihr schon oft davon erzählt), und habe das wie abgesprochen über die Atmung versucht. Darauf habe ich Einfluß: Ich habe also schnell und kräftig geatmet. Pustekuchen, das hat sie nicht gemerkt (alte Langschläferin… hi hi). Dabei habe ich gemerkt, dass ich auch ein paar Schnarchgeräusche von mir gegeben habe. Ich gehe deshalb davon aus, dass auch die Zunge schlapp war. Naja, irgendwann (ich denke das ganze dauert so 1 bis höchstens 2 minuten) bin ich dann doch „wach“ geworden
Kann mir jemand was zu diesem „Vorgang“ sagen ? Bin ich doch noch nicht komplett wach (Träume können ja sehr real sein), und die Muskulatursperre ist noch aktiv ?
Das hatte ich auch ein einziges Mal. Genau wie du beschreibst. Ich lag da, war wach und konnte mich nicht bewegen. Ich habe dann versucht, meine Frau aufmerksam zu machen, habe es auch geschafft, weiß aber nicht mehr genau wie, ich war in Panik! Sie hat mich dann angeschubbst und plötzlich war ich vollkommen wach und konnte mich auch wieder bewegen.
Damals habe ich Nachforschungen angestellt deswegen. Ich habe herausgefunden, dass während der Traumphase das Gehirn quasi vom Rest des Körpers abgekoppelt wird. Sonst würdest du alle Bewegungen, die du im Traum machst, auch im Bett machen! Wenn man aufwacht, wird diese Verbingung normalerweise wieder hergestellt. Den Namen der Substanz, die dafür verantwortlich ist, habe ich leider vergessen.
Ich denke daher, dass dein Körper dieses Substanz vielleicht zu langsam abbaut, so dass du erst wach wirst und dich dann erst nach einer Zeit wieder voll bewegen kannst.
Aber, ich bin nur medizinischer Laie, der sich das so zusammengebastelt hat, weil er das selber einmal hatte ))
Das hatte ich auch ein einziges Mal. Genau wie du beschreibst.
Ich lag da, war wach und konnte mich nicht bewegen. Ich habe
dann versucht, meine Frau aufmerksam zu machen, habe es auch
geschafft, weiß aber nicht mehr genau wie, ich war in Panik!
Hallo Stefan,
vielen Dank für Deine Mail und Deine Erklärung.
Ja, das meinte ich mit der „Muskelsperre“, ansonsten würde man ja allerhand Dinge in der NAcht anstellen…
Als ich dieses Erlebnis das 1. Mal hatte, war ich auch in Panik.
Mittlerweile gehe ich etwas „wissenschaftlicher“ an die Sache ran, und beobachte, was geht und was nicht. Ich bin mir im Momnet nicht 100% sicher, ob ich richtig scharf sehe in diesem Zustand, darauf werde ich beim nächsten Mal achten.
Andererseits bin ich garnicht scharf drauf, das wieder zu erleben. Einfach Augen zu, und weiterschlafen kann ich jedenfalls nicht. Dafür habe ich zu sehr Angst… lieber aufwachen !
ich finde, du solltest dich durchchecken lassen. Grundsätzlich hat jeder Mensch diese Muskelentspannungen in der Tiefschlafphase. Wenn du sie häufiger noch beim Aufwachen hast, könnte möglicherweise auch etwas nicht in Ordnung sein. Hier wäre vielleicht auch ein Besuch im Schlaflabor ratsam.
hi timo,
ich kann mich da nur dagmar anschließen: checken lassen! (erstmal ein guter job für einen internisten, denke ich)
denn nach meinem (laienhaften) verständnis kommen dafür einige mögliche ursachen in frage. von völlig harmlos bis durchaus ernst. und die ernsten sollten zumindest sicher ausgeschlossen werden, das hilft dann nämlich auch gegen panik!
ich würde erstmal das Schlafverhalten abchecken. Denn so wie sich das anhört ist das Schlaf-Wach-Zentrum im Gehirn gestört. Im Schlaflabor kann man dann herausfinden, ob eine Schlafstörung vorliegt (für die Schlaflähmungen mitunter auch ganz typisch sein können), oder ob es andere Ursachen für diese Lähmungen geben muss.
Die Panik ist ganz normal bei solchen Schlaflähmungen. Optimal wäre es, wenn derjenige es schafft sich in der Situation selbst zu beruhigen. Es kann ja nichts passieren, abgesehen von der Skelettmuskulatur funktioniert ja alles weiter.
ich würde erstmal das Schlafverhalten abchecken. Denn so wie
sich das anhört ist das Schlaf-Wach-Zentrum im Gehirn gestört.
klar- und die ursachen können eben vielfältigster art sein. wobei das schlaflabor erstmal die „harmloseren“ sachen abklopfen könnte.
Die Panik ist ganz normal bei solchen Schlaflähmungen. Optimal
wäre es, wenn derjenige es schafft sich in der Situation
selbst zu beruhigen. Es kann ja nichts passieren, abgesehen
eben: wenn du SICHER weisst, dass es nix schlimmes ist, besteht kein grund zur panik…
Hi, ich kenne dieses Gefühl auch, aber nur wenn ich auf dem Rücken einschlafe. Und nur beim Schläfchen am Tag. Als ich so um 20 war, bekam ich diesen Alptraum einige male, mit immer denselben Symptomen, dann habe ich einfach aufgehört, in der Rückenlage zu schlafen. Seitdem sah ich diesen Horrorfilm nicht mehr. Ich bezweifle sehr, daß Ärzte damit etwas anfangen können, die Wissenschaft ist noch nicht so weit… Aus meiner Sicht handelt es hier nicht nur um die Chemie des Gehirns, sondern auch um die Durchblutung der Wirbelsäule im Schulter- und Nackenbereich…
vielen Dank für Deine Mail.
Ich bekomme diese Lähmungen egal ob ich auf dem Bauch oder auf dem Rücken schlafe.
Wie in der Mail erwähnt bisher nur beim Mittagsschlaf, und nur einmal beim „normalen“ Aufstehen am Morgen.